22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Celine
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22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Celine »

Hallo ihr Lieben. Ich bin neu hier & suche unbedingt jemanden der mir anonym zuhört und mir Kraft gibt. Privat ist mir dies aus gewissen Gründen nicht möglich.

Bitte bitte verzeiht mir für diesen unfassbar langen Text, ich habe sehr lange damit verbracht und mir überlegt ob ich es tun soll.. aber ich weine so viel in letzter Zeit das ich damit verbracht habe mir das ganze aus der Seele zu schreiben!

Seit der Geburt meiner Tochter bin ich konstant unter Angst & Sorge & all das be :cry: gann durch die schreckliche Geburt. Sie kam per Notkaiserschnitt auf die Welt nach über 24 h Wehen kam es aber dann zu einem Geburtsstillstand. Grundsätzlich ist sie gesund. Entwicklung lief unauffällig bis zum 8. Lebensmonat war aber ein absolutes Tragetuchkind, wollte nie das ich sie ablege. Sie könnte bis zum 8. Lebensmonat nicht selbstständig sitzen, nicht robben, nicht krabbeln. Sie war/ist immernoch leicht rumpfhypoton. Auf dem Bauch drehen erst zwischen dem 8./9. Monat. Dementsprechend bekam Sie Physiotherapie nach Vojta und sie holte alles nach. Erst sitzen dann krabbeln mit 13 Monaten. Nur laufen wollte sie eben nicht. Nicht mal stehen. Es vergingen Tage/Wochen/Monate. Meine Nerven waren am Ende. Angstzustände holten mich ein, ich konnte mich einfach auf nichts mehr konzentrieren. Mir war nicht mal aufgefallen, das dieses Kind wie stumm war, kein einziger Laut kam aus ihr heraus; höchstens ein "Ah". Ich wusste aber das sie mich hört weil sie immer auf ihren Namen reagierte, auch von weitem.

Laufen tut sie nun seit ihrem 19 Lebensmonat. Gottseidank!!! Ein Stein weniger auf dem Herzen.

Kommen wir zum wesentlichen Teil. Sie spricht nicht, bzw benutzt nur ein paar Laute für bestimmte Funktionen. Übrigens war sie als Baby kompeltt stumm, keine Silbendopplungen kein lautieren bis auf "Ah". HNO Pädaudiologie, Augenarzt alles unauffällig und alle sagten "abwarten".

Geschlafen hat sie schon immer super. Als Baby stand sie alle 3 Std für die Flasche auf & schlief weiter. Stillen konnte ich sie die ersten paar Tage nach der Geburt mit ach & krach weil sie es einfach nicht schaffte. Ich war psychisch so kaputt deswegen. Flasche hat sie jedoch super angenommen. Heute schläft sie immer noch super. Wir hatten nie das Gefühl ein Kind nachts zu haben. Sie schafft locker ihre 12 - 14 Std. nachts durchzuschlafen, es seiden sie verarbeitet etwas, schreit & kommt zum kuscheln kurz rüber, schläft aber direkt wieder ein.
Nachdem sie aber mit 19 Monaten lief, fing plötzlich das lautieren an, inklusive Silbendopplungen. Sie brabbelt den ganzen Tag, so als würde sie das was sie als Baby nicht tat, nachholt. ABER: sie spricht weder Mama noch Papa, zeigt nur mit dem Finger auf Dinge die abgefragt werden oder auf das was sie möchte wenn wir sie fragen (vorausgesetzt sie kann es berühren) manchmal schafft sie es bspw. auf die Lampe an der Decke zu zeigen wenn wir sie fragen wo die Lampe ist. Aber ansonsten trianguliert sie. Quasi hinschauen & dann wieder zurück. Auf einen Hund auf der anderen Straßenseite zeigt sie nicht, sie freut sich lediglich wenn sie ihn sieht & macht mich damit ebend aufmerksam indem sie den Hund & mich ansieht.

Daher erstmal die Frage wie das bei euch mit dem Finger zeigen war?

Ihre Entwicklung/Fortschritte/Auffälligkeiten bisher:

- nicht geräuscheempfindlich, keine Angst vor Menschenmengen, keine besonderen Routinen nötig, kein Hände flattern oder stereotypische Verhaltensweisen
- reagiert immer auf ihren Namen, antwortet wenn sie gerufen wird mit "he" & kommt angelaufen
- sie versteht altersentsprechend super
- holt ihre eigene Zahnbürste nach Aufforderung und hält sie selbständig unter dem Wasserhahn um sie feucht zu machen - hält sie mir hin um Zahnpasta aufzutragen & gibt sie mir anschließend um beim Zähne putzen zu helfen, hält anschließend den Mund offen zum ausspülen, Wasserhahn kann sie nach Aufforderung zu drücken
- bekommt sie Seife in die Hände, reibt sie sich diese selbstständig ein & hält anschließend ihre Hände unter dem Wasserhahn, "trocknet" ihre Hände in dem sie kurz ins Handtuch greift
- holt ihre Schuhe nach Aufforderung, läuft zur Garderobe bei der Frage wo ihre Jacke ist & zieht an ihr, hält sich anschließend am Treppengeländer fest & wartet solange bis wir kommen
- hilft beim anziehen/ausziehen, schafft aber noch nichts komplett alleine
- sucht zwar Trost, aber trotzdem auf dem Schoss noch auf Distanz , mags nicht so sehr gedrückt zu werden, umarmt uns aber bei Freude
- gutes Essverhalten (sie kann aber immernoch nicht mit Gabel & Löffel ungehen , schafft gerade mal einen Pudding- zu lange gefüttert??? :cry: )
- liebt es nachts zu kuscheln und zu schmusen, bevorzugt das Schlafen im Elternbett
- drückt Mama & Papa ein Küsschen auf
- wenn Küsschen in Fingerspiele erwähnt werden, ahmt sie es nach
- geht nur auf vertraute Menschen zu, sehr schüchtern & zurückhaltend
- kann sich von Mama/Papa trennen, in der Kita (moment Eingewöhnung) sucht sie immernoch nach mir & weint wenn sie mich nicht sieht, lässt sich noch nicht von den Tagesmütter auf den Arm nehmen oder beruhigen
- keine Scheu vor Kindern, beobachtet diese genau & freut sich wenn sie welche sieht, läuft auf sie zu, sucht Körperkontakt oder geht ihnen hinterher, schaut in andere Kinderwägen, plappert mit ihnen auf ihrer Sprache
- hält Blickkontakt, bei schweren Wörtern oder Logo Übungen schaut sie einem konzentriert auf den Mund
- hat Gesten gelernt: wie macht der Hund ? Sie klopft sich bei wauwau mehrmals auf den Oberschenkel. Wie macht das Küken? Sie verwendet für pieppiep die Geste mit Zeigefinger & Daumen
- zeigt auf benannte Körperteile
- versteht viele Aufforderung und gesagtes ohne gezielte Gestik unserseits, versteht/befolgt gesagtes auch wenn wir sie nicht direkt ansprechen bzw. wenn sie uns nicht sprechen sieht ( auch sinnloses wie z.B. hol deinen Zug aus deinem Zimmer & schmeiss ihn in die Badewanne)
- füttert mich oder den Papa und gibt zu trinken wenn man sie aus Spaß drum bittet
- füttert beim gemeinsamen Spielen ihre Handpuppe aber nie alleine
- geht gerne ins Schwimmbad, in den Zoo freut sich über Tiere, spielt gerne im Sand und auf der Wiese, rutscht, schaukelt gerne, Klettergerüst erkundigt sie nicht, ist sehr vorsichtig dabei (nimmt mehr die Beobachter Position ein)
- bevorzugt eher das Spielen mit uns zusammen, zeigt uns Sachen, kann sich auch gut selbst beschäftigen, gemeinsames Spielen tut sie lieber & sinnhafter
- sucht uns gerne beim verstecken, spielt guckkuck in dem sie sich hinter einer Ecke versteckt und wieder auftaucht
-Indoorspielplätze eher zurückhaltend was das klettern & spielen betrifft
- liebt Kindermusik, Fingerspiele
- wenn man sie fragt wo Loula ist, rennt sie zum großen Spiegel - lacht wenn sie sich sieht, zeigt im Spiegel auf sich & gibt sich selbst Küsschen
- plappert auf ihrer Sprache mit ihrem Spiegelbild
- klatscht aber winkt nicht
- schaut bei allem gefragten hin oder zeigt wenn für sie "nötig"
- füttert Tauben auf der Straße, rennt ihnen hinterher, freut sich dabei
- anfangs schüchtern und zurückhaltend, lächelt nicht jeden an, bei Kindern & Tieren lacht sie & freut sich sehr
- findet/sucht Dinge wieder die ich vor ihren Augen in Kisten oder im Bällebad verstecke (weiß kognitiv, dass Gegenstände noch vorhanden sind, auch wenn sie sie nicht mehr sieht)
- gibt high five nach Aufforderung
- nutzt Ringe und andere Spielzeuge um damit krabbelnd zu rutschen
- drückt bei Abfrage die richtigen Knöpfe am Lauflernwagen (guckkuck ich seh dich=Tür auf und zu machen) die Sonne scheint - drückt die Sonne)
- liebt es wenn ich ihr aus Büchern vorlese, blättert selber geschickt Seite für Seite mit Zeigefinger und Daumen, beschäftigt sich mit Büchern auch gerne alleine
- hört genau zu & ist sehr konzentriert beim durchgehen von Lernkarten & Bücher. Ihre Lernkarten (etwas über 60 verschiedene Karten, darunter auch die Lernkarten ihrer Logopädin aus Obst, Gemüse, Personen, Tiere, jegliche Gegenstände) kennt sie alle auswendig, zeigt beim Abfragen bei jeweils bis zu 12 vorgelegten Karten das richtige, schaut sich jede Karte genau an, zeigt darauf pickt es raus & legt sie anschließend in die Box, wenn sie mal falsch liegt & wir das erwähnen, legt sie es wieder hin; hat dabei eine sehr hohe Konzentrationsauffassung bis über 15 min, anders wie bei normalen Spielzeug
- neue Bilder lernt sie relativ schnell
- ahmt lachend ein "Husten" nach wenn man Gesundheit sagt oder wenn sie jemanden niesen hört
- schüttelt den Kopf sehr sehr selten für "nein", nickt noch nicht für "ja"
- ahmt *knack* mit der Zunge bei Liedern nach, möchte das wir das auch tun
- zeigt Eifersucht wenn der Papa mich umarmt - weint, zieht ihn immer weg von mir & umarmt mich
- der Papa hat einmal mit einem Feuchttuch gewunken & bye gesagt, seitdem ahmt sie dies nach, normal winken tut sie nicht
- ahmt pusten (so viel wie f- f- f) nach wenn ich heißes Essen für sie kalt puste
- antwortet Bekannten/Familie wenn sie sie versteht mit ah
- zeigt auf bekannte Obst und Gemüse Sorten im Supermarkt wenn man sie fragt
- schüttelt wenn man sie bittet etwas zu schütteln
- setzt kleine Bälle auf verschieden große Becher an, weiß das die Bälle nur auf der offnen Becherseite stabilisiert werden können und dreht diese dementsprechend vorher um
- hilft mir beim Wäsche ein & ausräumen
- möchte das Licht immer selbst an und aus machen
- Bauklötze kann sie 3-5 stapeln
- Kugelbahn/Bällebad sehr beliebt
- sitzend auf dem Bett oder Couch hüpfen & dabei "fe-fe-fe" sagen
- Steckpuzzle zeigt sich noch als schwierig, diese werden höchstens aufgelegt; zeigt kein Interesse daran
- an Lego bauen kaum Interesse, diese werden zum rutschen verwendet, viel lieber aber auseinander gebaut
- kein Interesse am malen, matscht dafür gerne mit Schaum
- runde Steckwürfel werden gut eingesetzt, alles andere schwierig bzw sehr unbeliebt
- kann Becher oder kleinere Öffnungen mit kleinen Gegenständen befüllen, schafft es mit dem Pinzettengriff feines zu erfassen

Meine Sorgen: die bis heute fehlende Sprache & ihr Spielverhalten.
Was sie höchstens bewusst "sagt" bzw was man aus ihrem geplapper RAUSHÖRT:

hufhuf" (gezielt) für: Fenster wird geöffnet
- "taytata" gezielt für alles essbare oder was man trinken kann (sieht mich einen Keks essen, sagt taytata & lacht dabei
- "Batata" (nicht gezielt) für Kartoffel
- "Batta" (Ente) (nicht gezielt)
- "Teta" (Oma) (nicht gezielt)
- "ssste" frei erfunden steht bei ihr für Auto
- manchmal höre ich ein "Auto oder Butter" raus
- fe fe fe (gezielt) für hüpfen
- nachgespieltes Husten bei ,,Gesundheit!" (gezielt) wenn sie oder jemand hustet oder niest ahmt sie es nach (auf arabisch sagt man sowohl wenn man niest als auch beim Husten, Gesundheit)
- lang gezogenes Maaamaaa, baaabaaa aber nicht funktionell, sie hat mich so nie gerufen.. es seiden sie kommt schaut uns an oder auch Fremde/Bekannte baut Kontakt aufbauen indem sie DADA sagt & wenn wir reagieren und fragen was sie will zeigt sie zb auf Essen, trinken, Lernkarten etc.
Sprechen tun wir 2 Sprachen.

Meistens hört man über den Tag nur dadada, tetete, mmmmma, taytata, baba, wenn sie auf Menschen/Kinder zugeht sagt sie DADA. Sie antwortet immer mit "ah" (ja), zb. möchtest du was trinken? Ah! Sollen wir baden ? Sie rennt ins Badezimmer sagt ah etc. ! Sie ssgt aber ah auch manchmal wenn sie nein meint oder sie sagt für nein höchstens ein "hmm"

Das macht mich alles wahnsinnig..! Warte jeden Tag darauf das sie spricht, google mich wie verrückt & dann beginnen meine Angstzustände & Zitterattacken nachts.

Auffälligkeiten?

Fehlendes winken, mangelnde Sprache, ahmt nicht alles nach( zb. Haushaltsarbeit wie wischen, kämmt nicht die Haare, ahmt keine Grimassen nach, (ahmt aber knacksen mit der Zunge oder Küsschen, klopfen), kein Interesse an Dingen die ich tue, kann keine Steckpuzzle/Stwckwürfel, kein Legobauen, fehlendes zeigen= Autismus/geistigeBehinderung...! ?!?! :cry: 😭😭😭

Was mir Kummer bereitet ist, sie spielt/spricht nicht wie die anderen Kinder in der Kita oder zuhause. (erste Woche Eingewöhnung). Sie liebt Kinder geht denen hinterher, versucht Körperkontakt aufzubauen, lacht wenn sie sie sieht, ist aber IMMER in deren Nähe & in Beobachter Position. Sie rührt dort kein Spielzeug an (auch bei Freunden nicht, entweder sie sitzt neben beschäftigt sich in meiner Nähe oder erkundet nur die Räume, egal was da liegt es wird nicht angerührt. Andere Kinder (auch neue) schleppen Spielzeug durch die Gegend, kochen, stapeln, öffnen Schubladen,schmeissen Sachen um, laufen mit Kuscheltrieren rum, tanzen, springen, fahren Bobbycar, ahmen vieles nach. Sie springt dann lieber im Bällebad oder räumt die Bälle auf die rausfallen, läuft den Kindern hinterher, freut sich und beobachtet. Stapelt wenn man sie animiert vielleicht 3 Bauklötze, schmeisst Türme um aber selber von alleine bauen tut sie nicht! Ich hatte nie das Gefühl das sie Spielzeug so fasziniert oder irgendwie interessiert. Sie erkundet dort so wenig dafür schaut sie sich in den Räumen um. Möchte man ihr was in die Hand zum spielen geben wird sie stinkig. Sobald ich aber mit Büchern oder Lernkarten komme zack sitzt sie eine halbe Stunde mit mir daran oder blättert oder erkundet die Karten selber. Steckpuzzle bekommt er bis auf Kreis nicht hin. Lego meint sie würde ausreichen wenn man den stein irgendwie nimmt und ansetzt &wundert sich das er dann fällt. Lieber bauen wir es & sie baut es auseinander. Malen mag sie nicht, möchte ständig mit der Hand essen. Habe noch nie ein Kind mit so einem Spielverhalten gesehen😭 Kinder sind doch sehr neugierig was Spielzeug betrifft oder nicht & freuen sich über neues Spielzeug? Zuhause geht sie schon an ihr Spielzeug oder öffnet Schubladen räumt ein und aus, sammelt zb Spielzeug und Dinge zuhause zeigt sie mir und schmeisst sie anschließend in die Badewanne um mich zu ärgern.. in der Kita ist sie zwar mitten drin dabei aber trotzdem zeigt sie nicht dieses offensive Interesse an Spielzeug sondern beobachtet lieber. Aber auch zuhause da ist ihr Interesse mehr in Sachen Lernkarten oder Bücher, da flippt sie regelrechte aus wenn ich ihre Lernkarten raushole. Wenn ich sie vergleiche ist sie so anders. Habe sie nie mit einem Puppenwagen/Kuscheltiere durch die Gegend schlendern gesehen oder diese Begeisterung die man von Kindern in Spieleläden kennt.. das geht einfach so an ihr vorbei..Trotzdem lese ich hier was von Defiziten in Sprache Fein und Grobmotorik = geistige Behinderung / Autismus.

Ich bin fix und fertig..bitte bitte gebt mir eure Einschätzung.. mein Herz fühlt sich so schwer an.. ich liebe sie überalles aber die Angst das ich sie bald nicht mehr wiedererkenne & sich schleichend verändert macht mich fertig..
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Silvia & Iris
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Silvia & Iris »

Hallo Celine,

ich werde mal ganz allgemein schreiben...

Herzlich willkommen im Forum!

Laufen mit 19 Monaten - ist deine Tochter vor dem ET gekommen? - Auch das kann ein Grund sein für das Krabbeln mit 13 Monaten...
... mein Kind ist auch erst mit 9 Monaten gesessen und hat mit Hilfe mit 11 Monaten eine Krabbelphase durchlaufen mit 16 Monaten lief er dann...
... in welchem Alter seid ihr Eltern denn gelaufen? - Hier kommt es auch zu familiären Dispositionen...

Sprachentwicklung: wenn dein Kind bilingual aufwächst, kann die Sprachanbahnung auch dadurch länger dauern...

Diagnose: eine Diagnose aus der Ferne stellen, das wird hier niemand können, viele Kinder hier haben erst später ihre endgültige Diagnose erhalten, vor dem 5. Geburtstag wird auch gerne eine Verdachtsdiagnose gestellt, welche meist um den Termin der Einschulung manifestiert wird. Es kommt auch immer wieder vor, dass erst während der Schulzeit die Diagnose gestellt wird.

Du schreibst, dass HNO Befunde sämtliche unauffällig sind, also die OAEs nach der Geburt - evtl. sogar schon eine BERA durchgeführt wurde. Selbst der Pädaudiologe hat noch nichts gesehen... - das kann aber auch am Alter liegen!

Hast du schon angefragt wegen Frühförderung? - Gab es schon ein Feedback von der Einrichtung?
Eine entwicklungsdiagnostische Untersuchung?

Ich wünsche dir, dass du bald Sicherheit erhalten wirst um deine Tochter mit mehr Ruhe zu sehen.
Liebe Grüße
Silvia
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Celine »

Silvia & Iris hat geschrieben: 03.09.2021, 15:08 Hallo Celine,

ich werde mal ganz allgemein schreiben...

Herzlich willkommen im Forum!

Laufen mit 19 Monaten - ist deine Tochter vor dem ET gekommen? - Auch das kann ein Grund sein für das Krabbeln mit 13 Monaten...
... mein Kind ist auch erst mit 9 Monaten gesessen und hat mit Hilfe mit 11 Monaten eine Krabbelphase durchlaufen mit 16 Monaten lief er dann...
... in welchem Alter seid ihr Eltern denn gelaufen? - Hier kommt es auch zu familiären Dispositionen...

Sprachentwicklung: wenn dein Kind bilingual aufwächst, kann die Sprachanbahnung auch dadurch länger dauern...

Diagnose: eine Diagnose aus der Ferne stellen, das wird hier niemand können, viele Kinder hier haben erst später ihre endgültige Diagnose erhalten, vor dem 5. Geburtstag wird auch gerne eine Verdachtsdiagnose gestellt, welche meist um den Termin der Einschulung manifestiert wird. Es kommt auch immer wieder vor, dass erst während der Schulzeit die Diagnose gestellt wird.

Du schreibst, dass HNO Befunde sämtliche unauffällig sind, also die OAEs nach der Geburt - evtl. sogar schon eine BERA durchgeführt wurde. Selbst der Pädaudiologe hat noch nichts gesehen... - das kann aber auch am Alter liegen!

Hast du schon angefragt wegen Frühförderung? - Gab es schon ein Feedback von der Einrichtung?
Eine entwicklungsdiagnostische Untersuchung?

Ich wünsche dir, dass du bald Sicherheit erhalten wirst um deine Tochter mit mehr Ruhe zu sehen.


Hallo Silvia;

Danke dir für deine ausführliche Antwort . Meine tochter kam fast 4 Wochen zu früh.
Ich bin wohl zwischen 14-16 Monaten gelaufen. Mein Mann weiß es leider nicht.


Findest du denn von dem was ich geschrieben irgendwas besonders besorgniserregend? Kennst du dich mit Autismus aus?

Was genau meinst du mit " es kann auch am Alter liegen?"


Spz sagt sie sei leicjt Entwicklungsverzögert und wollen warten bis sie genau 2 Jahre alt wird um eventuell mit Frühförderung anzufangen. Wir haben aber schon mit Logopädie angefangen.


Wie unterschiedlich sind Kinder Charaktere? Ist es normal das bsp ein 2 jähriges Kind durch die Stadt rennt, an jeden Stand geht; von Mama ein Spielzeug, oder an der Pommesbude eine Pommes verlangt und ein 22 Monate altes Kind geht einfach dran vorbei und interessiert sich nicht? Muss das irgendwas heißen?
Sind große Unterschiede zwischen 22 und 24 Monate zu beobachten? Kann es sein das sie noch einen Schub bekommt?

Hoffentlich kommen noch mehr Antworten dazu. Ich will meine kleine gerne verstehen.

Liebe Grüße,
Celine
Kati1985
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Kati1985 »

Als Mama zweier komplett gegensätzlicher gesunder Kinder möchte ich dir auf jeden Fall antworten, dass es massive Unterschiede bei gleichaltrigen Kindern geben kann. Es gibt sehr extrovertierte Zweijährige, die auf jeden Fremden zugehen, genauso gibt es welche, die auch mit gleichaltrigen Kindern nicht interagieren wollen. Meine Tochter sprach mit zwei in ganzen Sätzen (mit Nebensatz), mein Sohn sprach bis zu seinem dritten Geburtstag kaum (einzelne Worte). Dann hatte er einen Schub und spricht drei Monate später Dreiwortsätze (klassischer Late Talker).
Meine Tochter wollte niemals körperliche Nähe, schon gar nicht auf dem Schoß sitzen, mein Sohn braucht dagegen viel Körperkontakt. Meine Tochter hatte null Interesse am Laufrad, an Bällen etc., mein Sohn malt nicht, konnte aber mit drei Fahrrad fahren.
Nur als Beispiele für die Unterschiede in der Entwicklung, das alles ist ganz normal.

Nach Autismus klingt deine Beschreibung für mich nicht (und deine Tochter ist auch noch sehr klein, da würde so eine Diagnose ohnehin noch nicht abschließend gestellt werden).

Deine Tochter wird in der Kita ja gerade erst eingewöhnt, ihr Verhalten dort würde ich daher noch nicht bewerten, bis sie dort richtig angekommen ist.
Meine Kids liefen auch beide erst mit ca. 16 Monaten.

Die Frage ist: würde eine Diagnose (so sie denn besteht) etwas an deinem Alltag mit deiner Tochter ändern? Oder sind es vor allem deine Ängste, die dich aktuell beeinträchtigen?
Kati (*85) mit Bruder (*86, Down-Syndrom) und zwei Kindern (*15 und *18)
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Anika14 »

Was würde es denn ändern, wenn Dein Kind eine Diagnose wie Autismus bekäme? (Nicht, dass ich dafür jetzt ganz eindeutige Anzeichen sehen würde, nur so als Beispiel). Hättest Du sie weniger lieb? Ganz bestimmt nicht 😉 Wäre sie plötzlich ein anderes Kind? Auch nicht.

Deine Tochter ist noch sooo klein und gerade in einem wunderbaren Entdeckeralter. Vergiss neben den Sorgen nicht, Dein Kind zu genießen! Ihr seid bereits in einem SPZ, macht Logo. Damit machst Du dich schon was und verpassen kann man in dem Alter noch nicht so viel.

Ich habe es vor ein paar Tagen schon woanders geschrieben: mein Sohn Großer sprach mit 18Monaten verschachtelte Sätze, mein Kleiner fing mit 3 überhaupt erst mit einigen wenigen Worten an. Beide sind Autisten und dennoch komplett verschieden, beide sind wundervolle Kinder und ich möchte sie nicht anders haben.
Anika mit
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von der kleine kurt »

Hallo Celine,

herzlich willkommen hier.

Ich kann Deine Schlussfolgerungen nicht nachvollziehen.
Celine hat geschrieben: 03.09.2021, 17:15
Fehlendes winken, mangelnde Sprache, ahmt nicht alles nach( zb. Haushaltsarbeit wie wischen, kämmt nicht die Haare, ahmt keine Grimassen nach, (ahmt aber knacksen mit der Zunge oder Küsschen, klopfen), kein Interesse an Dingen die ich tue, kann keine Steckpuzzle/Stwckwürfel, kein Legobauen, fehlendes zeigen= Autismus/geistigeBehinderung...! ?!?! :cry: 😭😭😭
Dafür macht sie eben andere Sachen. Und auch diese Angst, dass sie sich schleichend verändert und Du sie nicht mehr wieder erkennst: Worauf gründest Du das, wo nimmst Du das aus den beschriebenen Dingen her? Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.

Habe unten auf deine Fragen an Silvia geantwortet, weil Du meintest Du hoffst auf weitere Einschätzungen. Du schreibst, Du würdest Deine Kleine gern verstehen. Falls sich dass jetzt nicht nur auf das rein Sprachliche bezieht, sondern auf das Kind als Ganzes: Was verstehst Du denn nicht?

Kann es sein, dass Du sehr festgefahrene Vorstellungen hast, wie die Dinge zu sein haben, sehr perfektionistisch bist? Wie müsste sich dein Kind verhalten, wie spielen, damit es deinen Erwartungen genügt?

Sie ist noch keine zwei und gerade mal eine Woche zur Eingewöhnung in der Kita.
Dem Vater oder sonst jemandem in deinem Umfeld fällt offenbar nichts auf, weil Du schreibst, du kannst mit niemandem darüber sprechen.

Das mit der Sprache würde ich weiterverfolgen, wie Du es ja bereits tust. Beim Rest rate ich dringend zu Entspannung. Schau doch einfach mal wie sich das Ganze jetzt im ersten Kiga-Jahr entwickelt. Von der Seite würden im Fall der Fälle ja auch weitere Auffälligkeiten gemeldet werden. Und falls aus der Entwicklungsverzögerung irgendwann doch mal eine Entwicklungsstörung oder anderes werden sollte, kannst du Dir immer noch Sorgen machen… :wink:

Vielleicht wäre es zielführender, wenn Du den Fokus mehr auf Dich legst: Warum bringt Dich das Verhalten/Charakter Deines Kindes so extrem aus der Fassung? Warum macht Dich das fix und fertig? Wo kommen diese extremen Ängste her?

Viele Grüße
Kurtine

Findest du denn von dem was ich geschrieben irgendwas besonders besorgniserregend?
Das mit der Sprache würde ich beobachten. Ansonsten nichts.
Kennst du dich mit Autismus aus? Ja

Wie unterschiedlich sind Kinder Charaktere? Na genau so unterschiedlich wie die von allen anderen Menschen auch.

Ist es normal das bsp ein 2 jähriges Kind durch die Stadt rennt, an jeden Stand geht; von Mama ein Spielzeug, oder an der Pommesbude eine Pommes verlangt und ein 22 Monate altes Kind geht einfach dran vorbei und interessiert sich nicht? Ja.

Muss das irgendwas heißen? Nein
Sind große Unterschiede zwischen 22 und 24 Monate zu beobachten? Ja und nein. Kinder sind verschieden. Und auch ein und dasselbe Kind kann in den zwei Monaten einen Sprung machen
Kann es sein das sie noch einen Schub bekommt? Ja
Celine hat geschrieben: 03.09.2021, 17:15
Silvia & Iris hat geschrieben: 03.09.2021, 15:08 Hallo Celine,

ich werde mal ganz allgemein schreiben...

Herzlich willkommen im Forum!

Laufen mit 19 Monaten - ist deine Tochter vor dem ET gekommen? - Auch das kann ein Grund sein für das Krabbeln mit 13 Monaten...
... mein Kind ist auch erst mit 9 Monaten gesessen und hat mit Hilfe mit 11 Monaten eine Krabbelphase durchlaufen mit 16 Monaten lief er dann...
... in welchem Alter seid ihr Eltern denn gelaufen? - Hier kommt es auch zu familiären Dispositionen...

Sprachentwicklung: wenn dein Kind bilingual aufwächst, kann die Sprachanbahnung auch dadurch länger dauern...

Diagnose: eine Diagnose aus der Ferne stellen, das wird hier niemand können, viele Kinder hier haben erst später ihre endgültige Diagnose erhalten, vor dem 5. Geburtstag wird auch gerne eine Verdachtsdiagnose gestellt, welche meist um den Termin der Einschulung manifestiert wird. Es kommt auch immer wieder vor, dass erst während der Schulzeit die Diagnose gestellt wird.

Du schreibst, dass HNO Befunde sämtliche unauffällig sind, also die OAEs nach der Geburt - evtl. sogar schon eine BERA durchgeführt wurde. Selbst der Pädaudiologe hat noch nichts gesehen... - das kann aber auch am Alter liegen!

Hast du schon angefragt wegen Frühförderung? - Gab es schon ein Feedback von der Einrichtung?
Eine entwicklungsdiagnostische Untersuchung?

Ich wünsche dir, dass du bald Sicherheit erhalten wirst um deine Tochter mit mehr Ruhe zu sehen.



Hallo Silvia;

Danke dir für deine ausführliche Antwort . Meine tochter kam fast 4 Wochen zu früh.
Ich bin wohl zwischen 14-16 Monaten gelaufen. Mein Mann weiß es leider nicht.


Findest du denn von dem was ich geschrieben irgendwas besonders besorgniserregend? Kennst du dich mit Autismus aus?

Was genau meinst du mit " es kann auch am Alter liegen?"


Spz sagt sie sei leicjt Entwicklungsverzögert und wollen warten bis sie genau 2 Jahre alt wird um eventuell mit Frühförderung anzufangen. Wir haben aber schon mit Logopädie angefangen.


Wie unterschiedlich sind Kinder Charaktere? Ist es normal das bsp ein 2 jähriges Kind durch die Stadt rennt, an jeden Stand geht; von Mama ein Spielzeug, oder an der Pommesbude eine Pommes verlangt und ein 22 Monate altes Kind geht einfach dran vorbei und interessiert sich nicht? Muss das irgendwas heißen?
Sind große Unterschiede zwischen 22 und 24 Monate zu beobachten? Kann es sein das sie noch einen Schub bekommt?

Hoffentlich kommen noch mehr Antworten dazu. Ich will meine kleine gerne verstehen.

Liebe Grüße,
Celine
Sandra9902
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Sandra9902 »

Hallo,

also deine Schlußfolgerung Defizite in der Fein-und Grobmotorik und sprachlich=geistige Behinderung bzw Autismus passt nicht.
Unsere Tochter lief mit 18 Monaten, watschelte jahrelang wie eine Ente, sie rollte nicht ab. Sie war acht, als sie immer noch im Nachatellschritt die Treppe runterging, konnte kein Laufrad fahren, nicht mit vier in einen Bollerwagen klettern, mochte nicht malen, bastelte gerne, konnte aber nicht alleine schneiden, nicht an Linien entlang. Sprachlich hatte sie lange Zeit sehrwenig Vokabular,verstanden hat sie alles. Ihre Grammatik war viele Jahre höchst abenteuerlich, ihr geistig behinderter autistischer Bruder konnte es wesentlich besser. Sie hatte Logo, Ergo, in der Grundschule ein Sonderturnen, Mathe war eine Katastrophe, in der Kita war sie ein Förderkind.
Sie ist jetzt fast neunzehn. Hat ihren erweiterten Realschulabschluß mit 1,8 gemacht, macht Geräteturnen und eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Ihre Interessen waren früher auch sehr speziell. Sie hat sich für vieles nicht interessiert, was für andere toll war. Sie öiebte alles, was bunt war. Egal was. Eine Pommesbude oder ähnliches hätte sie nichtmal wahrgenommen. Sie war ziemlich verhaftet in ihren Interessen aber nie besessen.
So kann es laufen, muss es natürlich nicht. Unsere Tochter ist eben ein wenig speziell und anders. Trotzdem hat sie Freunde, die sie akzeptieren. Sie ist, wie sie ist. Individuell aber keinesfalls hat sie eine Behinderung, nur eine psychische Auffälligkeit aufgrund ihrer Geschichte als Pflegekind.
Mein Sohn ist ein geistig behinderter frühkindlicher Autist und nur wenig am Verhalten deiner Tochter lässt mich im Vergleich zu meinem Sohn an Autismus denken.

Ich verstehe deine Sorge;, die einen manchmal aufzufressen scheinen wirklich gut und ich wünsche dir, dass du bald Antworten findest.

Liebe Grüße, Sandra
Sandra mit Sohn, geb. 1999, frühkindlicher Autist,gb, ADHS, Epilepsie, anfallsfrei
Tochter, geb. 2002
Biliane
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Biliane »

Vieles kam ja jetzt schon, aber noch ein paar Gedanken dazu. Es scheint nicht so ganz selten zu sein, zumindest laut unserer Physio, dass vieles und nahezu ausschließliches Tragen in den ersten Monaten die motorische Entwicklung ein bisschen verzögern kann. Vielleicht ist das schon eine Erklärung.
Ansonsten : was für ein schlaues Kind du hast. Lässt sich nicht veräppeln und mit künstlichem Spielzeug abspeisen sondern untersucht die Welt in echt so wie sie ist. Und das ist genau das was in Kindern angelegt ist. Es braucht kein von Erwachsenen gemachtes "Zeug", alles in der Umwelt ist Spiel, Erfahrung.
Biliane mit Jon *12/19 (7q11.23 Duplikationssyndrom)
Lisaneu
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Lisaneu »

Hallo Celine!

Ich bin Mutter von 2 Autisten, einer zusätzlich mit ADHS und einer zusätzlich gehörlos. Geistig behindert sind beide nicht.

Entwicklung älterer Sohn (Autismus-Diagnose mit 7 Jahren, ADHS-Diagnose mit 9 Jahren):

Krabbeln mit 7 Monaten, erste Worte mit 10 Monaten, frei gehen mit 12 Monaten, erste Buchstaben und Zahlen benannt mit 18 Monaten, Laufrad fahren mit 2 Jahren, komplettes ABC und Zahlen bis 100 erkannt und benannt mit 2 Jahren, grammatikalisch korrekt in Sätzen sprechen mit 2 Jahren und 4 Monaten, als Kleinkind extrem neugierig und vielseitig interessiert, sehr extrovertiert, nach Gehör schreiben mit 3 Jahren und 9 Monaten, Fahrrad fahren (ohne Stützräder) mit 4 Jahren, sinnerfassend flüssig lesen mit 4 Jahren und 6 Monaten, schwimmen mit 6 Jahren, tagüber HALBWEGS trocken und sauber mit 6 Jahren,...

...heute 11 Jahre, Couch-Potato, guter Schüler am Gymnasium (mit Schulbegleitung), Ausnahmebegabung im sprachlichen Bereich (spricht und schreibt z.B. Englisch auf Maturaniveau), leider immer noch Bettnässer

Entwicklung jüngerer Sohn (Diagnose gehörlos mit 3 Monaten, Autismus-Verdacht mit 4 Jahren, fixe Autismus Duagnose mit 5 Jahren):

Krabbeln mit 11 Monaten, frei sitzen mit 14 Monaten, erste Gebärden mit 18 Monaten, frei gehen mit 18 Monaten, erste Buchstaben und Zahlen benennen mit 2 Jahren und 6 Monaten, ABC und Zahlen bis 500 benennen und erkennen mit 3 Jahren, erste Zweiwort-Gebärden mit 4 Jahren, schreiben und rechnen mit 4 Jahren, grammatikalisch korrekt gebärden (entspricht sprechen bei hörenden Kindern) mit 6 Jahren, vom Wesen her extrovertiert und abenteuerlustig, schwimmen mit 6 Jahren, tagsüber ohne Windeln mit 8 Jahren, nacht windelfrei mit 9 Jahren (mit hie und da "Unfällen")...

heute 9 Jahre, ein sportliches, fröhliches Kind, dem keine Rutsche zu hoch und keine Achterbahn zu wild ist, guter Schüler, Ausnahmebegabung in Mathe und räumlichen Vorstellungsvermögen

Du siehst, meine Autisten sind sehr unterschiedlich und sie passen in kein Klischee. Auch haben beide völlig unterschiedliche, autismusbedingte Schwierigkeiten. Mein älterer Sohn hat keine Freunde und gerät sehr leicht mit anderen Kindern in Konflikte, weil er ganz normale, soziale Handlungen nicht versteht und vieles auf sich bezieht. Er gibt schnell auf, wenn etwas nicht aus Anhieb gelingt.

Mein jüngerer Sohn ist sehr ausdauernd und geduldig, wenn ihm was nicht gleich gelingt, aber er hat autistische Anfälle, die oft durch Kleinigkeiten ausgelöst werden. Dann ist er füf 20-45min total "außer sich". Er hat auch keine Freunde, kommt aber mit anderen Kindern generell gut aus, ohne viel mit ihnen "anfangen" zu können.

Meine Jungs spielen übrigens seit kurzen zusammen selbst erfundene Spiele, die nur sie verstehen. Sonst sind ihr Interessen sehr verschiedenen. Mein jüngerer Sohn mag Puzzles, mein älterer Sohn mag Rollenspiele. Wenn wir eine 2-stündige Radtour machen wollen ist sie meinem jüngeren Sohn zu kurz und meinem älteren Sohn zu lang. Generell ist mein jüngerer Sohn viel spontaner als sein Bruder. Dafür ist mein älterer Sohn im Gesprächen deutlich kooperativer und will nicht immer nur seinen Kopf durchsetzen.

Deine Tochter ist noch sehr jung, mir erscheint außer der Sprachentwicklung nichts von dem, was du beschreibst, auffällig. Es deutet auch nichts auf Autismus oder eine geistige Behinderung hin. Diese Eunschätzung kann Autismus aber natürlich nicht AUSSCHLIESSEN.

Bei den Fragebögen zur Diagnostik waren sehr viele Fragen, die Bezug auf die Entwicklung zwischen 4 und 5 Jahren hatten. Mir wurde erklärt, dass man Autismus (bis auf wenige sehr auffällige Fälle) erst mit 5 Jshren fix diagnostiziert, weil vorher viele Kinder "autistische Züge" zeigen, die dann wieder verschwinden. Und da Autismus ja eine "tiefgreifende Entwicklungsstörung" ist, wäre es fatal, diese Diagnose zu früh zu stellen.

Als meine Kinder 1-3 Jahre alt waren, hätte ich auch absolut NICHTS machen können, wenn ich damals schon gewusst hätte, dass sie Autisten sind.

In demSinn schließe ich mich meinen Voschreiberinnen an und rate zu mehr Entspannung und Gelassenheit. Alles Gute!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama ADHS (mit 49 diagnostiziert)
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Celine
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Re: 22 Monate | Entwicklung | Autismus?? HILFE

Beitrag von Celine »

Kati1985 hat geschrieben: 03.09.2021, 18:58 Als Mama zweier komplett gegensätzlicher gesunder Kinder möchte ich dir auf jeden Fall antworten, dass es massive Unterschiede bei gleichaltrigen Kindern geben kann. Es gibt sehr extrovertierte Zweijährige, die auf jeden Fremden zugehen, genauso gibt es welche, die auch mit gleichaltrigen Kindern nicht interagieren wollen. Meine Tochter sprach mit zwei in ganzen Sätzen (mit Nebensatz), mein Sohn sprach bis zu seinem dritten Geburtstag kaum (einzelne Worte). Dann hatte er einen Schub und spricht drei Monate später Dreiwortsätze (klassischer Late Talker).
Meine Tochter wollte niemals körperliche Nähe, schon gar nicht auf dem Schoß sitzen, mein Sohn braucht dagegen viel Körperkontakt. Meine Tochter hatte null Interesse am Laufrad, an Bällen etc., mein Sohn malt nicht, konnte aber mit drei Fahrrad fahren.
Nur als Beispiele für die Unterschiede in der Entwicklung, das alles ist ganz normal.

Nach Autismus klingt deine Beschreibung für mich nicht (und deine Tochter ist auch noch sehr klein, da würde so eine Diagnose ohnehin noch nicht abschließend gestellt werden).

Deine Tochter wird in der Kita ja gerade erst eingewöhnt, ihr Verhalten dort würde ich daher noch nicht bewerten, bis sie dort richtig angekommen ist.
Meine Kids liefen auch beide erst mit ca. 16 Monaten.

Die Frage ist: würde eine Diagnose (so sie denn besteht) etwas an deinem Alltag mit deiner Tochter ändern? Oder sind es vor allem deine Ängste, die dich aktuell beeinträchtigen?


Danke dir für deine Antwort. Aber spricht der klassische Late Talker nicht mal Mama/Papa vor seinem 2ten Geburtstag? Für meine Tochter ist entweder alled taytata oder sie zeigt mit dem Finger & sagt "ah". Gibt es Kinder die wenig mit dem Finger zeigen & trotzdem gesund sind?
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