Nadine mit Zwillingungsfrühchen (extremes Untergewicht)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Nadine1987
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Nadine mit Zwillingungsfrühchen (extremes Untergewicht)

Beitrag von Nadine1987 »

Hallo,
Ich bin neu hier und würde mich gerne austauschen.

Ich bin Mama von Zwillingsjungs.
Geboren im Mai 20 in der SSW 29+3 aufgrund Plazentainsuffizienz.
Beide stark retardiert dadurch, Geburtsgewicht 835g und 350g.
Beide konnten selbstständig atmen, lediglich Highflow und CPAP.

Der Kleine hatte einen künstlichen Darmausgang, eine schwere Blutvergiftung, eine weitere schwere Blutvergiftung mit zusätzlicher Hirnhautentzündung - da war er dann intubiert.

Der Kleine isst recht wenig, schafft nur 350-410ml am Tag - nach Abstillen gibt es BEBA Frühgeborenennahrung Stufe 2 seit ca drei/vier Wochen.
Er ist weit unter der 3% Perzentile, gilt als Kleinwüchsig und hat Mikrozephalie

Der Große schafft 650-750 ml, er bekommt Pre.

Nach sechs Monaten wiegt der Große 5.600g, der Kleine 3.500g.

Wir haben natürlich Angst, dass er nicht aufholen kann, da er, trotz Hochkalorischer BEBA, nicht so gut zunimmt.

Hat jemand ähnliches erlebt?

Liebe Grüße

Gaby79
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von Gaby79 »

Hallo,

wie geht es denn sonst deinem Kleinen? Ist er zufrieden, geht es ihm gut? Welchen Eindruck macht er? Meine Tochter, auch Extremfrühchen, war/ist immer wesentlich kleiner gewesen als andere im gleichen Alter. Als Faustregel habe ich gesagt bekommen, dass ein Kind ca 100 ml pro Kilo Körpergewicht trinken sollte. Das passt ja grob bei deinem Kleinen. Dass er langsamer zunimmt, könnte daran liegen, dass er die Nahrung einfach anders verwertet, die Energie anderweitig verbraucht. Nach dem niedrigen Geburtsgewicht hat er viel aufzuholen.
Wenn es ihm gut geht, lass ihm einfach seine Zeit und vergleiche ihn nicht mit seinem Bruder. Auch Zwillinge sind individuell. Und wie heißt es so schön: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.

LG

die-ottilie
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von die-ottilie »

Hallo,
Ich musste meinen Benutzernamen ändern, da ich mein PW verbummelt habe und nix zu machen war, es wieder herzustellen....

Willkommen erstmal an Dich!

Der Sohn einer Bekannten kam.in der 36 SSW. Mit knapp 1000g zur Welt und nimmt immernoch trotz hochkalorischer Kost kaum zu. Jedes Gramm ist eine Freude und essen immer ein Kampf.
Heute, mit 6 Jahren, wiegt er etwas über 10 Kilo.
Er entwickelt sich sehr langsam, aber immer stetig. Er hat zu dem aber noch eine geistige Behinderung.

Vg

Susi2015
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von Susi2015 »

Hallo Nadine,

willkommen im Forum.
Was sagen den die Ärzte zur Gewichtszunahme und zur geringen Trinkmenge? Wie oft trinkt er tags und nachts?

Ich hab auch Zwillingsjungs, die in der 24. SSW auf die Welt kamen. Unser Kleiner war auch immer klein und die Trinkmenge gering, aber dafür öfters. Unsere Kinderärztin sagte immer solange er sonst fit ist, ist alles okay. Ich hab gerade mal nachgeschaut, unser Kleiner hat mit 7 Monaten knapp 5 kg gewogen. Wir haben die ersten Monate auch die Beba Frühchennahrung. Seit der Entlassung aus dem Krankenhaus. Auch heute ist Essen noch ein Kampf und Größe und Gewicht unter der Perzentile. Sonst ist er aber fit und voller Energie.

Ist die Verdauung sonst in Ordnung?

LG
Susi

Nadine1987
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von Nadine1987 »

Gaby79 hat geschrieben:
10.11.2020, 21:25
Hallo,

wie geht es denn sonst deinem Kleinen? Ist er zufrieden, geht es ihm gut? Welchen Eindruck macht er? Meine Tochter, auch Extremfrühchen, war/ist immer wesentlich kleiner gewesen als andere im gleichen Alter. Als Faustregel habe ich gesagt bekommen, dass ein Kind ca 100 ml pro Kilo Körpergewicht trinken sollte. Das passt ja grob bei deinem Kleinen. Dass er langsamer zunimmt, könnte daran liegen, dass er die Nahrung einfach anders verwertet, die Energie anderweitig verbraucht. Nach dem niedrigen Geburtsgewicht hat er viel aufzuholen.
Wenn es ihm gut geht, lass ihm einfach seine Zeit und vergleiche ihn nicht mit seinem Bruder. Auch Zwillinge sind individuell. Und wie heißt es so schön: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.

LG


Hallo Gaby79,

Sonst -abgesehen von seinen Voerkrankungen, wo man nicht weiß, ob und was es für Folgeschäden haben kann- geht es ihm gut.

Nadine1987
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von Nadine1987 »

Susi2015 hat geschrieben:
10.11.2020, 21:35
Hallo Nadine,

willkommen im Forum.
Was sagen den die Ärzte zur Gewichtszunahme und zur geringen Trinkmenge? Wie oft trinkt er tags und nachts?

Ich hab auch Zwillingsjungs, die in der 24. SSW auf die Welt kamen. Unser Kleiner war auch immer klein und die Trinkmenge gering, aber dafür öfters. Unsere Kinderärztin sagte immer solange er sonst fit ist, ist alles okay. Ich hab gerade mal nachgeschaut, unser Kleiner hat mit 7 Monaten knapp 5 kg gewogen. Wir haben die ersten Monate auch die Beba Frühchennahrung. Seit der Entlassung aus dem Krankenhaus. Auch heute ist Essen noch ein Kampf und Größe und Gewicht unter der Perzentile. Sonst ist er aber fit und voller Energie.

Ist die Verdauung sonst in Ordnung?

LG
Susi

Hallo Susi2015,

Bei euch ist das Gewicht dann sehr gut in die Höhe geschossen- das hätte ich auch gerne.

Die Ärzte sagen nur, man muss das im Auge behalten.

Er trinkt tagsüber ca alle drei, vier Stunden. Von der letzten Mahlzeit (zwischen 20 und 21 Uhr) schläft er bis vier/fünf Uhr morgens. Ca sechs bis sieben Mahlzeiten über den Tag verteilt

Nadine1987
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von Nadine1987 »

die-ottilie hat geschrieben:
10.11.2020, 21:32
Hallo,
Ich musste meinen Benutzernamen ändern, da ich mein PW verbummelt habe und nix zu machen war, es wieder herzustellen....

Willkommen erstmal an Dich!

Der Sohn einer Bekannten kam.in der 36 SSW. Mit knapp 1000g zur Welt und nimmt immernoch trotz hochkalorischer Kost kaum zu. Jedes Gramm ist eine Freude und essen immer ein Kampf.
Heute, mit 6 Jahren, wiegt er etwas über 10 Kilo.
Er entwickelt sich sehr langsam, aber immer stetig. Er hat zu dem aber noch eine geistige Behinderung.

Vg

Hallo di-Ottilie,
Darf ich fragen, woher die geistige Behinderung dramatisch?
Aufgrund Vorerkrankung?

Liebe Grüße

Sabinereieg
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von Sabinereieg »

Hallo,
meine Tochter hat mit 12 Monaten 5600g gewogen. Auch heute noch ist sie klein und leicht aber körperlich fit und glücklich. Ihr sollte wegen des Gewichts eine PEG gelegt werden, haben sie dann aber mit Bambinchen Ziegenmilchpulver für Babies aufgepäppelt. Vielleicht ist das später auch für euch eine Option.
LG

JohannaG
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von JohannaG »

Hallo Nadine,

meine Tochter ist mit 570 Gramm geboren. Mit 6 Monaten hat sie Grö0e 50/56 getragen und etwa 3500 Gramm gewogen, mit 12 Monaten hatte sie sich auf stolte 5700 Gramm hochgekämpft.
Heute ist sie fast neun, im Vergleich zu Gleichaltrigen zierlich, aber nicht extrem klein, und fit.
Dein Sohn ist ja auch wirklich sehr klein gestartet - er hat sich schon verzehnfacht - das hört sich für mich schon mal gut an! Kann schon noch alles werden!
Aber ich kann mich auch sehr gut erinnern, wie nervös da viele waren. Wir haben viel versucht, um mehr Kalorien in das Kind rein zu bekommen, hat aber alles nichts geholfen. Ruhig geblieben ist eine Ärztin im SPZ, die immer wieder erklärt hat, so lange es ihr offensichtlich gut gehe, sei auch alles ok. Sie hat recht behalten.
Liebe Grüße, Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

die-ottilie
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Re: Frühchen mit extremen Untergewicht

Beitrag von die-ottilie »

Hallo Nadine,
Nein, die Ursache weiß man nicht.
Ich denke aber manchmal, dass man auch Läuse und Flöhe haben kann. Also das eine nix mit dem anderen zu tun hat.
Ich vermute bei dem Kind ein Silver-Russell Syndrom, es passt alles. Aber die Mama will davon nix wissen. Da sie nur eine Bekannte ist, steht es mir auch nicht zu, ihr da so stark einzureden. Sie fördert ihn viel. Daher würde eine Diagnose auf dem Papier wenig ändern.

Was kann Dein Kind schon und wie geht es ihm sonst?

Vg

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