ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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HollysAnne
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ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von HollysAnne »

Hallo,

meine Tochter (9) geht auf einer Förderschule KME gerade in die 3. Klasse. Es ist allerdings schon ihr 4. Schuljahr, weil die Schuleingangsphase auch schon 3 Jahre ging.
Sie ist die einzige in ihrer Klasse (und im ganzen Jahrgang), die nach dem Regelschulplan unterrichtet wird.
Beim Elternsprechtag am Freitag wurde mir offenbart, dass sie in Mathe ein halbes Jahr zurückliegt. :icon_pale: Die haben echt ein Talent für solche Nachrichten, wo mich erstmal ein Bus streift und ich gar nicht reagieren kann. Sie stellen als Lösung des Problems in Aussicht, dass meine Tochter entweder sitzen bleibt oder auf den LB Lehrplan gewechselt werden könnte. Den LB Lehrplan wollen sie uns schon seit Klasse 1 andrehen. Meine Tochter hat wohlbemerkt einen IQ von 124.
Sie stellen es so dar, dass meine Tochter eben sehr langsam arbeitet und dass sie schon das Volumen vom Stoff reduzieren. Ok, das ist schon so. Aber wie baut man einen solchen Rückstand auf? Ich nehme an, es wird mit Lockdown/Homeschooling zusammenhängen.
Wie ist das denn in den Regelschulen? Da wird doch im Stoff weiter gegangen. Wer es nicht verstanden hat, kriegt schlechte Noten und bleibt eventuell sitzen. Nun kriegt meine Tochter erst seit diesem Schuljahr überhaupt Noten. Im ersten Mathetest hatte sie eine 3. Das spricht jetzt erstmal nicht fürs Sitzenbleiben.
Gut, ein solcher Rückstand wird nicht aufzuholen sein.
Aber LB Lehrplan kommt nicht in die Tüte und wenn sie sitzenbleibt, ist sie schon 2 Jahre älter als die anderen in der gleichen Klassenstufe. Es ist zum Mäusemelken.
Mein Impuls wäre, Inklusion anzustreben, wenn sie schon die Klasse wiederholen muss. :icon_pirat: :?

Was sagt ihr dazu?
Viele Grüße, Anne
Anne (*83, Logopädin) mit Holly (*3/2012) Abszess zerstörte 2. HW, heute Dystrophie, beinbetonte Spastik, Skoliose,u.v.m. Fröhliche Rollipilotin und meine größte kleine Heldin, Labertasche und Dramaqueen :)
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SandyErgo
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von SandyErgo »

HollysAnne hat geschrieben: 21.11.2021, 10:55
Sie stellen es so dar, dass meine Tochter eben sehr langsam arbeitet und dass sie schon das Volumen vom Stoff reduzieren. Ok, das ist schon so. Aber wie baut man einen solchen Rückstand auf? Ich nehme an, es wird mit Lockdown/Homeschooling zusammenhängen.
Wie ist das denn in den Regelschulen? Da wird doch im Stoff weiter gegangen. Wer es nicht verstanden hat, kriegt schlechte Noten und bleibt eventuell sitzen. Nun kriegt meine Tochter erst seit diesem Schuljahr überhaupt Noten. Im ersten Mathetest hatte sie eine 3. Das spricht jetzt erstmal nicht fürs Sitzenbleiben.
Gut, ein solcher Rückstand wird nicht aufzuholen sein.
Aber LB Lehrplan kommt nicht in die Tüte und wenn sie sitzenbleibt, ist sie schon 2 Jahre älter als die anderen in der gleichen Klassenstufe. Es ist zum Mäusemelken.
Hi!

An den Regelschulen ist es wirklich so - dass weitergegangen wird im Stoff - und wer nicht mitkommt, hat eben Pech gehabt.

Im Homeschooling lief es je nach Schule unterschiedlich - mal wurde mehr nur wiederholt und oftmals, wenn weiter - eher kleinschrittig.
Je nachdem - wie die Mehrheit der Klasse allein zurechtgekommen ist > wurde nach Neustart nochmal wieder gefestigt, oder aber doch im.Stoff weitergegangen.
Aber auch da war der Fall - wer gar nichts gemacht hat bzw. keine Rückmeldung bei Schwierigkeiten gegeben hat - hatte Pech.
Es gab wohl auch einiges an Wiederholung (bzw. dieses Jahr auch viele Kids, die hier trotz Gym-Empfehlung auf die Oberschule gewechselt sind - nach Klasse 4).


Ich glaube - bei euch ist der Punkt - dass allein eure Tochter per Regelplan unterrichtet wird (richtig?) - und es so keinen Vergleichsschüler gibt. Man hat den Plan auf eure Tochter angepasst - was aber aufgrund der Langsamkeit des Bearbeitens (trotz Volumenstreichung) zum Rückstand geführt hat.
Es wäre natürlich auch mgl gewesen - flott durchzugehen > nur dann hätte deine Tochter u.U. noch weniger gelernt.

Bezüglich deiner Frage:
Hier würde, sowohl an einer Regelschule, bzw. auch an einer Förderschule L ein Kind die Klasse wiederholen - weil der Rückstand kaum aufholbar ist. Bzw. würde ein Kind der Regelschule, wenn es in mehreren Fächern ähnliche Probleme hat, dann wohl zur Förderschule L wechseln.
Deine Tochter ist ja nun die einzige in der Klasse mit Regelplan. Im Plan weiterarbeiten - an dem Punkt, wo sie steht, wäre theoretisch mgl (den Auslassen ganzercThemen ist nicht mgl, weil das ja meist Grundlagen für späteres sind. ) >> aber: das würde die Diskrepanz ja noch vergrößern, so dass Ende der 4. Klasse der Rückstand noch größer wäre - was beim Übertritt in die Sek1 zum Problem wird.
Sitzenbleiben, würde zwar das Problem lösen, dass sie in dem Jahr den Reststoff aufholen könnte und evtl . den der 4. vorarbeiten. Aber: zum einen ist das Problem dann mit dem Alter. Und - es wird in den nächsten Schuljahren nicht leichter/langsamer - und das Problem wird immer wieder und verstärkter auftreten - und man kann ja nicht jedes Schuljahr deswegen wiederholen.
Förderschule L (bzw. Lehrplan der FS L) - schließt du ja aus. Ist bei dem IQ ja eigentlich auch nicht optimal.
Die Frage ist aber - bestehen die Probleme nur bei Mathematik oder auch in anderen Fächern > das das Wissen da ist, sie es nur nicht so schnell reproduzieren kann? Dann wäre evtl. Inklusion wirklich das richtige. Weil dann individuell auf sie eingegangen werden kann - sie zeigen kann, was sie kann > aber eben in ihrem Tempo ohne Druck.

LG
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung, Hämochromatose (homozygot C282T im HFE-Gen)
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache, Asthma bronchiale
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von SimoneChristian »

Hallo.
Was rechnet sie denn so mündlich zu Hause?
Wie läuft es in den Grundrechenarten?
Wie viele Wiederholungen braucht sie, um die neue Methode umzusetzen?
Welche Anpassungen braucht deine Tochter in Geometrie?
Hat deine Tochter aktuell ein Mathe-Buch? Wenn ja, welches?
Ist Multiplikation und Division schon eingeführt?
Wie sieht es denn in den anderen Fächern aus? Besonders in Deutsch?

Ich persönlich finde im Grundschul-Lehrplan ein halbes Jahr nicht das Problem, wenn ein gutes Verständnis für Mathe da ist, weil im Reglelehrplan ein sogenanntes Spiral-Curriculum zum Einsatz kommt.
Seit Klasse 1 werden jedes Schuljahr wieder die gleichen Aufgabentypen angeboten und nur der Zahlenraum erweitert.
1x1 wurde in Klasse 2 eingeführt. In der 3. Klasse ging es dann mit halbschriftlicher Multiplikation los.
Bis jetzt in der 4. Klasse wurde nur wiederholt in größerem Zahlenraum.
In Geometrie ging es in Klasse 3 um Quadrat, Rechteck etc. inkl. rechtem Winkel.
Dazu kommt noch Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Bei der Inklusion möchte ich einwerfen, dass evtl das Problem des langsamen Arbeitens noch größer wird, weil das Mathe-Buch einfach x Aufgaben z.B. Addition vorsieht und der Lehrer wahrscheinlich auf Erledigung besteht.

LG
Simone
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atypischer Autismus (Diagnose 07/15)
HollysAnne
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von HollysAnne »

Hallo Sandy,
SandyErgo hat geschrieben: 21.11.2021, 12:16 Ich glaube - bei euch ist der Punkt - dass allein eure Tochter per Regelplan unterrichtet wird (richtig?) - und es so keinen Vergleichsschüler gibt. Man hat den Plan auf eure Tochter angepasst - was aber aufgrund der Langsamkeit des Bearbeitens (trotz Volumenstreichung) zum Rückstand geführt hat.
Es wäre natürlich auch mgl gewesen - flott durchzugehen > nur dann hätte deine Tochter u.U. noch weniger gelernt.

Ganz genau. Plus Lockdown/Homeschooling. In Deutsch ist sie wohl mit ihrer Lerngruppe (ein Jahr höher, die den Stoff der 3. Klasse machen) nur ein paar Wochen hinterher.
Da sehe ich aber, dass es nicht so sein müsste. Da hängen sie noch in der Wiederholung von der 2. Klasse, was Pipifax ist. Zum Schreiben hat sie mittlerweile auch eine Tastatur, so geht es schneller. Perspektivisch wird es wohl auch irgendwann eine Diktiersoftware werden. Wenn das Schreiben weg wäre und es nur um das reine Verstehen geht, wäre sie gar nicht langsam. Und wenn Mathe, aufgrund der körperlichen Einschränkung, ein Problem bleibt, muss sie da vielleicht mehr Zeit rein investieren, aber es kann ihr doch nicht die ganze Bildung runter ziehen bis aufs LB Niveau.
Die Crux ist auch, dass sie mit Abstand die schwerste körperliche Behinderung hat in der Klasse/im Jahrgang. Das hat mit Spastik zu tun, mit Hypotonie, Elektrorollstuhl, Pflegebett, Kathetern im Liegen,... Daher kam Inklusion für mich gar nicht in Frage, als sie eingeschult wurde. Mittlerweile ist sie stabiler, könnte - glaube ich - einen Schultag bis Mittag ohne Liegepause durchhalten. Der neue E-Rolli wird eine Liege-/Kippfunktion haben. Da müsste schonmal das Pflegebett nicht in der Klasse stehen.
Du siehst schon, wie ich zur Inklusion tendiere. Es bleibt spannend.

Viele Grüße, Anne
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HollysAnne
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von HollysAnne »

Hallo Simone,

Multiplikation und Division rechnet sie auch mündlich zu Hause.
Plus und Minus so lala, sie zählt immernoch leise. Strategien nutzt sie nicht.
Geometrie war noch gar nicht so richtig dran. Dafür wurde gerade die Uhr/Kalender eingeführt. Hefte der 2. Klasse.
Wieviel Wiederholungen kann ich nicht einschätzen. Aber ich muss schon immer wieder an die Regeln erinnern.
Gerade waren wieder Minus-Aufgaben dabei, da wollte sie das Größere vom Kleineren abziehen, hatte aber die richtige Differenz raus.
Bei der Uhr klemmt es am nach und vor. Sie sieht den Minutenzeiger auf 40 nach, sagt aber erstmal 40 vor. Solche Sachen. Von daher hätte ich auch gegen x Aufgaben zu einem Thema nix. Es hat ja seinen Sinn, dass das so reingeprügelt wird.
Deutsch packt sie. Von Englisch höre ich fast nichts. Sachkunde schüttelt sie aus dem Ärmel, weil die das als Klasse auf LB Niveau vermittelt kriegen.

LG Anne
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Lisa Maier
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von Lisa Maier »

Hallo Anne,

Ich erinnere mich an einen Threat von Dir, wo Deine Tochter ewig und drei Tage auf das Vermitteln des normalen Schulstoffs warten mußte. DA kommt so ein Rückstand her! Und ein halbes Jahr Mathe in der Grundschule ist aufholbar. Wenn die Lehrer nicht dazu in der Lage sind, dann erkläre Du es ihr. Ich fehlte in der dritten Klasse über 30 Wochen. Das, was da in Mathematik durchgenommen wurde, hat mir meine Mutter mit 8 Jahren Volksschule in kürzester Zeit beigebracht. Ein Bekannter, der Abklärungen machte, sagte mal daß in den meisten KB-Schulen ein geistig fittes Kind nichts verloren hätte - aus den entsprechenden Gründen. Es fehlt
ihr ja auch die Lerngruppe auf ihrem Niveau. Rein körperliche Gründe dürfen nich zum Problem werden. Im Zweifelsfall sollen sie mit Schreibhilfe arbeiten. Ich kenne eine Frau, die mit einem Buchstabierbrett und Schreibassistenz ein ganzes naturwissenschaftliches Studium bewältigt hat.
Wiederholung mit Inklusion und im Zweifelsfall für die weiterführende Schule nach Neckargemünd.
Lasse Dich bloß nicht auf L ein. Mit der Behinderung braucht sie einen hochwertigen Schulabschluß.

Viele Grüße

Lisa
steffimoppel
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von steffimoppel »

Hallo,
viele Kinder arbeiten in der Schule in Mathe mit der Anton App. Da bekommt man einen kostenlosen Zugang über die Schule, gerade wegen Corona haben alle Berliner Kinder kostenlose Zugänge erhalten. Dort kann man die einzelnen Themengebiete gut selbständig bearbeiten und den Kinder macht es Spaß, weil sie nicht schreiben müssen.
Ich würde in der Schule nachfragen, in welchen Themengebieten sie genau Probleme hat, am besten sollen sie Dir das schriftlich geben. Und dann würde ich nach der Anton App oder einer vergleichbaren App fragen, damit Dein Kind den Stoff aufholen kann. Ein schlaues Kind kann das aufholen. Mein Kind würde irre werden, wenn es den ganzen Mist nochmal wiederholen müsste beim Sitzenbleiben und die Lust auf Schule komplett verlieren.
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von IrisB »

Ich würde nicht zustimmen, dass man ein halbes Jahr Grundschulmathe nicht aufholen kann. Wenn Du sagst, dass sie noch keine/wenig Strategien verwendet und noch mitzählt, würde ich denken, dass ihr Mengenverständnis nicht weit genug ist. Meinem älteren Sohn ging da so, er war in Mathe jahrelang hintendran, die modernen Unterrichtsmethoden haben ihn in den ersten Schuljahren maximal verwirrt (viel zu bunt und vielfäligt, er hätte sture Übungen gebraucht). Bruchrechnen hat er dann überhaupt nicht verstanden, etc. Mit 14/15 (da, wo in der Schule das Rechnen aufhört und die eigentliche Mathematik anfängt) hat sich das schlagartig geändert und jetzt steuert er aufs Abi zu und Mathe ist eins seiner stärksten Fächer. Mir selbst ging das auch so - ich erinnere mich noch, wie ich in der 9. Klasse meine Lücken aufgearbeitet hab' und gerade Bruchrechnen, was ich nie auch nur ansatzweise kapiert hatte, an einem Nachmittag durchgelesen und verstanden hatte; ich hab' den Eindruck, wir haben schlichtweg Hirne, in denen die matherelevanten Areale langsamer reifen als die Lehrpläne das vorsehen. Und da es bei Mathe nur dann um zeitfressendes Lernen und Üben geht, wenn man es nicht richtig verstanden hat, umgekehrt aber, wenn man es versteht, viel Stoff schnell angeeignet werden kann, wäre Mathe, wenn das das Fach mit den größten Problemen ist, nun kein Wiederholgrund. Ich würde auch von der Schule wissen wollen, was genau der Grund für die Langsamkeit ist.
Iris mit Johannes (Herbst 2003), Asperger Syndrom, und Konstantin (Frühling 2006), HFA
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yael1004
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von yael1004 »

Hallo,
Mein Kind war als Asperger Kind in einer Körperbehinderten Schule ( der kleinen Klassen wegen). Er hat nach der ersten Klasse ein Jahr übersprungen. Das dritte Schuljahr auch super gepackt. Dann kam ein Lehrerwechsel und man hat mir in der vierten Klasse beim Halbjahres Gespräch mitgeteilt, dass mit ihm kein Lehrgespräch möglich sei, er noch nicht Dividieren könne und man nicht wissen, wie man ihm das alles bei bringen solle, da er dem Unterricht nicht folgen könne.Man wolle ihn deshalb auch keine Klassenarbeiten schreiben lassen.
Ich war total schockiert..Dann hab ich mich daheim mit ihm hin gesetzt und ihm Dividieren und den restlichen Mathestoff selbst beigebracht.
Jetzt ist er im Gymnasium und ein Einser Schüler.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Rückstand bei denem Kind mit einem IQ von 124 wirklich nur an deinem Kind liegt. Manchmal sind es ganz einfach auch die Lehrer, die es einfach nicht packen.

Liebe Grüße
Yael
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Anjali
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Re: ein halbes Jahr Rückstand in Mathe

Beitrag von Anjali »

Hallo,

bitte nicht falsch verstehen, aber ich kann mir gar nicht so richtig vorstellen, wie es passieren kann, dass man nicht mitbekommt, dass das Kind im Schulstoff ein halbes Jahr hinterherhinkt.
Ggf. hast Du dich zu wenig „eingemischt“ und zu sehr auf die Lehrer verlassen?
Ist jetzt nicht als Vorwurf gemeint, sondern als möglicher Lösungsansatz.

Hat deine Tochter kein Mathebuch?
Ein Mathebuch würde bezüglich des Regel-Schulstoffes Orientierung geben können.
Ich würde wohl selbst den fehlenden Stoff aufarbeiten wollen oder ggf. Nachhilfe organisieren.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (19 Jahre / Asperger-Autist)
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