Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Anjali
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Anjali »

Nastia hat geschrieben: 17.11.2022, 18:15

Ja, beobachten lässt es sich aber nur, wenn man dann doch etwas anbietet, oder?
Jein. Ein Schritt wäre, dem Kind Autos zu zeigen, der nächste ( nicht abwartende und nicht beobachtende) Schritt, wäre, das Kind einfach auf das Auto zu setzen, weil man davon ausgeht, dass es dies zu diesem Zeitpunkt oder überhaupt wolle. Abwarten und beobachten würde bedeuten, das Kind sich in seinem Tempo dem Auto annähern zu lassen und auf seine Signale zu achten.


Ebenso verhält es sich mit der Ermunterung. Ich meine, vielleicht bin ich vom anderen Stern, aber ich muss mein Kind doch in den Zoo bringen um zu sehen, ob ich es ermuntern kann im Zoo zu bleiben oder nicht. Oder ich muss mein Kind doch mal vor das Auto stellen und fragen: magst du dich drauf setzen? Wie soll ich es denn sonst ermuntern? Oder ist es für dich intuitiv klar, dass dein Kind völlig verrückt nach allem Fahrbaren ist, aber selbst zu Hause das Fahrbare nicht mal ansieht? Für mich nicht, vielleicht muss ich die Interpretation davon aber auch noch besser lernen.


Nichts gegen Ermuntern, im Gegenteil. Aber wenn ein bestimmtes Angebot wiederholt bzw. regelmäßig nicht gut angenommen wird, dann könnte es auch das falsche Angebot zum falschen Zeitpunkt sein und könnte ggf. modifiziert oder ausgetauscht werden.

Darüber hinaus sind für mich die Worte "Beobachten" und "Abwarten" auch schwierig anzunehmen, es wird oft gesagt, aber da fehlt immer etwas nach dem Komma. Wann hat man denn genug beobachtet und gewartet und sollte ins Agieren kommen - in den meisten anderen Lebensbereichen wird Passivität völlig abgewertet, aber die Entwicklungsverzögerung seines Kindes soll man einfach mal so hinnehmen? Mein Sohn ist anscheinend schon hintendran, wie weit hintendran muss er sein, damit man nicht mehr wartet oder beobachtet? Wo sind Punkte, die absolut für Aktion sprechen? Es gibt darauf keine eindeutigen Antworten. Late Talker, Genies, die spät sprachen etc. - man kriegt viele Geschichten erzählt, die Logopäden & Logopädinnen haben aber auch eine und zwar, dass Late Talker oft Legasthenie oder sonstiges entwickeln, bei anderen merkt man nichts mehr davon. Es ist immer auch eine Frage mit wem du worüber sprichst und ob du auf der Glückspilzseite als Betroffene/r stehst oder nicht. Dies ist bei vielen anderen Dingen ähnlich. Darauf kriegt man keine Antwort und das ist denke ich für viele Eltern schwierig weil dies oft das Gefühl gibt sich mit seinen Problemen allein zu fühlen.

Hier würde ich unterscheiden zwischen Freizeitangeboten und therapeutisch notwendigen Interventionen ( Logopädie etc.)




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Viele Grüße
Anja

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Anjali
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Anjali »


Ich kenne mich mit Autismus nicht aus, aber die autistischen Menschen müssen sich früher oder später ja auch adaptieren. Wie funktioniert das, wenn man sozusagen möglichst reizarm agiert? Wann geht man dann doch in den Reiz? Es ist ja auch total schwierig in "wenig Reiz" zu gehen, man weiß ja nicht was reizt und welcher Reiz wie stark beim Kind ankommt, oder?

Ich kann nur für meinen Sohn sprechen. Bei ihm war es so, dass er sich mit zunehmendem Alter besser in einer ihn in vielfacher Weise heraus - und überfordernden Umwelt zurecht finden konnte. Je jünger, desto hilfloser und überwältigter war er. Je älter er wurde, desto mehr Erfahrung, „Abhärtung“ und Selbsthilfstrategien. (Sorry dür die kruden Formulierungen und Satzstellungen.)
Daher gehe ich immer davon aus, dass man von ganz jungen Kindern nicht zu früh zu viel Anpassungsleitung erwarten kann.
Bei Anforderungen würde ich immer Prioritäten setzten.
Auch würde ich die Hoffnung haben, dass sich mein Kind in seinem eigenen Tempo weiterentwickeln wird.


Unabhängig davon weiß ich nicht sicher, ob D. überreizt ist oder ob er "nur" extreme Angst hat und etwas angestupst werden muss um loszulegen und sich zu überwinden oder ob er gelangweilt ist oder oder. Das sind ja alles nur Mutmaßungen und entsprechend groß ist meine Verunsicherung.

Bei meinen Sohn war es eine Mischung aus Überreizung, Überforderung, Ängsten.
Viele Grüße
Anja

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Anjali
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Anjali »

Nastia hat geschrieben: 17.11.2022, 18:22

Ich werde aber über deinen Vorschlag nachdenken, obwohl ich das Gefühl habe, dass D. gern draußen ist, aber es kann natürlich sein, dass es ihn dennoch überfordert.

LG,
Nastia
Guten Morgen Nasti,

Ich bin nicht Melly (die ja auch schon geantwortet hatte), aber was spricht denn gegen Rausgehen?
Wenn es euch beiden gut tut, dann macht es, ich kann es nur empfehlen!

Nur würde ich versuchen, auch mal ohne „wertende“ oder „therapeutische“ Begleitgedanken rauszugehen, einfach aus Spaß an der Freude, wenn Du verstehst, was ich meine.
Dazu gehört für mich z.B. auch ein vollkommen „unvoreingenommener“ Spielplatzbesuch.
Wenn dein Sohn lieber mit Sand werfen, als Klettern oder Rutschen möchte, würde ich das einfach mal so stehen lassen.
Hauptsache, dein Sohn hat seinen Spaß.

Ein Waldspaziergang ist vielleicht recht reizarm, aber ggf. auch zu langweilig.
Wie wäre es mit einem Spaziergang „zu“ irgendetwas, was fährt und oder Räder hat? Auf der Straße lassen sich ja sehr viele unterschiedliche Fahrzeuge beobachten.

LG
Anja
Viele Grüße
Anja

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Jodie
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Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Jodie »

Nastia hat geschrieben: 17.11.2022, 13:00 Ja, die Aufmerksamkeit in Dauerschleife ist sehr anstrengend - insbesondere, wenn es kombiniert ist mit extrem schnellem Interessenverlust oder sich nicht auf etwas einlassen können. Ich habe bereits versucht, dass D. "Mama" gezielt zu mir sagt (er kann Mama sagen, aber benutzt es nicht funktionell) oder ihm gezeigt, dass er zu mir kommen kann und mich anfassen kann, aber das Schreien klappt anscheinend besser. ... hoffe, dass auch ich D. irgendwann eine andere Möglichkeit aufzeigen kann mit mir in Kontakt zu treten, so wie du es geschafft hast. Vielleicht hast du einen Tipp für mich wie du das Antippen beigebracht hast?
Ich habe tatsächlich auf sein Schreien nicht reagiert stattdessen gesagt, dass er mich antippen kann, wenn er was von mir möchte (also nicht ignoriert sondern Handlungsalternativen angeboten). Ich habe ihm immer das Verhalten vorgemacht, mit dem er in einer Situation zum Erfolg kommt. In diesem Beispiel also etwa so: Kind schreit, ich tippe mich selbst mit dem Zeigefinger an und sage "Mama!". Dann schaue ich überrascht auf die Stelle, wo ich mich angetippt habe, dann schaue ich das Kind an und sage "Ja, was ist denn los?"
Das klappt natürlich nicht gleich beim ersten Mal, Ben braucht viiiiiiele Wiederholungen, aber wenn mal was drin ist, dann bleibt es auch.
Nastia hat geschrieben: 17.11.2022, 13:00 Ich finde es toll zu lesen wie Ben nun auch spielt und sogar Rollenspiele mag. Habt ihr ihm das beigebracht oder kam es einfach von alleine? Du schreibst, dass er keine Babyspielsachen mochte. Habt ihr ihm dann andere Dinge zur Verfügung gestellt, die er mochte, aber vielleicht nicht ganz geeignet erschienen bzw. hat er euch gezeigt, was er mag? Das fehlt mir bei D. - ich bin für alles zu haben, aber so richtig sein Interesse aufzeigen kann er noch nicht bzw. selbst, wenn er Dinge mag verweigert er sich trotzdem oder wütet, z.B. im Schwimmbad oder beim Fahrrad.
Wahrscheinlich hat er es bei seinem großen Bruder beobachtet. Er hatte dann plötzlich einfach Interesse daran und ich habe mitgemacht. Er hat mir Anweisungen gegeben und ich habe sie ausgeführt ("Mach ein trauriges Gesicht, jetzt sollst du lachen."). Inzwischen spielt er recht lange mit seinem Bruder Rollenspiele in denen sie zum Beispiel Dinosaurier zähmen und eine Gegend erkunden... Mit mir spielt er ganz oft, dass er ein Tier ist und ich bekomme dann Anweisungen, was ich mit dem Tier tun soll, z.B. kuscheln, füttern, suchen...
Ben hat sich seine "Spielsachen" selbst ausgesucht. Lichtschalter an und aus drücken, Wasserhahn an und aus machen. Eine Zeitlang hat er einen Kassettenrecorder untersucht, seine Finger auf die drehenden Elemente gehalten und die verschiedenen Tasten ausprobiert. Und ziemlich schnell war klar, dass er alles mit Schienen mag, angefangen von Schubladen über Eisenbahn und U-Bahn... (Du hast was von Duplo irgendwo geschrieben, das baut Ben erst seit er ungefähr fünfeinhalb ist. :D )
Mag D. bewegliche Dinge, wie die Räder an Spielzeugautos? Vielleicht könnt ihr die mal zusammen drehen? Oder habt ihr ein Auto mit Rückziehmotor? Da dreht sich dann sogar was von alleine. :wink:
Musikinstrumente habe ich in D.s Alter auch angeboten, zum Beispiel eine Musikdrehdose, das war was mit Bewegung im Kreis und Melodie, das mochte Ben beides ja gerne.
Oder Sachen eine Schräge runterkullern lassen?
Unseren Großen Sohn muss man übrigens auch immer 'zu seinem Glück zwingen'. Er sagt zu allem erst mal "Nein" und hinterher findet er es doch gut. Kenne ich aber auch von mir. :D Und bei manchen Dingen aus meiner Kindheit wünschte ich, man hätte mich doch überredet und ich hätte sie gemacht. Nicht gezwungen, aber doch lieber noch ein paar mal mehr gefragt oder angeboten.
Nastia hat geschrieben: 17.11.2022, 13:00 Wow, wie habt ihr diese 5,5 Jahre überlebt bis euer Sohn durchgeschlafen hat? Ich muss sagen, dass das wirklich sehr an die Substanz geht, wenn man über so lange Zeiträume nur stundenweise schläft. Denkst du es war dann einfach ein Reifeprozess? Ich wache auch auf, wenn D. aus unerfindlichen Gründen mal länger schläft als ich es kenne. Da sieht man mal wie stark der Einfluss auf einen selbst ist. Wahnsinn was deinen Sohn alles beschäftigt, sein Kopf ist in Dauerarbeit. Könnt ihr ihm irgendwie helfen da runterzukommen? Schreibt ihr die Fragen auf und besprecht sie am nächsten Tag oder wie geht ihr damit um?
Ich beantworte die Fragen meist sofort kurz, damit er abschalten kann und die Sachen gelöst sind. Einschlafbegleitung dauert immer noch ziemlich lange deswegen (Dreiviertelstunde eigentlich mindestens).
Ich weiß selbst nicht, wie man den Schlafmangel überlebt, zur Zeit ist wieder eine Phase mit schlechtem Schlaf. Und ich habe mehr Schlafbedarf als Ben... :lol:
Immer wenn ich kann schlafe ich, also wenn der Papa oder eine Oma mit Ben was macht, gehe ich schlafen.

Insgesamt habe ich mit Ben tatsächlich nicht annähernd so viel gemacht wie mit dem großen Bruder im gleichen Alter (oder du mit D.), die Zeit hat beim zweiten Kind gefehlt. Er war einfach überall dabei (Kinderturnen, Spielplatz, Spiel zu Hause). Da die Schwiegermutter aber erzählt hat, dass der Papa auch immer mit allem später dran war, hab ich mir nicht übermäßig Sorgen gemacht, sondern einfach mal laufen lassen... Für die verspätete Motorik habe ich mit Ben zwei mal Physiotherapie gemacht bevor er krabbeln konnte, da dachte ich mir, kann ja nicht schaden. Ansonsten haben wir Dinge immer wieder angeboten und geholfen und abgewartet (Essen, Fahrradfahren, alleine anziehen, Bücher vorlesen). Du hast auch irgendwo gefragt, wann man genug abgewartet hat. Da kann ich keine pauschale Antwort drauf geben. Ben war immer spät dran, aber es war immer noch im Rahmen. Laufen mit ca 18 Monaten zum Beispiel, Fahrrad fahren mit 4... Im Kindergarten sind dann die sozialen Schwierigkeiten aufgefallen, die sich auch nach über einem Jahr dort nicht verbessert haben. Da hat der Kindergarten dann Alarm geschlagen und wir haben die Diagnostik gemacht. Da war Ben vierdreiviertel. Das war für die Maßnahmen, die wir vor der Schule noch ergreifen mussten (Ergotherapie, geeignete Schule aussuchen und alles für die Einzelintegration vorbereiten) ausreichend.

Du bist ja schon bei einer Ergotherapie mit ihm, das ist doch schon mal gut. Wenn du dir noch weiter Sorgen machst, oder die Therapie dir nach einiger Zeit nicht zielführend erscheint, dann gibt es ja noch ein paar Möglichkeiten.
Dieses viele Schreien bei D. fühlt sich schon beim Lesen ganz schlimm für mich an. Ich leide echt mit ihm und dir mit... Es ist wirklich schwierig, wenn man nicht weiß was hinter dem Verhalten des Kindes steckt. Ich bewundere deine Geduld und deine Ausdauer. Ich merke beim Schreiben gerade: Das haben mir auch schon viele gesagt und ich sag dann immer, "Was bleibt mir denn anderes übrig?". Aber ich denke, es zahlt sich aus. Ich sehe, welche tolle Entwicklung Ben hingelegt hat. Und ich wünsche dir so sehr, dass es bei euch auch so wird. Bzw. ich habe ja sogar schon Fortschritte in deinen Beiträgen gelesen. Ich bin mir sicher, dass da noch ganz viel Potential vorhanden ist. :icon_flower:

Viele Grüße
Jodie
4/16 Ben, Autismusspektrumstörung, Asperger :alien:
Ida45
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Registriert: 18.11.2022, 08:52

Re: Nastia mit D. (22M) - Alltagsschwierigkeiten & schlechtes Bauchgefühl / lang

Beitrag von Ida45 »

Hallo Nastia,

wenn bei deinem Sohn und dir derart viel Leidensdruck vorhanden ist, würde ich wirklich schnellstmöglich in einem SPZ vorstellig werden. Ich kann deinen Mann verstehen, dass es ihm unangenehm ist, wenn er selbst nebenan arbeitet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein anderes SPZ aufzusuchen, auch wenn das mit mehr Fahrerei verbunden ist.

Bei meinem Sohn hat der schlechte Schlaf kurz vor dem ersten Geburtstag begonnen. Ständiges Aufwachen und Schreien, Einschlafen nur auf meinem Arm möglich und dann ging das Ganze wieder von vorne los.

Familienbett war keine Option, da mein Mann sehr unruhig schläft und sie sich ständig gegenseitig wach gemacht haben. Wir haben das Ganze dann getrennt und ich bin, erstmal nur mit Matratze und Bettzeug, ins Kinderzimmer umgezogen. Das hat eine wesentliche Verbesserung gebracht, da ich offenbar völlig regungslos schlafe.

Bei der Art des Schlafverhaltens muss ich unweigerlich aber auch an Epilepsie denken. Unser Sohn ist aufgrund von Anfällen so oft wach geworden, aber da kommt natürlich erstmal keiner drauf. Epilepsie kann auch die Ursache für die SI sein. Wir hatten in dem Alter ein ähnliches Gesamtbild, außer dass mein Sohnemann tagsüber eigentlich ziemlich zufrieden war.

Du schreibst, dass dein Sohn mal Dinge mag, wie einen Waldbesuch, und beim nächsten Mal nur schreit. Diese Inkonsistenz im Verhalten könnte auch darauf hindeuten, dass es ihm manchmal einfach nicht so gut geht. Anfälle sieht man nach außen nicht unbedingt, also Epilepsie besteht nicht nur aus Zucken oder Umfallen.
Deswegen würde ich euch auf jeden Fall raten, im SPZ auch ein normales EEG, sowie ein Stress-EEG machen zu lassen. Normalerweise wird das nach Schlafentzug gemacht.

Nachdem mein Sohn ein Medikament gegen die Anfälle bekommen hat, wurde der Schlaf innerhalb von wenigen Tagen deutlich besser, genauso Sprache und Motorik.

LG,
Ida
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