Sprachheilkindergarten Walldorf o. integrativer Kiga?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Corinna76
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Sprachheilkindergarten Walldorf o. integrativer Kiga?

Beitragvon Corinna76 » 01.02.2005, 11:07

Hallo Ihr Lieben,

lange war ich nicht da und möchte mich auch dafür entschuldigen.

Wir treten am 14.2. eine Intensivlogopädietherapie an und die geht dann eine Woche. Ich erwarte keine Wunder, aber ich hoffe dass dann Luca (3 1/2) etwas mehr spricht. Wer darüber Infos haben möchte, kann sich gerne bei mir melden.

Das Gehör wurde am Freitag in der Uniklinik in Tübingen getestet und Luca hört perfekt. Nun habe ich mir überlegt ob ich Luca in den Sprachheilkiga anmelden soll, aber dort sind doch nur sprachbehinderte Kinder, wie soll er dann auf dem Damm kommen? Daher erbitte ich ein paar Erfahrungsberichte von Euch. Ich wäre Euch echt dankbar. Es gäbe noch eine Möglichkeit, das wäre ein Intergrativer Kiga, da sind viele KInder mit Sinnesstörungen aber auch *normale*. Dort wäre es auch so, dass man Schwimmen, Reiten und Logopädie hätte. Mit Frühstück, und Mittagsessen, das müßte man nur zahlen. Und er wäre auch noch in Grünen. Mir sagt der irgendwie mehr zu. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Sprachheilschule damals meine SChwerhörigkeit nicht erkannt hat. Vielleicht habe ich deswegen soo eine Abneigung. ER wäre auch ca. 20 km weg. Mit Transfer und auch Mittagsessen. Im Intergrativen Kiga, könnte man es sogar so machen, dass Luca 3 mal bei ihnen wäre und 2 mal im alten, wo er dann auch den Anschluß nicht verlieren würde. Das würden alle sehr begrüßen. Es mögen ihn auch alle dort. Heute mittag hat der alte Kiga bzw. der jetzige eine Besprechung ob sie eine Heilpädogodin beantragen können und ob sie auch eine kleine Förderstunde einrichten können. Wäre auch schön, aber ich denke kaum machbar bei 66 Kinder, die zum TEil auch bei einer Logopädin untergebracht sind.
Dann gebe es noch einen Walddorfkiga, wo Luca dann einen Förderplatz kriegen könnte und Luca wäre in seinen Element, er liebt es draußen zu sein. Ich denke das wäre auch nicht schlecht.

Also sorry für den langen Test, aber ich habe gestern wieder merken müssen, dass es auch andere Leute gibt, die gleich nur sagen würden einfach ab in den Sprachheilkiga aber was sich dahinter versteckt, keine Rückfrage oder sonstiges. Wie sagte mein Mann gestern, das kann man locker sagen, wenn man nicht in der Lage steckt. Eins ist klar, ich werde mir alle KIndergärten an kucken.

Lieben Dank für Eure Antworten!!

LG Corinna

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Ulli
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Beitragvon Ulli » 18.02.2005, 20:55

Hallo Corinna,

wie du sicher schon gelesen hast, habe ich eine Sprachbehinderte Tochter. Meine Tochter war wenn auch in Frankreich in einer normalen maternelle, also hier in D Kindergarten.
Dort hat sie keinerlei Fördermaßnahmen genossen. Wir sind von uns aus an ihrem freien Tag zur Logopädie und später dann auch zur Ergo gegangen. Dies wurde im Kiga noch geduldet, wenn man uns auch später ausgelegt hat, dass wir ja noch nie Logo gehabt hätten, da es imme nur an den freien Tagen war.
In der Schule hatten wir dann nur noch schwierigkeiten. Von hänseleien angefangen bis massiven schwierigkeiten im schulischen bereich.
Unsere Tochter besucht mitlerweile eine Sprachheilschule und blüht regelrecht auf. Auch ich hatte am Anfang bedenken :!: :wink: Aber heute frage ich mich, wieso ich diesen Schritt nicht schon früher getan habe.
Dort wird sie optimal gefördert. Sie hat gemerkt, dass es auch andere Kinder mit Sprachschwierigkeiten gibt. Das hat ihr enormes Selbstbewußtsein gebracht. Sie traut sich jetzt auch viel mehr. Sie versucht Sachen zu machen, an die vorher noch nicht einmal zu denken waren. Kurzum, ich habe ein ganz anderes Kind.

Wenn du Zweifel hast, dann vereinbare einfach dort einen Termin mit dem Direktor und schildere ihm deine bedenken. Unser Direktor und auch die Lehrerinnen haben die Fragen und Bedenken sehr ernsthaft beantwortet und uns auch ernst genommen. Vor allem aber haben sie viele Zweifel genommen und uns die Entscheidung für die Sprachheilschule leichter gemacht. Ich bereue es bis jetzt keinen Moment und werde es ganz bestimmt auch nie bereuen. Denn wenn ich Fabienne heute sehe, dann weiß ich, dass dies der beste Weg für sie ist.

Liebe Grüße
Ulli
Fabienne 9J schwere emotionale Störung mit sozialer Ängstlichkeit,schwere expressive und rezeptive Sprachstörung, Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, passagere depressive Störung, Verdacht auf Skoliose,LRS,Neurodermitis; Léa (2)Neurodermitis, Céline (8)Zustand nach Harnröhrenplastik 2002, Jessica (13)Neurodermitis

Davids_Mama

Beitragvon Davids_Mama » 02.03.2005, 20:09

Hm schwierig. So beim lesen würde ich den I-KiGa wählen. Weil dort die Förderung gewährt ist und er den Anschluss nicht verpasst.

David hat hat eine Sprachentwicklungsstörung. Und es wurde uns ein I-KiGa vom Neurologen empfohlen. Ein Sprachheil-Kiga gibt es bei uns gar nicht in der nähe und müsste auch einen langen Fahrtweg in kauf nehmen. Dazu sagte der Neurologe das es David Überfordern würde.

Es ist schwer dir da was zu Raten, weil du dein Kind am besten kennt und auch die Umstände.

Kerstin475

Beitragvon Kerstin475 » 02.03.2005, 22:43

Hallo Corinna,
mein SohnLuca (5 1/2) ist auch sehr stark Sprachentwicklungsverzögert. Wir haben uns am Anfang entschieden, das Luca in den normalen Regelkiga gehen soll. In diesem Kiga war er fast ein ganzes Jahr, was jetzt im nachhinein ein verlorenes Jahr für ihn war. Seit Oktober 03 besucht Luca nun den Förderkiga, der ca. 25 km entfernt von uns ist. Er wird morgens um 7.30 Uhr abeholt und ist am Mittag um 15.30 Uhr wieder zu Hause. Klar dachte ich am Anfang, das ist aber ein langer Tag für Luca, aber er hat sich total verändert und auch seine Sprache ist etwas besser geworden. Im Regelkiga in den offenen Gruppen war Luca verloren, er ging unter. Nun ist er von seiner Art viel offener geworden, nicht mehr so ängstlich und er versucht sich im sprechen auch mal in längeren Sätzen, wenn sie auch nicht immer richtig sind. Wir haben Luca zurückstellen lassen und werden ihn im Sommer nach den Ferien ins Landessprachheilzentrum schicken. Dort ist er dann die ganze Woche quasi wie ein Internat. Für mich ist der Gedanke daran schrecklich, da ich weiß, er schreit sich die Seele aus dem Leib. Wir sagen uns aber im nachhinein, wenn ein viertel Jahr aber sein weiteres ganzes Leben ausmacht, dann muß es so sein!
Wir haben auch ausführlich mit unserer Logopädin, mit den Erziehrinnen, mit der Ärztin vom SPZ und mit anderen darüber gesprochen und halten es noch für eine gute Möglichkeit, damit Lucas Sprache besser wird. Dannach soll er dann auch auf die Sprachheilsschule gehen und dann, wenn er es schafft, evtl. die Grundschule oder eine I Klasse besuchen.

Liebe Grüße
Kerstin :hand:


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