Baby GUK

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Sprachverzögerung/Sprachstörung austauschen und Erfahrungen bezüglich UK (unterstützter Kommunikation) weitergeben. Logopäden dürfen natürlich auch gerne hier Tipps geben!

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Heikem
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Baby GUK

Beitrag von Heikem »

Halllo , ihr Lieben ...

Bei meinem Enkel soll jetzt mit Baby GUK begonnen werden .
Weiss einer wo man so etwas herbekommt ?

Liebe Grüsse
Heike
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die-ottilie
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Re: Baby GUK

Beitrag von die-ottilie »

Hallo Heike...
Unsere Logopäden haben immer das hier genutzt:
https://www.ds-infocenter.de/html/guk.html

Wer beginnt die GUK mit ihm? Und wie alt ist er?

Vg Ottilie
Vorher als die_ottilie unterwegs...
Ergotherapeutin, selbst NF1 betroffen
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Heikem
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Re: Baby GUK

Beitrag von Heikem »

Hallo Ottilie,

der kleine Mann ist 18 Monate und spricht kaum.,..er brabbelt nur und hat das
die George Synndrom

Die Logopädie-Praxis ist bei meiner Tochter um die Ecke und soll ab Monatg starten .

Liebe Grüsse
Heike
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AgnesH
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Re: Baby GUK

Beitrag von AgnesH »

Hallo,

ich würde kein GUK machen, wenn es absehbar ist, dass keine lautsprachliche Sprachentwicklung entstehen könnte.
Besser DGS machen, damit ist eine vollwertige Kommunikation möglich ist.
Es sollte dann ein Muttersprachler machen, weil nicht Muttersprachler Fehler machen beim Gebärden und es falsch beibringen. Es hätte dann die Konsequenz, dass andere Gebärdennutzer dann das Kind nicht oder kaum verstehen, das kann auch frustrierend für die Entwicklung sein, falls Kind mit andere Gebärdennutzer zusammen kommt

LG
Tinka2019
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Re: Baby GUK

Beitrag von Tinka2019 »

Hallo Heike,

ich komme leider eher selten zum Schreiben hier, wollte diesmal aber Grüße an Miriam da lassen. Leider kann ich zum Thema nichts beitragen, würde mich aber freuen, wenn sie uns auf dem Laufenden hält.

Alles Gute eurer Familie. :)
Liebe Grüße
Tinka2019 (Mikroduplikation, Hb mit autistischen Zügen)
mit Tochter *08/2019 (Mikroduplikation, gB mit autistischen Zügen)
mimi.m
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Re: Baby GUK

Beitrag von mimi.m »

Hallo.

Um meinen Sohn geht es hier. Ich guck auch mal was die Logopädin hier vor Ort sagt. Ist so das Sam viel brabbelt aber kein Mama, Papa, Aua oder der gleichen.
Miriam(94) Asthma und Neurodermittis
Sohn Sam (21) DiGeorge Syndrom

Mama ,hier Heikem,(73),
Papa(57),
Saskia(96) leichtes Asthma
Tobias(99),Asthma und Neurodermittis
Matthias(05) Entwicklungsverzögert
Dominik(01)Entwicklungsrückstand, Asthma und Neurodermittis
Jan Frederik (09) massive Essstörung
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Re: Baby GUK

Beitrag von Lisaneu »

Hallo Heike!

GUK ist Gebärden-unterstützte-Kommunikation. Dabei werden neben lautsprachlichen Infos wichtige Wörter zusätzlich in Gebärdensprache dargestellt. Das macht dann Sinn, wenn das Kind normal oder zumindest ETWAS hören kann.

Denn richtige Gebärdensprachen, wie DGS, ÖGS oder ASL kann man nicht simultan übersetzen. Außerdem kann man mit GUK nicht alles ausdrücken. Daher wird GUK verwendet, wenn man davon ausgehen kann, dass das Kind (ev. mit Hörgeräten oder CIs versorgt!) gesprochene Sprache so weit verstehen kann, dass es die Grammaikregeln der Lautsprache auf natürlichem Weg erlernt.

Bei einem 18 Monate alten Baby, welches nicht komplett gehörlos ist, besteht noch große Hoffnung auf Erlernen von Lautsprache. Das ist vermutlich der Grund, warum bei deinem Enkel jetzt mit GUK begonnen wird :) .
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama ADHS (mit 49 diagnostiziert)
AgnesH
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Re: Baby GUK

Beitrag von AgnesH »

Naja, auch schwerhörige Kinder, Kinder die mit Hörgeräte oder CI in Lautsprache kommen, sollten besser DGS, ASL, ÖGS von Anfang an lernen, anstatt GUK, weil es für die Sprachentwicklung und Bildung viel besser ist.
Ein Kind, welches eine normale Entwicklung durchläuft, kann mit 18 Monate normalerweise durchaus 2 bis 3 Wort Sätze gebärden, vorausgesetzt, es erlernte direkt beim auffälligem Neugeborenenhörscreening Gebärden einer vollwertigen Gebärdensprache (kein GUK, da ist keine Grammatik vorhanden und einige Gebärden der GUK empfinden Gehörlose als beschämend).
Mittlerweile bekommen auch einige hörende Kinder Hausgebärdensprachkurse in Deutschland, welches Schwerpunktmäßig für hörbehinderte Kinder genutzt wird.
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Heikem
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Re: Baby GUK

Beitrag von Heikem »

Hallo ,

Sam hört wie ein Luchs ....Daran liegt das nicht.

Nun will die Kinderärztin FF verordnen und keine Logopädie...FF geht aber erst Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres :S ..Zusätzlich hat Sam noch Probleme beim Essen ....Wenn es nur die Sprache wäre , könnte man warten ...aber dabei nicht


Liebe Grüsse
Heike
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Lisaneu
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Re: Baby GUK

Beitrag von Lisaneu »

AgnesH hat geschrieben: 04.08.2022, 06:50 Naja, auch schwerhörige Kinder, Kinder die mit Hörgeräte oder CI in Lautsprache kommen, sollten besser DGS, ASL, ÖGS von Anfang an lernen, anstatt GUK, weil es für die Sprachentwicklung und Bildung viel besser ist.
Ein Kind, welches eine normale Entwicklung durchläuft, kann mit 18 Monate normalerweise durchaus 2 bis 3 Wort Sätze gebärden, vorausgesetzt, es erlernte direkt beim auffälligem Neugeborenenhörscreening Gebärden einer vollwertigen Gebärdensprache (kein GUK, da ist keine Grammatik vorhanden und einige Gebärden der GUK empfinden Gehörlose als beschämend).
Mittlerweile bekommen auch einige hörende Kinder Hausgebärdensprachkurse in Deutschland, welches Schwerpunktmäßig für hörbehinderte Kinder genutzt wird.
Mein komplett gehörloser Sohn ist autistisch und normal intelligent. Wir haben mit ÖGS (da wir in Österreich leben) begonnen, als er 4 Monate alt war.

Das war vor 10 Jahren. GUK kannte ich damals noch gar nicht, nur LGB (lautsprachbegleitenes Gebärden), ein Konstrukt aus echten Gebärden mit "künstlicher", deutscher Grammtik.

Mit 18 Monaten konnte mein Sohn gerade mal EINE Gebärde aktiv machen. Wie viel er passiv verstanden hat, konnten wir nicht abschätzen.

Sätze aus 2 Gebärden kamen mit 4 Jahren. Da lag sein aktiver Wortschatz bei ca. 50 Gebärden. Dafür konnte er indem Alter schon etliche geschriebene Worte lesen und auch selbst schreiben. Laut Entwicklungsdiagnostik war damals "schriftliches Deutsch" sein Hauptkommunikationskanal.

Heute ist mein Sohn 10 Jahre alt und kann ALLES in ÖGS ausdrücken. Er bekommt gebärdensprachigen Unterricht in einer Kleinklasse für gehörlose Autisten. Er ist vom Sonderschullehrplan in den Regelschullehrplan gewechselt , wo er lauter 1er und 2er im Zeugnis hat.

Was ich damit sagen will: für jedes Kind gibt es einen idealen Weg zur Kommunikation, aber der ist nicht immer der Offensichtlichste. Wir haben damals alles probiert, also Lautsprache (trotz CIs keine Chance), Gebärdensprache, schriftliches Deutsch (erstaunlich erfolgreich), und verschiedene Arten von UK (unterstützter Kommunikation (mit 1-4 Jahren extrem hilfreich). Wir haben unseren Weg durch Versuch und Irrtum gefunden.

Bei einem 18 Monate alten Baby, das ein (Rest-) Hörvermögen besitzt, lässt sich unmöglich voraussagen, wohin der Weg führt. Da ist extrem wichtig, offen und flexibel aus das einzugehen, was vom Kind selbst kommt.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama ADHS (mit 49 diagnostiziert)
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