Hüft-OP bei Zerebralparese, wohin zur Zweitmeinung

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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Maralie
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Re: Hüft-OP bei Zerebralparese, wohin zur Zweitmeinung

Beitrag von Maralie »

Guten Abend!
Mein Name ist Mara und mein Sohn wurde letztes Jahr mit 7 Jahren in Siegen durch Dr. Sippel operiert. Er hat eine beidseitige, rechts- und beinbetonte Spastik und lief vorher innenrotiert und spitzfüßig. Nur für die Optik hätten wir die OP nicht durchführen lassen und wir haben uns mit der Entscheidung sehr schwer getan. Allerdings haben sich die Hüften im Laufe seiner Entwicklung verschlechtert und es drohte die Luxation. Da mein Sohn immer sehr aktiv war und trotz der Gangstörung viel gelaufen ist, hätte das für ihn schmerzhaft und einschränkend sein können. Daher haben wir uns dann für die OP entschieden.
Dabei wurden beide Hüftköpfe rotiert und in einem anderen Winkel fixiert und beide Hüftpfannen korrigiert. Dabei war es aufgrund seiner noch offenen Wachstunsfugen möglich, beide Seiten während einer Vollnarkose zu operieren.
Nach der OP war mein Sohn 4 Wochen streng im Gipsbett, 4 Wochen ohne Belastung im Rollstuhl und dann 12 Wochen in Reha. Diese Zeit war wirklich anstrengend für alle Beteiligten. Bisher hat er seine Ausdauer noch nicht wieder vollständig erreicht.
Von daher würde ich die Indikation zur Operation genau prüfen und mir eine zweite Meinung holen.
Wir waren mit der Beratung und der Operation sehr zufrieden in Siegen.
Viele Grüße, Mara
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