Fahrtkostenerstattung

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Kathleen
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Fahrtkostenerstattung

Beitragvon Kathleen » 24.01.2005, 15:07

Hallo,
nun haben wir endlich die Ablehnung der Fahrtkostenerstattung durch die Krankenkasse für die wöchentlichen Fahrten zur Krankengymnastik. Sollen wir hiergegen in Widerspruch gehen ? Hat von euch jemand so etwas erstattet bekommen. Sie begründen die Ablehnung damit, das das Kind ja eh eine Betreuungspflicht vorliegt, ja klar allein kann er schlecht dahin fahren mit 8 Moanten :-) Für Tips, das wir die Fahrtkosten vielleicht doch noch bekommen, bin ich sehr dankbar. Es ist halt doch etliches an Benzin was man da so verfährt.

Danke Kathleen
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Andrea
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Beitragvon Andrea » 24.01.2005, 17:15

Hallo kathleen,

wir bekommen auch das Fahrgeld erstattet. Seit die Gesundheitsreform aber in Kraft getretten ist gibt es dies bezüglich Änderungen.
Fahrgeld bekommst du nur erstattet wenn ihr mindestens Pflegestufe 2 oder 3 habt da müßt ihr aber pro Fahrt einen Eigenanteil leisten.wenn ihr eure 2% Belastungsgrenze erreicht habt, gibt es denn vollen Betrag jeder Fahrt wieder.
Habt ihr die Pflegestufe 2 oder 3???


LG Andrea

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Reiner
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Beitragvon Reiner » 24.01.2005, 18:30

Hallo Andrea und Kathleen,

Ihr solltet mal prüfen, ob die Behinderung bzw. Krankheit unter die Chroniker-Reglung fällt,
und dann sollte die 1% Belastungsgrenze gelten.

Siehe unten

Gruß

Reiner
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Dies ist ein Auszug aus

http://www.bundesregierung.de/dokumente ... kument.htm

Chronisch Kranke

Die so genannte Chroniker-Regelung sieht vor, dass als schwerwiegend chronisch krank gilt, wer sich in ärztlicher Dauerbehandlung befindet (nachgewiesen durch einen Arztbesuch pro Quartal wegen derselben Krankheit) und zusätzlich eines der folgenden Kriterien erfüllt:

* Pflegebedürftigkeit entsprechend der Pflegestufe II oder III nach dem zweiten Kapitel SGB XI (Sozialgesetzbuch)

* Behinderung von mindestens 60 Prozent nach Paragraf 30 BVG (Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges)

* verminderte Erwerbsfähigkeit von mindestens 60 Prozent nach Paragraf 56 Absatz 2 SGB VII (Sozialgesetzbuch)

* Bedarf an kontinuierlicher medizinischer Versorgung (ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung, Arzneimitteltherapie, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln), ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die aufgrund der Krankheit verursachten Gesundheitsstörung zu erwarten ist.

Alle Patientinnen und Patienten, denen ihr Arzt nach diesen Kriterien bestätigt, dass sie schwerwiegend chronisch krank sind, müssen lediglich ein Prozent ihre Bruttoeinkünfte als Zuzahlungen leisten.

Fahrtkostenerstattung

Bei der Dialysebehandlung, bei onkologischer Strahlentherapie und bei onkologischer Chemotherapie werden die Krankenkassen auch weiterhin die Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung übernehmen, abzüglich einer Eigenbeteiligung von maximal 10 Prozent der Fahrtkosten, mindestens fünf Euro, höchstens zehn Euro pro Fahrt.

Entsprechend werden die Fahrkosten zur ambulanten medizinischen Behandlung ebenfalls für Schwerbehinderte übernommen, die einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "AG" (außergewöhnliche Gehbehinderung), "BI" (blind) oder "H" (hilflos) haben sowie bei der Einstufung in die Pflegestufen II oder III. Außerdem können Ärzte bei Erkrankungen, die von vergleichbarem Schweregrad sind, ebenfalls eine Übernahme der Fahrtkostenübernahme verordnen. Diese ist vorher von der Krankenkasse zu genehmigen.

Andrea
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Beitragvon Andrea » 24.01.2005, 19:36

Hallo Reiner,


du hast in meinem Fall Recht, für Sina trifft die Regelung mit einem Prozent zu aber.
Da Kinder ja grundsätzlich bis 18 JAhre (glaube ich) befreit sind und keinerlei Zuzahlungen zu leisten haben, gilt für uns die 2% Belastunggrenze da Sina ja über meinen Mann familienversichert ist und er nicht unter die dauer Kranken gehört.

P.S. Wir fahren mit Sina 4 mal wöchentlich zu ambulanten Therapien, bei uns ist die Belastungsgrenze also ziemlich schnell erreicht.

LG Andrea

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Beitragvon Katrino_1 » 24.01.2005, 21:39

Hallo,

meines Wissen nach betrifft es die ganze Familie, also alle haben 2 % Zuzahlung in der Summe gesammt oder eben 1%.
Das Erstatten der Fahrtkosten hat nichts mit der Pflegestufe zu tun, sondern ob die Person laufen kann, oder ob es sich um eine Therapie handelt, wo man danach nicht mehr laufen kann (z.b. Chemo, Dyalyse,o.ä.).

Mit vielen Grüßen Katrin

Kathleen
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Beitragvon Kathleen » 25.01.2005, 09:31

Hm, wir haben keine Pflegestufe und wenn dann werden wir maximal die 1 bekommen, Behindertenausweis haben wir auch nicht, da sie uns nur 30 % gewähren, hiergegen geh ich aber in Widerspruch. Seht ihr in unserem Fall noch ne Möglichkeit die Fahrtkosten doch zu bekommen. Der Antrag ist übrigens durch den MDK geprüft wurden.
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