WICHTIG! Hilfsmittel ab 2005, Inkontinenz!

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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-marika-
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Beitragvon -marika- » 03.02.2005, 21:26

Hallo Antje34,

habe auch die molicare 2.habe gestern windeln bekommen(3karton)von der ap. und habe nicht ganz 17,00 euro bezahlt.warum muß deine bekannte so viel zahlen?


gruß marika
Marika 05/72,Markus 02/71,Moritz 09/95 gesund und Martin03/98 shuntversorgter Hydrocephalus,Amaurose bds.blind,Epilepsie und Spastik links.

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Antje34
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Beitragvon Antje34 » 03.02.2005, 21:42

Hallo Marika,

ich habe KEINE Ahnung!

Mir ist es so schleierhaft, wie diese unterschiedlichen Preise zustande kommen.

Ich habe jedenfalls eine KK die zu den sogenannten "Hardlinern" zählen, was die Umsetzung der neuen Gesetze betrifft. Mir denen ist überhaupt nicht zu reden, von wegen Abrechnung über Pflegehilfsmittel, oder Außnahme, weil meine Tocher eine Allergie hat.

Wenn es hart auf hart kommt, werde ich wohl klagen müssen.

Mal gucken, wie das ganze weitergeht.
Viele Grüße,

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Chrissie
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Beitragvon Chrissie » 03.02.2005, 22:18

Hallo Antje und Co.

es ist mal wieder nicht zu verstehen, die Bundesregierung schiebt es auf die Krankenkasse und die Krankenkasse schiebt den schwarzen Peter der Bundesregierung zu. Leidtragende sind mal wieder unsere Kinder und somit unser Geldbeutel!!!!!, wie in sovielen anderen Dingen auch. Wir müssen seit Januar auf 150 St. Tena super genau 35,88 € pro Monat zuzahlen, entspricht einem Jahresbetrag von über 420,-- €. Dazu kommen noch diverse Therapien, Hilfsmittel. Fahrzeugkosten etc., etc. Reicht man das ganze beim Finanzamt ein, sträuben die sich mit Händen und Füßen dagegen. Gerecht ist da überhaupt nichts mehr.

Vielleicht sollten wir uns alle, die zuzahlen müssen, zusammen tun und uns bei der o.g. zuständigen Stelle beschweren. Man müßte eigentlich eine groß angelegte Kampagne starten, damit die da oben endlich einmal merken, daß es sich hier nicht um Einzelfälle handelt, sondern eigentlich fast um alle behinderten Kinder. Andere kaufen für ihre Kinder jede Menge Spielzeug im Monat und wir müssen unser Geld für Zuzahlungen für Windeln etc. leisten, grrrrrrr!!!!!!

Liebe frustrierte Grüße
Ulli
Alexander 10/91 spastische Tetraparese, Epilepsie, Christina 5/90 und Niklas 10/2002 ADHS


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Beitragvon Antje34 » 03.02.2005, 22:25

Hallo Chrissie,

genau meine Meinung!

Eigentlich sollten wir alle so einen Rundbrief starten und das zuständige Ministerium oder wer auch immer das verwaltet, damit bombadieren.

Ich weiß noch, daß bei der Aktion, wo es um die neue Heilmittelverordnung ging, so eine Rundmail unterwegs war.

Ich bekam damals auch Antworten und Erklärungen von SPD und Grüne, warum das jetzt so ist.

Aber reichen tut das sicher nicht.

Ich schicke jetzt einfach mal diesen Briefwechsel an die Lebenshilfe, schließlich bin ich ja dort auch Mitglied. Vielleicht fällt den Marburgern was gescheites ein.

Wie kann man nur Erwachsenen und Kinderversorgung mit Inkontinenzartikeln in einen Pott schmeißen!

Das will mir einfach nicht in den Kopf!

Das haben sich mal wieder Bürokraten an ihrem Schreibtisch ausgedacht, ohne weiter nachzudenken!

Ich bin jedenfalls immer noch sauer genug, um diesmal was dagegen zu unternehmen.
Viele Grüße,

achim
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Beitragvon achim » 15.02.2005, 16:51

Hallo Antje,
habe mit Interesse deinen Kampf mit der Bkk Fortisnova verfolgt.
Auch mir ist diese Kasse als Hardliner gegenüber ihren Versicherten bekannt.
In deinem Fall kann ich dir nur raten, den diplomatischen Weg zu verlassen und Widerspruch gegen diese Entscheidung einzulegen.
Notfalls sogar bis zur Klage vor dem Sozialgericht (1. Instanz kostenfrei)

Die Chancen sind meiner Meinung nach nicht schlecht.
Obwohl ich die neuen Festbetragsbestimmungen auch noch nicht ganz überblickt habe, steht doch über allem das 5. Sozialgesetz. Hier gibt es ausser den von der KK bereits zitierten Paragraphen auch einen Paragraphen, der den Schutz der Gesundheit in den Vordergrund stellt (Genauer Wortlaut und Nr reiche ich nach)
Bei der nachgewiesenen Tatsache, dass die zum Festbetrag angebotenen Windeln zu körperlichen Beintächtigungen führen (hier Allergie, am besten dokumentiert und Attest vom Arzt), muss die KK die Kosten für ein geeignetes Hilfsmittel / Heilmittel übernehmen. Solche Sonderfälle sind nach Einzelfallprüfung auch erstattungsfähig, da niemand aufgrund von Krankheit/Wirtschaftlichkeit die körperliche Unversehrtheit auf Spiel setzen darf.

Ich kann dir nur empfehlen, ab dem Zeitpunkt des Widerspruchs nur noch in schriftlicher Form mit der KK zu kommunizieren und alles zu dokumentieren, da tel. Zusagen wertlos sind und man gerne auf Zeit spielt.
Auch das Einschalten der Presse wäre zu überlegen.

Gruss Achim

Antje34
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Beitragvon Antje34 » 15.02.2005, 19:09

Hallo Achim,

danke für deine Antwort,

ja, als letzten Weg, werde ich den gerichtlichen einschlagen.

Im Moment ist meine KK noch so, daß sie auf der Suche nach einem passenden Ersatz ist, die Probe bekomme ich in den nächsten Tagen zugeschickt. Das werde ich ausprobieren.
Wenn es funktioniert, dann ist es ja gut(wäre ohne Zuzahlung), aber wenn nicht, dann werde ich klagen.

Ach, und mit Widersprüchen habe ich so meine Erfahrung, jeder Kurantrag von mir ging bis jetzt vor den Ausschuß und bis jetzt habe ich immer gewonnen.
Auch habe ich bereits meine schlechten Erfahrungen mit telefonischer Beratung der KK-Mitarbeiter gemacht, also von daher geht bei mir fast alles auf dem schriftlichen Weg.

Ich halte euch weiter auf dem laufenden :wink:
Viele Grüße,

Gast

Beitragvon Gast » 15.02.2005, 20:26

Nach längerer Zeit schaue ich mal wieder hier rein und lese diesen Artikel.
Die gleiche Diskussion hatte ich vor 5 Jahren mit meiner Krankenkasse (TK). Auch die wollten uns völlig ungeeignete Windeln vom Vertragslieferanten aufdrängen, mit der Begründung, das sei für uns viel bequemer. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten auch wir im Supermarkt gekauft.
Ich habe denen dann vorgerechnet, wieviel Geld die Krankenkasse verschwendet wenn sie auf ihrer Vorderung besteht und ich als zahlendes Mitglied darauf bestehe, dass hier wirtschaftlich gehaushaltet wird. Danach haben wir unsere Windeln weiter im Supermarkt gekauft und mit der TK abgerechnet.
Bekannte von uns konnten das bei der AOK nicht durchsetzen. Die besorgen sich ein Rezept beim Kinderarzt, gehen in die Apotheke. Die Apothekenhelferin eilt in den Supermarkt und besorgt die Windeln und die Apotheke rechnet mit der Krankenkasse ab. Kosten der Windeln etwa das doppelte wie das was wir bezahlen. Immer schön nach dem Motto "WIR SPAREN, EGAL WAS ES KOSTET"
Das war vor 5 Jahren. Unser Sohn ist inzwischen verstorben. Ich bin entsetzt, dass die Kassen diesen Unfug heute offensichtlich in verschärfter Form weiterbetreiben.

achim
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Beitragvon achim » 16.02.2005, 11:37

Hallo Antje,
ich merke, du weisst um was es geht :D
Man darf sich heutzutage nichts mehr gefallen lassen, da die Kassen " bewusst" gegen geltendes Recht verstossen. Denn das grösste Einsparvolumen sind diejenigen, die sich alles gefallen lassen.
Ich wünsche dir weiter viel Erfolg, nach dem Motto : Nur wer sich wehrt, bekommt sein Recht :!: :!:

Gruss Achim

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Beitragvon Antje34 » 03.03.2005, 19:00

An alle die diese Beiträge hier verfolgt haben.

Die Rechtsabteilung der Lebenshilfe hat mir geschrieben und muß zu ihrem Bedauern mitteilen, daß wir wohl keine Chance gegen die neue Festsetzung der Festbeträge haben werden, hier ein Briefauszug:

....Eine politische Initiative in dieser Frage seitens der Bundesvereinigung Lebenshilfe muss leider als nicht erfolgsversprechend angesehen werden. Der Gesetzgeber hat die Festbeträge als dasjenige Mittel entdeckt, mit dem seiner Auffassung nach am Ehesten einer weiteren Kostenexplosion im Gesundheitswesen begegnet werden kann. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Zulässigkeit von Festbeträgen bestätigt hat, gibt es für den Gesetzgeber keinen Grund mehr, von diesem Weg abzuweichen.

Ansprechpartner für Missstände im Gesundheitswesen ist auf der politischen Ebene die Patientenbeauftragte der Bundesregierung (e-mail: info@die-patientenbeauftragte.de); Postanschrift: Beauftragte der Bundesregierung für die Belange für die Patientinnen und Patienten, Frau MdB Helga Kühn-Mengel, 11017 Berlin.

Auf der Ebene der Behinderten- und Selbsthilfeverbände ist richtiger Ansprechpartner die Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte e.V., Kirchfeldstr. 149, 40215 Düsseldorf, Herr Dr. Martin Danner. Herr Dr. Danner koordiniert die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen. In der BAG Hilfe für Behinderte e.V. sind mehr als 100 Selbsthilfegruppen behinderter und chronisch kranker Menschen zusammengeschlossen. ....

Also diese Wege hat man, um sich zu beschweren.


Unsere Inkontinenzversorgung sieht nun, wie folgt aus:

2 Slips von I.M.E.C. Mädchen Panty Gr. 116, 1000 maL waschbar , Kosten 51,95 Euro pro Hose und Saugeinlagen von ontex, ID anaform mini, Kosten für 200 Stück ca. 70 Euro. Das ist jetzt OHNE Zuzahlung.

Wir kommen soweit damit zurecht, meine Tochter ihre Haut ist in Ordnung, also für uns die ideale Lösung, aber ich denke, daß der ein oder andere weiterhin Probleme haben wird, oder bekommen wird.

Und wieder kann man nichts dagegen machen, daß immer mehr Kosten auf die Versicherten abgewältzt werden.
Das ärgert mich weiterhin!
Viele Grüße,

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Heidi
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Beitragvon Heidi » 04.03.2005, 15:48

Hallo Antje,
verstehe ich dich richtig: du hast jetzt für Rachel 2 (nur 2?) mehrfach verwendbare Slips, die an sich schon saugend sind. Außerdem hast du noch Wegwerf - Einlagen. Und das alles bezahlt dir die KK vollständig?
Ich habe nämlich auch schon darüber nachgedacht (aber eher aus Gründen der Abfallreduktion), wiederverwendbare Systeme zu benutzen, bin dabei auf die Lotties gestoßen (gibt es bis 25kg), aber die haben keine Hilfsmittelnummer und die Anfrage an die KK muss ich erst noch stellen (schriftlich natürlich! - telefonisch gab es keine Auskunft), so dass ich das Ergebnis noch nicht kenne.
Wenn du aber nur 2 von diesen Slips hast, was machst du dann z.B. im Urlaub, wenn du also mal nicht jeden Tag waschen kannst? Oder trägt man die Slips länger als normale Unterhosen?
Danke für deine Antwort - Heidi
Heidi mit Peter, Jo Anna (21) und Janika (19)

wer mehr von uns wissen will: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic264.html


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