Freiheitsentziehende Maßnahmen bei Kinder und Jugendlichen - Suche nach betroffenen Eltern

Kontakte zu anderen Eltern mit besonderen Kindern gewünscht? Kein Problem - Kontaktgesuche könnt ihr hier unter Angabe eurer E-Mail-Adresse einstellen.
Wer möchte, kann auch auf Krabbel- und Spielgruppen für besondere Kinder aufmerksam machen und wichtige Termine (z. B. von Selbsthilfegruppen, Fernsehsendungen über besondere Kinder etc.) angeben.

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SabineBoe
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Freiheitsentziehende Maßnahmen bei Kinder und Jugendlichen - Suche nach betroffenen Eltern

Beitrag von SabineBoe »

Unterstützungsschreiben BMJV.pdf
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Datenschutzerklärung FEM_Betroffene.pdf
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Haben Sie freiheitsentziehende Maßnahmen für Ihr Kind beantragt? Wie haben Sie sich dabei gefühlt? Wie gut fühlten Sie sich in das Verfahren integriert?

Mein Name ist Sabine Böttcher und ich bin Mitarbeiterin am Zentrum für Sozialforschung Halle e.V.
Ich bin selbst Mutter eines Sohnes mit Asperger-Autismus und suche für ein Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz Kontakt zu Eltern, deren Kinder freiheitsentziehende Maßnahmen erfahren haben. Neben einer Gerichtsaktenanalyse haben wir bisher Gespräche mit Familienrichter*innen, Einrichtungen, ärztlichen Gutachter*innen und Verfahrensbeiständ*innen geführt. Nun sind wir auf der Suche nach betroffenen Eltern und Kindern. Es ist für uns sehr wichtig, auch Ihre Perspektive in das Forschungsvorhaben aufzunehmen, um ein allumfassendes Bild der Praxiswirkung beschreiben zu können.
Ich hoffe, auch über dieses Forum betroffene Eltern erreichen zu können und würde mich über Ihre Bereitschaft, uns zu unterstützen, sehr freuen. Wenn Sie sich vorstellen können, uns/mir von Ihren Erfahrungen zu berichten, schreiben Sie mir bitte eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an boettcher@zsh.uni-halle.de

Das Unterstützungsschreiben des Auftraggebers und unsere Datenschutzerklärung hänge ich meinem Beitrag an.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen.
Freundliche Grüße
Sabine Böttcher

Nachfolgend unser Aufruf:

Wir suchen Eltern, die für ihre Kinder freiheitsentziehende Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder für andere Einrichtungen wie z.B. der Eingliederungshilfe, Krankenhäuser oder ... beantragt haben. Wir interessieren uns für Ihre Perspektive auf das Verfahren und freuen uns, wenn Sie Ihre Sichtweisen und Erfahrungen - vertraulich und anonymisiert - teilen würden.
Es geht um den Blick von Eltern auf das Verfahren, mit dem die freiheitsentziehenden Maßnahmen genehmigt wurden und wie die Umsetzung der Maßnahmen erlebt und bewältigt wurde.

Zum Anlass:
Im Oktober 2017 wurden gesetzliche Änderungen eingeführt, wonach sog. freiheitsentziehende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche einer Genehmigung durch Familiengerichte bedürfen. Der Gesetzgeber versprach sich u.a. davon, die Rechte der Kinder und Jugendlichen stärker zu schützen.
Bereits im Vorfeld der Verabschiedung gab es Diskussionen, ob diese Gesetzesänderung sinnvoll ist und ob so tatsächlich die Rechte der betroffenen Kinder und Jugendlichen stärker als vorher geschützt werden können.

Unser Ziel:
Seit Einführung dieser gesetzlichen Änderung sind mittlerweile 4 Jahre vergangen und das Bundesministerium der Justiz möchte untersuchen, wie sich die gesetzlichen Änderungen in der Praxis auswirken, ob sie sich bewährt haben oder ob weiterer Handlungsbedarf besteht. Dazu analysieren wir Verfahren und Gerichtsakten sowie statistische Daten und führen Gespräche mit verschiedenen Expert*innen durch.

Wie können Sie uns helfen?
Um die Wirkungen der gesetzlichen Änderungen einschätzen zu können, ist es besonders wichtig, auch die Erfahrungen derjenigen aufzunehmen, die die Verfahren zu freiheitsentziehenden Maßnahmen als betroffener Elternteil erlebt haben. Dazu suchen wir Gesprächspartner*innen, die uns von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichten möchten. Für die Studie werden wir alle Angaben vertrauensvoll und ausschließlich anonymisiert verwenden.
Können Sie sich vorstellen, uns von Ihren Erfahrungen zu berichten? Dann melden Sie sich bitte mit Angabe Ihrer Kontaktdaten per E-Mail bei mir: boettcher@zsh.uni-halle.de

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter: www.zsh-online.de (siehe "Laufende Projekte" rechts)
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