2 Fragen zu Treppenlift

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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benni
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Beitragvon benni » 17.03.2005, 09:32

Hallo Petra,

Benjamin kann genau wie Manuel nicht sprechen auch nicht rufen, aber er macht sich schon laut bemerkbar und wir haben ein Baby- Phone. Bisher haben wir es noch nicht gebraucht, haben ihn überall bei der Kur, im Urlaub in der Whg. immer gehört. Er kann laut gegen das Bett klopfen, laut schreien...

Die Rubrik für behindertengerechtes Bauen gibt es schon unter Rechtliches .

L.G.

Anja
Anja mit Benjamin 03/97- schwere Mehrfachbehinderung wahrscheinlich durch 6- fach-Impfung, Muskelhypotonie,Wahrnehmungsstörungen/aut. Züge, Grand-mal-Epilepsie, Skoliose, Gastrotube, Tracheostoma, Sondennahrung
Benjamin hat 1 grossen und 3 kleine Brüder

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jessie
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Beitragvon jessie » 17.03.2005, 09:44

hallo heidi

was meinst du eigentlich mit "teilweise behindertengerecht" bauen?

ich habe das problem für mich so gelöst: alles das, was ich definitiv jetzt schon brauche, habe ich ausgeführt. alles andere ist behindertengerecht vorbereitet, und kann ohne großen aufwand nachträglich gemacht werden (z.b. sind im OG die Türen im Rohbaumaß auch 1,01m breit, aber ich habe die mittels Styrodur auf das Maß 0,885m verkleinert, so daß erstmal Standarttüren, weil weitaus billiger, eingebaut werden konnten, eine änderung auf 1,01m breite türen ist aber ohne rausstemmen von mauerwerk jederzeit möglich. Zusätzliche Aufbauten sind in der Statik bereits einkalkuliert, wenn es sein muß, kann jederzeit noch ein raum von 8,76x4,01 innenmaß aufgesetzt werden, unter putz befinden sich verschiedenen leerdosen um die Lichtschalterhöhe ändern zu können...) lediglich alle badezimmer sowie das komplette Erdgeschoss sind komplett behindertengerecht.

Für mich ist die Vorbereitung eines Treppenlifts irgentwie etwas sinnlos. Jedesmal wenn ich diese platzfressenden Dinger sehe, grauts mir. dafür brauche ich ja dann auch eine wahnsinnig breite Treppe, die ja nun noch erheblich mehrkosten verursacht. mit den 2557eur komme ich halt nicht weit, egal in welchem gewerk (hast du dir schon mal die preise für 1,01m breite zargen angeguckt??) ich würde dann auch lieber mich auf ein Geschoss beschränken, welches komplett behindertengerecht ist, und alles andere (andere Kinderzimmer, Elternzimmer, "Bügelzimmer"...) ins Dachgeschoss oder Kellergeschoss legen. Aber erstmal mußt du dafür ein geeignetes grundstück haben, auf dem man auch ausreichend bauen darf, sonst kann man eh keine genaueren grundrissvorschläge machen.

gruß jessie
"wir können die kinder nach unserem sinne nicht formen. so wie gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben, sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren." (j.w. von Goethe)

Petra B
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Beitragvon Petra B » 17.03.2005, 10:56

Hallo Anja,

ich meine nicht nur eine Frage zum behindertengerechten Bauen sondern als Thema im Themenpool.

Hier im Forum werden sich viele Eltern in absehbarer Zeit mit diesem Thema beschäftigen müssen. Ob Umbau oder Neubau. Ob eigene oder Mietwohnung. Nicht nur wegen Unterstützungen zur Finanzierung.

Das Thema ist so komplex und spricht so viele Details an, die sehr wichtig werden können, dass es ein großes Thema für sich ist.

Der Treppenlift gehört dort hinein, die Finanzierung, Tips für das Bad auch das mit dem Bodenbelag, den wir im Moment in Angriff nehmen.

Jessie Du sagst, dass die Türen so teuer sind, wir haben damals einen Generalunternehmer gehabt und die Türen haben nicht viel ausgemacht. Unsere Türen haben eine Durchgangsbreite von 1,07 m(habe vorsichtshalber noch einmal nachgemessen) und das kann sich kaum einer vorstellen, für uns eigendich immer noch zu schmal.

Ist halt so, wenn ein junger Mann :icon_farao: immer, wenn es durch die Tür gehen soll erst einmal beide Arme zur Seite ausstrecken muss. :lol:

Im Ferienhaus sind die Türen ich glaube 95 oder 97 cm breit (kann erst zu Ostern wieder nachmessen) aber das reicht auch.
So oder so Manuels Arme muss man immer erst zusammen machen bevor man durch eine Tür will.

Mit teilweise behindertengerecht ist wohl gemeint, dass nur das Notwendige behindertengerecht ist. Also das Erdgeschoss und hier befindet sich dann auch das behindertegerechte Kinderzimmer und Bad. Alles andere was das behinderte Kind nicht braucht ist auf einem anderen Stockwerk.
Das Ferienhaus ist auch so konzipiert.

Viele Grüße

Petra B

*Martina*
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Beitragvon *Martina* » 17.03.2005, 11:14

Hallo,
ich habe wegen dieser Diskussion mal alle relevanten Themen zum Bauen zusammengefasst!!

Vielleicht findet ihr da noch Weiterführendes!

www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2313.html

Martina
Martina mit Jakob (schwerst mehrfachbehindert, 16 Jahre), Pauline (22 J.), Sophie (21 J.)

Petra B
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Beitragvon Petra B » 17.03.2005, 11:34

Hallo Martina,

wo findet man diese Beiträge denn dann in der Übersicht??

Viele Grüße Petra B

Petra B
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Beitragvon Petra B » 17.03.2005, 11:36

Habs gefunden, steht unter rechtliches.

Allerdings würde ich nicht unbedingt bei diesem Thema unter rechtliches nachschauen.

Viele Grüße Petra B

*Martina*
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Beitragvon *Martina* » 17.03.2005, 12:20

Tja,
ganz schön schwierig das Thema einzuordnen.. unter Sonstiges wäre es noch schwieriger zu finden und da es mit Vorschriften, Vorgaben etc. zu tun hat, ist es jetzt unter Rechtliches..... :wink:

Schönen Gruß,
Martina
Martina mit Jakob (schwerst mehrfachbehindert, 16 Jahre), Pauline (22 J.), Sophie (21 J.)

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Beitragvon Rosemarie » 02.06.2005, 13:35

Petra B hat geschrieben:Hallo Anja,

dann ist es ja gut, war gerade mal auf eurer Homepage, kann Benjamin euch denn rufen, falls etwas ist? Oder wie macht er sich bemerkbar?

Bei uns war das Problem, dass Manuel nicht sprechen kann (Benjamin doch auch nicht oder?) und wir ihn somit auch nachts in unserer Nähe haben wollten.
Trotz offenen Türen hatten wir die ersten Jahre immer noch eine Gegesprechanlage zusätzlich an. Jetzt ist es nicht mehr nötig, seine Stimme ist inzwischen lauf genug, oft auch zu laut, aber er braucht das Licht der Anlage sonst bekomme ich Ärger!!! :icon_pirat:.
Im Ferienhaus haben wir sein Zimmer im Erdgeschoss und wir schlafen im DG auch hier ist er nicht zu überhören, es gibt aber auch kein abgetrenntes Treppenhaus.
Wenn er krank ist nehmen wir auch heute noch die Gegensprechanlage, gerade bei Magen-Darmgeschichten sind wir immer in Alarmbereitschaft, da wir dann die geringsten Geräusche hören müssen.

Aber bei jedem Kind ist es verschieden.

Vielleich wäre hier im Forum eine Rubrik für behindertengerechtes Bauen nicht schlecht.

Ich bin schon wiederholt von Betroffenen angesprochen worden, weil sie Unterstützung für die Planung brauchten.

Viele GRüße
Petra B



Hallo Anja,hallo Petra
wir haben uns eine Funkklingel gekauft ,sie mit Powerstrips an`s Bett geklebt so kann sich unser Sohn immer bemerkbar machen wenn was ist und ich brauche keine Angst zuhaben das ich ihn nicht höre
Liebe Grüße

Petra B
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Beitragvon Petra B » 02.06.2005, 14:19

Hallo Rosemarie,

solch eine Klingel würde Manuel auch nichts nützen, da er sie "gerade im Ernstfall " nicht benutzen könnte.

Viele Grüße
Petra B

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M.Dietrich
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Beitragvon M.Dietrich » 02.06.2005, 21:26

Hallo zusammen,

bezüglich des Neubauens kann ich nur empfehlen ebenerdig und barrierefrei zu bauen.
Wir haben vor zwei Jahren ein Haus im Bungalowstil gebaut, wo alles auf einer Enene ist.
So groß muß das Grundstück dabei gar nicht sein, wir haben auch nur 550 Quadratmeter.

Zum Treppenlifter, wenn er denn sein muß, folgende Infos:

Die 2557,- € gibt es von der Pflegekasse eigentlich pro Baumaßnahme zur Wohnumfeldverbesserung.
Man kann auch versuchen einen Zuschuß über die Wohnungsbauförderung zu beantragen.
Bei uns in Sachsen- Anhalt kann diese Förderung je nach Behinderung bis zu 80 %
der Gesamtkosten betragen. Wie das in anderen Bundesländern gehandhabt wird,
entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Zu den Treppenliftern folgendes:

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Liftern: Sitzlifter und Plattformlifter.
Auf den Sitzlifter, der Name sagt es schon, muß man aus dem Rollstuhl umgesetzt werden.
Der Plattformlifter fährt so weit nach Unten, daß man mit dem Rollstuhl darauf fahren
kann. Wie weiter oben schon einmal erwähnt, benötigt dieser aber wesentlich mehr Platz
und ist auch um einiges teurer. Die meisten Treppenliftfirmen bieten eigentlich gebrauchte Lifter an.
Nur die Laufschienen müssen in jedem Fall neu angefertigt werden. Man muß nur den
Außendienstmitarbeiter, der zum Aufmaß bestellt werden muß, darauf ansprechen.
Natürlich hat die Form der Treppe, mit oder ohne Kurve, einen entscheidenden Einfluß auf den Preis.
Außerdem sollte man bei dem Kostenvoranschlag darauf achten, daß die Kosten
für die TÜV- Abnahme mit enthalten sind, nicht daß man dann davon überrascht wird.
Auch nach dem Wartungsvertrag sollte man sich erkundigen, meist kann man mit
einer rgionalen Technikerfirma solche Verträge auch abschließen und dabei eine Menge Geld sparen.

So, ich hoffe ich konnte hier einige offene Fragen beantworten.
Bleibt mir nur noch Euch viel Glück zu wünschen.

LG Micha


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