Pflegegeldantrag abgeschickt - was nun?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Raffaela
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 11.08.2004, 20:24
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Pflegegeldantrag abgeschickt - was nun?

Beitragvon Raffaela » 18.01.2005, 21:24

Hallo ich habe für meinen Sohn einen Pflegeggeldantrag abgeschickt,was kommt jetzt auf mich zu,das füttern ist eigentlich wie bei einem normalen Kind,waschen und vorallem baden,ist schon schwieriger,ich muß ihn ja wie einen Säugling baden,man kann ihn nicht in die Wanne stzen denn er läßt sich nach hinten,vorne seite fallen,was gerade passend für ihn ist,habe mal einen Wannenring ausprobiert,aber er will ja nicht sitzen,alleine trinken kann er nicht,wickeln auch normal,´das schwerste bei Giuliano ist eigentlich die ständige rumtragerei,aber gilt das,wenn man Giuliano irgendwo hinsetzt schreit er ,läßt sich einfach nach hinten fallen,eigentlich ist er nur ruhig,wenn man ihn ruträgt,und ihn ununterbrochen beschäftigt,wenn man nicht mit ihm redet,klar denkt er man wäre weg,Giuliano hat auch(ungeklärte)Allergie,bekommt Medikamente,und er hat Neurodermitis,ich muß ihnständig eincremen teilweise auch Verbände anlege,da er sich alles blutig kratzt.
Und was ist mit Krankengymnastik,er bekommt zwei verschiedene Krankengymnastken,Frühförderung(wir fahren dort hin),ab Februar auch in die Schreiambulanz sowie kinderpsychatrie(wegen seiner dauernder Schreierei)die auch nachts heftig sind,man braucht Stunden ihn zu beruhigen.Wie schreibt man ein Pflegetagebuch?
Raffaela
Giuliano-Domenico,geb.07.12.2003,
Mikrophthalmie,Hornhauttrübung,Glaukom,Linsenfehlbildung,Aniridie.

Werbung
 
Benutzeravatar
Thomas
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 6898
Registriert: 20.03.2004, 16:00
Wohnort: Menden-Lendringsen
Kontaktdaten:

Beitragvon Thomas » 18.01.2005, 23:41

Hallo Raffaela,

schau mal hier:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic412.html

Da findest du schon einige Infos und auch ein Pflegetagebuch zum runterladen.
Ansonsten schau einfach mal in die anderen Beiträge zum Thema Pflegegeld / Pflegestufe hier im Forum.


Schönen Gruß
Thomas
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder

Bea F.
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1198
Registriert: 04.01.2005, 17:33
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Beitragvon Bea F. » 19.01.2005, 09:22

Hallo Raffaela,

Du kannst bei Deiner KK nachfragen, ob Du dort ein Pflegetagebuch bekommst. Wie alt ist denn Giuliano?
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß das Gutachten abhängig vom Arzt ist, der Dich dann zur Begutachtung besucht. Bestehe darauf, daß ein Kinderarzt kommt - ich habe bei der ersten Gutachterin das Gefühl gehabt, daß sie sich weder mit dem Krankheitsbild auseinandergesetzt hat, noch auf Kinder spezialisiert war ! Nach meinem Widerspruch kam dann eine Kinderärztin, die sehr viel einfühlsamer und verständnisvoller war! Wenn Du jemanden von einem Pflegedienst kennst, lass ihn bei der Begutachtung dabei sein!
Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du gerne mailen!

Liebe Grüße

Bea

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 19.01.2005, 11:25

Hallo Raffaela,
ich habe Anfang 12/04 einen Pflegeantrag gestellt und jetzt Pflegestufe 1 genehmigt bekommen. HAbe weder ein Pflegetagebuch gestellt noch sonst irgendwelche "Vorbereitungen" getroffen. Liegt vielleicht auch daran, dass Maya erst 1 Jahr alt ist.
Zu uns kam eine Dame vom MDK (kein ARZT, sondern eine gelernte K-Schwester). Irgendwie konnte ich sie garnicht einschätzen, zum einen fand ich sie sehr sehr nett, zum anderen echt - berufilch gesehen - perfekt!!! Ich hatte keinen blassen Schimmer, wie dieses Gespräch endet. Letztendlich meinte sie, dass alle Kinder in diesem Alter noch eine gewisse Pflege brauchen, und die Zeit, die ich mehr für Maya aufwenden muss, reicth in dieser Tabelle, die Maß aller Dinge ist, wahrscheinlich noch nicht aus. (Maya braucht lange zum essen, Essen muss pürriert werden, verschluckt sich ständig, hat keine Kopfkontrolle, muss auch überall hin getragen werden, kann nicht krabbeln, sich nicht richtig drehen, usw). Kurz bevor sie gegangen ist, haben wir Maya auf ein Kissen gelegt. Sie fragte gleich nach dem WARUM (Hochlagerung?). Durch den Reflux müssen wir dies halt auch noch tun.
Zum guten SChluss haben wir gerade so ( :wink: ) die Pflegestufe 1 bekommen.

Zur Vorbereitung vielleicht eine Kleinigkeit: halte alle Briefe (zumindest die aktuellsten) in KOpie bereit (schindet ein bisschen Eindruck und es ist für den MDK einfacher für die Bearbeitung :D :D :D )
Alles Gute Myri

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 19.01.2005, 11:26

.... der Besuch geht ca. 1/2 Stunde und mach dich nicht verrückt!!!!

NadineStoerk
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 307
Registriert: 25.10.2004, 12:52

Beitragvon NadineStoerk » 19.01.2005, 14:39

Hallo Raffaela,
also wir haben für beide kinder Pflegestufen zwei bekommen, auch ohne Pflegetagebuch, denn wann soll man das denn noch schreibe? Das habe ich denen auch gesagt, wer Pflegebedürftige Kinder hat, hat schließlich schon genug zu tun oder nicht! Wir haben auch gleich vom MDK gesagt bekommen, das wir einige Hilfsmittel benötigen, z. b. Therapiestuhkl, Badewannenliege, Sitzschale etc. das hat die Dame dann gleich an die Krankenkasse weitergegeben und wir bekamen eine Bewilligung! Heute haben wir alle nötigen Hilfsmittel und sind sehr dankbar!
Natürlich werden auch bei usneren Kids die Trage und Wegezeiten mitgerechnet, beide können nicht laufen der große ist vier und der kleine 1 1/4 Jahre!
Lieben gruß Nadine mit Family
Liebe Grüße Nadine mit Joschua 29 SSW & Rafael 28 SSW(BNS-Epilepsie)

Benutzeravatar
Isolde
Moderator
Moderator
Beiträge: 37544
Registriert: 19.09.2004, 21:41
Wohnort: Kraichgau / vorh. Saarland + München

Beitragvon Isolde » 19.01.2005, 15:15

Hallo Raffaela,
hallo Nadine, hallo Myriam!

also - ich würde in jedem Falle schriftlich die Dinge festhalten.
Während ich an dem Kind meine Arbeiten verrichte, schaue ich auf die Uhr und schreibe die Zeiten auf. Es ist eh doch jeden Tag der gleiche Rhythmus.
Wichtig ist es in jedem Fall bei kleinen Kindern, deren Behinderung nicht auf Anhieb zu erkennen ist, die motorisch schon recht fit sind - aber trotzdem einen riesigen Aufwand benötigen.

Es kommt eben darauf an - wer kommt zur Begutachtung.
Übrigens - in den seltensten Fällen kommt wirklich ein Arzt, eher die besagten Krankenschwestern, die dann so eine Menge Formulare auszufüllen haben, dass es denen eigentlich davor total kraust, d.h. manche sind auch recht ungehalten, aber eher wegen der Formulare - 15 Seiten langen da nicht. Und so haben die 10 Begutachtungen am Tag und 10x die gleichen Formulare und das Tag für Tag - auch langweilig.
Und welcher Arzt füllt dieses alles schon selber aus :roll: :?:

Ich bin aus meiner Erfahrung der Meinung, je sicherer ich selber auftrete (mit dem Pflegetagebuch, oder div. schriftl. Aufzeichnungen), desto weniger können mir die Begutachter entgegenschmettern.
Es ist meine Erfahrung.
Aber ich freue mich für jeden, der da ohne ein Problem, und ohne ein Tagebuch direkt an die Einstufung gelangt ist.
Jedoch die Regel ist es sicher nicht.
Also - vorbereiten ist in jedem Falle sicherer.

Und 1/2 - 3/4 Std. später ist alles vorbei - hört sich meist immer schlimmer an, als es tatsächlich ist.

Also, nur Mut - und vorallem keine Unsicherheit zeigen oder totale Nervosität.

Lieben Gruß
Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

Jonathans CFC-Syndrom + Unsere Vorstellung + https://www.facebook.com/CfcAngelDeutschland

Werbung
 
Heike
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 52
Registriert: 28.03.2004, 22:41
Wohnort: Mittenaar
Kontaktdaten:

Beitragvon Heike » 19.01.2005, 20:06

Hallo Raffaela,

wir hatten gestern Besuch von einer Dame vom MDK (Wiederholungsgutachten war fällig). Bisher hatten wir immer Glück mit den Menschen, die uns geschickt wurden - sehr nett und meinem Eindruck nach auch kompetent. Die Einstufungen fand ich bisher auch immer angemessen; wir mussten noch keinen Widerspruch einlegen.

Ich habe noch nie ein Pflegetagebuch geführt - nach mehreren vergeblichen Anläufen habe ich es aufgegeben und habe das der Dame gestern auch so gesagt. Wie soll das gehen - Zettel und Stift in der einen Hand, Kind im anderen Arm, dabei aus der Küche ins Kinderzimmer sprinten, wo sich Kind Nummer 2 gerade weh getan hat oder mit Kind Nummer 3 in die Wolle geraten ist und beide brüllen? So war das irgendwie ständig, zum vernünftigen Tagebuchführen bin ich nie gekommen.

Statt dessen habe ich mich abends, während alle Kinder friedlich schliefen, an den PC gesetzt und anhand der Pflegetagebuchvordrucke aufgeschrieben, was Jonas kann und was nicht, welche Hilfe er benötigt und was er allein kann, welche Therapien er wie oft macht, wie viel Zeit wir für die Fahrt und für die Therapien selbst benötigen, dazu alle Arzt- und Hilfsmittelversorgungstermine des letzten Jahres. Das hat der Dame gestern vollauf gereicht - sie war aber auch sichtlich froh, dass ich das alles aufgeschrieben habe und sie somit etwas in der Hand hatte. Aktuelle Arztberichte habe ich auch dazugelegt. Eine volle Stunde war sie trotzdem da, hat Jonas ein bisschen untersucht und befragt, hat sein Bett, seinen Rolli, sein Therapierad und seinen Reha-Jogger angesehen und mich ausgefragt.

Bei dir halte ich es für wichtig, dass du deutlich schilderst, was nachts abgeht. Das ist ein wesentlicher Punkt, denn üblicherweise schlafen Kinder in dem Alter durch, benötigen zumindest keine "stundenlange" Beruhigung, wie du schreibst. Das Eincremen halte ich auch für wichtig, genauso das Füttern.

Mir hat es Sicherheit gegeben, das alles aufzuschreiben - was anderes habe ich auch nicht erzählt. Aufgeregt war ich (obwohl es das dritte Mal war) vorher gewaltig, aber als die Frau vor der Tür stand, war die Aufregung verflogen.

Ich drück dir die Daumen - das klappt schon!

Liebe Grüße

Heike
mit Carla, Jonas und Simon (*11/1998)

********************************
Vergleiche nie ein Kind,
es sei denn mit sich selbst.
J.-U. Rogge


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Daniel7005 und 2 Gäste