Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Nastia
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Nastia »

Julia27118 hat geschrieben: 14.11.2022, 07:25 Also unserer hat aufgrund seines syndroms ein überdurchschnittlich empfindliches und vermutlich auch absolutes gehör und braucht z. B. Kapselgehörschutz der etwa 30db nimmt. Damit versteht er noch geflüstertes.

Aufgrund der langen abwehrspannung mit durchweg geschlossenen Fäusten und des ausblenden der rumpfwahrnehmung hat er sowohl taktil als auch propriozeptiv seine Themen gehabt. Das taktile konnten wir vollständig abbauen, aber er sucht weiterhin viel tiefendruck... Ich mach das aber auch und hab superempfindliche Ohren und bin einfach nur hochsensibel 😏

Unsere physio ist fortgebildet zu SI und einfach unfassbar toll, bildet selbst aus. Sie macht keine Osteopathie sondern löst Blockaden eben so, wie physio das in ihrer Ausbildung lernen.
Hallo Julia,

d.h. dein Sohn hat immer einen Gehörschutz auf? Wie wurde das bei ihm festgestellt?

Hast du Tipps was ihr macht um am Tiefendruck zu arbeiten? Ich bin selbst auch empfindlich mit Geräuschen (im Gegensatz zu meinem Partner) und bei D. und mir ist nie Radio oder sowas an, nur Musik, wenn wir sie auch hören. Kann dich dahingehend verstehen, das macht mich auch wahnsinnig, wenn ich zu viele Geräusche um mich habe bzw. strengt mich extrem an.

Hatte dein Kind zu der Physio direkt einen guten Draht oder hat die Zeit und ihre Professionalität die guten Ergebnisse gebracht? Ich bin unschlüssig, ob es sozusagen immer absolut nötig ist, dass die Chemie zwischen Kind und Therapeut/in stimmt oder ob es auch einen Gewöhnungseffekt gibt und man lieber auf Können setzen sollte.

LG,
Nastia
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Nastia »

melly210 hat geschrieben: 14.11.2022, 10:46 Eure Experimente mit Kirschkernkissen und Co klingen toll, ich freue mich sehr, daß er so gut darauf anspricht und ihr so schöne Interaktionen mit ihm hattet ! :D

Eine SI-Störung bessert sich mit Therapie schon nachhaltig, wenigstens wenn es im Kindesalter ordentlich therapiert wird. Ganz weg geht es meistens nicht, ist es auch bei uns nicht. Es ist aber jetzt in einem Rahmen in dem es unseren Sohn im Alltag nicht groß einschränkt. Er kommt gut damit zurecht und sieht bei sich selber mittlerweile keinen Therapiebedarf mehr. Nachdem auch die Schule super läuft, haben wir jetzt länger Pause. Ob wir komplett fertig sind wird man sehen. Die Therapeutin hat gemeint die Schreibschrift könnte nochmal schwierig sein. Und auch sonst kann es sicher sein Leben lang so sein, daß er hie und da mal wieder 1,2 Blöcke wegen spezifischen Problemen machen will. Aber die Zeit in der er intensive und durchgängige Therapie und Förderung gebraucht hat, die ist wohl vorbei.

Wegen der visuellen Störung: es ist ihm zb wahnsinnig schwer gefallen Dinge aus einem Gewirr rauszusortieren, also zb aus einem Berg verschiedener Obstplättchen nur alle Äpfel rauszusuchen. Weiters konnte er auch gar nicht puzzlen, nicht mal so 6 Teile Puzzles. Für ihn war es wohl als wären die Teile leer. Er hat wahllos probiert sie zusammenzustecken.

Übrigens: deine Fragen ob man bei einem sprechenden Autisten daran sehen kann daß er Autismus hat weil er dann sagen kann daß ihm Dieses oder Jenes zu intensiv ist, würden nicht auf Autismus abzielen sondern auf SI Störung. Das Zentralelement von Autismus ist eine gestörte soziale Interaktion/schlechtes Erkennen von Körpersprache und Mimik. Alles andere kann, muss aber nicht vorhanden sein.
Danke liebe Melly, wir freuen uns selbst auch sehr! Ich bin so glücklich, wenn ich D. etwas Leidensdruck nehmen kann. Er liebt das Buch, das ich ihm geschenkt habe auch sehr und traut sich mittlerweile auch mal selbst die Sounds anzumachen. Er ist verrückt nach Autos und möchte sich das Buch immer wieder ansehen. Nur das Suchen und Finden der Sachen läuft tatsächlich schleppender als ich gedacht hätte. Wenn wir spazieren gehen oder zu Hause sind zeigt er gleiche Sachen viel zuverlässiger an.

Ich finde es gut, dass dein Sohn seinen Therapieerfolg nun im Grunde genießen kann. Ich denke auch, dass die Kinder irgendwann müde vom therapieren sind und wahrscheinlich einfach froh, wenn sie etwas anderes tun dürfen.

Oh das ist interessant mit der visuellen Störung. Puzzeln klappt bei uns manchmal extrem gut (aber eher schwammige Formen), geometrische Formen laufen hier auch schleppend. Eventuell sind die Puzzle aber auch noch zu schwer und umfangreich, wir haben tatsächlich gar keine 2 Teile Puzzle da. Ich habe meiner Schwester aber schon einen Tipp für Weihnachten gegeben. :) Wobei der Kleine mittlerweile Steckspiele super spielen kann, eine Weile lang hat er einfach die Sortiereinheit abgenommen und die Teile dann in die Box gelegt. Ich werde mal im Spiel schauen wie D. Sachen heraussuchen kann, aber beim Buchlesen habe ich den Eindruck, dass es ihm schwer fällt etwas in einem Wirrwarr aus Vielem schnell zu entdecken. Es klappt schon ab und an, aber nicht smooth.

Danke für deinen Hinweis zwecks Autismus. Verstehe ich also richtig, dass autistische Menschen sich schwer damit tun auszudrücken was sie stört und es daher auch dann nicht benennen können, wenn sie sich gut ausdrücken können?

Liebe Grüße,
Nastia
melly210
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von melly210 »

Nastia hat geschrieben: 14.11.2022, 12:32
Danke für deinen Hinweis zwecks Autismus. Verstehe ich also richtig, dass autistische Menschen sich schwer damit tun auszudrücken was sie stört und es daher auch dann nicht benennen können, wenn sie sich gut ausdrücken können?

Liebe Grüße,
Nastia
Nein, es ist einfach nur so, daß nicht alle Autisten sensorische Auffälligkeiten haben. Viele ja, aber eben nicht alle. Das was da sein MUSS um zu sagen jemand hat Autismus sind Probleme in der sozialen Interaktion. Probleme beim Erkennen von Mimik, Körpersprache, Absichten und Co. Alles andere kann, muss aber nicht.
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Nastia »

melly210 hat geschrieben: 14.11.2022, 11:03 Nachtrag: wegen der Schlafsituation: falls es mit dem Gewichtsdecke nicht besser werden sollte, dazu noch ein paar Ideen:

-abwechselnd bei ihm schlafen, der zweite Elternteil schläft woanders damit ihr euch auch mal erholen könnt.

-Probiert mal ob er alleine nicht besser schläft. Mein Sohn hat ab dem Moment durchgeschlafen ab dem er alleine in seinem Zimmer geschlafen hat. Er war da etwa 15 Monate alt. Wir sind damals in unser Haus gezogen, dh das Zimmer war ganz neu. Wir haben ihn dann in seinem neuen Zimmer schlafen gelegt, ich habe aber im Schlafzimmer geschlafen ab da und hatte vor ins Kinderzimmer zu wechseln sobald er das erste Mal quakt. Nun, ich bin dann ganz verwundert in der Früh in meinem Bett aufgewacht, er hat sich kein einziges Mal gemeldet. Bis dahin war er jede Nacht mehrmals wach. Offenbar haben wir ihn beim schlafen gestört.

Was auch noch was bringen könnte: ein Einschlaftier daß Licht und Melodie spielt. Mei Sohn hat auch mit 7 immer noch so ein Tier und dreht es sich zum einschlafen auf und in der Nacht wenn er aufwacht. Quasi White Noise. Gibt es auch mit Geräuschsensor so daß es von selber angeht wenn er wach wird.
DANKE für diese Tipps! Hast du eine Idee für uns wie lange es dauern kann bis die Therapiedecke anschlägt oder ist das auch super individuell?

-Wir haben ein Familienbett und schlafen meist alle zusammen, gelegentlich wechseln wir uns ab und einer schläft im Wohnzimmer. Das Problem ist, dass D. nicht nur alle 1 bis 2 Std. wach wird, sondern jedes Mal wie am Spieß schreit. Da wacht der andere im Wohnzimmer auch auf, insbesondere ich. Das Schreien geht in mir echt durch wie eine Sirene und alle Zellen sind auf Alarmbereitschaft. Und sowohl mein Partner als auch ich schlafen extrem "hellhörig" - wir sind jederzeit sozusagen in Aufsprunghaltung, was auch wahnsinnig kräftezerrend ist.

-Wir versuchen in regelmäßigen Abständen ihn in sein eigenes Bettchen in seinem Zimmer zu legen. Bis vor 2 Monaten gar keine Chance. Wir haben dann ein Gitter abgenommen (wir glauben, dass beide Gitter ihn zu stark eingequetscht haben vom Gefühl) und das Bett vor die Wand an der Tür geschoben, so dass der Kleine selbstständig rein und raus konnte und das Bett nicht mehr mit Gefahr verbindet. Hat auch geholfen. Zum Mittagsschlaf schläft er auch immer mal wieder dort ein, aber schläft viel unruhiger als im Familienbett (da schläft er auch alleine weiter, wenn ich weg gehe). Zum Nachtschlaf gibt es keine Chance in seinem Bettchen - er will dort nicht bleiben. Uns ist völlig unverständlich wie es so eine große Differenz zwischen Mittag und Nacht geben kann, aber so ist es. Vielleicht müssen wir ihn nachts ins Familienbett legen und zu zweit ins Wohnzimmer ausweichen. ;) Das haben wir tatsächlich noch nicht probiert, aber ja, wir sind erschöpft genug um es auszuprobieren.

-Oh, hast du eine Empfehlung für so ein Tier? Ich kenne nur diesen Otter, aber ich glaube der hat keine so fancy Selbstangeh-Features.
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Nastia »

melly210 hat geschrieben: 14.11.2022, 12:43
Nastia hat geschrieben: 14.11.2022, 12:32
Danke für deinen Hinweis zwecks Autismus. Verstehe ich also richtig, dass autistische Menschen sich schwer damit tun auszudrücken was sie stört und es daher auch dann nicht benennen können, wenn sie sich gut ausdrücken können?

Liebe Grüße,
Nastia
Nein, es ist einfach nur so, daß nicht alle Autisten sensorische Auffälligkeiten haben. Viele ja, aber eben nicht alle. Das was da sein MUSS um zu sagen jemand hat Autismus sind Probleme in der sozialen Interaktion. Probleme beim Erkennen von Mimik, Körpersprache, Absichten und Co. Alles andere kann, muss aber nicht.
Verstanden, danke für diese Erklärung!
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von melly210 »

Nastia hat geschrieben: 14.11.2022, 12:45
DANKE für diese Tipps! Hast du eine Idee für uns wie lange es dauern kann bis die Therapiedecke anschlägt oder ist das auch super individuell?

-Wir haben ein Familienbett und schlafen meist alle zusammen, gelegentlich wechseln wir uns ab und einer schläft im Wohnzimmer. Das Problem ist, dass D. nicht nur alle 1 bis 2 Std. wach wird, sondern jedes Mal wie am Spieß schreit. Da wacht der andere im Wohnzimmer auch auf, insbesondere ich. Das Schreien geht in mir echt durch wie eine Sirene und alle Zellen sind auf Alarmbereitschaft. Und sowohl mein Partner als auch ich schlafen extrem "hellhörig" - wir sind jederzeit sozusagen in Aufsprunghaltung, was auch wahnsinnig kräftezerrend ist.

-Wir versuchen in regelmäßigen Abständen ihn in sein eigenes Bettchen in seinem Zimmer zu legen. Bis vor 2 Monaten gar keine Chance. Wir haben dann ein Gitter abgenommen (wir glauben, dass beide Gitter ihn zu stark eingequetscht haben vom Gefühl) und das Bett vor die Wand an der Tür geschoben, so dass der Kleine selbstständig rein und raus konnte und das Bett nicht mehr mit Gefahr verbindet. Hat auch geholfen. Zum Mittagsschlaf schläft er auch immer mal wieder dort ein, aber schläft viel unruhiger als im Familienbett (da schläft er auch alleine weiter, wenn ich weg gehe). Zum Nachtschlaf gibt es keine Chance in seinem Bettchen - er will dort nicht bleiben. Uns ist völlig unverständlich wie es so eine große Differenz zwischen Mittag und Nacht geben kann, aber so ist es. Vielleicht müssen wir ihn nachts ins Familienbett legen und zu zweit ins Wohnzimmer ausweichen. ;) Das haben wir tatsächlich noch nicht probiert, aber ja, wir sind erschöpft genug um es auszuprobieren.

-Oh, hast du eine Empfehlung für so ein Tier? Ich kenne nur diesen Otter, aber ich glaube der hat keine so fancy Selbstangeh-Features.
Die Gewichtsdecke hat bei uns eigentlich sofort funktioniert.

Wegen dem schreien: vielleicht probiert ihr Erwachsenen mal Ohropax, mindestens der der im Wohnzimmer schläft ? Ich schlafe schon seit Jahren mit Ohropax, auch schon vorm Kind. Hören werdet ihr ihn trotzdem, aber gedämpft, bzw der im Wohnzimmer wahrscheinlich nicht mehr.

Zum Tier: wir haben aktuell dieses hier:
APUNOL Baby Einschlafhilfe Musik, Babys Nachtlicht Projektor Wiederaufladbar kinder Babyparty Geschenk Mädchen und Junge Spielzeug Hase mit Weißes Rauschen, Weinen Erkennungs Sensor https://amzn.eu/d/iFtZ3Vq

Ah und von wegen kuscheln kommen: unser Sohn wollte auch nie kuscheln. Wenn er müde war oder Schmerzen hatte wollte er neben mir liegen und meine Hand halten. Selber kuscheln kommen kam viel später, so 4/5 rum. Und auch jetzt will er das nur wen ER Lust dazu hat bzw es initiiert. Wie eine Katze. Wenn ich ihn kuschle, geht er meistens. Btw war mein Mann auch so als Kind, erzählt meine Schwiegermutter oft. Jetzt als Erwachsener kuschelt er viel und gern - aber nur mit mir :P
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Julia27118
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Julia27118 »

Nastia hat geschrieben: 14.11.2022, 12:15
Julia27118 hat geschrieben: 14.11.2022, 07:25 Also unserer hat aufgrund seines syndroms ein überdurchschnittlich empfindliches und vermutlich auch absolutes gehör und braucht z. B. Kapselgehörschutz der etwa 30db nimmt. Damit versteht er noch geflüstertes.

Aufgrund der langen abwehrspannung mit durchweg geschlossenen Fäusten und des ausblenden der rumpfwahrnehmung hat er sowohl taktil als auch propriozeptiv seine Themen gehabt. Das taktile konnten wir vollständig abbauen, aber er sucht weiterhin viel tiefendruck... Ich mach das aber auch und hab superempfindliche Ohren und bin einfach nur hochsensibel 😏

Unsere physio ist fortgebildet zu SI und einfach unfassbar toll, bildet selbst aus. Sie macht keine Osteopathie sondern löst Blockaden eben so, wie physio das in ihrer Ausbildung lernen.
Hallo Julia,

d.h. dein Sohn hat immer einen Gehörschutz auf? Wie wurde das bei ihm festgestellt?

Hast du Tipps was ihr macht um am Tiefendruck zu arbeiten? Ich bin selbst auch empfindlich mit Geräuschen (im Gegensatz zu meinem Partner) und bei D. und mir ist nie Radio oder sowas an, nur Musik, wenn wir sie auch hören. Kann dich dahingehend verstehen, das macht mich auch wahnsinnig, wenn ich zu viele Geräusche um mich habe bzw. strengt mich extrem an.

Hatte dein Kind zu der Physio direkt einen guten Draht oder hat die Zeit und ihre Professionalität die guten Ergebnisse gebracht? Ich bin unschlüssig, ob es sozusagen immer absolut nötig ist, dass die Chemie zwischen Kind und Therapeut/in stimmt oder ob es auch einen Gewöhnungseffekt gibt und man lieber auf Können setzen sollte.

LG,
Nastia
Inzwischen sagt unser Sohn, wenn er seine "Kopfhörer" möchte und trägt sie oft in der Kita, auf kindergeburtstagen mit lauten Kindern und überall da, wo es absehbar laut wird haben wir sie zumindest dabei. Die ersten Monate mit quakendem Baby zu Hause brauchte er sie viel 🙈

Alle Kinder mit dem Syndrom haben das und es zeigt sich mit Angst bei lauten/bestimmten Geräuschen und 🙉 schon bei Erwartung von unangenehmen Geräuschen. Gleichzeitig muss zu Hause durchgängig Musik oder Hörspiel laufen 🙄🙄🙄🙄 und er ist selbst speziell nach der Kita sehr laut. Singen, klopfen, pfeifen wird hier von ihm allen strikt untersagt "LASS das, ich mag das nicht!" und bestimmte Lieder (z. B. Schlaflieder) führen zu Panik, wenn sie auf Alexa kommen und er sie nicht aus kriegt.

Tiefendruck holt er sich über toben, Festes kitzeln, anspringen und Umarmungen, er nutzt aktuell seine hüpfmatte sehr intensiv. Gewichtsdecke findet er schon lange ganz furchtbar... Alles was ihn fixiert geht gar nicht.

Gleichzeitig ist er ein totaler sensation seaker und kickt sich oft am Rand seiner Komfortzone.

Die Physiotherapeutin haben wir zwei mal gewechselt, die letzte war praxisinterne urlaubsvertretung und der Therapie Erfolg in 3 Wochen größer als vorher in Monaten. Daraufhin gab ich um Wechsel gebeten (etwas das ich praxisintern eigentlich schwierig finde, da die jeder selbst mit der Kasse abrechnen) und da die therapeutin das ebenso wahrnahm wurde es ermöglicht.
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Julia27118 »

Bezüglich unterschied mittagsschlaf und nachtschlaf: rein vom instinkt her, wann ist es für ein Kleinkind gefährlicher mal kurz ohne Eltern zu sein, speziell im schlaf? Wann gehen raubtiere auf Jagd?

Das Familienbett ist der Ort, an dem ihr Eltern schlaft, instinktiv wird dein Kind also annehmen, das ist der sicherste Ort! Manche Kinder sind da noch mehr in der Steinzeit als andere... Unsere kleine schläft nur, wenn ich anwesend bin, oder im Auto....letzteres erklärt sich mir nicht, die karre kann nach dem einschlafen stehen und sie ratzt weiter, selbst wenn ich weg gehe! aber wehe ich verlasse das Familienbett 🙄 im wachzustand aber maximalautonome rampensau!
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Nastia »

melly210 hat geschrieben: 14.11.2022, 14:33
Die Gewichtsdecke hat bei uns eigentlich sofort funktioniert.

Wegen dem schreien: vielleicht probiert ihr Erwachsenen mal Ohropax, mindestens der der im Wohnzimmer schläft ? Ich schlafe schon seit Jahren mit Ohropax, auch schon vorm Kind. Hören werdet ihr ihn trotzdem, aber gedämpft, bzw der im Wohnzimmer wahrscheinlich nicht mehr.

Zum Tier: wir haben aktuell dieses hier:
APUNOL Baby Einschlafhilfe Musik, Babys Nachtlicht Projektor Wiederaufladbar kinder Babyparty Geschenk Mädchen und Junge Spielzeug Hase mit Weißes Rauschen, Weinen Erkennungs Sensor https://amzn.eu/d/iFtZ3Vq

Ah und von wegen kuscheln kommen: unser Sohn wollte auch nie kuscheln. Wenn er müde war oder Schmerzen hatte wollte er neben mir liegen und meine Hand halten. Selber kuscheln kommen kam viel später, so 4/5 rum. Und auch jetzt will er das nur wen ER Lust dazu hat bzw es initiiert. Wie eine Katze. Wenn ich ihn kuschle, geht er meistens. Btw war mein Mann auch so als Kind, erzählt meine Schwiegermutter oft. Jetzt als Erwachsener kuschelt er viel und gern - aber nur mit mir :P
Hallo Melly,

vielen Dank für deine Nachricht. Die Gewichtsdecke müsste im Laufe der nächsten Woche kommen, ich habe sie mit 2kg bestellt, mal sehen, ob es etwas nützt. Derzeit wacht D. alle 30min bis 2h auf. Mein Partner und ich wechseln uns nun regelmäßig ab, einer schläft im Wohnzimmer, so dass man zumindest die Chance hat schnell wieder einzuschlafen oder das Weinen und Schreien mit Glück zu überhören. Ohropax mögen wir beide nicht bzw. nach einer Weile tun sie uns in den Ohren weh / fallen raus. Ich glaube man kann sich sowas auch anfertigen lassen sozusagen individuell für das Ohr, muss das aber nochmal nachlesen. Vielleicht schaffen wir es im Wohnzimmer nach einer Weile auch etwas tiefer in den Schlaf zu fallen, weil wir ja wissen, dass der andere für D. da ist. Wir wollen auch nochmal versuchen sein Bett bei uns ins Zimmer zu stellen, er wacht z.B. auch auf, wenn wir uns drehen wollen und akzeptiert das nicht. Das wäre einfacher, wenn er in seinem Bettchen liegen würde.

Danke für deine Empfehlung bzgl. Einschlaftier. Wir haben die letzten Tage ein wenig recherchiert, uns schlussendlich für den Schlaf-Koala entschieden, der hat zwar keinen Schrei-Sensor, aber bewegt den Bauch auf und ab und die Geräusche haben uns überzeugt und mein Sohn mag das Gefühl, wenn das Tier auf ihm liegt mit dem bewegten Bauch. Der Kleine nimmt ihn mittags super an, schläft auch gut damit ein. Abends haben wir nach wie vor extreme Probleme. Auch mit dem Einschlaftier. Aber wir versuchen es weiter. Es freut mich aber zumindest schon, dass er überhaupt das Kuscheltier annimmt, es auch mal streichelt.

Wenn unser Sohn krank ist will er auch, dass ich neben ihm liege und die Hand halte, wie bei euch. Heute hatten wir Ergotherapie, ich mache nochmal ein Update dazu, da hat er sich während der Stunde mit dem Kopf auf meinen Schoß gelegt und ließ sich streicheln. Ich weiß nicht woher das plötzlich kam, gefreut hat es mich natürlich (kommt zu Hause bisher aber nie vor). In den letzten Tagen ist mir auch aufgefallen, dass D. etwas mehr Körpernähe zulässt. Gestern hat er auch seinen Cousin (2 Monate altes Baby) gestreichelt und heute hat er sich mit Absicht am Kopf verletzt und dann meine Hand genommen, dass ich ihn streichle. Du hast keinen Tipp für mich wie ich ihm zeigen kann, dass man auch einfach so kuscheln kann ohne Verletzung? Wenn ich ihn kuschle akzeptiert er es auch nicht, höchstens feste Massagen.

Liebe Grüße,
Nastia
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Nastia »

Julia27118 hat geschrieben: 14.11.2022, 15:12
Inzwischen sagt unser Sohn, wenn er seine "Kopfhörer" möchte und trägt sie oft in der Kita, auf kindergeburtstagen mit lauten Kindern und überall da, wo es absehbar laut wird haben wir sie zumindest dabei. Die ersten Monate mit quakendem Baby zu Hause brauchte er sie viel 🙈

Alle Kinder mit dem Syndrom haben das und es zeigt sich mit Angst bei lauten/bestimmten Geräuschen und 🙉 schon bei Erwartung von unangenehmen Geräuschen. Gleichzeitig muss zu Hause durchgängig Musik oder Hörspiel laufen 🙄🙄🙄🙄 und er ist selbst speziell nach der Kita sehr laut. Singen, klopfen, pfeifen wird hier von ihm allen strikt untersagt "LASS das, ich mag das nicht!" und bestimmte Lieder (z. B. Schlaflieder) führen zu Panik, wenn sie auf Alexa kommen und er sie nicht aus kriegt.

Tiefendruck holt er sich über toben, Festes kitzeln, anspringen und Umarmungen, er nutzt aktuell seine hüpfmatte sehr intensiv. Gewichtsdecke findet er schon lange ganz furchtbar... Alles was ihn fixiert geht gar nicht.

Gleichzeitig ist er ein totaler sensation seaker und kickt sich oft am Rand seiner Komfortzone.

Die Physiotherapeutin haben wir zwei mal gewechselt, die letzte war praxisinterne urlaubsvertretung und der Therapie Erfolg in 3 Wochen größer als vorher in Monaten. Daraufhin gab ich um Wechsel gebeten (etwas das ich praxisintern eigentlich schwierig finde, da die jeder selbst mit der Kasse abrechnen) und da die therapeutin das ebenso wahrnahm wurde es ermöglicht.
Hallo Julia,

danke für den Austausch. Es freut mich, dass dein Sohn mit den Kopfhörern gut zurecht kommt. Wir haben auch mal versucht diese unserem Sohn aufzusetzen, aber er wollte sie nicht tragen. Ich weiß nicht, ob sie ihm eventuell gedrückt haben, wobei das ja zu einem gewissen Grad sein muss die Schallschutz zu gewährleisten. Hat euer Sohn die Kopfhörer direkt akzeptiert?

Ich kenne das sehr laute von D. auch, obwohl er selbst sich bei einigen Geräuschen stark erschreckt. Insbesondere, wenn wir telefonieren oder miteinander reden wollen schreit oder "spricht" extra laut.

Mhm, da bin ich bei der Gewichtsdecke auch gespannt. D. hat als Kind das Pucken gehasst, auch ins Tragetuch wollte er nur in Kombination mit Dauerschaukeln auf dem Pezziball. Es könnte passieren, dass unser Sohn das Gefühl auch hasst. Mal sehen. Wir wollen es einfach probieren.

Heute verlief die Ergo besser als letztes Mal und ich möchte der Therapeutin weiterhin die Chance geben. Es freut mich einfach zu sehen, dass D. sich mehr darauf einlässt.

Viele Grüße,
Nastia
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