Schule/Impfungen-ich bin sauer

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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GretchenM
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von GretchenM »

melly210 hat geschrieben:
25.02.2021, 16:28
Ich glaube wir alle werden bis alle geimpft sind damit leben müssen daß wir es bei dieser oder jener Person als ungerecht empfinden daß sie vor einem selber/nahen Angehörigen etc ppp geimpft wurde. Es wird keine Reihenfolge geben die allen passt.

Ich möchte aber 2 Punkte zu bedenken geben:
1. es ist bei allen jetzt zugelassenen Impfstoffen bereits definitiv nachgewiesen daß sie die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren deutlich senken. Auch bei Astra Zenaca (abgesehen von der südafrikanischen Variante, da ist das noch unklar).
2. es erkranken beileibe nicht nur Risikogruppen schwer, sondern auch viele junge Leute. Ein Bekannter von mir ist Lehrer an einer Volksschule.33, keine Vorerkrankungen. Er hat sich in der Schule mit Corona angesteckt, es gab dort einen großen Cluster. Er selber war ein paar Wochen auf der Intensiv, ist aber wieder genesen. Leider hat er aber seine schwangere Frau angesteckt, die ohbehin eine Problemschwangerschaft hatte. Die Kombi Corona und Schwangerschaftsprobleme war leider ein fataler Mix und sie hat das Kind in der 22..Woche nach x Wochen zähem Kampf im Spital verloren. Von daher ist es richtig Menschen die in direktem Körperkontakt mit anderen Menschen arbeiten prioritär zu impfen und das empfehlen auch die Expertengremien.

Ps: ich bin auch schon geimpft, weil ich an einer Uniklinik arbeite die bei den Patienten einen hohen Anteil an Leuten mit schweren oder seltenen Erkrankungen hat die selber oft nicht geimpft werden können. Ich bin 40 und habe "nur" Asthma. Mag man jetzt unfair finden, ich finde es schon allein zum Schutz der Patienten sehr wichtig.
Hallo,
dem kann ich nur zustimmen. Es ist einfach so, dass niemals totale (Impf) Gerechtigkeit herrschen wird.
Jede einzelne Impfung verringert die gesamte Gefahr für alle und irgendwann werden alle die wollen auch geimpft sein.
Ich freue mich einfach nur uber alle erfolgten Impfungen.
Lg

GretchenM
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Camus

RikemitSohn
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von RikemitSohn »

melly210 hat geschrieben:
25.02.2021, 16:28

Ps: ich bin auch schon geimpft, weil ich an einer Uniklinik arbeite die bei den Patienten einen hohen Anteil an Leuten mit schweren oder seltenen Erkrankungen hat die selber oft nicht geimpft werden können. Ich bin 40 und habe "nur" Asthma. Mag man jetzt unfair finden, ich finde es schon allein zum Schutz der Patienten sehr wichtig.
Nein Melly, deine Impfung empfinde ich als richtig und wichtig. So war es auch von Anfang an gedacht. Bei meiner Hausärztin sind auch schon alle geimpft, die meisten unter 40. Ich freue mich für sie, denn sie arbeiten tagtäglich mit Kranken. Tatsächlich sehe ich für Erzieher auch einen hohen Bedarf für eine Impfung, denn die können sich praktisch nicht schützen und entlasten viele Eltern im Alltag.

Was ich bemängele, dass immer mehr nach Wichtigkeit für die Gesellschaft/ Wirtschaftskraft geimpft wird,denn brauchen tun viele eine Impfung. Dabei rücken Kranke und Behinderte immer mehr nach hinten, da sie rein praktisch keinen ,,Nutzen" im System haben. Es fällt nicht auf, wenn diese Gruppe weiter zuhause sitzt und es wird immer jemand gefunden, der mit seiner Arbeit wichtiger ist. Im Frühjahr waren es die Altenheime, die Monate geschlossen waren, während draussen schon wieder das Leben tobte. Es viel ausser den ANgehörigen wahrscheinlich kaum jemandem auf, dass diese Gruppe fehlte.

Das Lehrer geimpft werden, freut mich für die Lehrer. Aber es besteht die Gefahr, dass Schulen dann als sicher gelten, obwohl die Schüler nicht geimpft werden. Ausserdem sehe ich bei einem jungen Lehrer keine größere Gefahr, wie bei einem jüngeren Menschen z.B. im Einzelhandel.

LG Rike
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Doro1970
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von Doro1970 »

LovisAnnaLarsMama hat geschrieben:
25.02.2021, 10:14
Zum Thema "Ivermectin" wäre ich vorsichtig. Der Link ist vom Hersteller, es wurden "Versuche" in Ländern gemacht, wo das Mittelchen als Prophylaxe gegen Wurmbefall ausgegeben wurde...
In der Apothekerzeitung stand ein Artikel dazu und ich bin seitdem gespalten. Wenn jemand näheres weiß, wäre ich dankbar...
Lg
Die scheinheilge Erklaerung von Merck kenne ich. Lachhaft! Der Artikel in der Apothekerzeitung war mehr ausgewogen. Ivermectin wird seid 50 Jahren weltweit millionenfach verschrieben, 1975 gab es den Medizin-Nobelpreis fuer die Entwicklung des Medikamentes. Eines der bestvertraeglichen Medikamente, die es gibt. Da jedoch der Patentschutz abgelaufen ist, hat Merck kein kommerzielles Interesse mehr an Ivermectin.

Ich finde das bizarr, die grosse Mehrheit der Bevoelkerung hat keine Probleme, experimentielle Impfstoffe zu nehmen, die es gerade ein paar Monate gibt. Aber ein Medikament, das seit 50 Jahren verwendet wird, soll auf einmal gefaehrlich sein.

Die Meinung von Merck spielt sowieso keine Rolle (mehr), Laender wie Bulgarien und Indien produzieren ihr eigenens Ivermectin, und die WHO wird bald eine Empfehlung fuer Ivermectin aussprechen. Und in den USA hat die NIH ihre Richtlinien schon soweit abgeaendert, dass Aerzte Ivermectin benutzen koennen, wenn sie wollen (es wird nicht mehr von der Benutzung abgeraten).

Gerade heute sind zwei Artikel in der englischen Presse erschienen:

https://www.dailymail.co.uk/news/articl ... mailonline

https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/s ... 561927.amp

Interessant auch hier aus der Schweiz:
https://www.aargauerzeitung.ch/leben/co ... ld.2081020

Ivermectin wirkt in allen Phasen der Krankheit, in der fruehen viralen Phase und in der spaeteren Phase der Entzuendungsreaktionen und des Cytokin-Sturms. Und als Prophylaxe. Alle Studien zeigen die gleichen Tendenz, egal ob Randomized Controlled Trial oder Observational Study. Und die Studien kommen von den verschiedensten Forschern und Laendern, aus Argentinien, Spanien, Bulgarien, Pakistan, Iran, Israel, Mexiko, Indien, Peru, Libanon usw.
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von Katja.F »

Da hier jetzt so oft auf das vermeintlich hohe Risiko von LehrerInnen und ErzieherInnen aus der AOK-Studie hingewiesen wurde:

Es wurden NICHT NUR die Corona-Erkrankungen erfasst. Sondern auch alle, die wegen "Verdacht auf Covid" krankgeschrieben waren: https://www.aok.de/fk/aktuelles/erziehe ... schrieben/ Gute 50% waren dann tatsächlich erkrankt, das halbiert die Zahlen mal eben fast.
Unsere Vorstellung: viewtopic.php?f=19&t=134971&p=2225193#p2225193
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von Lisa Maier »

Hallo,
Ich denke, es geht nicht nur um das Risiko der Lehrer selbst. Stellt Euch einfach mal vor, in Klasse A sitzt ein Positiver. Bio-Lehrer X ist eine Doppelstunde dort und infiziert sich. 3 Tage später hat er noch völlig ahnungslos je eine Doppelstunde in Klasse B, C und D...
Lehrer eignen sich prima zum Superspreader.

Viele Grüße

Lisa

melly210
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von melly210 »

Das Risiko der Lehrer ist viel höher. Die stehen in einem dicht mit Leuten besetzten Raum, über Stunden hinweg mit denselben Leuten. Lehrer und Kindergärtner sind in jeder einzelnen Studie die ich dazu kenne unter den Berufsgruppen mit dem allerhöchsten Coronarisiko. Oft höher als bei Angestellten im medizinischen Bereich.

@Doro das Problem mit Ivermectin ist daß man sehr, sehr hohen Dosen davon nehmen muß ( mit den entsprechenden Nebenwirkungen) um als Resultat einen ziemlich kleinen antiviralen Effekt zu erreichen. Es gibt bedeutend bessere antivirale Mittel die erheblich weniger Nebenwirkungen haben.

@Rieke sowohl beim deutschen als auch beim österreichischen Impfplan wird von beiden Seiten gearbeitet. In jeder Gruppe sind sowohl Leute aus Risikogruppen als auch Leute mit sehr exponierten Gruppen. Eben weil beides wichtig ist. Aktuell werden halt Risikoseitig erst die Hochrisikogruppen geimpft. Über 80jährige, akut Krebskranke etc
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Doro1970
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von Doro1970 »

melly210 hat geschrieben:
25.02.2021, 22:21
@Doro das Problem mit Ivermectin ist daß man sehr, sehr hohen Dosen davon nehmen muß ( mit den entsprechenden Nebenwirkungen) um als Resultat einen ziemlich kleinen antiviralen Effekt zu erreichen. Es gibt bedeutend bessere antivirale Mittel die erheblich weniger Nebenwirkungen haben.
Hi Melly210,

Sorry, das ist Bloedsinn! Du beziehst dich hier auf die IN VITRO Studie von Kylie M.Wagstaf. Gerade dir muesste der Unterschied zwischen in vitro, in silico, in vivo und klinischen Studien klar sein. Die klinischen Studien zeigen, das 200-400ug/kg pro Tag fuer 2 Tage fuer die Fruehbehandlung gute Wirkung zeigen.

Fuer Patienten im Krankenhaus, 300 ug/kg pro Tag fuer fuenf Tage:

https://covid19criticalcare.com/wp-cont ... EUTSCH.pdf

Die Dosis von 200 ug/kg entspricht uebrigens der Dosis fuer die Kraetze-Behandlung, fuer die Ivermectin seit langer Zeit eingesetzt wird.

Ein guter Ueberblick:

Kory et al., Frontiers in Pharmacology, doi:10.3389/fphar.2021.643369 (Review) (Peer Reviewed)
Review of the Emerging Evidence Demonstrating the Efficacy of Ivermectin in the Prophylaxis and Treatment of COVID-19

Wurde zur Veroeffentlichung angenommen, wie man dem DOI entnehmen kann, allerdings ist dort bisher nur das Abstract, hier der Full Text:
https://osf.io/wx3zn/

Und zu deinem zweiten Halbsatz, "es gibt erheblich bessere antivirale Mittel, die erheblich weniger Nebenwirkungen haben". Erstens hat Ivermecting kaum Nebenwirkungen, zweitens hat es nicht nur anti-virale Wirkung, und drittens, genau, es gibt so viele tolle antivirale Mittel, die erfolgreich fuer Covid eingesetzt werden, deshalb stirbt ja auch fast niemand. Und Covid kann ja ganz toll behandelt werden. *Ironie*

Meinst du vielleicht Remdisivir von Gilead, dass die EU fuer viele Millionen eingekauft hat? Das Mittel, von dem die WHO inzwischen abraet, weil es keine Wirkung hat, sondern eher noch schaedlich ist, weil es intravenoes gegeben werden muss, und zu Nierenversagen fuehren kann? Ein antivirales Mittel, das nur im Krankenhaus verabreicht werden kann? Dann, wenn die virale Phase der Krankheit schon vorbei ist..

Cheers

Doro
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von melly210 »

@Doro antivirale Mittel sind generell nicht der heilige Gral als der sie gerne gesehen werden. Das bringt meist nur ganz am Anfang was, und selbst dann nur begrenzt. Siehe auch Tamiflu bei der Grippe. Und nein auch Ivermectin wird das nicht schaffen. Nicht mal die wohlwollendsden dieser Studien zeigen einen Effekt der erheblich über Tamiflu und Co rausginge.

Abgesehen von der FLCC rät aktuell niemand zum Einsatz, und das aus gutem Grund. Es gibt keine großen, randomisierten Studien dazu. Es werden in den kleinen Studien die es dazu gibt unterschiedlichste Formulierungen verwendet, oft, nicht immer, sehr hoch, es fehlen die Kontrollgruppen oder sie sind nicht randomisiert etc ppp. Es haben schon sehr häufig Medikamente die in so kleinen Studien gut ausgeschaut haben sich dann in großen, randomisierten Studien nicht bewährt.

Wenn, würde ich da deutlich eher auf Rotalgenextrakte (Carragelose) setzen. Da ist die Wirkung bei Corona zwar auch nicht bewiesen, auch da gibts nur diverse kleinere Studien, aber das schadet wenigstens garantiert nicht, egal wieviel man davon sprayt und lutscht, das macht nur einen Feuchtigkeitsfilm auf den Schleimhäuten. Hilft übrigens auch super gegen Pollen, ich verwende den Spray seit Jahren wegen meinen Allergien.
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melly210
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von melly210 »

Sorry zu früh abgeschickt...300 ug/kg über einen längeren Zeitraum ist sehr wohl hochdosiert, i.d.r. gibt man 200 ug/kg als Einzeldosis. Teilweise wurde in den Studien auch noch deutlich mehr als 300 ug/kg gegeben.
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Ayden
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Re: Schule/Impfungen-ich bin sauer

Beitrag von Ayden »

Liebe alle, liebe Doro,

das Problem bei Ivermectin ist ein genetisches/krankheitsbedingtes - und völlig unabhängig von der Wirkung (gegen was auch immer)

Besteht eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, dann kommt es - auch beim Menschen - zu einer starken Anreicherung des Wirkstoffs im Gehirn und da ist er extrem neurotoxisch. Das führt zu Krämpfen bis hin zum Tod.

Eine solche vermehrte Durchlässigkeit gibt es im Rahmen von bestimmten Erkrankungen (Tumoren, Infektionen) aber auch genetisch. Und gar nicht so selten auch beim Menschen. Das Gen ist das sogenannte MDR1 Gen. Ist dies in der TT Variante vorhanden, also durchlässiger/ defekt, ist Ivermectin unter Umständen in der normalen Dosierung schädlich oder womöglich tödlich.

Diese sogenannte TT Variante haben, so viel ich weiß, bis zu 20% der Bevölterung (bitte bei Interesse aber da nochmal googeln! Das habe ich nicht gemacht, habe es so als Richtschnurwert im Gedächtnis)

Ob dieser Gendefekt vorliegt, kann getestet werden. Für Hunde (Collies haben den Gendefekt ganz häufig, Bordercollies zu 98 %) gibt es diesen Gentest für 59 Euro beim Tierarzt. Keine Ahnung, ob man dem Tierarzt auch Menschenblut geben kann !!???!!! ÜÜÜÜÜÜ

Also: Ich würde den Wirkstoff nur nehmen, wenn ich sicher wäre, dass meine Blut-Hirn-Schranke intakt ist und ich keinen MDR 1 Defekt habe.

Wenn die Blut-Hirn-Schranke intakt ist, dürften die Nebenwirkungen tatsächlich eher gering sein, da die u.U. tödliche `Nebenwirkung´ ja eigentlich Teil der Hauptwirkung ist!

Herzliche Grüße,

Ayden

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