Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Werner I
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Re: Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Beitrag von Werner I »

JanaSnow hat geschrieben: 12.11.2021, 12:01 (...)
Könntet Ihr Euch vorstellen, die große Tochter zumindest vorübergehend in Eurem Schlafzimmer mit unterzubringen, damit sie nachts zu ihrem Schlaf kommt.
(...)
Hallo Jeany,
ich dachte ähnlich.
Gibt es irgendwie bei euch eine Möglichkeit, die beiden Kinder beim Schlafen zu trennen?
Dazu muss man vielleicht "um 5 Ecken denken" und weg von der typischen Wohungseinteilung "Wohnzimmer-Schlafzimmer-Kinderzimmer".
Müsste ja nur irgendwo eine Schlafmöglichkeit sein.

Wünsch dir viel Kraft!
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Jeany82
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Re: Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Beitrag von Jeany82 »

Hallo zusammen,

ich wollte mal ein Update geben. Es ist noch schlimmer geworden mit dem Schlafen, jetzt sind wir bei 4:30 Uhr auch ohne Mittagsschlaf (sie hat am Wochenende keinen gemacht). Das Slenyto haben wir wieder auf 2mg reduziert, weil sie unglaublich aggressiv wurde die letzten Tage und das ja als Nebenwirkung aufgeführt ist. Und länger geschlafen hat sie dadurch auch nicht. Mein Mann hat jetzt ein paar mal Melatonin probiert, meint aber es wirkt nicht bei ihm. Dafür sind wir beide sehr früh ins Bett gegangen, wodurch wir es irgendwie überstanden haben. Schon seltsam, wie man mit so wenig Schlaf auskommen kann als Kind. Heute hat sie sogar versucht, neben mir wieder einzuschlafen, aber hat sich nur hin und her gewälzt. :-(

Ist das vielleicht ein allgemeines Symptom bei hyperkinetischen Störungen, dass Kinder wenig schlafen?

Danke übrigens an alle, die mir aufmunternde PNs geschickt haben, leider kann ich nicht antworten, da alles im Postausgang hängen bleibt :-(
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Re: Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Beitrag von Anjali »

Hallo,

verstehe ich es richtig, dass eure Tochter am WE keinen Mittagsschlaf gemacht hat, unter der Woche aber schon?
Falls ja, dann würde ich daraus noch keine endgültigen Rückschlüssen ziehen wollen.
Eine Umstellung der Schlafgewohnheiten braucht ihre Zeit und Kontinuität und kann sich erst einmal paradox auswirken. Kontinuität wäre wohl die wichtigste Voraussetzung.
D.h., es wird wohl nichts bringen, den Mittagsschlaf nur am WE ausfallen zu lassen.

(PN bleiben so lange im Postausgang, bis sie vom Empfänger gelesen werden.)
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (19 Jahre / Asperger-Autist)
Jeany82
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Re: Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Beitrag von Jeany82 »

Anjali hat geschrieben: 23.11.2021, 14:41

(PN bleiben so lange im Postausgang, bis sie vom Empfänger gelesen werden.)
Ah danke, gut zu wissen! 😅

Es stimmt, dass sie unter der Woche noch Mittagschlaf macht in der Kita. Da muss ich noch eine Gelegenheit abpassen und das mal ansprechen.

Was mich nur wundert, früher hat sie aufgrund des fehlenden Mittagsschlaf am Wochenende immer 1 -2 Stunden länger geschlafen.
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Re: Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Beitrag von Lisaneu »

Der Schlafrhytmus muss sich nach jeder Veränderung erst einpendeln. Das dauert ab der Umstellung ca. 2 Wochen. Wenn ihr also 2 Wochen den Mittagsschlaf ausfallen lasst sollte ein neuer Rhytmus gefunden sein. Nur am WE keinen Mittagsschlaf bringt ja noch mehr Durcheinander rein.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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Re: Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Beitrag von Simone 0 »

Hallo,

Wenn Sie um 20 Uhr ins Bett geht schläft sie ja 9 Stunden, es gibt viele Kinder denen das ausreicht. Ihr habt im Prinzip 2 Möglichkeiten: entweder sie geht eine Stunde später schlafen oder Dein Mann passt sich ihrem Schlafrhytmus an. 9 Stunden werden ihm sicher reichen, nach einem anstrengenden Tag wird er schon müde sein, abends noch ne Runde um den Block laufen dann klappt das schon mit dem einschlafen.

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg.

LG
Simone
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Anjali
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Re: Zu kurzer Schlaf - alle leiden extrem darunter

Beitrag von Anjali »

...guten Morgen,

Dein Mann macht ja auch “Mittagsschlaf“ oder?
(Er verschlafe den halben Tag, laut Eingangsbeitrag)
Den „Mittagsschlaf“ müsste auch er konsequent ausfallen lassen, dann würde es vielleicht auch besser mit dem abendlichen Einschlafen klappen.

Ums Früher-ins-Bett-Gehen wird dein Mann auf Dauer nicht herum kommen.
Ich weiß, das klingt alles nicht dolle, wenn man als Gewohnte Nachteule abends schon um 10Uhr oder 11 Uhr ins Bett muss, damit man den nächsten Tag übersteht.
Aber das geht vielen Arbeitnehmern ähnlich.

Mein Tag beginnt um 6:30Uhr, um 10Uhr abends bin ich daher schon relativ müde. Ich habe einen Fernseher im Schlafzimmer, beim Fernsehen kann ich mich so prima entspannen, dass ich meist vor Ende der Sendung einschlafe.

Da dein Mann Depressionen hat, halte ich es (als Laie) auch aus diesem Grund für ihn wichtig, Struktur in den Tag zu bekommen und nicht den halben Tag zu verschlafen.

Alles Gute
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (19 Jahre / Asperger-Autist)
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