Probleme mit Shuntventil durch Brechdurchfall

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Gela1
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Probleme mit Shuntventil durch Brechdurchfall

Beitragvon Gela1 » 20.03.2007, 08:05

Tim fing Sonntag gegen Abend an sich zu übergeben. Ist halt eine Viruserkrankung, kommt ja mal vor. Später habe ich dann bemerkt, dass sein Ventil nicht mehr gefüllt ist. Wir also ab in die Klinik. CT gemacht, Ventil war in Ordnung. Tim kam an den Tropf wegen Flüssigkeitsverlust und später füllte sich auch das Ventil wieder. War eine ziemliche Aufregung. Mir war auch nicht klar, dass da ein Zusammenhang bestehen kann. Habt Ihr so etwas schon einmal gehabt?

Liebe Grüße
Gela

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pat77
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Beitragvon pat77 » 20.03.2007, 08:13

Hallo Gela,

ne sowas haben wir noch nicht gehabt. Bei Lara war es nur ab und an so, das das Ventil ein wenig eingedrückt war und länger brauchte, bis es sich wieder gefüllt hat.

Kann es sein, das durch die Anstrengung beim erbrechen, sich das Ventil leeren kann? Gibts sowas?

Aber zum Glück wurde es schnell in den Griff bekommen!

LG Patricia
Patricia(*2/77) mit Zwillingen (28.SSW)
Dana *26.12.01( Hirnbluten 2.u3. Grades, spastische Tetraparese links) und
Lara *26.12.01 (Hirnblutung 3.u 4. Grades, Hydrocephalus, Shunt intern, Hüftsubluxation(OP 2005 teils erfolgreich), spastische Tetraplegie

Gela1
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Beitragvon Gela1 » 20.03.2007, 10:04

Das Ventil war durch den hohen Flüssigkeitsverlust, der sich wohl auch auf Hirnwasser auswirkt, eingedrückt. Tim war ja dann am Tropf und so langsam füllte sich auch das Ventil wieder.

Gela

Antje D.
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Beitragvon Antje D. » 31.03.2007, 15:02

Hallo zusammen,

ist zwar schon eine Weile her dieser thread, aber ich versuche trotzdem zur Erklärung etwas beizutragen :wink:
Die Liquorproduktion ist vom Flüssigkeitsstoffwechsel abhängig - sprich, bei Austrocknung wird zu wenig Liquor gebildet. Somit wird natürlich durch den shunt zuviel "abgeholt". Der Ventildruck lässt ja stehts dieselbe Menge ablaufen, nur kann bei Austrocknung nicht schnell genug nachproduziert werden. Das ist auch einer der Gründe, warum Menschen mit einem HC immer viel Trinken sollen. Bei einer Überdrainage z.B. fließt zuviel Liquor ab, durch Liegen und viel Trinken können die Symptome gelindert werden.

Viele Grüße

Antje

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Beitragvon Gela1 » 31.03.2007, 16:49

Hallo Antje,

danke für Deine Antwort. Es scheint aber doch anders zu sein. Wir hatten eine Woche später die gleiche Situation. Diesmal haben wir aber gemerkt, dass erst das Ventil eingedrückt war und dann hat Tim sich wieder übergeben. Wir waren wieder in der Klinik. Das CT-Bild war auch diesmal in Ordnung. Irgendwann nachts war alles wieder normal. Bislang wissen wir noch nicht waran es liegt. Es wurde noch Bilder gemacht, ob der Schlauch irgendwo unterbrochen ist. Auch da ist alles in Ordnung. Jetzt sollte noch eine Kontrastmitteluntersuchung gemacht werden. Geht aber nicht, da Tim Husten hat. Wir wollen jetzt noch mal nach Magdeburg und uns eine Zweitmeinung einholen. Ich habe ziemliche Angst, dass das wieder passiert.

Liebe Grüße
Gela

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Beitragvon Antje D. » 31.03.2007, 17:13

Hallo Gela,

dann fällt mir nur ein, dass es vielleicht temporärer Hirndruck ist. Vielleicht verstopft der Ventrikelkatheter manchmal oder das Ventil arbeitet manchmal nicht. Klar, kann auch was am Schlauch verengt/verstopft sein.

Ich wünsche ich euch alles erdenklich Gute für die Untersuchung!!!
Sag Bescheid, was dabei rausgekommen ist.

Viele Grüße

Antje

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Beitragvon Gela1 » 07.04.2007, 13:12

Hallo Antje,

waren Mittwoch in Magdeburg und es hat uns sehr gut gefallen. Der Arzt meint, erst einmal abwarten. Tim geht es ja jetzt gut. Mit dem Arzt, der Tim operiert hat, haben wir auch Kontakt aufgenommen. Leider ist der jetzt in Tübingen. Beide Ärzte würden abwarten und ggf. eine Shuntpunktion machen aber keine Kontrastmitteluntersuchung. Man geht wohl eher von einem Unterdruck aus. Mit der Firma, die den Shunt herstellt, haben wir auch gesprochen. Von dort bekommt man teilweise bessere Erklärungen als von den Ärzten. Tim muss auch mehr trinken, gar nicht so einfach. Wir hoffen einfach, dass es nicht noch einmal passiert.

Liebe Grüße und schöne Ostern
Gela

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Beitragvon Antje D. » 07.04.2007, 13:19

Hallo Gela,

kommt mir sehr bekannt vor....
Hannah ist letztes Jahr wegen einer Überdrainage operiert worden. Sie bekam ein neues Ventil (paedi GAV 9/24). Sie hat sich in gewissen Abständen (erst alle drei Wochen und dann immer kürzere Abstände) übergeben. Vornehmlich am späten Nachmittag. Nach dem Übergeben ist sie in so eine Art Tiefschlaf gefallen (sie war quasi nicht zu wecken). Das ging teilweise dann die ganze Nacht so. Sie aß quasi nix mehr und war sehr quengelig und schlapp. Kurz vor der OP musste sie erst über 3 Tage an den Tropf - aufpäppeln.
TRINKEN.......wem sagst du das. Typisch HC-Kinder, sollen viel trinken und wollen nix trinken.....viel Liegen hilft übrigens auch.
Welches Ventil habt ihr denn aktuell???

Alles Gute und viele Grüße

Antje

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Beitragvon Gela1 » 07.04.2007, 13:27

paedi-gav 9/29. Das macht mir ja Mut. Wie lange musstet Ihr in der Klinik bleiben?

Gela

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Antje D.
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Beitragvon Antje D. » 07.04.2007, 19:15

Hallo Gela,

wir sind Dienstags rein, Freitag operiert, Montag nach Hause :wink:
Die Ventrikel sind aktuell unverändert eng (MRT gerade gemacht). Bei uns ist nicht ganz klar, wie der Ventrikelkatheter und ob er ausreichenden Kontakt zum Ventrikelsystem hat. Er scheint aber abzulaufen. Hannah hat aber nun Liquor hinter den Augen und wir müssen alle drei Monate nach Stauungspapillen schauen lassen.
Hannah ist aber topfit und das klinsiche Bild ist in diesem Falle ausschlaggebend.

Viele Grüße

Antje


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