Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Juditha 90
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Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Juditha 90 »

Hallo liebe Forenmitglieder,
heute habe ich endlich den Weg zu Euch gefunden und möchte uns kurz vorstellen.
Ich weiß gar nicht so genau, ob ich hier richtig bin, aber vielleicht könnt Ihr mir das ja sagen...

Mein Sohn ist vor ein paar Wochen 1 Jahr alt geworden.
Er ist 34+4 geboren, also ein spätfrühchen, leider per notsectio aufgrund fehlender Herztöne. Er ist also ein Asphyxie-Kind. Direkt nach der Geburt wurde er reanimiert, wie lange weiß ich gar nicht, der APGAR-wert lag bei 1/2/2, der Nabelschnur-ph bei 6,7.
Anschließend wurde er in einem individuellen Heilversuch der Hypothermiebehandlung unterzogen und lag 2 wochen auf der Intensivstation.

Anfangs haben uns die Ärzte ganz wenig Hoffnung gemacht, dass er jemals lernen wird, selbstständig zu trinken, das hat er allerdings noch auf der Intensivstation erledigt. Auch bezüglich seiner weiteren Entwicklung hat man uns zu Beginn nur wenig Hoffnung gemacht, bzw. uns immer wieder gesagt, dass es eigentlich keine Möglichkeit gibt, eine sichere Prognose zu stellen. Nach zwei Wochen wurden wir nach Hause entlassen und seitdem gibt es nur Positives zu berichten.
Seine Entwicklung ist zur Zeit altersgemäß.
Er bekommt nach wie vor Physiotherapie nach Bobath, wobei unser Kinderarzt das demnächst einstellen möchte, da es nichts mehr gibt, woran gearbeitet werden könnte.

Der Grund, warum ich mich nun doch entschieden habe, mich hier anzumelden, ist ein anderer.

Seit er auf der Welt ist, macht sein Darm große Probleme und er leidet immer wieder unter starken Verstopfungen, sodass wir schon mehrmals stationär im Krankenhaus waren.
Leider konnte man bisher immer nur symptomatisch behandeln, das heißt er bekommt von Geburt an Abführmittel, die mal mehr mal weniger gut helfen, aber es wurde nie eine Ursache gefunden und ich bin wirklich am Ende mit meinem Latein und frage mich, ob das eventuell doch mit seinem Start zu tun haben könnte...

Ich hoffe es gibt Eltern unter Euch, die mir und uns ein wenig weiter helfen können.

Und ich hoffe, dass wir mit einem Kind, was bisher nur sehr wenig handicap mitbringt, bei Euch willkommen sind...

Ganz liebe Grüße
Juditha
Juditha mit kleinem großem Wunder *2020, 34+4, perinatale Asphyxie nach vorzeitiger Plazentalösung, bisher altersgemäße Entwicklung
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Jörg75
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Jörg75 »

Hallo Juditha,

herzlich Willkommen hier und herzlichen Glückwunsch zu eurem Sohn, der sich nach dem Start ins Leben toll entwickelt hat.

Selbstverständlich bist du auch mit "nur chronischer Verstopfung" hier richtig - ich wünsche Euch, dass ihr hier Ideen und Hilfen findet.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

Unsere Vorstellung
Juditha 90
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Juditha 90 »

Oh vielen Dank!
Das beruhigt mich total, dass wir hier richtig sind, denn irgendwie gehören wir nirgendwo so richtig hin.
Er ist nicht richtig gehandicapt und aber auch nicht ganz gesund...

Ich freue mich auf den Austausch und hoffe sehr, auf ein paar neue Ideen, auf die wir noch nicht gekommen sind.

Liebe grüße
Und Danke für die superschnelle Antwort!!!
Juditha mit kleinem großem Wunder *2020, 34+4, perinatale Asphyxie nach vorzeitiger Plazentalösung, bisher altersgemäße Entwicklung
Stina2004
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Stina2004 »

Hallo und herzlich Willkommen!
Wir haben seit der ebenfalls zu frühen Geburt in der 33.SSW ebenfalls Probleme mit der Verdauung. Ist bei euch Morbus Hirschsprung ausgeschlossen?
Bei uns liegt es an der generellen Hypotonie und eingeschränkter Bauchpresse. Neben der täglichen Movicol-Gabe achte ich darauf, sehr frühzeitig anzuspülen (spätestens im Laufe von Tag 2 ohne Stuhlgang), damit nicht so eine massive Verstopfung entsteht, dass ein Krankenhaus-Besuch notwendig wird. Im Laufe der Jahre hat sich auch gezeigt, dass er auf einige Lebensmittel(Kombinationen) besonders stark reagiert, die versuchen wir natürlich zu meiden.
Viele Grüße
Stina
Selbstbetroffen mit EDS, Z.n. Mediainfarkt, Hashimoto und Frühstarter *2017, EDS, verhaltensoriginell, PG1 und großer Überraschung *2021
Juditha 90
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Juditha 90 »

Hallo und vielen Dank auch an dich für diese schnelle Antwort!
Tatsächlich hat noch nie ein Arzt von morbus hirschsprung gesprochen, aber als ich es gerade überflogen habe, kam mir das ziemlich naheliegend vor!
Wir haben im November einen Kontrolltermin im SPZ, da werde ich das auf jeden Fall ansprechen, wobei ich nicht weiß, ob die dafür zuständig sind...
Ansonsten frage ich erstmal unseren Kinderarzt.

Bei uns helfen jedenfalls diese ganzen Bauchmassagen nur minimal wenn überhaupt, im moment kommen wir ganz gut mit darmrohren zurecht, aber es wechselt auch immer mal, was gut geht und was nicht.

Hattet ihr auch so wahnsinnig doll mit dreimonatskoliken zu tun?
Bei uns hörten sie erst mit sieben monaten überhaupt auf, aber an der verstopfungsproblematik hat sich leider nichts verändert.

Kannst du eventuell grob sagen, welche Lebensmittel bei euch stopfen?
Außer den gängigen wie banane und karotte und so...?

Ganz liebe Grüße!
Juditha mit kleinem großem Wunder *2020, 34+4, perinatale Asphyxie nach vorzeitiger Plazentalösung, bisher altersgemäße Entwicklung
die-ottilie
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von die-ottilie »

Hallo Juditha,
Mein Kleiner hatte auch dolle Koliken und in dem Moment, wo ich ihn mit 11 Monaten abgestillt habe, ging die Verstopfung los.
Bei uns hat die hypotone Muskulatur, die wenige Bewegung (er hat Bewegubg lange gemieden) und die Ernährung eine Rolle gespielt.
Wir haben dann einen strikten Ernährungsplan eingehalten. Keine Banane, Weizen nur im Notfall, viel trinken (1- 1,5l Wasser am Tag hat die Ärztin empfohlen). Wir haben jeden Tag Movicol in Joghurttrink gegeben. Und immer in Bewegung gehalten. Puky wusch, als er nich nicht gelaufen ist, später viel Laufrad, inzwischen viel Fahrrad.
Bei uns wurde es viel besser, als er selbstständig "drücken" konnte und wusste, was er auf dem Klo zu tun hatte. Das war dann mit etwas über 4 der Fall. Die 3 Jahre waren sehr unschön, wenn das Kind dauernd Schmerzen hat. Mit Movicol ging es zum Glück besser.
Was auch bei uns verschlechtert hat, war das "rumfressen". Wenn er zwischendurch rungenascht hat, war es schlechter, haben wir streng auf 4 Mahlzeiten und nix zwischendurch geachtet, war es besser.

Vg und nochmal Willkommen
Vorher als die_ottilie unterwegs...
Ergotherapeutin, selbst NF1 betroffen
Lisa-Mariechen
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Lisa-Mariechen »

Hallo,

wir hatten es nicht so heftig…
Bei uns haben Apfel-Plaumenmus Gläschen von der dm Eigenmarke, Apfelsaft und viel trinken geholfen. Später noch Rosinen. Pflaumensaft soll auch gut sein.
Beim Wickeln bin ich immer mit den Beinen Fahrrad gefahren und habe mit einem, in warmen Wasser erwärmten, Waschlappen den After von außen massiert/drüber gestrichen. Bei Erwachsenen würde ich zu Flohsamen raten aber ob Kinder das trinken dürfen weiß ich nicht vor allem da danach viel Flüssigkeit aufgenommen werden muss sonst wirkt es gegenteilig.
Ansonsten würde ich es erst gar nicht so weit kommen lassen und nach zwei Tagen tätig werden bzw. mit Movicol arbeiten aber erst nach Absprache mit dem Arzt.

Lg
Stina2004
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Stina2004 »

Genau, er hatte aufgrund der Verstopfung auch arg mit Koliken zu tun.
Bei Lebensmitteln sind es bei uns neben den Klassikern wie Banane,Möhren, Schokolade etc. insbesondere ‚trockene‘ Speisen, also beispielsweise das beliebte trockene Brötchen auf die Hand beim Bäcker, (Reis)Waffeln, Maisstangen, Kartoffeln, Nudeln oder auch Lebensmittel mit ‚klebriger‘ Konsistenz, also beispielsweise Nutella, Weingummis, etc.
Viele Grüße
Stina
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Silvia & Iris
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Silvia & Iris »

Hallo Juditha,

ich kann mich auch an den Start erinnern, bis zum 2. Geburtstag glichen auch unsere Stuhlabgaben regelrecht Geburten...
Kurbis habe ich sehr oft gekocht, Pastinaken und ähnliches... Karotten und so habe ich gemieden... - sehr schwierig war die ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Und natürlich ist hier jeder willkommen, vor allem auch, bei so ganz kleinen Kindern tappt man ja noch im Dunkeln... und eine gewisse Vorgeschichte ist ja auch vorhanden, welche natürlich auch Spuren hinterlassen kann... So ganz ohne Grund werden euch die Ärzte nicht schon vorbereitet haben, dass es zu Problemen kommen kann...

Ärzte gehen - meiner Erfahrung nach - eher vom "worst case" aus... Daher ist es durchaus berechtigt, dass du hier Hilfe suchst, eine Vorgeschichte ist Vorhanden...

... hast du auch schon um erhöhte Familienbeihilfe und ähnliches angesucht?
Liebe Grüße
Silvia
Ö
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Juditha 90
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Re: Juditha mit Sohn (Verdauungsprobleme/ Verstopfung)

Beitrag von Juditha 90 »

Wow, ich bin total überwältigt, in wie kurzer zeit ich schon so viele gute Tipps und neue Ideen bekommen habe, obwohl ich eigentlich dachte ich hätte schon alles ausprobiert...
Es war offensichtlich eine sehr, sehr gute Idee, mivh hier anzumelden, danke an Euch alle!!!!

Also ich habe das gefühl, dass er von Brot in jeder Form extrem verstopft, leider isst er das aber im Moment am Liebsten, ich versuche auch, ihn dann ganz besonders doll zum Trinken zu animieren, das geht jetzt mit dem Strohhalm ganz gut, weil es ihm einfach Spaß macht daraus zu trinken...
Ob die Menge reicht, weiß ich dann aber auch immer nicht.

Bei uns war die Verstopfung allerdings gleich von anfang an ein Thema, schon der Absatz des Mekoniums war eine furchtbare Quälerei, wobei die Ärzte da noch davon ausgingen, dass es an den ganzen Medikamenten lag...
Dann ging es Zuhause weiter, das Stillen hat leider aufgrund unserer Situation nicht funktioniert, mein Stresspegel war wohl so hoch, dass einfach nicht genug milch kam und er auch nicht so begeistert vom Trinken an der Brust war.
Wir sind dann also auf pre umgestiegen und haben etliche Marken durchprobiert und sind schließlich bei Aptamil gelandet, damit ist es am wenigsten schlimm, von gut kann man leider nicht sprechen...

Wir hatten bis vor kurzem laktulose in jeder flasche, jedem brei und in jeder anderen Mahlzeit.
Nun fand unser kinderarzt kinderlax besser für ihn und da probieren wir immer noch rum mit der Dosierung, aber ich bin nicht so richtig überzeugt davon.

Ja, natürlich schwingt vor allem bei mir noch sehr viel Angst und Sorge mit, was seine weitere Entwicklung angeht.
Ich warte immer auf den nächsten Entwicklungsschritt um innerlich abhaken zu können, was er kann...
Bisher wie gesagt ohne negative Ergebnisse, aber trotzdem haben mich die ersten Wochen und Monate die Ärzte versucht, aufs “Schlimmste“ vorzubereiten und das geht natürlich nicht spurlos an einem vorüber.
Mein Mann hat eine wesentlich positivere Einstellung, sodass sich das hier weitgehend wieder ausgleicht.
Allerdings bin ich auch Ergotherapeutin und habe einfach ein Bisschen mehr Verständnis für das, was war und was uns gesagt wurde zu Beginn...

Ganz liebe grüße an Euch alle!
Juditha mit kleinem großem Wunder *2020, 34+4, perinatale Asphyxie nach vorzeitiger Plazentalösung, bisher altersgemäße Entwicklung
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