Never ending Story......Thema Schule...

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SimoneD.
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Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von SimoneD. »

Hallo zusammen :hand:

Vielleicht erinnert sich die/der eine oder andere noch an mich?!

Nach Tagesklinik Aufenthalt 2018 ist mein Sohn in eine Waldorfförderschule integriert worden....die ersten Wochen schaffte er ganz gut, bis es wieder schwieriger wurde. Eine I-kraft musste wieder her. Mehr und mehr wurden die (waldorf) Unterrichtsinhalte verweigert. Bei Anforderungen Ausbrüche...leider fremdgefährdent.

Es fanden jetzt Gespräche mit dem Chef des Trägers, der I-Kraft und dem Lehrer statt und ein Gespräch mit der Therapeutin und dem Lehrer.
Heute hatte ich einen Termin mit dem Chef des Trägers. Er sagte mir, dass wir jetzt handeln müssen und schnellstmöglich ein HPG einberufen sollten. Vor allem, da die Schule N. evtl nicht mehr beschulen will, da er ja kaum bis gar nicht teilnimmt. Es wurden schon Andeutungen gemacht.
Der chef des Trägers ist auch der Meinung das es für N. nicht der richtige Lernort bzgl der Inhalte ist. Wir stehen aktuell auf der Stelle, es gibt keine Besserung und die Kluft zum Wissensstand wieder größer. Ns. Vorteil ist, dass er ein kluges Köpfchen ist.

Ich weiß einfach nicht weiter, was das Thema Schule angeht :-(
Wir müssen jetzt handeln, sonst entscheidet das Schulministerium und steckt ihn in eine soziale/ emotionale Förderschule und das wäre fatal bei dem Klientel...vor allem auf der weiterführenden Schule....

Der Lehrer meinte auch, eine kleine Klasse sei gut. Allerdings haben die 7 anderen Kinder in der Klasse ebenfalls ihr Päckchen. Allerdings wird N. oft getriggert von dem ein oder anderen Kind.
Er meinte für N. sei eine kleine Klasse mit unauffälligen Kindern optimal....tja, gibt's aber nicht...

Aktuell besucht er nur den Hauptunterricht mit dem Klassenlehrer. Mehr als 2 Stunden plus Pause schafft er nicht. Er ist dann total k.o. wird albern und müde. Manchmal verbringt er den Hauptunterricht nach kurzer Zeit draußen mit seiner i-kraft, weil er "keine Lust" mehr hat....

Die Hoffnung, dass er mit der Zeit mehr teilnimmt hat sich zerschlagen und das sieht aktuell auch die Schule......

Ich bin am Ende :(
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

SimoneChristian
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von SimoneChristian »

Hallo Simone!

Natürlich erinnere ich mich!
Zumal wir zeitgleich auch ziemlichen Schulstress hatten.

Jetzt, mit der richtigen SB und der richtigen Lehrerin, läuft es auch an der Regelschule recht gut, wenn auch nicht reibungsfrei.
Es gibt auf allen Seiten recht hohen Kommunikationsbedarf.

Meine Erfahrung ist da ganz klar, dass es an den einzelnen Menschen liegt und nur sehr wenig an der gewählten Schule; vorrangig natürlich an den Erwachsenen aber auch an der Struktur in der Klasse.

Alle Schulen, auch neu, abklappern; es ändern sich ja auch die personellen Besetzungen und die Klassengrößen.

LG
Simone
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)

SimoneD.
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von SimoneD. »

Ich glaube da nicht mehr dran :(

Mein Sohn scheint ein hoffnungsloser Fall zu sein..
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

Anjali
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von Anjali »

Guten Morgen Simone,

ein Wiedereingliederungsversuch in einer Regelschule (mit Schulbegleitung) steht gar nicht zur Option?

LG
Anja
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (19 Jahre / Asperger-Autist)

Anjali
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von Anjali »

...Du hebst die Meinung des Chefs des Trägers besonders hervor.
Vielleicht, weil Du der gleichen Auffassung bist?

Welche Auffassung vertreten denn Therapeutin und Lehrer? Wo sehen sie deinen Sohn am besten (schulisch) aufgehoben?
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (19 Jahre / Asperger-Autist)

SimoneD.
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von SimoneD. »

Guten Morgen.

Er schafft ja nicht mal das Pensum an 4 Stunden. Wenn es ein einigermaßen guter Tag ist ja, aber mit viielen Pausen dazwischen.
Wenn nicht irgendetwas war, was ihn zum ausrasten gebracht hat (wobei er es schon teilweise schafft sich wieder zu regulieren, aber manchmal eben nicht und ich muss ihn holen) ist er nach ca. 2 schulstunden k.o. und total müde. Legt sich auf den Boden und macht Geräusche.

Das Problem ist ja auch, dass er fast nichts macht was der Lehrer sagt. Abschreiben, malen etc
Er macht nur das, was er in dem Moment möchte..
Wenn man ihn "zwingen" würde, riskiert man einen Ausraster.

Von daher würde er auf einer Regelschule völlig untergehen und die hätten ihn schon längst von der Schule verwiesen.
Auch die Anzahl der Kinder wäre für ihn der horror und das Pensum an Anforderungen/Aufgaben. Da macht er sofort dicht, wenn es in seinen Aufgaben zu viel ist.

Er verweigert ja nicht die Schule an sich. Er geht jeden Morgen. Er ärgert sich auch über sich selbst im Nachhinein das er es wieder nicht geschafft hat. Das er gerade in englisch vielleicht schon viel verpasst hat. Das ärgert ihn.

Die clearingstelle hat mich gefragt, wann die letzte Entwicklungsdiagnostik war.....was ist denn das??

Oh. Kommt das so rüber das ich die Meinung hervorhebe??
Es sollte neutral klingen und nur so wiedergeben, wie er es sagte.
Er ist nicht nur chef des Trägers, hilft Familien bzw den Kindern und das schon seit fast 30 Jahren.
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

Anjali
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von Anjali »

...äh, ja, es kam bei mir so rüber, dass Du eine Meinung hervorhebst.
Die Meinung der Therapeutin wurde z.B. gar nicht erwähnt, die des Lehrers nur undeutlich.

Welche Alternative schlägt denn der Chef des Trägers vor?
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (19 Jahre / Asperger-Autist)

SimoneD.
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von SimoneD. »

Die Meinung der Therapeutin geht ähnlich in die Richtung des Trägerchefs, was das Fächerangebot und der Philosophie der Waldorfschule anbelangt.
Allerdings waren sich alle immer einig, dass es dort aktuell der beste Lernort ist, da dort über vieles hinwegsehen wird......nur leider scheint dort das Ende auch zu nahen und die Schule macht das nicht mehr mit.

Auf der einen Seite mag mein Sohn die Schule. Das sagt er auch....aber warum er es nicht schafft und immer wieder verweigert und ausrastet wenn ihn was triggert...keine Ahnung.
Ich weiß nicht, was ihm so schwer fällt und er kann es auch nicht sagen.

Der chef des Trägers würde in Richtung Gesamtschule gehen wollen.....sorry, aber das sehe ich gar nicht. Vor allem mit dem nachmittagsunterricht.
Der chef meinte wir müssten JETZT handeln, da er nächstes Jahr auf eine weiterführende Schule kommen würde....
In der Waldorfschule bleiben die Kinder ja zusammen bis zur 8. Klasse.

Ein Wechsel irgendwohin würde N. schwer fallen nach jetziger Einschätzung.
Er hat ja unheimliche Probleme im sozialen. Vor allem mit fremden Kindern.

Erst waren ja alle zufrieden, dass er überhaupt in der Schule bleibt mit i-kraft.
Die Hoffnung war ja, das er mehr und mehr am Unterricht teilnimmt. Anstatt nur in der Schule irgendwas zu machen. Dann kam auch noch corona dazwischen.....und jetzt ist zu spät :(

Vor allem weil unsere i-kraft auch nur noch bis zu den Herbstferien bleibt ......das weiß N. auch noch nicht....
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo,

habt Ihr mal überlegt, ob Dein Sohn vielleicht eine kindliche Depression hat und deshalb so schnell erschöpft? Depressionen sind bei Autisten leider eine häufige Begleiterscheinung, auch schon im jungen Alter. Und wenn man sich die bisherige Schul-Geschichte Deines Jungen anschaut - Wunder wär’s keins. (Aggressionen können übrigens auch als Symptom bei Depressionen auftreten)

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

SimoneD.
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Re: Never ending Story......Thema Schule...

Beitrag von SimoneD. »

@Engrid
Nein. Das haben wir noch nicht. Hat auch noch keiner was von erwähnt, dass es das gibt bzw sein kann.

Wie testet man denn so was??

Und wie würde man damit umgehen? Ihm helfen??
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

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