Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

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Mecki1307
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Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von Mecki1307 »

Hallo,

aufgrund einer Fütterungsstörung sollen bei meinem 13 Monate alten Sohn sowohl eine Breischluckuntersuchung als auch eine Magenspiegelung durchgeführt werden um organische Ursachen auszuschließen. Hat jemand bereits Erfahrungen mit diesen Untersuchungen gemacht und kann mir berichten, wie dies abläuft? Mir macht besonders die Magenspiegelung, die ja unter Vollnarkose gemacht wird, Angst.

Ich bedanke mich für alle Antworten.

Viele Grüße
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ElaM
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von ElaM »

Hallo Mecki,

Mäusi hat bislang einmal Breischluck und schon diverse Magenspiegelungen hinter sich.

Beim Breischluck wird ein Kontrastmittel geschluckt, oder in unserem Fall über den Button gegeben und dann in verschiedenen zeitlichen Abständen ein Röntgenbilder gemacht, um zu sehen, ob da wieder was hoch kommt und/oder wie schnell das Mittel durch den Verdauungstrakt rutscht.

Die Magenspiegelung dauert nicht lange und dein Kind bekommt quasi nur eine Kurznarkose. Da wird eine Kamera durch den Mund in die Verdauungsorgane bis zum (ich glaube) Zwölffingerdarm geschoben und mit einem Instrument werden kleine Gewebeproben entnommen.Die werden dann zur Analyse verschickt.
Meistens war Felix spätestens nach einer halben Stunde schon wieder im Aufwachraum. Mach dich aber nicht verrückt, wenn es etwas länger dauert, denn zur Untersuchung kommt ja noch das Einleiten und Ausleiten der Narkose dazu.

Lass dich gut von den Ärzten aufklären und frag nach, wenn dir etwas unklar ist.

LG

Ela
Michaela(*80) für Felix(10/2010),
bil. spast. CP, Epilepsie, Baclofenpumpe, Dystonie, Button, Reflux
EvaJune
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von EvaJune »

Meine Jüngste hatte diese Untersuchungen als sie 2 Jahre alt war auf Grund einer Reflux-Problematik.

Für die Breischluck-Untersuchung hätte sie einen Kontrastmittelbrei (Geschmack „Banane“) trinken müssen. Das hat sie aber nach einem Schluck verweigert, daher bekam sie eine nasale Sonde gelegt - Brei eingefüllt- anschließend eine Röntgenaufnahme.
Anschließend kam alles wieder Retour :icon_pale:

Zu einem anderen Termin wurde dann Magenspiegelung sowie gleich auch noch eine Bronchoskopie gemacht. Das war an sich recht unspektakulär. Es war eine kurznarkose und ich durfte bei ihr sein, bis sie weg war, dann habe ich vor der Tür gewartet. Beide Spiegelungen dauerten insgesamt vielleicht 15min, dann wurde sie auch schon wieder wach und wir blieben dann noch eine Nacht zur Überwachung auf Station.

Lg
Eva
Eva mit
S. (*04): CAPS, JIA (besonders betroffen Kiefer und Handgelenke), POTS, schwerhörig, chron. Sinusitis, chron. Urtikaria,chron. Schmerzen, PEG versorgt, PG4, GdB 80 H B
E. (*05): Asthma, Depression, Angststörung, Long-Covid
:wink: (*12.21)
Mecki1307
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von Mecki1307 »

Vielen Dank, das beruhigt mich etwas!
Mecki1307
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von Mecki1307 »

Wie hat sich die Refluxproblematik bei euch geäußert?
Henrymami
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von Henrymami »

Henry hatte Beides mit 2 J., ging schnell und ohne Probleme.
Ich durfte dabei bleiben.
Ausser massivem Reflux , nichts rausgekommen.
LG Nadine
Henry 25.06.13 Goldberg-Sphrintzen-Megakolon-Syndrom
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Zwillingsbruder Tom gesund
Schwester Lena 24.10.14 gesund
EvaJune
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von EvaJune »

Mecki1307 hat geschrieben: 11.09.2021, 21:00 Wie hat sich die Refluxproblematik bei euch geäußert?
Vor allem durch beständigen Husten, vor allem nachts, und häufige Lungenentzündungen (durch die Aspiration). Teilweise auch schwallartiges Erbrechen. Und immer irgendwie heikel mit dem Essen gewesen (tat ihr vermutlich zum Teil einfach weh).

Mit 3 wurde sie dann operiert (Fundoplicatio).
Eva mit
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ElaM
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von ElaM »

Moin,

bei uns fing die Reflux Geschichte vor den ganzen Untersuchungen mit vermehrtem Würgen an. Dann wurde mit der Gabe von Omeprazol begonnen.
2016 hatte Felix dann massive dystone Phasen mit Schreien und starkem schwitzen, die nur medikamentös unterbrechbar waren. Sein Bauch hat so komische Geräusche gemacht, viel Erbrechen war mit dabei. Dann hieß es, kein normales Essen mehr, sondern nur noch Sondenkost, weil Krümel immer aspiriert hat. Würde aber nur noch schlimmer.Mehrfach Lungenentzündung uva. Dann endlich die Diagnose und 2017 würde eine Hemi-Fundoplicatio durchgeführt und eine Zwerchfellplastik, da der Magen immer wieder durch das Zwerchfell "hüpfte" und der Mageneingang zu groß war.
So war es bei uns, was aber nicht heißen muss, dass es bei euch auch so "wild" wird. Wichtig ist, dass eure Untersuchungen vernünftig laufen und schnell genug behandelt wird.

LG

Ela
Michaela(*80) für Felix(10/2010),
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LisaKi
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von LisaKi »

Ich kann vom Breischluck berichten. Unser Sohn erbricht häufig schwallartig (er isst normal, keine PEG oder so). Er war bei der Untersuchung 8 Monate alt.

Es wurde ihm über einen "Medikamentenschnuller" eine süße Kontrastmittelflüssigkeit verabreicht. Brei war es eher nicht. Er hat es geschluckt. Das wurde geröngt, um den Reflux zu sehen (hat er kaum) und nach einer Stunde wurde erneut geröngt, um den Magenausgang zu beurteilen. Auch da keine Auffälligkeiten. Bei uns ist also nichts rausgekommen. Es ging schnell und wir haben schon schlimmere Untersuchungen machen müssen. Ich konnte mit so einer Schürze die ganze Zeit bei ihm bleiben.

VG und alles Gute!
Lisa
Sohn *11/2020 Asphyxie (nun Epilepsie, Zebralparese)
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Julika+Martin
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Re: Breischluckuntersuchung und Magenspiegelung Erfahrungen

Beitrag von Julika+Martin »

Hallo zusammen,

wisst ihr, ob es vom Alter her eine Untergrenze für eine Breischluckuntersuchung gibt? Unsere Kleine ist aktuell 2 Monate alt und wir wollen/sollen die Untersuchung im Rahmen eines stationären Aufenthalts machen. Die Therapeutin im SPZ wollte aber nochmal mit der Kindergastro abklären, ab wann man das machen kann :?:
Julika und Martin mit R. (*07/2021).
Z. n. schwerer perinataler Asphyxie und Mekoniumaspiration, pH knapp unter 6,8, APGAR 0/0/0, Schädigungen beider Thalami
aktuell Magensonde wg Dysphagie, weitere Diagnostik läuft
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