Rolli bei kleinem und nicht sitzendem Kind?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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Silvia
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Rolli bei kleinem und nicht sitzendem Kind?

Beitragvon Silvia » 10.03.2005, 14:48

Hallo!
Ich bin immer noch am überlegen Rehabuggy oder Rolli, unsre KG meint sie würde erst in einem 1/2-3/4 Jahr einen Rolli anschaffen, aber, haben wir erst einen Rehabuggy, glaub ich nicht, dass wir so kurze Zeit später dann einen Rolli beantragen werden :roll: . (außerdem dauert das doch eh ewig bis man was kriegt! :evil: )
Matthis sitzt ja noch nicht, hat jemand Erfahrung mit einem nicht sitzendem Kind im Rollstuhl??
LG Silvia
Silvia(*80), Andreas (*79) mit Lukas (06/00) gesund, Matthis (09/03) entwicklungsverzögerung, M.H., Nystagmus, stark weitsichtig,fokale Epilepsie, Kleinhirnatrophie und (seit 12/07) Aaron, gesund

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Kathrin Vortmann
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Beitragvon Kathrin Vortmann » 10.03.2005, 17:53

Hallo Sylvia, je nachdem, was ihr für einen Rehabuggy braucht und was die Krankenkasse sagt, braucht ihr sowieso ein Halbes bis dreiviertel Jahr, bis der Buggy da ist. Also gut überlegen, ob nicht vielleicht doch sofort den Rolli.
Liebe Grüsse
Katty
2 Kinder, Luis gesund, Paula Hydrocephalus und Epilepsie,

JuliaE
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Beitragvon JuliaE » 10.03.2005, 18:14

Hallo Silvia!

Ich habe von eineigen Eltern gehört, das Kinder gerade wenn sie nicht oder nicht gut allein sitzen und sich auch sonst nicht allein fortbewegen können, schon früh einen Rolli bekommen. Wird Matthis diesen denn allein bewegen können? (Sorry, ich kann seine Behinderung nicht einschätzen) Ich denke, oft kann ein Rolli schon recht früh dem Kind die Möglichkeit geben sich eigenständig zu bewegen und das kann sich durchaus positiv auf die Entwicklung auswirken.
Wenn ich richtig rechnen kann, ist Matthis etwa anderthalb, ich bin wirklich kein Spezialist auf dem Gebiet aber das kommt mir ganz persönlich noch ein wenig früh vor. Allerdings kann das mit der Genehmigung ja bekanntlich dauern.. Ich weiß von einigen Kindern die etwa mit 2 Jahren ihren ersten Rolli bekomen haben und dadurch viel selbst- und eigenständiger wurden (soweit das die Behinderung zulässt, klar, kann ich in eurem Fall nicht einschätzen.) und damit ziemlich große Entwicklungschritte gemacht haben. Ich habe meinen ersten mit 3 Jahren bekommen, das ist aber 20 Jahre her, damals meinten die Ärzte nioch das sei vieeel zu früh, heute ist das meines Wissens nach oft normal. Bei mir war aber klar das ich niemals laufen würde. Wie ist das denn bei Matthis, kann man das abschätzen?
Wie gesagt ich bin da ausser das ich selber Rollifaher bin völliger Laie, aber wenn Matthis keine ausreichende Rumpfkontrolle hat bzw eben nicht frei sitzen kann, sollte man natürlich auf eine gute Sitzschale oder ähnliches achten.

LG Julia

Silvia
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Beitragvon Silvia » 10.03.2005, 20:45

Hallo
Danke für die Antworten!
@ Julia: ich denke schon, dass Matthis sich bald damit fortbewegen würde, er probiert im Moment sehr viel aus. Er hat eine muskuläre Hypotonie, sehr Rumpfbetont, wir wissen nicht wann oder ob er laufen lernt, ich gehe aber zur Zeit davon aus, dass es noch eine Weile dauern wird bis er soweit ist. Ein Berater auf einer Rehaausstellung hat erzählt, dass sie gerade einen Rolli für ein 12 Mo. altes Kind anpassen; ich hab halt die "Angst", wenn wir erst mal einen Rehabuggy haben, dass wir dann in naher Zukunft nicht auf einen Rolli umstellen würden :roll: und ob wir ihn nicht dann (falls er noch nicht läuft) in seiner Entwicklung mit einem Buggy eher hemmen.

Vielleicht warten wir ja auch erst mal noch ab, Ende April ist in Karlsruhe die Rehab, da können wir uns ja nochmal informieren, mal sehen!
Silvia(*80), Andreas (*79) mit Lukas (06/00) gesund, Matthis (09/03) entwicklungsverzögerung, M.H., Nystagmus, stark weitsichtig,fokale Epilepsie, Kleinhirnatrophie und (seit 12/07) Aaron, gesund

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Beitragvon Sabine2 » 10.03.2005, 21:02

Hallo Silvia,

geht doch mal zu Storch+Beller und probiert es einfach aus. Ich glaube, es besteht auch die Möglichkeit, dass man mal einen Rolli für 14 Tage mit nach Hause nimmt. Wir hatten einen da und Stella hat sich kaum in ihm fortbewegt, mit dem Rollator dagegen geht sie einige Schritte. Von daher wollen wir bis zum Sommer noch abwarten.
Allerdings weiß ich nicht, ob das so einfach ist, wenn er einen spezielle Rumpfstütze braucht. Bei Stella haben sie einfach nur einen Anschnallgurt dran gemacht.

Viele Grüße
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)

Helmut
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Beitragvon Helmut » 10.03.2005, 21:25

Hallo Silvia,

obwohl bei uns von Anfang an klar war, das Sonja mit großer Wahrscheinlichkeit nie laufen, oder einen Rolli bedienen können wird, hat Sonja von Anfang an, ... bis auf die Zeit, in der wir deswegen mit der KK im klinsch lagen, einen Rolli gehabt. Rolli heißt in dem Fall, ein rollstuhlähnliches Fahrgestell, mit einer entsprechenden Sitzschale, die zum liegen, als auch zum sitzen zu gebrauchen ist. So ein Rolli ist wesentlich leichter zu schieben als Buggy, und macht das Leben um vieles angenehmer. Der einizge Nachteil gegenüber einem Buggy ist, das er nicht so einfach in einem kleinen Auto mitzunehmen ist, weil er mehr Platz braucht. Für Aktionen mit dem Auto kann man sich jedoch einen entsprechenden Buggy als Zweitversorgung.... oder halt ein rollstuhlgerechtes Auto... anschaffen.

:-) Helmut
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.

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Beitragvon Gundel » 11.03.2005, 09:59

Also ich kann Dir auch nur empfeheln, Dich mit Deinem rehahaus in Verbindung zu setzen und Dir einen Rolli leihweise geben zu lassen.
Til kann auch nicht allein sitzen und fährt super im Rolli. Heute mußten wir ihn erstmal abgeben un bekommen nun in einem Monat unseen eigenen. Wir haben den Meyra Brix und sind super zufrieden weil Til ja auch grad mal 70 cm groß/klein ist. Aber er fährt damit wie ein Großer durch die Kante und ist glücklich so selbstständig zu sein.
Gundel mit ihren sieben Zwergen (Marie und Nane 06(1991, Lukas 01/93, Moritz 10/98, Emma Lucie 07/02, Til Richard (09/03, caudales Regressionssyndrom u.a. thorakolumbale Spina bifida, MMCele,Analatresie, schwere Skoliose, Zustand nach VEPTR-OP 01/2009, 9/2009, Zustand nach Appendikostoma 6/2010), Jannis Frederic (05/2005)

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Beitragvon Silvia » 11.03.2005, 10:26

Hallo
vielen Dank für eure Antworten!
Wir haben gestern die Sitzschale genemigt bekommen, also bleibt der Kontakt zum Rehahaus nicht aus, wir werden uns dann dort mal umsehen und beraten lassen.
Silvia
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