Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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Sophie-11
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo,

ich wollte mal ein Update geben.

Der KJP-Termin war aus meiner Sicht nicht ganz zufriedenstellend. Das lag aber auf jeden Fall nicht (nur) an der Arztseite. Mein Sohn hat alles total relativiert, wollte nichts von den Ängsten zugeben, alles ganz unproblematisch. Das war echt eine schwierige Situation, weil ich gegen ihn reden und ihn auch teilweise "bloßstellen" musste. Ich weiß nicht, ob die Ängste und das zwanghafte Verhalten (der Begriff Zwang ist vielleicht psychologisch nicht korrekt?) ausreichend ernst genommen wurden, ich weiß aber eben auch nicht, wie ernst es im Kopf meines Sohnes wirklich ist. Jedenfalls wurde zwar Medikinet abgesetzt, dafür sollten wir es dann mit Kinecteen versuchen.

Nun neigte sich das Schuljahr aber schon dem Ende zu, Hausaufgaben gab es kaum noch, dafür Feiertage und freie Tage und ganz viel Strukturverlust. Dann noch Projekttage mit einem Hassthema-Projekt (Kunst) und einem Tanz, der auf dem Schulfest aufgeführt werden sollte - kein Wunder, dass mein Sohn extremst zu kämpfen hatte. Wie soll ich unter den Umständen die Wirkung eines Medikaments auf das Verhalten beurteilen können?

Was ich bemerkt habe, dass er anfangs ruhiger zu sein schien, also quasi die gegenteilige Reaktion als beim Medikinet. Die ersten Tag waren (für die Verhältnisse!) recht einfach mit ihm. Konzentrierter war er aber nicht, diese Wirkung konnte ich nicht beobachten. Die klassischen Nebenwirkungen wie Appetitverlust und Einschlafprobleme hatten wir wieder nicht.

Jetzt nimmt er das Kinecteen seit ca. 2 Wochen (leider mit Lücken - der Strukturverlust geht auch an uns Eltern nicht spurlos vorbei und einige Male wurde es einfach vergessen), und es ist wieder sehr schwierig. Er kann überhaupt gar nicht damit umgehen, wenn etwas nicht so läuft, wie er sich das vorstellt. Und zwar nicht nur, was ihn unmittelbar selbst betrifft; so erträgt er es z.B. gar nicht, wenn seine Schwester ihren Orangensaft in ihrem Glas mit Wasser verdünnt, weil er das so nicht mag. Was nicht ganz unter seiner Kontrolle ist, kann er nicht ertragen :( . Genau dieses Verhalten hatten wir unter Medikinet auch, wenn ich mich nicht irre. Vorher kannten wir das - zumindest in dem Ausmaß - nicht. Zumindest meine ich das so, beschwören könnte ich es nicht, denn manche Dinge fallen einem ja nicht immer auf, wenn Anderes im Vordergrund steht.

Jetzt ist halt die Frage, was wir machen sollen. Vielleicht wäre es besser, in den Sommerferien komplett aufzuhören und erst im neuen Schuljahr einen neuen Anlauf zu starten - aber dann bräuchten wir eigentlich schon eine funktionierende Strategie, dann kommt die 2. Fremdsprache noch dazu, das wird so kaum funktionieren :( . Habt Ihr noch Vorschläge?

Überforderte Grüße...
der Große *12/2007 (eher Spektrumsnah)
der Mittlere *09/2010 (ASS, ADHS, Grenzgänger)
die Kleine *02/2014 (Asperger)
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OptimisticCatharina
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von OptimisticCatharina »

Hallo Sophie,

Danke für das Update. Ich fühle mit dir. Dieses "Ist das jetzt ein Symptom, war es vorher genauso oder bilde ich mir das ein, ist das jetzt weil heute XY war,..." Hab das gerade mit unserer Großen, die seit Freitag Medikinet bekommt.

Wie hoch ist die Dosierung von Kinecteen und was hattet ihr vorher bei Medikinet Retard für eine Dosierung, wo er konzentriert war?
Bei uns war ein guter Indikator in der Freizeit/Ferienzeit, ob wir mit unserem Sohn schnell aus dem Haus kamen oder ob ewig getrödelt wurde, man ihn wieder und wieder zum Schuhe anziehen ermahnen musste und er abgelenkt war von allem. Das kannst du auch gut in den Ferien beobachten. Vor allem da die Lehrer wohl nicht so hilfreich sind, halte ich es für günstig, das in den Ferien weiterzuführen. Es geht zwar auch um die Konzentration bei Hausaufgaben, aber auch um das soziale Miteinander: Ist er innerhalb der Wirkzeit entspannter im Umgang mit seinen Geschwistern, hört er besser auf Aufforderungen, kann er bei Brettspielen mithalten, wird er oft wütend, kann er ein paar Sätze (vor)lesen, kann man ihm ein paar Sachen für den Einkaufszettel diktieren, kann er beim Kochen helfen,... Das sind so Punkte, die bei uns besser laufen und vorher schwierig waren.

Wenn ihn was aufregt, ist es dann impulsiv, z.B. plötzlich schreien, Türen knallen, auf den Tisch schlagen, Schwester schupsen und er kann das nicht unterdrücken?

Um die Medikamente im Blick zu behalten, hilft mir die App MyTherapy und so eine einfache Medikamentenbox für Montag-Sonntag aus der Apotheke.

Liebe Grüße
Catharina
Sohn, 2010: ADHS, Tics, impulsiv/aggressiv (alles gut im Griff mit Intuniv)
Tochter, 2008: ADS, sehr emotional (in Arbeit mit Agakalin + Kinecteen)
Tochter, 2010: nix
SimoneChristian
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von SimoneChristian »

Hallo Sophie,

das beschreiben ja viele Eltern mit Kindern mit ASS und ADHS.
Ist das ADHS gut therapiert, kommt oft die ASS deutlich stärker zum Vorschein.

Ihr seid ja immer noch beim Wirkstoff MPH.
Jetzt habe ich nicht auf dem Schirm, ob ihr schon mal Elvanse hattet?

So was, wie mit dem Orangensaft haben wir immer, wenn im Außen nicht genügend Struktur da ist und das Unvorhersehbare Angst macht.
Da hilft bei uns ein Kalender, in dem jede extra Aktion eingetragen wird.
Kannst du zu den Projekttagen vielleicht mehr Informationen einholen und die dann visualisieren?

Ich würde also noch nicht unbedingt aufgeben bezüglich Kinecteen.

LG
Simone
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)
SimoneChristian
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von SimoneChristian »

Hallo Sophie,

das beschreiben ja viele Eltern mit Kindern mit ASS und ADHS.
Ist das ADHS gut therapiert, kommt oft die ASS deutlich stärker zum Vorschein.

Ihr seid ja immer noch beim Wirkstoff MPH.
Jetzt habe ich nicht auf dem Schirm, ob ihr schon mal Elvanse hattet?

So was, wie mit dem Orangensaft haben wir immer, wenn im Außen nicht genügend Struktur da ist und das Unvorhersehbare Angst macht.
Da hilft bei uns ein Kalender, in dem jede extra Aktion eingetragen wird.
Kannst du zu den Projekttagen vielleicht mehr Informationen einholen und die dann visualisieren?

Ich würde also noch nicht unbedingt aufgeben bezüglich Kinecteen.

LG
Simone
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Sophie-11
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo und danke für die Antworten,

hier ist leider momentan ziemlich Chaos, da Baustelle (Hauswände werden gedämmt, Rolläden eingebaut), insofern ist es eben so schwer einzuschätzen, was ist jetzt Medikament, was einfach die äußeren Umstände.

Wir hatten bei Medikinet mit 5 mg retard angefangen, da haben wir noch nichts gemerkt; bei 10 mg war seine Konzentration deutlich besser, aber es ging schon los mit den Schwierigkeiten "drumherum"; bei 15 mg total aufgedreht, dann erfuhren wir von den Angstzuständen und brachen ab. 4 Wochen Pause, jetzt 18 mg Kinecteen. Andere Medikamente bisher nicht.

Ich kann momentan halt kaum sagen, dass sich irgendetwas an seinem Verhalten gebessert hätte. Meinem Eindruck nach sind die (wahrscheinlich dem Autismus geschuldeten) Rituale zwanghafter geworden und das Verhältnis zu den Geschwistern, vor allem der jüngeren Schwester, schlechter. Er kann sie insgesamt nicht ertragen - "sie nervt!" sagt er selber. Was mich daran erinnert, was Enalinas Sohn zu den Medikamenten gesagt hat (auf S. 2 in diesem Thread berichtet)
"Ich fühle mich gleich, aber die anderen nerven nicht mehr so!"
- also bei uns eher genau umgekehrt :?:

Vielleicht ist er insgesamt etwas ruhiger, wenn man allein mit ihm unterwegs ist, auch wenn ich mir bezüglich der Impulsivität unsicher bin, denn das war auch vorher schon nicht so schlimm.

Gestern war ich mit ihm und dem großen Bruder unterwegs, das hat gut funktioniert :D , und auch die Bauarbeiten in seinem Zimmer hat er recht gelassen hingenommen. Allerdings war ich diese Woche vor allem mit der Kleinen beschäftigt. Spannend wird die übernächste Woche, da hat er Mo-Mi an jedem Tag 1-2 Termine :shock: . Termine sind hier immer großes Drama, auch bei guter Vorbereitung.

Wenigstens haben wir nach fast 1 Jahr Wartezeit endlich einen Ergotherapieplatz. Bin gespannt, wie das wird. Mit Autismustherapie wird es ja noch dauern, erst die Verzögerungen durch das JA und dann muss da auch noch ein Platz gefunden werden :roll: .

Im nächsten Jahr werde ich vor den Sommerferien auf jeden Fall besser aufpassen müssen, wenn sich die Strukturen so auflösen. Corona hatte uns die letzten beiden Jahre da offenbar echt geholfen, dieses Jahr war ich ziemlich überrascht worden, wie schwierig es wurde, als kein wirklicher Unterricht mehr stattfand.

Ich werde mich bestimmt noch öfter melden...
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von Enalina »

Liebe Sophie,

wenn Autismus mit im Spiel ist, kann die medikamentöse Einstellung leider wirklich ein fürchterlicher Eiertanz sein. Dieses "Genvertsein" das du beschreibst hat mein Sohn auch ganz stark, wenn die Dosis/das Medikament nicht passt. Auch Situationen wie das mit dem Orangensaft kennen wir leider nur viel zu gut. Jetzt, wo die Struktur im Alltag verloren geht (die letzten Schulwochen und ab Fr Start in die Ferien) und es ständig so heiß ist kommt er mir auch wieder dünnhäutiger vor was solche Sachen angeht.

Retardiert Medikamente klappen bei uns leider überhaupt gar nicht - das ist für ihn wie eine Achterbahnfahrt. Das Einzige das bei uns klappt ist das stinknormale Ritalin kurzwirksam zweimal täglich. Und ist es nur ein bisschen zu viel, dann ist der dauergenervt von allem. In 85% der Fälle bekommen wir es aber gut hin. Dazwischen sind halt pubertätsbedingt wieder Phasen, die die ganze Dosierung übern Haufen schmeißen und wir müssen wieder mühsam justieren. Ich drück euch so fest die Daumen, dass ihr auch das Richtige findet.

Liebe Grüße
Enalina
Mama von 3 Wundern (Großsohn 2009, Asperger Autist mit ADHS und heterogener HB) Töchterlein 2012 und Kleinsöhnchen 2016)
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo,

ich wollte mal wieder ein update geben. Wir sind immer noch bei Kinecteen 18 mg morgens, und die Ferien sind bald rum (puh!). Einen positiven Effekt kann ich nicht sehen. Er ist reizbar, schreit vor allem morgens und abends extrem rum (außerhalb der Computerzeit), kommt mir sehr unausgeglichen vor. Er schläft immer noch nicht wieder alleine, ich weiß aber nicht, ob er wirklich noch Angstzustände hat oder das nur von der Erinnerung kommt und der Sorge, es könnte wieder passieren. Tagsüber streitet er alles ab, dann ist alles super und kein Problem, nur wenn es konkret wird... :roll: Ein Sprechen mit ihm darüber ist darum nicht möglich :( . Mein Mann sagt jetzt, das kam nicht vom Medikinet, wir sollen das wieder geben, damit war er tagsüber viel ausgeglichener. Für mich ist es unvorstellbar, wieder Medikinet zu geben, nachdem ich ihn so erlebt habe wie bei seiner "Beichte" :cry:

Enalina, wie habt Ihr denn herausgefunden, dass nur unretardiertes MPH bei Euch funktioniert?

Danke und liebe Grüße!
der Große *12/2007 (eher Spektrumsnah)
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von Anni7 »

Ein Problem könnte auch sein, dass deinem Sohn die Autismussymptome umso mehr auffallen, wenn er konzentrierter ist und dadurch seinen Körper und sich selbst besser wahrnehmen kann. Daraus kann auch Angst und Gereiztheit resultieren, weil ihm vielleicht jetzt das ganze Ausmaß des „anders“ seins klar wird. Gerade in der Pubertät, wenn das eigene Selbstbild eh wackelig ist, stelle ich mir das sehr schwer vor. Dazu würde auch passen, sodass er nicht wirklich darüber sprechen mag, weil er sich dann eingestehen müsste, wie weit sein Alltag auch durch den Autismus beeinflusst wird. Oft spielt dann auch eine gewisse Resignation mit, weil Medikamente bei ADHS ja erstmal eine gewisse Linderung versprechen. Stattdessen wurde aus seiner Sicht vielleicht alles schwieriger.
Das ist zumindest bei Erwachsenen mit ADHS und ASS, die medikamentös eingestellt werden, häufig ein Problem. Haben eure behandelnden Ärzte mal in die Richtung gedacht?
Liebe Grüße von Anni
Sophie-11
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo,

danke noch an Anni für Deine Einschätzung. Ein Problem ist sicherlich seine mangelnde Akzeptanz seiner Störung(en). Er will normal sein, Punkt. Er will eigentlich auch keine Therapien (egal ob Ergo- oder Autismus-), keine Medikamente etc... Bisher nimmt er es noch hin, mal sehen, wie lange. Aber von daher ist es kein Wunder, dass er anderen gegenüber alles abstreitet. Ich bin mir sehr sicher, dass das tatsächlich daran liegt, dass er es sich selbst gegenüber auch nicht eingestehen mag. Er verdrängt es, darüber sprechen würde bedeuten, darüber nachdenken müssen. Nur, wie komme ich an ihn ran? Ich möchte ihm ja helfen, er braucht Hilfe...

Die Autismustherapie wurde letztes Jahr beendet, weil die Therapeutin meinte, sie hätte mit ihm jetzt alles bearbeitet, was sie machen könne, und wir alle waren der Überzeugung, er hätte sich super gemacht. Im "Draußen" stimmt das auch. Man muss ihn schon sehr genau und lange beobachten, um ihn als auffällig wahrzunehmen, kaum jemand würde (vor allem im 1:1) bei ihm auf Autismus und ADHS tippen (die Hyperaktivität ist ja auch weitgehend weg). Wobei seine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme in der Schule natürlich schon auffallen. Früher hat er alles sofort rausgelassen, das trat dann eben vor allem im Draußen auf. Jetzt landet alles zu Hause. Besser für die Umwelt, schlechter für uns - und für ihn...

Wir haben die letzten zwei Wochen das Kincteen wieder weggelassen, weil er so angespannt wirkte und so viel rumschrie. Das ist tatsächlich wieder besser geworden, er kam uns deutlich entspannter vor. Nun hat am Mittwoch die Schule wieder angefangen (NRW), die ersten Hausaufgaben gehen wieder los, und es ist wieder das alte Problem - er kann sich nicht konzentrieren, sein Gehirn ist "zu", es ist alles unglaublich mühsam... Und mit der zweiten Fremdsprache wird es absolut nicht einfacher :( . Wehmütig denke ich daran, wie es in der kurzen Zeit mit Medikinet war... Interessanterweise waren danach die letzten Klassenarbeiten durchweg deutlich besser, obwohl er bei den Arbeiten selbst schon kein Medikinet mehr nahm. Aber es war wohl vorher viel mehr vom Stoff hängengeblieben. Dahin würde ich gerne zurück, nur nicht zum Preis der Angstzustände :( .

Sorry, ich bin wohl momentan etwas deprimiert, ich sollte lieber ins Bett :). Ende des Monats sind wir wieder bei der KJP, vielleicht finden wir ja noch einen Weg. Es ist nur soooo mühsam.

Liebe Grüße und gute Nacht!
der Große *12/2007 (eher Spektrumsnah)
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_Marta
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Re: Eigenwahrnehmung unter Medikamenteneinfluss

Beitrag von _Marta »

Liebe Sophie,

ich habe zwei Gedanken:

Zum einen: haltet durch beim Durchprobieren der Medikamente... <Daumen drücken>

Zum anderen: Dein Sohn hat Medikinet nur kurz genommen. Eventuell ist ein zweiter Versuch sinnvoll? Mein Sohn hat auch länger gebraucht, um mit den Nebenwirkungen (denn auch bei ihm gibt es einige) zurechtzukommen. Unser zweiter Medi-Versuch war Ritalin, dass hatte aber noch viel einschneidendere Nebenwirkungen bei ihm. Danach haben wir es noch einmal mit Medikinet versucht, und mein Sohn mekte dann, dass er mit diesen Nebenwirkungen doch zurecht kommen kann. Trotzdem hat es gut ein halbes Jahr gedauert, bis alles eingespielt war. Ein weiteres will er jetzt nicht mehr probieren, und ich verstehe ihn, denn auch wenn es Nebenwirkungen gibt, kann er inzwischen ganz OK damit umgehen.

Ideal wäre natürlich ein Medikament ohne Nebenwirkungen. Ich kenne es allerdings auch von mir, dass ich auch ohne den Beipackzettel zu lesen bei allem und jedem Medis auch Nebenwirkungen habe. Und wenn bei deinem Sohn dann auch noch die ASS-Probleme stärker hervortreten oder er sie überhaupt wahrnimmt, ist das natürlich schwierig. Aber vielleicht doch einen zweiten Versuch wert?

Gruß von Marta
Sohn *09/10, Frühgeburt
2018 - F90.0G, F84.1V, F82.1
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