Dorfschule oder Extrawurst ?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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LeeAnn
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Dorfschule oder Extrawurst ?

Beitragvon LeeAnn » 30.01.2005, 22:50

Hallo !


Unser fünfjähriger soll nächstes Jahr zur Schule. Er hat Wahrnehmungsprobleme in allen Bereichen, außer beim Sprechen. Er hat ADS und senomotorische Integratinosprobleme. Dies alles macht sich derart vielfällitig im Alltag bemerkbar, dass ich es gar nicht aufzählen kann.

Was meint Ihr, können wir ihn hier auf unsere normale Dorfschule gehen lassen :?: , die gerne 0/8/15 Kinder hätten oder sollten wir nach einer anderen Schule gucken, die ggf. mehr auf Individualität eingeht ?
Ist so etwas notwendig ?Haben Kinder mit diesen Problemen zwangsläufig Probleme in der Schule /mit den Lehrern/Klassenkameraden oder wird vielleicht das ganze zu sehr aufgebauscht ?
Habt Ihr Erfahrungen ?


SIND DIE aUSWIRKUNGEN IN DER sCHULE TATSÄCHLICH SO MANIGFALTIG WIE DIE eRGOTHRAPEUTEN BEHAUPTEN ?

Vielen Dank !
Viele Grüße,
LeeAnn

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Benja

Beitragvon Benja » 31.01.2005, 06:38

Hallo LeeAnn!!

Ich habe selber zwei ADHS-Kinder die beide in die Schule gehen. Der älteste inzwischen in die 6. Klasse und unser mittlerer ist letztes Jahr eingeschult worden.
Mein "großer" wurde ganz normal in die zuständig Grundschule eingeschult. Zu diesem Zeitpunkt stand die Diagnose noch nicht und wir befanden uns irgendwie in einer "Grauzone"! :roll:
ADHS wird erfahrungsgemäß bei den Lehrkräften nicht sonderlich anerkannt und meistens als ein Erziehungsproblem dargestellt. :evil:
Aus diesem Grund waren Konfrontationen voraussehbar und wir haben im Endeffekt eine sehr nervige Grundschulzeit hinter uns gebracht! :cry:
Bei meinem "mittleren" lag der Fall ein wenig anders. Er war wegen seines Entwicklungsrückstandes (Wahrnehmungsprobleme usw) bereits als Integrationskind im Kindergarten und so wurde vor der Einschulung das sonderpädagogische Gutachten geschrieben. Da ich ihn nicht auf die örtliche Sonderschule schicken wollte, wurde er dann integrativ auf einer örtlichen Grundschule eingeschult. Ich kann zwar nicht behaupten das die Lehrkräfte dort "Ahnung" von dieser ADHS-Problematik haben, aber wir haben das Glück das die Sonderpädagogin selber eine betroffene Mutter ist und sich sehr gut auskennt. :D
An deiner Stelle würde ich versuchen mit dem "Dorfschullehrern" ein "klärendes" Gespräch zu führen. Du kannst dann eigendlich schon im Vorfeld feststellen ob sie bereit sind sich dem Kind zuzuwenden oder ob es nicht besser ist sich nach einer anderen Schule umzusehen. :wink:

LG Andrea

Haase
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Beitragvon Haase » 31.01.2005, 12:52

Hallo LeeAnn,
ich bin täglich an Schulen als Polizeibeamtin im Einsatz. Aus dieser Erfarhugn allein kannich dir sagen, dass ADS-Kinder in einer 30-er Klasse einer weiterführenden Schule schon ein besonderes Problem sind.
Ich kann dir folgendes anbieten: Wenn die zuständige lehrerin Fortbildungsbedarf hat, kann ich ihr 2 Leute nennen, die da sicher bereit wären, weiterzuhelfen: eine ist pensionierte Lehrerin und sehr engagiert in dem Thema noch aktiv, wh. ist sie in Gütersloh.
Die andere ist Ehefrau eines SPZ-Leiter und selbst Ärztin, hat selbst ein betroffenes Kind und amcht gerade Lehrterfortbildugn zum Thema. Die Dorfschule - und das solltest du unbedingt einbeziehen - hat auch Vorteile: Die Kindyer haben kurze Wege, um sich nach der Schule zu treffen. Das isoliert weit weniger als weite Wege, die für viele Kinder unüberwindlich und damit verabredungshinderlich und somit antiintegrativ sind!!!
Gruß
Ellen

Jenny

Beitragvon Jenny » 01.02.2005, 09:32

Hallo LeeAnn.
Ich muß Benja recht geben. Es hängt eher von den Lehrern ab, und wie groß deren Verständnis ist. Meine Tochter hat auch ADHS und geht auf eine DORFschule. Die Klassenlehrerin hat ein Superverständnis für Lina und geht auch so in ihrem Beruf auf. Anderen Lehrern ist das wiederum völlig egal. Das merkt man auch an Linas Zensuren. Ich denke du solltest mit den Lehrern sprechen. Den wenn dein Sohn sich mit seinen Klassenkameraden gut versteht und sich auch Nachmittags vielleicht mal trifft, kann das auch schon weiterhelfen. Wenn die andere Schule weiterweg ist, wohnen auch die Kameraden weiterweg,was für das Wohlbefinden deines Sohnes bestimmt nicht gerade toll ist. Überleg dir doch mal,ob du Elternsprecher werden willst - dann kannst du somanches auf der Schule ändern. Den anderen Eltern geht es vielleicht auchso und diese könnten dich unterstützen. Den fast jedes Kind hat Probleme- der Eine mit der Lehrerin,der Andere mit der Konzentration,der Andere ist unsportlich,...


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