Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Martina Tinchen
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Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Martina Tinchen »

Hallo zusammen,

wir bekommen die 4000€ für die Vergrößerung der Terrassentür etc.
Nun brauchen wir noch eine Rampe für die Treppe in den Garten. Kann ich diese Rampe auch über die Pflegekasse bekommen oder ist nach den 4000 Schluss?
Vielen Dank im Voraus.
M
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SarahmitFlorian
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von SarahmitFlorian »

Hallo,
mehr als 4000.- Euro gibt nicht. Wieviele Stufen hat die Treppe oder wie groß ist der zu überwindene Höhenunterschied?
LG Sarah

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Ellert
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Ellert »

Je nach Garten würde ich die Erde an sich aufschütten und eine Schräge machen, ginge das nicht besser als eine Rampe ? So haben wir es gemacht, aber gleich schon so gebaut.
An sich Rolli im Garten bzw auf der Wiese ist eh unpraktisch, wir nutzen für Ellert eher nur die Terasse
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Inga
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Inga »

Hallo

Doch, man kann das Geld auch 2x abrufen, ich kenne aber nur 2 Gründe. Erster Grund: bei Verschlimmerung der Behinderung. Z.B. wird das Geld bei einer gehbehinderten Person für den Badumbau genutzt, irgendwann kann die Person gar nicht mehr laufen und sitzt dauerhaft im Rolli. Dann kann man den Zuschuß für eine Rampe über die Stufen vor der Haustür noch mal beantragen.
Anderer Fall ist Umzug. Wir hatten für Michelle (und Steven) ein Bad umgebaut, nach ein paar Jahren sind wir umgezogen, auch dort wurde der Umbau vom Bad bezuschußt und als sie jetzt in ihre eigene Wohnung gezogen ist, wurde auch dort der Zuschuß noch mal gewährt.

Ansonsten haben wir uns, genau wie bei Dagmar auch eine Rampe / Schräge aus Erde von der Terrasse runter in den Garten gebaut.
Um wie viele Stufen geht es denn?

Gruß, Inga
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Ellert »

Ich finde diese Erdelösung dann auch sinnvoll wenn der Rollifahrer sonst über den Rerassenrand 3 cm runterkippen kann
denn davor hatten wir Angst
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Inga
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Inga »

Hallo Dagmar,
welche 3 cm? Das verstehe ich nicht, was du damit meisnt, egal ob Rampe aus Metall / Stein / Holz oder Schräge aus Erde, man kann doch alle direkt an die Terrasse dran setzen ohne 3 cm Versatz.
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Ellert »

30 cm sorry
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Martina Tinchen
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Martina Tinchen »

Hallo zusammen,
das alles hatte ich genauso um Kopf, aber so manche auf Fb weiß natürlich alles besser....
Ich habe mit der Rampe schon begonnen. Es geht um 3 Stufen. Ich mache eine Holzunterkonstruktion und vielleicht eine Siebdruckplatte drauf. Ich habe nur noch keine Platte, keine Säge und an Material fehlt es auch. Gut Ding will Weile haben.
Schöne Ostern alle zusammen.
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Josch
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Josch »

Hallo zusammen,

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen werden einmalig pro Maßnahme gezahlt. Wir haben sie mehrfach in Anspruch genommen, das geht also!
Voraussetzung ist, dass sich entweder die Pflegesituation geändert hat, oder es eine neue Maßnahme ist.
Zur Pflegesituation: Die muss sich geändert haben, es muss nicht unbedingt "schlechter" geworden sein. Fiktives Beispiel: Bislang wurde eine Rollstuhlrampe an der Haustreppe benötigt. Nun kann die Person selber an Gehstützen gehen und es ist ein Handlauf notwendig.
Zur Maßnahme: Da ist der Begriff leider schwammig. Was schwer fällt ist, jetzt 3 Türen breiter zu machen und in einem Jahr noch mal 3 Türen breiter zu machen. Breitere Türen = eine Maßnahme. Was aber geht (haben wir selber gemacht): Umbau des Badezimmers auf eine ebenerdige Dusche. Und später Einbau eines Aufzugs. Die Maßnahmen haben nichts miteinander zu tun!
(Und als Highlight: Wir haben sogar einen zweiten Teilzuschuss für den erneuten Badumbau bekommen, als wir ein Dusch-WC eingebaut haben. Begründung: Beim Einbau der Dusche war noch nicht absehbar, dass so ein WC benötigt wurde. Wenn es offensichtlich gewesen wäre, dann wäre es ja bestimmt im ersten Gutachten für die Dusche erwähnt worden oder in den regelmäßig stattfindenden Pflegeberatungs-Gesprächen. Allerdings hatte dieser Zuschuss nur mit Klage geklappt. Man braucht also einen langen Atem und muss gut argumentieren können)

Zum Beispiel hier: Wenn die Treppe von der neuen Terrasse in den Garten führt, dann ist es schwer zu begründen, warum das eine neue Maßnahme ist. Aber eine Möglichkeit wäre, dass man heute den Rollstuhl noch über die Treppe herunter bekommt, in zwei oder drei Jahren das aber nicht mehr geht, da z.B. Euer Kind schwerer geworden ist oder nun ein anderer (schwererer) Rollstuhl vorhanden ist. Ob das bei Euch zutrifft weiß ich nicht. (zu Info: Aber auch wir sind mit dem Rollstuhl sehr selten auf dem Rasen unterwegs)

Viele Grüße
Josch

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Inga
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Re: Wohnumfeldverbessernde M. ausgeschöpft - geht noch was? Rampe in den Garten?

Beitrag von Inga »

Hallo Josch,
aber das Dusch-WC ist doch ein Hilfsmittel, das gibt es auf Rezept und nicht über Zuschuß? Oder geht es bei deinem Beispiel um den externen Wasseranschluß, der dann verlegt werden mußte?
Gruß, Inga
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