Daniela mit Niclas (öfter Mittelohrentz., Sprachentw.stör.)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Daniela1980
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Daniela mit Niclas (öfter Mittelohrentz., Sprachentw.stör.)

Beitrag von Daniela1980 »

Hallo und guten Morgen, ich bin durch Zufall auf diese Seite gelangt und schwer begeistert was man doch alles so erfährt. Mein Sohn Niclas (wird im April 4) ist Sprachentwicklungsgestört und auf dem Stand eines 2 jährigen. Dadurch ist er auch in seiner Motorik (Fein-Grob ist ok) etwas eingeschränkt. Wir machen seit März 06 Logo einmal die Woche. Im Oktober 06 waren wir dann im SPZ Heidelberg. Die Empfehlung von dort lautet Logo auf zweimal die Woche zu erhöhen und Niclas in einen Integrativen Kiga zustecken. Er geht seit August in einen "normalen" Kiga und ist dort "überfordert". Nunja seit er im Kiga ist, hat er sprachlich zwar aufgeholt, aber klar er ist noch lange nicht soweit. Er kann weder zählen, noch seinen namen sagen oder farben sagen bzw. er erkennt farben nicht. Niclas hatte jetzt öfter Mittelohrentzündug und der HNO meinte wir müssten evtl. ein Röhrchen einsetzen. Wie sind Eure Erfahrungen damit. Ich habe hier schon geschnüffelt und viel positives gelesen. Was ich nicht wusste ist, dass man anschließend mit dem Wasser aufpassen muss. Ende Januar wird entschieden ob es gemacht werden muss und im April müssen wir wieder ins SPZ. Gibt es hier Gleichgesinnte?? Hoffe auf viele nette Antworten. LG Danie

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Isolde
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Beitrag von Isolde »

Guten Morgen liebe Daniela,

einen herzlichen Gruß an die Bergstraße,
(hab da mal gearbeitet vor einigen Jahren :roll: ) und herzlich wilkommen hier in unserem Forum.

Ich kann Dir zu den Röhrchen leider nicht viel sagen, an der OP sind wir knapp dran vorbei gekommen,

Mich würde nur interessieren,
weshalb wurde Euch ein intergraftiver Kindergarten empfohlen, nur wegen der sprachlichen Komponente und der daraus evtl. resultierenden "Überforderung"? Strebt Ihr einen integrativen Kindergarten denn dann an?

PS: Ich habe Dich in die Vorstellungsrunde übrigens verschoben.....

Lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Daniela1980
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Beitrag von Daniela1980 »

Hallo Isolde,
danke das Du mich verschoben hast ;-))) Ich blicke hier noch nicht so durch.
Schön das Du die Bergstraße kennst. Ja uns wurde der Integrative Kiga wegen der Überforderung empfohlen. Sie denken, dass Niclas in einer kleineren Gruppe besser aufgehoben sei. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus und unser KIA hält garnichts von einem solchen Kiga. Der jetzige Kiga würde uns gerne unterstützen und möchte ab sommer zu einem integrativen Kiga werden. LG DAnei

tina24
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Beitrag von tina24 »

Hallo Danie!
Ich bin auch noch ganz neu hier.
Mein Sohn Pascal hatte das genauso wie deiner, erst Regelkiga, dann Wechsel in eine I-Gruppe wegen Überforderung, auch Sprache und Motorik. Die Röhrchen hat er mit 3 Jahren bekommen und danach wurde seine Sprache wirklich besser. Jetzt ist er 4 1/2 und seit September in der I-Gruppe und er macht inzwischen wahnsinnig gute Fortschritte. Dort ist die Betreuung einfach viel intensiver und seine Gruppe geht einmal/ Woche schwimmen.
Wenn noch Röhrchen drin sind muss man mit dem Wasser ein bißchen aufpassen, wir haben uns beim Hörgeräteakkustiker für 10 Euro Stöpsel anfertigen lassen, danach war baden und schwimmen kein Thema mehr, nur tauchen sollte er lieber nicht (obwohl die angeblich auch bis 1m wasserdicht halten).

Ach ja, der Eingriff war wirklich harmlos, ging ganz schnell und er hatte auch keine Schmerzen danach. Meine Kleinen (16 Monate) bekommen übrigens in 2 Wochen auch Röhrchen. Also keine Angst, du bist nicht allein!

LG Tina
Pascal (*25.04.02, Sturge-weber-syndrom, Feuermal, motorische und sprachliche entwicklungsverzögerung, Epilepsie) und Zwillingen Marcel und Philipp (*19.08.05, SSW25+2, 870g + 990g, Philipp Hemiparese nach Hirnblutung, HC shuntversorgt, Epilepsie, Marcel BPD, HC )

Bettilu
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Beitrag von Bettilu »

Hallo Daniela,

auch ich habe einen Sohn, der allerdings sehr schwer sprachentwicklungsverzögert ist. Wir hatten bis jetzt 2 mal Paukenröhrchen bekommen, einmal als er 12 Monate alt war und das zweite Mal vor einem halben Jahr. Die OP ging relativ schnell vonstatten - wir konnten nachmittags schon wieder das Krankenhaus verlassen.
Beim Schwimmen ist es tatsächlich so, dass man aufpassen sollte, dass kein Wasser ins Ohr kommt, die Empfehlung unserer Pädaudiologie war, dass man die Watte zusammengeknüllt ins Ohr stecken soll und darüber dann eine Schicht Creme, damit das Wasser nicht so eindringen kann. Naja, meistens fällt das Zeug aber trotzdem wieder raus und die Ohren wurden natürlich auch nass. Allerdings bekam er davon bis jetzt keine Infektionen.
Bei der 2. OP bekam er sogenannte T-Tubes aus Silikon, die angeblich jahrelang drin bleiben sollen. Nach 2 Monaten war das eine aber schon draussen. Da das Mittelohr aber zwischenzeitlich ganz gut belüftet ist und der Paukenerguss von alleine verschwindet, benötigt er hier keines mehr.
Leider hatte das alles keine Auswirkung auf seine Sprachentwicklung, da er immer noch nicht spricht :cry: .
Wir sind übrigens auch im SPZ Heidelberg zur weitergehenden Diagnostizierung.
Viele Grüße,
Bettina

AnjaB.
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Beitrag von AnjaB. »

Hallo Daniela,

meine Tochter hatte vom 2. bis zum 8. Lebensjahr Paukenröhrchen.

Es waren keine großen Eingriffe, wir haben 4 mal neue legen lassen müssen und würde es immer wieder tun. Wir waren nur bei den ersten 2 Tage stationär, die anderen haben wir im selben Krankenhaus ambulant bekommen (Narkose und OP um 8 Uhr, nach Hause um 11 Uhr).
Die Serie von Mittelohrentzündungen hatte endlich aufgehört und die Sprachentwicklung ging endlich weiter, da sie jetzt in der Lage war alle Buchstaben zu hören.

Das Aufpassen mit dem Wasser wird zur Routine, beim Haarewaschen waren keine Vorsichtsmaßnahmen zu beachten nur sollte der Strahl der Dusche nicht direkt aufs Ohr gehalten werden.

Zum Glück wurde bei uns die Ursache der ständigen Mittelohrentzündungen gefunden, meine Tochter leidet unter Heuschnupfen. Als mit 8 die Gänge weit genug waren, hat unser HNO die Röhrchen in der Praxis bei der Untersuchung gezogen.

Liebe Grüße Anja

Sandrad
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Beitrag von Sandrad »

Hallo Daniela,

auch unser Sohn kämpft mir ständigen Paukenergüssen und hat vor 1,5 Jahren die Röhrchen bekommen.

Laut Ärzten ist es ein ganz normaler Routineeingriff und am längsten dauerte wohl das "umorganisieren" während der OP (Wechsel von Ohren/Paukenröhrchen auf Mandelentfernung). Es war nur eine ganz leichte Betäubung, so dass er kurz nach der OP schon wieder wach war.

Ich erinnere mich immer wieder gerne an den Abend dieses Tages, als ganz leise ein Auto in die Hofeinfahrt einfuhr und mein Großer sich im Zimmer zu mir umdrehte und "Auto" sagte. Da wußte ich, dass er wieder richtig hört!!!

Zwischenzeitlich sind die Röhrchen "entfallen" und wir bekommen nächste Woche neue. Diesmal sogar ambulant.

Ob alleine die Röhrchen an der Verbesserung unseres "Leidens" geholfen haben, vermag ich nicht zu sagen. Aber auf jeden Fall war es einer von vielen Schritten in die richtige Richtung.

Zum Thema "Wasser in die Ohren bei Paukenröhrchen" gehen die Meinungen derzeit weit auseinander. Die einen sehen darin eine große Gefahr, die anderen meinen es bestehe kaum/keine Gefahr (hatte seinerzeit eine aktuelle Studie im Internet gefunden).

Ich persönlich denke, man solle im Umgang mit Wasser vorsichtig sein, aber das Thema nicht "überdramatisieren". Wie so oft im leben gilt es auch hier, den logischen Menschenverstand einzuschalten und dann zu handeln, wenn es einer Handlung bedarf.

Liebe Grüße, Sandra

Daniela1980
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Beitrag von Daniela1980 »

Hallo Zusammen,vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Wow ich bin jetzt froh, dieses Forum gefunden zu haben. Habe mich die ganze Zeit ziemlich alleine gefühlt, da meine Familie sich nicht wirklich mit der Sache beschäftigen will. LG Danie (werde jetzt nochmal alles durchlesen und aufsaugen).

toto35
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Beitrag von toto35 »

Unser Junge hatte auch Probleme im logopädischen Bereich. Er war mit 3 Jahren auf dem Stand eines 1,5 jährigen Kindes. Wir haben dann 1,5 Jahre 1xwöchentlich eine logopädische Behandlung gemacht und er ist jetzt, nach 1,5 Jahren auf altersgemäßem Stand.
Er geht bei uns in den ganz normalen Regelkindergarten und kommt seit Anfang an sehr gut dort zurecht - mehr noch, er hat zusätzlich dort sehr viel im logopädischen Bereich gelernt.
LG

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Sohn (18 Jahre): ADHS/ADS (Mischform), Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (Therapie endlich erfolgreich beendet!)

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dkizinna
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Beitrag von dkizinna »

Hallo Danie,

herzlich willkommen hier im Forum! Viel Spaß beim Austausch mit anderen.

Mein Sohn ist auch sprachentwicklungsverzögert. An sich 3,25 Jahre bringt er es im bereich Sprache mit viel guten Willen und gutmütigem Bewerten seitens der Uniklinik nur auf 1,5 Jahre. Florian ist wegen seiner Wahrnehmungsstörungen in einen integrativen Kindergarten gekommen, wo er auch 2 mal wöchentlich Sprachtherapie bekommt. Seither geht es voran, sonst waren wir wohl noch im 2-Wort-Stadium (Mama und Auto). An Florian rauschen alle Reize vorbei, er kann Sprache nicht herausfiltern. Grammatik ist noch gar nicht vorhanden. Der Junge hat auch öfter Paukenergüsse und ab und an Mittelohrentzündung. Wir waren schon mehrfach in der HNO der Uniklinik, also trotz allem hört er ausgezeichnet, bei ihm liegts halt an anderen Dingen, dass er das Sprechen auf normalem Wege nicht erlernen wird. In 2 Jahren wird dann entschieden, ob Florian noch ein Jahr in den Sprachheilkindergarten kommen wird oder ob er eh auf die Sprachheilschule gehen muss. Kann mich jetzt auch nicht entmutigen, die Zeit wirds bringen. Ich bin derzeit froh, dass Florian mehr spricht, wenn auch ohne Anfang und Ende bei 80% der Wörter. Er sagt auch seinen Namen nicht, manchmal sagt er aber ich. Auf Photos erkennt er sich nicht, er sagt auch nur "Junge". Andere Personen kann er erkennen. Wenn er sich im Spiegel sieht, ists auch nur "Junge".

Viele Grüße

Dagmar
Dagmar m. Florian (09/03)

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