Tochter (12) mit AVWS - viele Fragen...

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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AndreaEder
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Tochter (12) mit AVWS - viele Fragen...

Beitrag von AndreaEder »

Hallo Ihr Lieben,

wie toll, dass es dieses Forum gibt. Es wurde auf urbia.de vielfach empfohlen, weil meine Themen doch ein wenig spezieller sind.

Ich bin allein erziehend mit drei Töchtern (15, 12 und 9). Wir haben als Familie schon viel durch (schwierige Beziehung der Mädels zum Papa, PTBS nach Amoklauf bei der Großen, insgesamt über 20 HNO-OPs an allen Mädels usw). Nun geht es aber um die mittlere Tochter. Sie wurde, seit sie ca. 3 Jahre alt war, 9 x in der HNO operiert - Paukendrainagen rein, wieder raus, T-Tubes, Verwachsungen, T-Tubes wieder raus, Mandeln usw. Schon der Grundschullehrerin in der 1./2. Klasse fiel dann auf, dass "irgendwas nicht stimmt". Sie hat uns dann durch die Diagnostik geschickt... Ein Tag in der Kinderpsychiatrie - ADS/ADHS ausgeschlossen, Diagnose Anpassungsstörung. Therapie. Dann Diagnostik LRS - nichts. Auf mein Recherchieren und Nachbohren hat die Pädaudiologie an der Uniklinik (in der sie von Beginn an HNO-ärztlich betreut wurde) eine AVWS-Testung durchgeführt - BÄHM. Da war sie endlich, die Diagnose. So richtig aufklären darüber konnte mich aber keiner. Ich hab dann gelesen, was ich in die Finger bekommen hab, die Lehrer in der GS waren super und so hat das einigermaßen geklappt. Dann Übertritt, 5. Klasse Gymnasium - fast ausschließlich Homeschooling, ging auch noch irgendwie. Zur 6. Wechsel an ein näher gelegenes Gymnasium und die Noten sind ins Bodenlose gefallen, ich habe gemerkt, dass ihr wahnsinnig viele Grundlagen fehlen.

Über die Schulpsychologin sind wir dann an den sonderpädagogischen Dienst gekommen, der uns bezüglich Nachteilsausgleich geholfen hat. Durch diesen Kontakt haben wir dann den Tipp für eine Schule für hörgeschädigte Kinder bekommen. Ich bin sehr froh - seit einigen Wochen geht sie dorthin (muss leider Internat sein wegen der Entfernung) - 6. Klasse (Realschule) mit 9 Kindern und jeder Lehrer weiß, was AVWS ist, es ist reichlich Technik vorhanden usw. Die ersten Erfolgserlebnisse gabs auch schon. Soweit, so gut.

Nun wurde mir von der Schule der Tipp gegeben, einen GdB zu beantragen. Nach ein bisschen Diskussion und Widerspruch hat Christina nun einen GdB von 30. Soweit ich das bisher eruieren konnte, bringt das nichts bis auf einen etwas erhöhten Steuerfreibetrag für mich (wobei mir auch da nicht ganz klar ist, ob das auch für meinen Ex gilt, weil er Unterhalt zahlt). Aktuell befinde ich mich mit dem Bezirk in Diskussion über die selbst zu erbringenden Kosten für Christinas Versorgung (Eigenanteil) im Internat.

Gestern wurde die Jüngste getestet - zunächst auf LRS, aber ich hab direkt einen Termin für ebenfalls eine AVWS-Testung gemacht. Diesmal würde ich ihr gern ein paar Jahre Kampf ersparen.

Ich würde mich wahnsinnig freuen, jemanden mit einer ähnlichen Geschichte zu finden.

Ich danke fürs "zuhören".

Andrea
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kati543
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Re: Tochter (12) mit AVWS - viele Fragen...

Beitrag von kati543 »

Hallo Andrea,
willkommen hier im Forum.

Zum steuerlichen Freibetrag kann ich dir sagen, dass der Vater generell 50% davon erhält, bzw. konkret erhältst du nur 50%. Ihr Eltern müsstet eine übereinstimmende Willenserklärung gegenüber dem Finanzamt abgeben, wenn die Prozentzahl anders aufgeteilt werden soll.
Mein Ex und ich haben das grundsätzlich gemacht. Er bekam die 100%, ich 0%. Dadurch bekam er deutlich mehr Steuern zurück, als ich hätte zurückbekommen können. Das Geld wurde aufgeteilt. Win-Win-Situation.

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Fettstoffwechselstörung (HeFH), Esstörung, Taub R, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Mikrodeletion 3p26.3, Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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