Julia mit Sohn (5, vermutlich ASS)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Julia90
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Julia mit Sohn (5, vermutlich ASS)

Beitrag von Julia90 »

Hallo,

Nachdem ich immer mal wieder reingelesen habe, habe ich mich dann heute auch angemeldet und freue mich auf Anregungen, Austausch und Unterstützung.

Ich bin Julia, unser Sohn R. ist im November 2015 zur Welt gekommen und war unser erstes Kind. Das "klassische" 24h-Baby, nur in der Trage zufrieden, dauerstillend. Schon sehr früh ist mir aufgefallen, dass er uns nicht angelächelt hat, obwohl er es schon "können sollte". Da habe ich das erste Mal an Autismus gedacht... Motorisch war bzw. ist R. ebenfalls verzögert, gelaufen ist er mit 19 Monaten, allerdings hatten wir einen sehr entspannten Kinderarzt, der das alles noch im Rahmen sah. Sprachlich hat er nie gelallt, grundsätzlich keine orale Phase gehabt (er hat nichts außer Essen in den Mund genommen), dafür aber mit 24 Monaten sprachlich perfekt. Mit 27 Monaten wurde er großer Bruder und dann wurden auch die Schwierigkeiten deutlicher. Zuerst haben wir es auf die Entthronung gesprochen, hatten aber diverse Elterngespräche wegen ihm in der Krippe, weil er zunächst andere Kinder gegen ihren Willen gekuschelt hat; später hat sich dies dann in Aggressionen weiterentwickelt. Wir sind dann ans SPZ weiter "gewandert"; dort wurde ein hoher IQ festgestellt, auf den die Heilpädagogin vieles geschoben hat. Auf jeden Fall hat es die Situation nicht langfristig verbessert, haben dann aber noch Ergotherapie angefangen zu der R. meist gerne geht und die ihm feinmotorisch und was Ausdauer/Frustrationstoleranz angeht gut geholfen hat. Der 2019 zu Rate gezogene KJPsychiater sah die "Schuld" ausschließlich in Erziehungsfehlern und der Tatsache, dass wir mit Mitte 20 Eltern geworden sind, empfahl uns dann "Warum französische Kinder keine Nervensägen sind" und sah überhaupt keine Probleme in dem was wir geschildert haben. Nun gut, letztes Jahr war dann wieder der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr weiterwusste und ich mich an die Uniklinik gewendet habe und seitdem stecken wir in der Diagnostik, waren fast fertig, aber nun darf der ADOS nicht durchgeführt werden wegen der Corona-Situation. Allerdings habe ich neulich mit der Therapeutin telefoniert und sie sprach im Zusammenhang mit R. sehr oft von "autistischen Kindern", also wird er wohl ins Spektrum fallen...
Nächstes Jahr steht die Einschulung bevor, was uns große Bauchschmerzen macht, ich werde also mal in den Autismus-Bereich ziehen und dort bestimmt die ein oder andere Frage stellen.

Herzlich
Julia
Julia (*1990)
R. (*11/2015) V.a. ASS
A. (*02/2018) Bisschen hypoton, bisschen sprachlich verzögert, sonst fit

KatjaYTR
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Re: Julia mit Sohn (5, vermutlich ASS)

Beitrag von KatjaYTR »

Willkommen Julia,

Mein Sohn ist 4,5 J. Die wenigen angekratzten Punkte finde ich hier absolut wieder.
Krippe mit 2: Das haben wir noch nie erlebt. Er Umarmt die Kinder ständig und nimmt üüberhaupt nicht wahr, dass die das mal nicht wollen. Und auch unheimlich fest.
Krippe mit 3: Er rennt ständig die anderen Kinder um, schaut uns nicht an und reagiert nicht auf seinen Namen.

Wir haben Anfang 2020 die V. A tiefgreifende Entwicklungsstörung bekommen.
November 2020 dann V. A frühkindlichen Autismus (hf)

In einem halben Jahr müssen wir wieder zur Testung um die Diagnose zu sichern (oder eben nicht).

Freue mich von euch im Autismusbereich zu lesen :)
11/16: Sohnemännchen Y. V.a. Frühkindlicher Autismus high functioning
07/18: Töchterchen T. Gesund

02/87: R. Mami von Y. Und T.
11/92: K. Mama von Y. Und T. V.a. BPS (2011) DD Asperger-Autismus

Julia90
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Re: Julia mit Sohn (5, vermutlich ASS)

Beitrag von Julia90 »

Hallo Katja,

Oh, das habe ich tatsächlich noch nie gehört, dass sich noch ein Kind über die Umarmungen (zu fest!!) reguliert(?) hat. Wow, das war wirklich ein bisschen mind blowing dass das nicht nur mein Sohn ist. Ist dein Sohn non-verbal, wenn er V.a. frühkindlichen Autismus hat bzw wie kommt es zu der Verdachtsdiagnose und nicht Asperger/ASS? Obwohl auf unseren Überweisungen für die Uniklinik auch frühkindlicher Autismus draufsteht... aber irgendwie auch blöd, dass ihr es noch mal absichern müsst; dann könnt ihr ja gerade noch keine "Leistungen" in Anspruch nehmen, oder?
Julia (*1990)
R. (*11/2015) V.a. ASS
A. (*02/2018) Bisschen hypoton, bisschen sprachlich verzögert, sonst fit

KatjaYTR
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Re: Julia mit Sohn (5, vermutlich ASS)

Beitrag von KatjaYTR »

Hallo Julia,

Jaa total für mich auch. Das war auch fast es erste was uns so ja...so Seltsam vorkam, dass wir uns Gedanken gemacht haben. Die Erzieherinnen meinten ja auch, sie haben schon viel gesehen mir beißen etc. Aber DAS tatsächlich in dem Ausmaß noch nicht.

Nein er ist nicht nonverbal. Aber er hat verzögert angefangen zu sprechen und erst mit 2,5 Jahren 2 Wort Sätze. Dialog geht erst so seit er 3,5 ist. Aber mittlerweile spricht er seeehr eloquent. Er kopiert oft Sätze aus TV. Wenn er selbst einen Satz formuliert dann "hängt die Platte" und er nutzt unpassende Wörter teilweise. Ist aber vom Wortschatz altersentsprechend. Ne Quasselstrippe ist er aber nicht.

Laut Kjp ist halt der Ausschlaggebende Punkt die Sprachentwicklungsverzögerung und dass er schon so früh auffällig war. Deswegen frühkindlich.. Die vom ATZ meinte meine Erzählungen passen eher zu Asperger. Aber HFA sind wohl sehr ähnlich zu Asperger.
Wir bekommen mit der Verdachtsdiagnose alles. Auch Autismustherapie. Da kam vorgestern die Kostenzusage vom Sozialamt. Hier im Bundesland gibt's bis 5/6 wohl immer nur eine Verdachtsdiagnose. Ausschlaggebend ist, dass sie von der Autismusambulanz ist. Davor hatten wir "nur" V. A tiefgreifende Entwicklungsstörung nicht näher bezeichnet.

Vg
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