Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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SwantjeM
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von SwantjeM »

Liebe Noreia,

wenn für dich kein Therapieplatz zu bekommen ist, so möchte ich dir andere Angebote wie eine Erziehungsberarung empfehlen. Es gibt diese Stellen bei denen Familientherapeuten arbeiten und die Beratung über das Jugendamt finanziert wird. Für Dich als Hilfestellung, um deine Tochter so anzunehmen wie sie ist und um Euch Tipps für den Alltag zu geben.

Mit hat so eine Beratung über mehrere Monate einmal sehr geholfen. Es gab viele Ratschläge mit Alltagssituationen besser umgehen zu können. Es kann dir auch der Druck genommen werden, dass deine Tochter so sein soll wie andere Kinder.

Ist ein Asperger Autismus bei deiner Tochter bereits ausgeschlossen? Ich dachte nur, dass dies eine Ursache für ihr "Anderssein" und eine daraus resultierende Depression sein könnte. Auch weil sie sich ungern verabredet und nicht gerade unter vielen Menschen ist...(?)

Viele Grüße

Swantje
Jon (2003): Tuberöse Sklerose (u.a. Epilepsie, Rhabdomyome d. Herzens)
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Biliane
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Biliane »

Ein Gedanke. Du schreibst "normale Kinder", "bisschen Zickenkrieg ist doch normal"
Mit anderen Worten:Stell dich nicht so an. Da ist doch nichts. Du bist falsch.

Das tut mir schon beim Lesen weh...
Also bestimmt tut es ihr auch gut wenn du für dich erst einmal sorgst. Weil so scheint ihr ja beide drin zu hängen
Biliane mit Jon *12/19 (7q11.23 Duplikationssyndrom)
Rebekka7
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Rebekka7 »

Biliane hat geschrieben: 09.09.2021, 22:53 Ein Gedanke. Du schreibst "normale Kinder", "bisschen Zickenkrieg ist doch normal"
Mit anderen Worten:Stell dich nicht so an. Da ist doch nichts. Du bist falsch.

Das tut mir schon beim Lesen weh...
Also bestimmt tut es ihr auch gut wenn du für dich erst einmal sorgst. Weil so scheint ihr ja beide drin zu hängen
Ehrlich gesagt finde ich das überinterpretiert. Ich finde nicht, dass man herauslesen kann, dass sie ihrer Tochter das Gefühl vermittelt sich anzustellen oder falsch zu sein.
Sie zeigt für uns nur den Unterschied auf zu anderen Kindern. Und natürlich tut es ihr weh und sie leidet mit. Aber sie vermittelt ihrer Tochter nicht das Gefühl falsch zu sein (zumindest kann man das wirklich nicht herauslesen), sondern sorgt sich und sucht nach Wegen, wie sie ihr helfen kann.
Biliane
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Biliane »

Hmm ja. Vielleicht wollte ich hinweisen wie es sich für die Tochter womöglich anfühlen könnte. Entschuldigung!
Biliane mit Jon *12/19 (7q11.23 Duplikationssyndrom)
Noreia
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Noreia »

Rebekka7 hat geschrieben: 10.09.2021, 09:47
Biliane hat geschrieben: 09.09.2021, 22:53 Ein Gedanke. Du schreibst "normale Kinder", "bisschen Zickenkrieg ist doch normal"
Mit anderen Worten:Stell dich nicht so an. Da ist doch nichts. Du bist falsch.

Das tut mir schon beim Lesen weh...
Also bestimmt tut es ihr auch gut wenn du für dich erst einmal sorgst. Weil so scheint ihr ja beide drin zu hängen
Ehrlich gesagt finde ich das überinterpretiert. Ich finde nicht, dass man herauslesen kann, dass sie ihrer Tochter das Gefühl vermittelt sich anzustellen oder falsch zu sein.
Sie zeigt für uns nur den Unterschied auf zu anderen Kindern. Und natürlich tut es ihr weh und sie leidet mit. Aber sie vermittelt ihrer Tochter nicht das Gefühl falsch zu sein (zumindest kann man das wirklich nicht herauslesen), sondern sorgt sich und sucht nach Wegen, wie sie ihr helfen kann.
Nein, das ist dann wirklich falsch rübergekommen. Ich tu das weder als Kleinigkeit ab, noch geb ich ihr das Gefühl das es ihre Schuld ist weil sie eben "anders" tickt.

Es sollte eigentlich nur bedeuten, dass"Zickenkrieg" im Klassenzimmer nicht das ausschlaggebende Problem ist. Ich weiß das sie das schon beschäftigt (weil sie solche Dinge eben nicht wegsteckt wie"normale" Kinder), aber es gibt ganz andere Sachen die für sie viel schlimmer sind. Das kommuniziert sie mir auch ehrlich.
Noreia
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Noreia »

SwantjeM hat geschrieben: 09.09.2021, 21:58 Liebe Noreia,

wenn für dich kein Therapieplatz zu bekommen ist, so möchte ich dir andere Angebote wie eine Erziehungsberarung empfehlen. Es gibt diese Stellen bei denen Familientherapeuten arbeiten und die Beratung über das Jugendamt finanziert wird. Für Dich als Hilfestellung, um deine Tochter so anzunehmen wie sie ist und um Euch Tipps für den Alltag zu geben.

Mit hat so eine Beratung über mehrere Monate einmal sehr geholfen. Es gab viele Ratschläge mit Alltagssituationen besser umgehen zu können. Es kann dir auch der Druck genommen werden, dass deine Tochter so sein soll wie andere Kinder.

Ist ein Asperger Autismus bei deiner Tochter bereits ausgeschlossen? Ich dachte nur, dass dies eine Ursache für ihr "Anderssein" und eine daraus resultierende Depression sein könnte. Auch weil sie sich ungern verabredet und nicht gerade unter vielen Menschen ist...(?)

Viele Grüße

Swantje
Danke für den Tip. Darüber werde ich mir umgehend mal Gedanken machen und schauen inwieweit das hier möglich ist. Im Moment ergreife ich jeden Strohhalm
Noreia
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Noreia »

SwantjeM hat geschrieben: 09.09.2021, 21:58 Liebe Noreia,

......

Ist ein Asperger Autismus bei deiner Tochter bereits ausgeschlossen? Ich dachte nur, dass dies eine Ursache für ihr "Anderssein" und eine daraus resultierende Depression sein könnte. Auch weil sie sich ungern verabredet und nicht gerade unter vielen Menschen ist...(?)

Viele Grüße

Swantje
Nein, das ist nicht ausgeschlossen. Ich denke, so weit wurde die Diagnostik auch noch nicht wirklich betrieben. Der Psychotherapeut hat "erstmal" nur eine Angststörung mit depressiven Phasen festgestellt. Daraufhin wurde eine Konfrontationstherapie begonnen in der wir/sie sich immer noch befindet. Nur leider habe ich eben das Gefühl, das ist es nicht, es bringt nichts. Es ist Null besser geworden, es hat sich eigentlich gar nichts getan.
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Mango(Anna)
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Mango(Anna) »

Hallo,

da du schriebst, dass sie schon immer anders war (habe ich das richtig gelesen?), dachte ich auch daran, dass man Diagnosen wie Asperger Syndrom/Autismus Spektrum Störung und z.B. AD(H)S mal ansehen und ausschließen sollte.

Grade wenn sich durch die aktuelle Therapie nichts tut, dann muss man an andere mögliche Ursachen denken, auf welche eine Therapie angepasst werden sollte, falls sie vorliegen.

Ich wünsche euch, dass ihr einen Weg für euch findet damit umzugehen.

LG Mango
Selbstbetroffen:
zentrale Koordinationsstörung m. Störung der Motorik R27.8 G
Autismus Spektrum Störung / Asperger Syndrom F84.5
Tic-Störung, nicht näher bezeichnet F95.9
Schallempfindungsschwerhörigkeit bds. H90.5 G B
Sehnervenhypoplasie
Angela77
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von Angela77 »

Hallo zusammen,
als ich das gelesen habe:
https://www.swr.de/swr2/wissen/neues-in ... t-100.html
habe ich sofort an diesen Theread gedacht!
Toll, dass es jetzt endlich für dieses gar nicht so seltene Krankheitsbild endlich auch ein Forum für Kinder und Teens gibt!
LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)
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JanaSnow
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Re: Noreia und 14jahrige Tochter mit Angststörung und Depressionen

Beitrag von JanaSnow »

Danke Angela!
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