Homöopathie

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

Moderator: Moderatorengruppe

Susi123
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Homöopathie

Beitrag von Susi123 »

Hallo,
Bekommen eure Kinder homöopathische Medikamente? Speziell bei langwierigen Problemen wie Entwicklungsstörungen oder Behinderungen, Psychosomatische Beschwerden, ADS, o.ä….
Wenn ja welche und bei welchen Symptomen?
Wie zufrieden seit ihr?
Erkennt ihr wirklich eine Verbesserung oder ist es evtl doch nur der Placebo Effekt?
Würde mich mal sehr interessieren :)
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Jörg75
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Re: Homöopathie

Beitrag von Jörg75 »

Hallo Susi,

da in (echten) "homöopathischen Medikamenten" (bitte nicht verwechseln mit pflanzlichen Arzneimitteln) aufgrund der Potenzierung keine Wirkstoffe (mehr) enthalten sind, kann ein "homöopathisches Medikament" keine pharmakologische Wirkung entfalten - jegliche Wirkung vom Homöopathie basiert daher ausschließlich auf dem Placebo-Effekt. Dieser kann allerdings durchaus einen Behandlungseffekt auslösen und daher "heilend" wirken.

Wir geben grundsätzlich keine Homöopathie, sondern nutzen andere "Globuli", wenn wir der Meinung sind, dass etwas "für die Seele" getan werden muss ... aber da tun es Gummibärchen o.ä. genauso gut wie homöopathische Globuli.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Anne_mit_2
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Re: Homöopathie

Beitrag von Anne_mit_2 »

Hallo,

bei uns kommen Globuli vor allem dann zum Einsatz, wenn ich definitiv kein Medikament geben will, aber eine Situation abrupt entschärfen muss, in der jemand (meist der Kleine und der Papa gegenseitig) sich gerade in einer emotionalen Spirale hochschaukelt. Einen aus der Situation zu nehmen, ist dann keine Option, weil eigentlich beide gleichzeitig und voneinander getrennt dabei begleitet werden müssten (ASS), was ich aber allein nicht kann. Dabei ist es natürlich der Placebo-Effekt, aber vor allem die unterschwellige Botschaft 'Da ist gerade etwas wirklich aus dem Lot. Mama hat es gesehen und kümmert sich darum. Loslassen und sich leiten lassen'.

Eine andere Stelle, wo mir Globuli sehr gelegen gekommen sind, war die Prüfungsangst meiner Großen. Sie glaubt bis heute fest daran, dass bestimmte Globuli (ohne Wirkstoff gekauft!) verhindern, dass sie einen Prüfungsblackout bekommt, und hatte bis heute auch keinen weiteren! Sie weiss inzwischen sogar (im wissenschaftlichen Teil des Kopfes, nicht im Bauchgefühl), dass es Placebos sind, aber sie braucht die Routinehandlung, diese 5 Minuten vor Prüfungsbeginn zu nehmen, damit alles seine Ordnung hat und sie sich sicher ist, nicht zu blockieren.

In beiden Fällen gilt bei mir: Wenn ich drei kleine Zuckerkügelchen brauche, um ein Botschaft zu senden, die ich sonst nicht verläßlich an den Adressaten bekomme, dann soll es mir recht sein.

Viele Grüße,
Anne
Markus_1974
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Re: Homöopathie

Beitrag von Markus_1974 »

Guten Morgen,

wir haben die Typischen Globuli mit "Arnika" im Einsatz.
Die nennen wir "Aua-Bomboli". Dass da kein Wirkstoff drin ist, ist klar.
Allerdings hilft es den Kindern ganz gut, wenn Sie sich mal wieder den Arm oder das Bein angeschlagen haben.
Dann wird als erste Handlung eben nicht geheult, sondern ein Zuckerkügelchen gegeben und dann getröstet.
Meistens ist dann der Schmerz schon vergessen.
Dasselbe gilt beim gelegentlichen "Durchdrehen", wenn ein fester Ablauf mit dem Lieblingsspielzeug das Kind runterbringt ist doch alles bestens.
Es hilft, und das zählt.
Mit diesen Placebo-Effekten können wir seeehr gut leben.

Bei allen anderen Problemen gibt es dann die entsprechenden Medikamente mit Wirkstoff.

gruß
Markus
l_jonsi
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Re: Homöopathie

Beitrag von l_jonsi »

Hallo,

Ich geb privat meinem Kind auch Globoli, in der Arbeit sind sie leider verboten.
Notfallgloboli, bei Bienenstich, bei Bauchweh, etc...
Ob es rein aus Placeboeffekt oder tatsächlich wegen eines Inhaltsstoffes hilft, ist mir egal

Unwichtig, was man versucht, Hand auflegen, an Engel beten, Medikamente geben oder Globoli- wenns jemand hilft, so ist es super!
Mitarbeiterin Wohngemeinschaft für Erwachsene mit geistiger und schwermehrfacher Behinderung, Freizeit- und Wohnassistenz

Nachhilfelehrerin für Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf
Quirin_Mama
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Re: Homöopathie

Beitrag von Quirin_Mama »

Hallo Susi,

Globuli & Homöopathie wirkt im Energiesystem des Körpers - komplett anderer Ansatz als Schulmedizin. Im schulmedizinischen Bereich sind aber z. B. ja die Meriadianverläufe anerkannt. Daher hoffe ich, dass sich der Ansatz und die Offenheit diesbezüglich ändert. Wir arbeiten viel energetisch und nicht umsonst ;-) mehr möchte ich hier aber öffentlich nicht schreiben.

LG Maria
Ullaskids
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Re: Homöopathie

Beitrag von Ullaskids »

Hallo,
l_jonsi hat geschrieben: 21.07.2021, 07:17 Unwichtig, was man versucht, Hand auflegen, an Engel beten, Medikamente geben oder Globoli- wenns jemand hilft, so ist es super!
Zuwendung hilft Patienten natürlich immer und auch gar nicht unerheblich, auch ganz ohne dass man Patienten dafür ein Placebomedikament geben muss.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (16): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.
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Re: Homöopathie

Beitrag von Lumoressie »

Unser Pflegesohn nimmt Neurexan und es hilft ihm ganz gut.
Ich, 43
mit 6 Pflegekindern,
21, PTBS
20 ganz gesund
13 FAS, Epilepsie, blind, PEG-frei Dank Notube seit
Pfingsten 2014!!! sakrale MMC
12 hörbehindert, Gesichtsfehlbildung
7 FAS
3 Jahre, Spina bifida, Hydrocephalus mit VP-Shunt, Arnold Chiari Typ 2
else
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Re: Homöopathie

Beitrag von else »

Hallo,
unser Kinderarzt macht anthroposophische Homeopathie ergänzend zur Schulmedizin.nEs sind nicht nur Globuli, sondern ganz viele Arzneimittel von Wala oder Weleda (Salben, Tinkturen, Tabletten, Ampullen). Mein Sohn nimmt seit ewig die Antikonvulsiva und bekommt etwas ergänzend gegen die Nebenwirkungen für Leber usw. Wenn er Antibiotika braucht, bekommt er etwas für die Darmflora usw. Seine Blutwerte sind extrem gut. Er ist insgesamt für seine Diagnose sehr stabil. Wir haben ja erst dieses Jahr den Gendefekt erfahren und er hätte eigentlich in den ersten Lebensjahren versterben müssen. Ich schwöre darauf. Handauflegen hat übrigens null geholfen. Auch von Heilpraktikern ohne Arztstudium halte ich nicht viel. Die Hoffnung ist wie Unkraut und wir hatten wirklich viel ausprobiert. Als wir so ein Augen-Kanninchen hatten und der Tierarzt meinte, wird nichts mehr, habe ich es genauso behandelt wie mein Sohn mit Augenproblemen. Hab’s weg bekommen und ich glaube nicht, dass das Kaninchen daran geglaubt hat und froh war, wenn ich es für die Augentropfen und Globuli hochgehoben habe.
Als unser Arzt als med.Leiter in die Schweiz ging, hatte er mich vorher schon immer gecoacht und gefragt, was ich jetzt geben würde. Bei meinem behinderten Sohn traue ich mir nicht zu, irgend etwas auf eigene Initiative zu geben, aber bei meinem gesunden und inzwischen auch seiner Freundin bin ich die erste Anlaufstelle, wenn die irgend etwas leichtes haben. Ich habe so eine „Reiseliste“ von unserem Arzt, in der ich nachsehen kann und er hat auch ein Buch geschrieben.
Ich selbst habe letztes Jahr eine blöde Krebsdiagnose bekommen und werde jetzt auch ergänzend in dieser Praxis behandelt. Sogar die Uniklinik sagt, ist ok, „wer heilt hat recht“, sie wollen nur alles wissen, weil bestimmte Substanzen eben schon eine Wirkung auf deren Medikamente haben.
Ich finde es sehr schade, dass die Homeopathie immer nur auf Globuli reduziert wird und als wirkungslos bezeichnet wird, nur weil eine Ärztin ein Buch dagegen geschrieben hat. Das kommt den Krankenkassen gerade recht, die werden bald die Homeopathie komplett aus ihrem Leistungskatalog nehmen.
LG
Else
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Mellie
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Re: Homöopathie

Beitrag von Mellie »

Hallo,

finde es auch immer wieder schade, wie negativ die Homöopathie abgetan wird und deswegen hat man auch keine Lust davon zu berichten, weil man anscheinend nur belächelt wid. Jedenfalls habe ich im privaten Rahmen seit über 25 Jahren Erfahrungen mit der Homöopathie.
Viele Grüße
Mellie
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Sohn geb.1999, GdB 70 B, G, PG 3, beschäftigt in einer WfbM
Sohn geb. 2003 mit viel Förderung auf einem guten Weg
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