Pseudomonas aeruginosa im Ohr

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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michaelakirsch
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Pseudomonas aeruginosa im Ohr

Beitrag von michaelakirsch »

Hallo Ihr alle

Wer hat auch Erfahrungen mit dem Keim Pseudomonas aerigonosa?
Mein Sohn hat seit mehreren Monaten diesen Keim im Ohr.
Antibiotikum Haben wir schon ausprobiert für 8 Tage. Länger will der Arzt es nicht aufschreiben. Julian bekommt schon so genug Medikamente.
Der Ohrenarzt hat uns was zum spülen aufgeschrieben.

anita f.
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Beitrag von anita f. »

Hallo Michaela,

Mein Sohn hatte schon öfters den Pseudomonas-Keim im Ohr.

Wie alt ist denn Sohn?
Was war das für ein Wirkstoff beim Antibiotikum?
Ist das Ohr trocken, oder läuft da Sekret raus?

Meines Wissens gibts nur ein Antibiotikum das für Kinder ab 12 Jahren oral gegeben werden kann/darf, und das muss über 14 Tage gegeben werden.

Wir waren die ersten beide male für 14 Tage im KH und haben ihm es i.V. geben lassen. Außerdem ist in dieser Zeit einmal das Ohr unter Narkose gereinigt worden und wir mussten das Ohr über längere Zeit mit Wasserstoffperoxid spülen.
Beim letzten mal mussten wir nicht mehr ins Krankenhaus, sondern das Sekret ist vom HNO nur abgesaugt worden. Wir haben mit Wasserstoffperoxid zuhause gespült und 14 Tage antibiotische Ohrentropfen gegeben.


Liebe Grüße
Anita

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carmen62
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Krankheitsbild/ Allgemein

Beitrag von carmen62 »

Hallo Michaela
Mein SOHN hatte den PSEUDOMONAS INFEKT schon 3 mal. Den Infekt ( bakterieller );bekommen nur Kinder mit seehr schwachen Immunsystem.
PSEUDOMONAS ist immun gegen jede Form von Antibiotika.
Unser Ohrenarzt hat mir PANOTILE CIPRO verschrieben,dass hat bei meinem Sohn sehr schnell geholfen.Mein Sohn hat das Pseudomonas immer nach dem therapeutischen Schwimmen bekommen
Gruss Carmen
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Sohn( 2,5 Jahre ):Mikrodeletation (CATCH22);Pachygerie;Hemiparese;Autismus
Entwicklungsstörungen
Tochter 2002 verstorben operativ:Hochgradige Pulmonalartesie/Extremform
Tochter( 22 Jahre):Aoteninsuffienz
Söhne( 21 und 19 Jahre) gesund
Mutter:Pulmonale Hypertonie
Man muss das Leben vorwärts begehen und rückwärts verstehen

Mandy B.
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Beitrag von Mandy B. »

Hallo,

Wir haben diesen Keim auch, allerdings an der PEG- Eintrittstelle. Nach meinem Wissen gibt es durchaus wirksame Antibiotika, allerdings wird systemisch und im Krankenhaus für 14 Tage i.v. behandelt, wenn der Keim Probleme macht.
Wenn dein Julian Probleme damit hat, ist es mit 8 Tagen sicher nicht getan?!

Liebe Grüße
Mandy
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Nellie
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Beitrag von Nellie »

Hallo!

ich habe die Überschrift geändert, weil der Keim ein bisschen anders heißt.

Linn hat ihn in der Lunge. Wir behandeln ihn nur, wenn es ihr nicht gut geht oder wenn wir merken, dass er viel da ist. Man riecht ihn! Denn weg bekommen wir ihn eh nicht.

Ihr könntet am Ohr einen Abstrich machen lassen und die genauen Resistenzen bestimmen lassen und dann vielleicht auch ins Ohr Antibiotikum geben, die das Viech erwischt!

LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)
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iggisw
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Beitrag von iggisw »

Hallo
Um den Keim wirklich nachhaltig zu bekämpfen, ist meistens eine i.V. Behandlung über 14 Tage notwendig.
LG
Iggis
3 leibl. Kinder (*83, 87, 89), 7 Dauerpflegekinder (*93, 98, 02, 03, 08, 09, 11) - Erfahrung mit CF, A/V-Malformation, Tracheostoma, Autismus, Misshandlung, Missbrauch, geist. Behinderung, Frühgeburt, Lernbehinderung, Bindungsstörung, Traumata, FAS.....
Die 5 jüngsten Kinder leben noch zu Hause, die anderen kommen gern!

michaelakirsch
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Beitrag von michaelakirsch »

Hallo an alle
Mein Sohn Julian ist 6 Jahre und kann nicht laufen,sprechen,krabbeln usw.
Julian ist infektanfällig. Er wiegt 11 kg. Er bekommt 3 Medikamente gegen Epilepsie.
Wir waren im KH,wegen einer Lungenentzündung. Im KH haben sie auch angefangen den Keim i.V zu behandeln. Das Problem ist,das man kaum einen Zugang bekommt. Die Ärzte haben es nach 5 Tagen aufgegeben. Abstriche wurden schon wie viele gemacht.
Das Ohr läuft meist immer nachts. Der Ausfluss ist braun bis grünlich.
Nach dem KH hat der Arzt uns Ciprobay,was nur für Mukovizidose Kinder gedacht
ist,aufgeschrieben,über 8 Tage. Haben vom Ohrenarzt Wasserstoff und ciloxan verschrieben bekommen. Momentan läuft es nicht,aber es ist noch da. Ciprobay hat er nicht so gut vertragen.
Lg. michaelakirsch und julian
Michaela geb.68, Julian 2000 geb. Hypontonie,Epilepsie,körperlich-wie geistig schwerst Behindert. Pflegegrad 5
Bohring Opitz-Syndrom.

anita f.
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Beitrag von anita f. »

Hallo Michaela,

Mach auf alle Fälle noch weiter mit der Behandlung.
hast Du mit Ciprobay aufgehört? Es gibt aber bestimmt noch andere Antibiotika mit dem Wirkstoff Ciprofloxacin. Und über 8 Tage reichen nicht um den Keim zu bekämpfen.
Wenn es mit dem Ciloxan nicht besser wird, versuch mal ob Du PANOTILE CIPRO verschrieben bekommst. Das hat bei meinem Sohn besser geholfen.

LG Anita

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Kiki
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Beitrag von Kiki »

Hallo Michaela,

Amy hatte diesen wiederlichen Keim auch schon im Ohr und zusätzlich auch noch einen Stapphylococus aureus. Sie war dann 10 Tage stationär im Krankenhaus und musste danach noch weitere 10 Tage Cotrim K oral weiter nehmen.

Also ich denke, dass ihr um eine Stationäre Behandlung nicht drumrum kommt. LEIDER! :oops:

LG KIKI
Xaver (10/1999) Entwicklungs- und Sprachverzögert, ADHS, Amy (01/2004) Apert-Syndrom, Apnoe-Bradycardie-Syndrom(ABS), VP Shunt, Epilepsie, Mary (09/2005) und Nathanael 02/08 Frühchen
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inaliane
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Beitrag von inaliane »

Hallo,

der Beitrag ist zwar schon alt, aber ich hoffe trotzdem Antworten zu bekommen.

Meine Tochter hat diesen Keim nach einer OhrenOP auch im Ohr. Im Moment bekommt sie Ohrentropfen und Tabletten (Ciprofloxacin).
Auch bei D. läuft das Ohr meist nachts mit eitrigem Ausfluss.
Der Arzt hat erst auf mein Drängen hin einen Abstrich gemacht und danch die Sachen verschrieben. Durch Zufall hatte ich in der Akte gelesen, das der Keim schon nach der ersten OP da war. Danach bekam die 7 Tage IV-Antibiotika und danach noch einige Tage Oral. Gesagt hat es mir keiner.
Am Mittwoch sollen wir wieder zur Kontrolle, was sollte ich nachfragen? Wie lange sollte das AB genommen werden? Was sollte ich noch so beachten?
Kann ich ihr Immunsystem nebenbei noch stärken (sie verweigert alle gesunden Sachen), evt. Vitaminpräperate? Wie sieht es mit Ansteckung innerhalb der Familie (Schule) aus.
LG Ina
D. geb.1994, HFA- Autistin, Sehbehindert 8% Sehkraft mit imlant. Kunstlisen bds),kombinierte beidseitige Schwerhörigkeit (auf einem Ohr taub)
M. geb.1997, Aortaerweiterung d. Herzklappenfehlbildung, ADHS, ASS
Enkelin M. 02/15 ein lieber anstrengender Wirbelwind

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