Sondennahrung + Hilfsmittel

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Papa von Carla
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Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Papa von Carla »

Hallo ihr Lieben,

unsere Kleine musste nun nach dem letzten Krankenhausaufenthalt doch einen festen Zugang für ihre Ernährung bekommen. Da ich in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit unserer PKV hatte wollte ich diesmal gleich vorab mal nach euren Erfahrungen fragen. Carla wird zur Ergänzung ihrer Ernährung auf Sondennahrung (z.B. EnergeaP) angewiesen sein. Google sagt, dass Sondennahrung und die Hilfsmittel verordnungsfähig sind (https://www.betanet.de/enterale-ernaehrung.html --> Enterale Ernährung ist bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung verordnungsfähig, wenn eine Veränderung der normalen Ernährung oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen.) Was muss ich beachten bzw was sind eure Erfahrungen?

Wie immer - vielen Dank vorab und LG
Papa von Carla
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EvaJune
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von EvaJune »

Hallo

Wir sind auch privat versichert und hatten wegen Ernährung immer mal wieder Ärger.
Hier war es so, dass die das verordnete Fresubin zb nicht bezahlt haben, als sie es oral bekam (zählte für die Kasse als normale Lebensmittel und daher nicht Übernahmefähig, obwohl es von den gesetzlichen Kassen ja bezahlt wird).

Dann hatte sie eine Weile eine nasale Sonde, da gab es zu Beginn auch Verwirrung bei der Abrechnung, weil ihnen wohl nicht sofort klar war, dass es hier um Sondennahrung geht - ließ sich dann aber klären und wurde zu 100% übernommen.

Als sie jetzt die PEG bekam wollte ich dem vorgreifen und habe bei der ersten Einreichung vom Versorger den Arztbrief mitgeschickt, so dass klar ist, dass es sich um enterale Ernährung via PEG handelt. Da wird nun auch alles (Nahrung, Zubehör, Verbandszeug etc) zu 100% übernommen. Du brauchst halt für alle Dinge ein Rezept vom Arzt, bei uns kümmert sich der Versorger dadrum und schickt dann die passenden Rezepte vom Kinderarzt immer direkt mit der Rechnung mit.

Das einzige was war, ist, dass die kv mit dem Versorger nochmal einen anderen Rabatt verhandelt hat.

Lg
Eva
Eva mit
S. (*04): CAPS, JIA (besonders betroffen Kiefer und Handgelenke), POTS, schwerhörig, chron. Sinusitis, chron. Urtikaria,chron. Schmerzen, PEG versorgt, PG4, GdB 80 H B
E. (*05): Asthma, Depression, Angststörung, Long-Covid
:wink: (*12.21)
Helena2016
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Helena2016 »

Wir sind zwar nicht privat versichert, die gesetzliche KK übernimmt es.
Aber, wenn ihr mal mit der Sonde „angekommen“ seid, lasst mal den Gedanken sacken, dass du nicht zwangsläufig die Chemiekost geben musst. Du kannst auch ganz normales Essen pürieren und sondieren.

Sorry, ist etwas off topic 🥴
Papa von Carla
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Papa von Carla »

Hallo Helena,

du hast Recht, ist ein wichtiger Punkt! Wir wollen die Nahrung damit auch hoffentlich nur ergänzen. Carla genießt es zu essen und zu schmecken und wir wollen ihr das nicht ganz wegnehmen. Leider klappt das mit dem Schlucken nicht so gut.

LG
Helena2016
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Helena2016 »

Ich drücke euch fest die Daumen, dass es bei einer minimalen Ergänzung bleibt!
Und, dass sich die PKV hinsichtlich Kostenübernahme „benimmt“!
Britta70
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Britta70 »

Hallo,
die PKV übernimmt ihren Anteil bei uns zu 100%, die Beihilfe fordert einen Eigenbetrag von 120 Euro im Monat :-(. Hatte anfangs dagegen geklagt und verloren mit dem tollen Argument: für einen Beamten sind 120 Euro zumutbar.
LG
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Baclofenpumpe (seit 2013), Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Britta70 »

P.S.: Übrigens ist die "Chemiekost" genau ausgewogen und laut unserer Ernährungsberaterin damit besser als alles, was "Ottonormal" so in sich hineinstopft. Ich denke, da müsst ihr euren Weg finden.
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Baclofenpumpe (seit 2013), Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)
Helena2016
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Helena2016 »

Britta70 hat geschrieben: 12.09.2021, 22:18 P.S.: Übrigens ist die "Chemiekost" genau ausgewogen und laut unserer Ernährungsberaterin damit besser als alles, was "Ottonormal" so in sich hineinstopft. Ich denke, da müsst ihr euren Weg finden.
Britta, klar sagen das die Ernährungsberater. Unser Gastroenterologe sagte auch mal, dass man selbst gar nicht so gut und frisch kochen kann, wie Klaus Hipp. Das ist Ansichtssache. Oder vielleicht auch Sache des Sponsorings.
Und auch was das Thema "Ausgewogenheit" angeht. Unsere Maus nahm monatlich ca. 1 kg zu (als 2 Jährige damals ist das eine Ansage), weil die Nahrung ja so perfekt passend für alle Kinder dieser Welt ist und Kalorien, Ballaststoffe, Vitamine, Eiweiße und andere Nährstoffe in einem, für jedes Kind passenden, Verhältnis ist. Komisch, dass Maus bei der Menge, die sie benötigte, um eben genau ihren Bedarf an zB Ballaststoffen zu decken, etwa das drei- bis vierfache an Kalorien zu sich genommen hat. Mit verheerendem Ergebnis. Da stößt leider "Fertigkost für alle" an ihre Grenzen. Diese Individualität kann sie logischerweise nicht abdecken. Wenn ich selber koche schon. Zugegeben, man muss sich schon ein bisschen reinarbeiten in das Thema und auch etwas mehr als "Fertigpizza in den Ofen und pürieren" ist es auch. Aber wie du sagst, da muss jeder für sich seinen Weg finden.

Ich finde es nur wichtig, dass Eltern diesen anderen Weg auch kennen. Und natürlich wird ein Ernährungsberater, dessen Job es ist Sondenkost zu verkaufen, immer sagen, dass Sondenkost besser ist. So eine "neutrale" Person kennen wir auch. Dass der andere Weg aber durchaus eine gerechtfertigte Option ist, wird oft verschwiegen oder gar von abgeraten. Leider.
Britta70
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Britta70 »

Hallo Helena,
ich wollte mit meinem Post nur den Druck nehmen: selbst kochen und pürieren ist sehr viel Aufwand, den nicht jeder neben Haushalt und Arbeit leisten kann; das schlechte Gewissen bleibt. Unsere Tochter kommt mit der jetzigen Sondennahrung super klar (wir haben verschiedene ausprobiert, HIPP hat sie z.B. leider nicht so gut vertragen).
Die Ernährungsberatung fand im Krankenhaus statt, war nicht vom Versorger (da hätte ich auch Bedenken). Daher: ausprobieren und beobachten.
LG
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Baclofenpumpe (seit 2013), Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)
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Helena2016
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Re: Sondennahrung + Hilfsmittel

Beitrag von Helena2016 »

Guten Morgen!

Ich wollte mit meinem Post keinesfalls Druck aufbauen. Um Gottes Willen. Druck ist glaub ich das letzte was wir hier alle brauchen können. Ich wollte lediglich eine Alternative aufzeigen.
Wie gesagt, uns wurde diese Option lange „verschwiegen“, daher denke ich, dass eben nicht alle Sondeneltern darüber informiert sind. Mehr als informieren wollte ich nicht.

Aber ja, trotzdem fahren wir damit sehr gut :) und auch unsere „Ernährungsberaterin“ war eine „Fachfrau“ aus dem Krankenhaus.

Aber alles weitere schweift jetzt zu krass von der Ausgangsfragestellung ab!

Grüße!
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