Impfen gegen Corona?

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Sara81
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Impfen gegen Corona?

Beitrag von Sara81 »

Hallo zusammen,

ich stelle mir schon lange die Frage, wenn es einen Impfstoff gegen Corona in Deutschland gibt, lass ich dann das Minikind (und den Rest der Familie) impfen?

Minikind ist aufgrund der Lungensituation Risikopatient. Ich bin grundsätzlich Pro Impfen eingestellt, er hat alle nach Stiko empfohlenen Impfungen bekommen, ebenso auch Grippe. Aber will ich ihm einen nicht langfristig erprobten, schnell hergestellten Impfstoff geben?

Ich bin hin und her gerissen. Wie seht ihr das? Ich möchte hier keine Diskussion, ob man grundsätzlich impfen sollte, sondern nur diesen speziellen.

LG Sara
MaxiKind (2011)....Toller großer Bruder
MiniKind (2016).... Gendefekt, Muskelhypotonie, Dysphagie mit Button, Entwicklungsverzögert, teils Beatmungspflichtig

Petra404
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Petra404 »

Hallo Sara,


diese Frage stelle ich mir bereits die ganze Zeit. Insbesondere wenn es ein RNA-Impfstoff werden sollte. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann es hierbei auch zu Genveränderungen führen. Was kann das dann für mich als Pflegeperson bedeuten?

Aber auch sonst, welche Nebenwirkungen gibt es?

Nach heutiger Sicht, habe ich für mich und meine Familie beschlossen, das wir erst noch abwarten.

Viele Grüße Petra
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KCNB1 Gen-Defekt (Mikrozephalie, Epilepsie, Entwicklunsgverzögerung)

Mellie
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Mellie »

Hallo,

die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Ich werde wohl erst einmal abwarten. Habe mich damals auch nicht gegen Schweinegrippe impfen lassen, aber danach gegen Grippe, wo der Impfstoff auch drin war. Schwierige Entscheidung, aber ich lasse erst einmal andere Leute den Vortritt. Ist mir alles zu heikel....
Viele Grüße,
Mellie
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Julia27118
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Julia27118 »

Ich werde weder mich noch unseren Sohn dagegen impfen lassen, bis es wenigstens mittelfristige Studien gibt.

Grundsätzlich bin ich aber auch vorsichtig bei dem Thema impfen. Grippeimpfung verweigere ich ebenfalls, gegen Mumps bin ich non responder. Eines meiner Tiere ist nach herpesimpfung mit cobd erkrankt, seit dem bin ich da achtsam.

Wir sind aber laut Kardiologin auch keine risikogruppe.

Ich bin gespannt ob eine impfpflicht wie bei Masern eingeführt wird.

Sascha11
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Sascha11 »

Hallo,

ich möchte es auch noch nicht. Wir sind auch alle keine Risikogruppe im engeren Sinne.
Ich höre allerdings nur von Leuten, dass sie warten werden und von der Politik, dass alle die Impfung wollen und man schauen muss welche Reihenfolge. ich hoffe also es läuft nicht auf eine direkte oder indirekte (kein KIGA ohne Impfung) Pflicht hinaus.
Im Gegensatz zu Masern ist die Gefahr für Kinder durch die Krankheit ja auch geringer.

LG
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Ullaskids
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Ullaskids »

Hallo Petra,
Petra404 hat geschrieben:
07.11.2020, 17:43
diese Frage stelle ich mir bereits die ganze Zeit. Insbesondere wenn es ein RNA-Impfstoff werden sollte. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann es hierbei auch zu Genveränderungen führen. Was kann das dann für mich als Pflegeperson bedeuten?
RNA-Impfstoffe gelangen nicht in den Zellkern und können daher auch nicht ins menschliche Genom eingebaut werden - im Gegensatz zu DNA-Impfstoffen.
Das ist übrigens eine Info, die ich eben in 2 Minuten googlen konnte, um mich zu vergewissern, dass ich es neulich richtig gelesen habe...
Fazit: für dich als Pflegeperson hat das keine Bedeutung.

(Wäre aber ehrlich gesagt besser, du hättest es eben selber gegooglet, bevor du solche Spekulationen in den Raum wirfst.)
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (16): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

Jörg75
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Jörg75 »

Moin,

ja, ich werde impfen - meine Kinder und mich. Meine Frau wird sich auch impfen lassen, da bin ich sicher (und bei der Impfung der Kids mitziehen). Wir werden allerdings wohl nicht zu den ersten gehören, da wir wohl nicht direkt in die Risikogruppen fallen. Mal sehen, wie es mit der Reihenfolge dann wird.

Wenn wir eine Auswahl bzgl. des Impfstoffs haben, bin ich mir noch unsicher, ob ich - bei Nichtverfügbarkeit eines Totimpfstoffs - lieber auf einen RNA-Impfstoff setze oder einen "Vektorimpfstoff" auswähle. Auf der anderen Seite wäre es mir wohl am Wichtigsten, dass es - gleich welcher Impfstoff - eine wirksame Immunisierung gegen Covid-19 gibt.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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MelSch
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von MelSch »

Hallo!

Ich bin Risikopatientin. Bin wegen Morbus Crohn doppelt imunsuprimiert (nehme u. a Cortison). Lebendimpfstoffe darf 7ch nicht bekommen.
Ich lasse weder mich noch meine Kinder impfen. Solange es keine mittelfristigen Erfahrungswerte gibt, kann ich das nicht verantworten. Ein Impfstoff, der in so kurzer Zeit auf den Markt "geworfen" wird, ohne Einhaltung der sonst üblichen Testphasen - nein danke!
Ich bin keine Impfgegnerin,wir haben alle empfohlenen Impfungen.

Liebe Grüße,
MelSch

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Alexandra2014
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Alexandra2014 »

Ullaskids hat geschrieben:
07.11.2020, 20:36
Hallo Petra,
Petra404 hat geschrieben:
07.11.2020, 17:43
diese Frage stelle ich mir bereits die ganze Zeit. Insbesondere wenn es ein RNA-Impfstoff werden sollte. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann es hierbei auch zu Genveränderungen führen. Was kann das dann für mich als Pflegeperson bedeuten?
RNA-Impfstoffe gelangen nicht in den Zellkern und können daher auch nicht ins menschliche Genom eingebaut werden - im Gegensatz zu DNA-Impfstoffen.
Das ist übrigens eine Info, die ich eben in 2 Minuten googlen konnte, um mich zu vergewissern, dass ich es neulich richtig gelesen habe...
Fazit: für dich als Pflegeperson hat das keine Bedeutung.

(Wäre aber ehrlich gesagt besser, du hättest es eben selber gegooglet, bevor du solche Spekulationen in den Raum wirfst.)
Welche Risiken und Nachteile gibt es?

Bei DNA-Impfstoffen besteht theoretisch die Möglichkeit, dass die in die Zelle verbrachte DNA in das eigentliche Erbgut der Wirtszelle eingebracht wird. Als mögliche Folgen werden eine verstärkte Tumorbildung oder Autoimmunkrankheiten befürchtet. Umfangreiche Studien im Tierversuch haben keinen Hinweis darauf gegeben.

Im Gegensatz zu DNA-Impfstoffen werden RNA-Impfstoffe nicht in den Zellkern transportiert. Daher besteht auch nicht die theoretische Gefahr, dass diese in das Erbgut von Körperzellen integriert wird. Theoretisch wäre es möglich, dass andere bereits im Körper vorhandene Viren die Impf-RNA in DNA "umschreiben", so dass diese sich doch in das Erbgut einer Zelle integrieren und dort Folgeschäden auslösen könnte. Eine solche Umschreibung wird jedoch nicht beobachtet.

Hier nachzulesen:

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ ... g-101.html

Wie riskant sind Gen-Impfstoffe gegen Corona? Könnten mRNA-Impfungen unbeabsichtigt eine Autoimmunerkrankung auslösen?
Forscher halten diese Gefahr für gering, obwohl es Reaktionen des Körper geben könnte.

Hier nachzulesen:
https://www.mdr.de/wissen/corona-gentec ... f-100.html

Es ist also durchaus im Bereich des Möglichen, dass sowas passiert, wenn es auch sehr unwahrscheinlich ist.
Bevor du anderen hier im Forum an den Karren fährst, wäre es vielleicht genauso angebracht, selbst länger als 2 Minuten zu googlen. :wink:
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Sara81
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Re: Impfen gegen Corona?

Beitrag von Sara81 »

Vielen Dank schonmal für die Antworten.

Und das bringt mich halt so ins Grübeln. Bei den bekannten Impfstoffen gibt es die Erfahrungswerte, da habe ich mir, ehrlich gesagt, keine Gedanken gemacht. Aber bis es wirkliche mittelfristige Erfahrungswerte gibt, dauert es doch Jahre. Und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns infizieren und dann weiß man auch nicht, wie es ausgeht. Aber will ich gerade dem Minikind, das zur Risikogruppe gehört, der den Schutz am meisten von unserer Familie braucht, dem Risiko eventueller Impfschäden aussetzen, die er wohl am schlechtesten wegsteckt. (Bin auch gerade etwas grüblerischer, da ich ihm wegen eines Schnupfens wieder Sauerstoff vorlegen muss...)
MaxiKind (2011)....Toller großer Bruder
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