Hallo

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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TanjaMelanie
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Hallo

Beitrag von TanjaMelanie »

Hallo

Ich habe das Asperger Syndrom und ADHS im Alter von 33 Jahren bestätigt (Diagnostiziert) bekommen.

Ich habe drei Kinder,zwei davon sind auch Diagnostiziert.Eines mit nur Asperger Syndrom und eines zusätzlich mit ADHS.

Mein drittes Kind macht mir auch den Eindruck,das es im Spektrum sein könnte.


Ich wurde Adoptiert ,so wusste ich als Inkognito Adoptivkind garnichts über meine Herkunft ,Krankheiten,Behinderungen.

Heute weiß ich das mein Biologischer Onkel Väterlicherseits das Asperger Syndrom hat.
Das meine Halbschwester Mütterlicherseits Autismus mit geistiger Behinderung hat.

So kommt die Vererbung sicher von Beiden leiblichen "Eltern" ,also von beiden Seiten.

Gibt es hier Eltern die drei von drei Kindern im Autismus Spektrum haben?

Mein jetziger Mann ist Epileptiker und auch ungewöhnlich,vielleicht geht er auch in die Richtung.

Ich freue mich auf einen Austausch!

Tanja
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Sophie-11
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Re: Hallo

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo Tanja,

herzlich Willkommen hier! Ich musste etwas schmunzeln bei Deiner Vorstellung, weil es bei meinen Kindern so ähnlich aussieht: eines mit der Diagnose ASS (8 Jahre), eines mit ASS + ADHS (12 Jahre), eines ohne Diagnose (14 Jahre), aber auch irgendwie anders :D . Wobei ich meinen Großen aber tatsächlich nicht wirklich im Spektrum sehe, da er zwar im Sozialen nicht gerade ein Überflieger ist, aber offenbar keinerlei Leidensdruck hat - also eher so BAP.

Es ist natürlich Deine Entscheidung, wie viel Du von Euch erzählen willst. Neugierig bin ich aber trotzdem, wie alt Deine Kinder sind und wie beschult und wie es so läuft und so... Und wie Du zu Deinen Diagnosen kamst? Hoffe, Du verzeihst mir das, sollte es aufdringlich wirken :wink: ...

Liebe Grüße!
der Große *12/2007 (eher Spektrumsnah)
der Mittlere *09/2010 (ASS, ADHS, Grenzgänger)
die Kleine *02/2014 (Asperger)
TanjaMelanie
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Re: Hallo

Beitrag von TanjaMelanie »

Oh,das klingt auch interessant.
Danke für Deine Begrüßung :-)
Wir hatten einen langen Leidensweg,ich in meiner Kindheit meine Kinder Anfang der Schule,vor allem mein ältester.
Nur so kamen wir überhaupt darauf das bei uns das Asperger Syndrom vorliegt.Seit Erwachsenem Alter war ich bei zig Ärzten,keiner konnte mir helfen.
Bis ich durch die Diagnose endlich verstand, wieso ich manche Problem habe und nun damit umgehen kann.

Geholfen hat ein fähiger Diplom Psychologe.Sonst würden wir wohl immer noch rätseln was mit uns anders ist.

Bei der jüngsten da sie erst seit kurzem in der Schule ist, gibt es noch keinen Leidensdruck,Beziehungsweise keinen großen.
Aber da wir schlimme Erfahrungen gemacht haben und der Weg zur Uniklinik uns nicht schadet, schauen wir auf jeden Fall.

So eine Diagnose dauert dann ja auch lange, dann kann man dem Kind nicht helfen,bis die Papiere da sind.
Zumindest ist es leider bei uns so.
Die Lehrer haben sich auch schon beschwert, das sie zu ruhig ist in sich gekehrt wirkt und seltsam.

Privat spielt sie nicht mit anderen,reagiert nicht auf andere, ignoriert andere schon immer.

Meine Kinder sind 17 Jahre,15 Jahre und fast 9 Jahre.Aber ich habe auch 4 Erwachsene Stiefkinder.

Die Diagnosen wurden mit fast 9,mit fast 8 gestellt bei mir mit 33 Jahren,Schwanger mit dem dritten leiblichen Kind....

Liebe Grüße,Tanja
Anne_mit_2
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Re: Hallo

Beitrag von Anne_mit_2 »

Hallo Tanja,

wer wurde bei Euch zuerst diagnostiziert? Du oder eines Deiner Kinder? Ging Dein Mann in der Diagnostik der Kinder als NT durch?

Wir sind eine neurodiverse Familie (mit 2 Kindern), aber mangels eines erwachsenen NT-Familienmitglieds für einen auswertbaren Familien-Fragebogen wurde die Diagnostik beim Kleinen damals abgebrochen. Rein neurodiverse Familien sind in den Handreichungen zur Diagnose nicht vorgesehen und der KJP wusste nicht, wie er bestimmte Antworten werten sollte. (Zusatzkommentar: der einzige damals noch lebende Großelternteil war mit zunehmendem Alter immer auffälliger im Spektrum, da die Kraft zur Kompensation nachließ und auch der Wille, nicht aufzufallen, so langsam erlahmte).

Deine Kinder haben Glück, eine neurodiverse Mutter zu haben. Es hilft sehr dabei, sich nicht "falsch" zu fühlen, sondern von Anfang an zu lernen, dass es solche und solche Spielarten der Natur gibt.

Viele Grüße,
Anne
Seit Generationen nah am/im Autismusspektrum, 2 Kinder:
die Große: unreif am Termin geboren, davon diverse kleine 'Problemchen'; inzwischen erwachsen und verheiratet
der Kleine: gesund, schlau, fit, verhaltensoriginell (aber gefahrenbewusst)
TanjaMelanie
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Re: Hallo

Beitrag von TanjaMelanie »

Mein Sohn wurde eine Woche nach der Einschulung zum Problemkind erklärt er störe nur.Auf der Suche nach der Ursache bin ich zu einer Beratungsstelle,einer Psychologischen.In Gesprächen kamen wir dann durch Zufall auf das Thema.Vorher hatte ich noch nie von dem Asperger Syndrom gehört.Ich wusste nicht was das ist und das es da gibt auch AD(H)S war nie ein Thema bis zur Einschulung meines Sohnes.

Dann als wir durch die Beratungsstelle eine Ahnung und Verdacht hatten sind wir zur Uniklinik zu Autismus Ambulanzen.Einmal für das Kinder und Jugendalter.Einmal für Erwachsene.
Die Wartezeiten waren bei Kindern über ein halbes Jahr.
So waren wir davor mit dem ersten Kind in einem Krankenhaus einem STBZ oder wie heißt das?Dort diagnostizierte ein Psychologe ADHS aber das Kind erhielt trotzdem keine Hilfe.Erst durch die Asperger Diagnose von der Uniklinik konnte ich Hilfe beantragen.

In der Erwachsenen Ambulanz war die Wartezeit viel kürzer,so wurde ich vorher Diagnostiziert in der Uniklinik.

Nach dem Sohn und mir wurde ebenfalls in der Uniklinik meine Tochter mit dem Asperger Syndrom Diagnostiziert.

Die Beiden älteren und Diagnostizierten Kinder sind gemeinsam mit meinem wahrscheinlich Neurotypischen Ex-Mann als Wunschkinder in unserer 10 Jährigen Ehe entstanden.

Die Beiden sind also genetisch nicht mit meinem jetzigen Ehemann der Epilepsie hat Verwandt.

Er kann den älteren also nicht vererbt haben.

Die jüngste ohne Diagnose ist das gemeinsame Kind von meinem jetzigen Ehemann der seit jüngster Kindheit Epilepsie hat und Dauerhaft Medikamente nehmen muss genetisch Verwandt.Er ist ihr leiblicher Vater und fungiert als Stiefvater der beiden älteren aus erster Ehe.
Wir sind jetzt auch schon über 10 Jahre ein Paar.
Mein jetziger Ehemann hat nur eine Epilepsie Diagnose.

Ich habe die Diagnose Asperger Syndrom erhalten,die Ärzte meinten aber,das zusätzlich ADHS vorliegt.In meiner schriftlichen Diagnose steht aber nur das Asperger Syndrom.

Die Ärzte konnten bei unseren Diagnosen also den Kindern und mir nur eine Adoptivtante befragen und mich selbst natürlich.Weil andere Adoptivverwandte auch meine Adoptiveltern schon lange verstorben sind.

Meine leibliche Herkunft kannte ich nicht bis vor 5 Jahren wusste ich als Inkognitoadoptivkind rein garnichts über meine Herkunft.

Erst durch eine Online Suche fand ich meine Herkunft.Da meine Biologische "Mutter" sich weigert Kennen lernen oder Kontakt zu haben.Sie möchte Inkognito bleiben.In meiner Akte steht Vater und andere unbekannt!

Keiner der Ärzte hat mich Diskriminiert,weil ich (Verdachts) oder Diagnostizierte Autistin bin.Aber wer weiß vielleicht agiert ein anderer Arzt wenn es neue an der Uniklinik gibt anders in Zukunft.
TanjaMelanie
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Re: Hallo

Beitrag von TanjaMelanie »

Danke für das liebe Kompliment,ja ich denke es ist einfacher, wenn man selbst "Peer Group" im Autismus Spektrum ist um die Kinder zu verstehen.
Monika BW
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Re: Hallo

Beitrag von Monika BW »

Huhu,
Mein Sohn war zwischen 3 und 4 Jahre. Da er besondere Begabung hatte,(Puzzle 500 Teile),konnte schon alle Zahlen usw. Das war mir unheimlich und habe mich dann mal mit dem Thema ADHS beschäftigt. Da ADHS ler manchmal eine besondere Begabung haben.

Gruß Mona
TanjaMelanie
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Re: Hallo

Beitrag von TanjaMelanie »

Hat er dann so früh eine ADHS Diagnose bekommen?Wie alt ist er heute?

Solche womöglich Hochbegabungen haben aber nicht oder nur bedingt mit AD(H)S oder dem Autismus Spektrum zu tun.

Hochbegabung zeigt sich auch nicht unbedingt in Zahlen und Puzzeln das kann sogar übersehen werden.

Wir hatten in dem Alter garkeine Lernmittel zuhause nur bei der jüngsten,weil sie Schulkinder Geschwister hat.

Ich bin gelernte Kinderpflegerin und weiß das Schulstoff besser nicht vor der Einschulung Zuhause Thematisiert werden sollte.

Kann aber jeder machen wie er möchte-

Außerdem habe ich es privat mit der Wildnispädagogik,der Kräuter und Waldpädagogik.

In dem Alter wussten meine Kinder dann schon alles mögliche über die heimische Flora und Fauna.

So hat jeder andere Schwerpunkte in der Erziehung.
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TanjaMelanie
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Re: Hallo

Beitrag von TanjaMelanie »

Sorry ich habe mir nochmal meine Antwort durchgelesen,klingt von oben herab?

Also nochmal,ich persönlich denke das es nicht so gut ist mit dem Kind vor Schuleintritt Buchstaben und Zahlen zu lernen.

Wenn das Kind damit zuhause nicht konfrontiert wird,sondern irgendwo unterwegs Zahlen sieht und ständig daran interessiert ist,hätte ich auch unterstützt.

Das sollte keine Kritik oder Belehrung sein!Ich wollte Dich nicht verletzen.Ich drücke mich manchmal doof aus.

Wir machen es halt so weil wir es für uns richtig finden und andere anders.

Das soll keine Bewertung sein,sondern nur meine Beweggründe als Mutter und Kinderpflegerin.
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