Kaum Veränderung durch COVIT wem geht es genauso?

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Sia
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Re: Kaum Veränderung durch COVIT wem geht es genauso?

Beitrag von Sia »

Hallöchen Zusammen

Bei uns ist es auch so, dass sich eigentlich nichts verändert hat. Wir leben seit 10 Jahren so, wie andere jetzt leben "müssen"! Für alle ist es "schlimm" für mich Normalität!
Einzig die Zeit, in der wir Homeschooling hatten, war schlimm. Es war seitens Schule nichts organisiert und bei uns mussten wirklich die Eltern mit den Kindern lernen. Inzwischen ist alles aufgeleist und vorbereitet. Wenn die Kinder nicht zur Schule können, läuft Homeschooling "online"!
Schade ist, dass mein Mann kein HomeOffice machen kann. Er geht "normal" zur Arbeit. So bleibt - eigentlich wie vorher - zu Hause alles an mir hängen. Wenn die Kinder zu Hause sind - insbesondere mein Ältester - ist es schon sehr anstrengend!
Die wenigen Entlastungsstunden, die wir hatten, haben sich noch mehr reduziert. Zwei von vier Assistenzpersonen haben gekündigt. In der jetzigen Zeit jemanden zu finden, ist noch schwieriger als vorher. Eigentlich unmöglich.
Mein "Arbeitspensum" hat sich erhöht. Vor Corona ging es gerade so auf 40% Pflege meines Sohnes / 30% Haushalt / 20% Administration / 10% berufliche Tätigkeit. Seit Dezember bin ich wieder über dem Limit und muss wie früher viele Nachtschichten einlegen, um alles unter einen Hut zu bringen: 70% - 100% Pflege meines Sohnes / 40% Haushalt / 20% Administration.
Eigentlich hatte ich mich selbstständig gemacht. Bin seit zwei Jahren dabei mir eine berufliche Existenz aufzubauen. Das musste ich nun nach und nach wieder einstellen. Zur Zeit liegt mein "Geschäft" auf Eis!

Bin gespannt, wie sich im neuen Jahr alles entwickelt!
Eine schöne Zeit wünscht
Sia (aus der Schweiz :wink:)
Stell' dich täglich dem Wind, dann trotzt du dem Sturm. Geh' lachend durch den Regen und du überwindest die Flut
J. 2004 MPS3a / K. 2005 hochfunktionale ASS / M. 2010 ADHS

RikemitSohn
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Re: Kaum Veränderung durch COVIT wem geht es genauso?

Beitrag von RikemitSohn »

Hallo,

Für uns haben sich viele Dinge nicht geändert und da bemerken wir den Lockdown kaum. Wir gehen ungern shoppen, niemals Essen, bei der Pizzeria um die Ecke kann mein Sohn nachwievor seine geliebte Pizza abholen, unsere Freizeit hängt kaum an Institutionen. Der fehlende Urlaub piekst schon etwas, aber das nicht unbedingt wegen Corona allein. Wir konnten schon 18 und 19 nicht verreisen, da ich gesundheitlich nicht in der Lage war. 2020 wollten wir dann endlich mal wieder ein paar Tage los. Lange Urlaube sind eh nicht drin. Aber wir machen es uns auch zu Hause schön und das werden wir nach der Impfung doppelt nachholen. Den Coronasommer mit leeren Schwimmbädern haben wir sogar genossen.

Was mich immer mehr durch Corona belastet sind die fehlenden Kontakte. Besonders bei meinem Sohn fällt es mir immer schwerer Nein zu sagen. Ein Teenager möchte sich mit Freunden treffen und Mutterfreien Spaß haben. Das ist auch nicht mehr gut online ersetzbar, obwohl er viel daddeln darf mit seinen Freunden. In meinem Freundeskreis ist die Bereitschaft sich Alternativen auszudenken immer geringer und daher werden Kontakte schwieriger. Zwei Kontakte habe ich zu meiner Blase erklärt und habe engen Kontakt, was mir bei diesen Zahlen aber auch gerade wieder schwer fällt.
Für mich besteht ein hohes Risiko durch Covid und ich bin allein verantwortlich für mein Kind.
Meine Energie mit dieser ständigen Angst zu leben wird weniger. Daher bin ich sehr froh über den Lockdown und hoffe auf weitere Schulschließungen, aber die sozialen Folgen richtig zu händeln werden schwieriger.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

Michaela.Sandro
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Re: Kaum Veränderung durch COVIT wem geht es genauso?

Beitrag von Michaela.Sandro »

Hallo zusammen, bei mir war das alles etwas anders, weil ich mit Sandro alleine bin. Der Vater lebt in der Schweiz, war seit Monaten nicht mehr da, die Kindergruppe der Lebenshilfe findet nicht statt, Ferienprogramm/Ausflüge der Lebenshilfe sind ausgefallen und da es keine Veranstaltungen, Straßenfeste oder einfach nette Treffen mit Freunden gab, bin ich überwiegend allein, habe kaum Zeit für mich und keinerlei Abwechslung. Ich war 2020 fast nur im Homeoffice, habe Sandro stundenweise betreuen lassen, damit ich meine Arbeit schaffe und war froh, als auch er in die Notbetreuung der Schule gehen konnte. Wir waren zum Glück im Sommer viel mit dem Tandem unterwegs, das hat wenigstens etwas „Leben“ gebracht.
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!

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Andrea5
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Re: Kaum Veränderung durch COVIT wem geht es genauso?

Beitrag von Andrea5 »

Hallo Zusammen,

bei uns ist es auch etwas anders. Homeschooling im Frühjahr war eine Katastrophe. Overloads und Meldowns waren an der Tagesordnung. Entlastung durch Familienentlastenden Dienst Fehlanzeige, ebenso Privatbetreuung
wegen Sport. Als im Mai wieder die Schule anfing kam Ben gleich in die Notbetreuung, also jede Woche zur Schule. Mein Mann und ich waren am Ende mit unseren Kräften. Wir haben zwar eine gewisse Struktur zu Hause, aber eine schulische können wir Ben nicht richtig bieten. Hatten zwar die Homeschooling-Aufgaben erledigt, aber das war so kräftezehrend. Und mangelnde soziale Kontakte halten sich im Rahmen. Wir besuchen und bekommen Besuch von einigen wenigen Leuten. Die restlichen Kontakte gehen per Telefon. Und ich bin froh nicht im Homeoffice zu arbeiten (Arbeit ist kaum homeoffice-fähig). Arbeitskollegen sind auch vor Ort, da gibt es auch mal einen kurzen Smalltalk. Mein Highlight war übrigens die Muki-Kur in St.Ingbert.

Ich habe Respekt vorm Virus und bin auch vorsichtig. AHA ist für uns wichtig. Aber ständige Angst vorm Virus haben, das verkneife ich mir. Dann stehe ich mir nämlich selber im Wege. Schulschließungen muss ich auch nicht haben. Mein Sohn hat dort seine sozialen Kontakte. Und die ganzen Ausraster kommen einfach durch die Schulschließungen im Frühjahr. Bei uns in Niedersachsen geht die Schule am 11.01 wieder los im Wechselbetrieb. Ben geht in die Notbetreuung, also jede Woche in die Schule. Und zwar von 8 bis 13:45 Uhr. Ob es vom Familienentlastenden Dienst Entlastungsangebote gibt, weiß ich nicht genau. Einzelbetreuung soll es wohl geben, aber das Personal ist dort knapp. Ich hoffe, dass ich ein positivere Antwort bekomme als im Frühjahr.

Ja ich wünsche mir mehr Normalität. Corona hat mal wieder alles kaputt gemacht.

LG Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD) blockadefrei, Legasthenie mit kormobide AVWS
Ben 01/04 KISS(KIDD) blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis und
Sternenmama *1931 bis 09/2019

"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)

Susanne1887
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Re: Kaum Veränderung durch COVIT wem geht es genauso?

Beitrag von Susanne1887 »

Hallo,

bei uns im Lockdown ist es leider nicht ganz so einfach gerade. Der Papa liegt seit 4 Wochen im Krankenhaus und wir durften ihn ja nicht besuchen und wir vermissen ihn so sehr. Durch seine Krankheit wäre Corona gerade auch sehr furchtbar für ihn.
So leben wir seit Wochen eigentlich fast komplett abgeschieden vom Rest der Welt. Die Kinder waren von Anfang Dezember bis Mitte Dezember in Quarantäne, da Corona massiv in der Schule ausgebrochen war.
Und ich merke, wie sehr homeschooling an die Grenzen geht - mit einem "besonderen" Kind nochmals viel mehr. Das gibt auch öfter Streit. Schon letztes Jahr ist meine Tochter im homeschooling in ihren Leistungen zurückgefallen. Wir hatten in einem halben Jahr gerade 3 Wochen Schule. Jetzt hat sie wieder aufgeholt, doch dieser Lockdown jetzt wird wieder ein große Lücke hinterlassen.
Ich habe ehrlich gesagt auch oft nicht die Kraft sie zum Lernen zu überreden. Denn dann kommt sofort wieder Gegenwehr. Das Einzige was derzeit ganz gut funktioniert ist ANTON.

Aber der Lockdown hat auch was "Gutes" - sich auf die Grundlagen zu besinnen. Dankbar zu sein für ein warmes Haus, für ein warmes Mittagessen und für die Familienzeit zusammen. Und dieser schreckliche Schuldruck (4. Klasse Bayern) ist zum Glück derzeit auch nicht. Und wenn der Papa wieder heimdarf, sind wir wieder ganz glücklich.

LG
Susanne
Mia'10: auditive Wahrnehmungsstörung nach langjähriger sehr starker Schwerhörigkeit,
Hypersensibilität, LRS

Fabienne'14: gesund

NataschaSte
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Re: Kaum Veränderung durch COVIT wem geht es genauso?

Beitrag von NataschaSte »

Hallo,

Bei uns ist bis auf die drei Tage wo mein kleiner 90 min in den kiga geht alles gleich...

Ausflüge finden eh nur im grünen alleine statt.

Einzig das Hallenbad fehlt uns.... Aber da war es schon.

Sozialkontakte hatte ich vorhin schon kaum und deswegen fehlen mir die kaum
Natascha und Thaddäus, geb 12/15, atypischer Autismus

Wissen schützt vor Dummheit nicht (alligatoah)

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