Negative Google-Rezension geschrieben und soll sie löschen

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SandyErgo
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Re: Negative Google-Rezension geschrieben und soll sie löschen

Beitrag von SandyErgo »

Christiane81 hat geschrieben:
23.09.2020, 14:46
Liebe Heike,

Das ist wohl eher eine Frage der Grundeinstellung. Gehe ich wegen einiger negativer Beispiele immer vom negativen aus wie Du, oder gehe ich erstmal bei einer wie beschrieben formulierten Absage davon aus, dass es eine Absage ohne böse Hintergedanken ist?

Dass das beschriebene Beispiel absolut indiskutabel ist ist wohl klar.

Meine Güte.... es ist eine Absage an einen völlig Unbekannten! Was hätte denn der Vermieter schreiben sollen? Hätte er wissen müssen, dass die fehlende Barrierefreiheit trotz Rehabuggy auch im Haus kein Problem ist? Sich alle Einzelheiten erklären lassen sollen? Evtl noch schnell ne Rampe zimmern?
Man bekommt übrigens auch ganz ohne Behinderung Absagen. Manchmal nichtmal eine Reaktion auf Anfragen. Wenn ich da jedes mal so ein Drama draus gemacht hätte, hätte ich kein anderes Hobby mehr. Dann bucht man woanders, ganz einfach. Ich wollte als Alleinreisende eine Wohnung für 4-6 Personen buchen. Wurde abgesagt, da sie in der Hauptsaison Familien vorbehalten ist, die die Möglichkeiten dann auch nutzen. Hätte ich da jetzt Frauenfeindlichkeit vorwerfen sollen? Mangelnde Toleranz gegenüber scheinbar kinderlosen Singles, die vielleicht nichtmal freiwillig so leben und entsprechend bewerten sollen? Wieso denn, was hab ich davon? Ich hab mich gefreut dass jemand bevorzugt an Familien vermietet und mir was anderes gesucht, fertig. Haken dran.
Man kann sich das Leben auch selber schwer machen....


Viele liebe Grüße
:icon_thumleft:

Sorry, aber man kann aber auch aus einer Mücke einen Elefanten machen.
Ok, der Vermieter - aus welchen Gründen auch immer - mit dem Verweis "Nicht barrierefrei" die Anfrage abgelehnt. Aber jemandem dann gleich Diskriminierung von Behinderten zu unterstellen, das finde ich eben nicht ok. Hätte die TE nichts vom Rehabuggy erzählt und es wäre kein Angebot gemacht worden, dann hätte sich niemand aufgeregt.

Letztendlich kann der Vermieter ablehnen bzw. kein Angebot machen - so wie er möchte > es ist sein Verdienst, der ihm da durch die Lappen geht.
Silvia15 hat geschrieben:
23.09.2020, 11:35
Hallo,

hätte sie eine Rezession aller: "Uns wurde vom Vermieter mitgeteilt, dass die Wohnung nicht barrierefrei ist. Wir finden es sehr schade, dass dieser Umstand nicht schon aus der Beschreibung zur Wohnung ersichtlich war, so hätten wir uns die Anfrage gespart.

Das wäre neutral, nicht abwertend und der Empfänger hätte die entsprechede Info.

Gegen so eine, sachlich formulierte Äußerung wird niemand vorgehen.
Martina Tinchen hat geschrieben:
23.09.2020, 11:10
....
Natürlich hat dieser Vermieter 4,9 Sterne.
Vermutlich hat er auch anderen gedroht und die haben gelöscht.
.....


Wer aber anderen Leuten so etwas unterstellt - ist mM nach jemand, der sich selbst persönlicch auch schnell angegriffen fühlt - und wenn der Text dann dementsprechend formuliert war > dann würde auch ich mich gegen eine entsprechende Bewertung wehren.

Zumal noch gar nicht die Frage beantwortet wurde, ob es neben Mail-Kontakt auch mal ein persönliches Gespräch gab. Denn wenn nicht, dann kann ich den Vermieter verstehen - denn so kann man Unlöarheiten auch klären.
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung, Hämochromatose (homozygot C282T im HFE-Gen)
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache

Lisaneu
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Re: Negative Google-Rezension geschrieben und soll sie löschen

Beitrag von Lisaneu »

Ich lese Rezensionen von Hotels oder anderen Unterkünfte hauptsächlich, weil ich mir ein Bild machen will, was mich am Urlaubsort erwartet. Wenn wer eine Absage (oder keine Antwort auf eine Anfrage) bekommt, ist das mMn genauso wenig ein Grund für eine negative Rezension, wie eine Zusage kein Grund für eine positive Rezension wäre. Ich bewerte ja auch keine anderen Dinge (Spielzeuge, Elektrogeräte, Kleidung....), die ich - aus welchen Gründen auch immer - NICHT gekauft habe.

Ich will von Personen, die tatsächlich schon mal dort waren wissen, ob das Zimmer/Appartment sauber ist, das Essen gut, der Vermieter freundlich, die Betten bequem,...ob es in der Umgebung Möglichkeiten zum einkaufen und für Ausflüge gibt, usw. - und genau diese Dinge schreibe ich auch rein, wenn ich eine Rezension verfasse.

Daher sind für mich gerade im Beherbergungsbereich nur Rezensionen von Personen wertvoll, die aus eigener Erfahrung berichten. Ein Bild mache ich mir dann schon selbst. Zum Beispiel hatte ein kleines Kinderhotel mit angeschlossenem Bauernhof eine schlechte Bewertung, weil unter anderem 2 tote Fliegen am Fensterbrett gelegen sind und einige Spielzeuge in der Spielecke zerbrochen waren. Das ist für mich kein Kriterium, weil mir bewusst ist, das es bei angeschlossenem Bauernhof auch Fliegen geben wird, und weil meine Jungs die Spielecke ohnehin nicht nutzen. Aber andere stört es vielleicht und so gesehen passt es schon in die Bewertung.

Sauberkeit ist auch so eine Sache. Ich habe da keine großen Ansprüche, wenn halbwegs gesaugt ist und nirgends Schimmel oder Schädlinge zu sehen sind, bin ich zufrieden. Andere finden aber etwas Staub unter den Betten oder zwei fremde Haare im Badezimmer ekelig und "nicht tragbar". Darum schreibe ich in meine Rezensionen z.B. "Die Sauberkeit habe meinen nicht sehr hohen Ansprüchen genügt" oder "Es war pico-bello-sauber, viel mehr, als ich erwartet hatte". Der Leser erkennt schon den Unterschied. Bei Barrierefreiheit ist es ähnlich. Da könnte man z.B. schreiben "Der Rolli meines Kindes hat nicht in den alten Lift gepasst".

Eine negative Bewertung, die sinngemäß aussagt, dass die Anfrage aus behindertenfeindlichen Gründen abgelehnt wurde, obwohl das nur das eigene, subjektive Empfinden ist, macht einfach nur böses Blut und ist für niemanden hilfreich. Aber die TE hat diese ja mittlerweile schon gelöscht und somit das Problem aus der Welt geschafft :) . Eine neue Bewertung zu schreien, ohne das Apartment überhaupt bewohnt zu haben, empfinde ich aber aus oben genannten Gründen nicht als "Kompromiss".
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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Re: Negative Google-Rezension geschrieben und soll sie löschen

Beitrag von Regina Regenbogen »

Lisaneu hat geschrieben:
27.09.2020, 09:54
Ich lese Rezensionen von Hotels oder anderen Unterkünfte hauptsächlich, weil ich mir ein Bild machen will, was mich am Urlaubsort erwartet. Wenn wer eine Absage (oder keine Antwort auf eine Anfrage) bekommt, ist das mMn genauso wenig ein Grund für eine negative Rezension, wie eine Zusage kein Grund für eine positive Rezension wäre. Ich bewerte ja auch keine anderen Dinge (Spielzeuge, Elektrogeräte, Kleidung....), die ich - aus welchen Gründen auch immer - NICHT gekauft habe.
So sollte es sein. Leider gibt es genug andere Leute, die das anders sehen.

Ich arbeite in einem Handels- und Dienstleistungsunternehmen, viele potenzielle Kunden lesen die Rezensionen nicht (besonders, wenn es viele sind), sondern schauen nur auf die Durchschnittsbewertung. Und den Durchschnitt ziehen Bewertungen wie beispielsweise "Kenne ich nicht" mit einem Stern nunmal deutlich runter.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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