Familienhilfe

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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Julia-82
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Familienhilfe

Beitrag von Julia-82 »

Wer von euch hat denn Erfahrungen damit und möchte mal erzählen,ob sie euch wirklich eine Entlastung für euch ist oder ob ihr es evtl. eher als störend empfindet.Ich hatte gestern ein HPG für einen meiner Söhne und da wurde mir dazu geraten.Ich kann mir nur nicht so wirklich vorstellen,wobei sie uns hilfreich sein wird.Was genau erwartet uns denn damit?
Sohn 11/09 Asperger Autist+LRS
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Regina Regenbogen
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Re: Familienhilfe

Beitrag von Regina Regenbogen »

Julia-82 hat geschrieben:
16.09.2020, 10:29
Ich hatte gestern ein HPG für einen meiner Söhne und da wurde mir dazu geraten.
Anstatt irgendwas anderem oder zusätzlich?
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

Julia-82
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Re: Familienhilfe

Beitrag von Julia-82 »

Zusätzlich.Es soll zur Entlastung dienen,evtl. mal drauf geschaut werden,ob und wo wir etwas ändern könnten um den Alltag gut zu schaffen.
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Regina Regenbogen
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Re: Familienhilfe

Beitrag von Regina Regenbogen »

Ich selbst hatte zwar noch keine Familienhilfe, weiß aber von einer Bekannten, dass das eine große Entlastung sein kann. Was würdest du dir denn von einer Familienhilfe erwarten?
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JennyK
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Re: Familienhilfe

Beitrag von JennyK »

Wir haben das zusätzlich zur Therapie beantragt und ich finde es super. Durchgeführt wird es auch von der Therapeutin, das läuft aufsuchend bei uns zuhause. Die Themen geben wir vor bzw. gibt die Therapeutin uns auch Hinweise, wo sie Verbesserungspotenzial sieht. Das sind meist ganz praktische Dinge, aber eben auch ganz individuell... Ein Thema war bei uns Mithilfe im Haushalt, da hat sie mit mir abgesprochen, was ich mir vorstelle, was sie vorschlägt und was davon für uns passt. Sie hat dann einen großen Plan gebastelt und die Besprechung über die Zuteilung der Aufgaben moderiert. Das war für mich total hilfreich. Da die Hausaufgaben ein schwieriges Thema sind, wird sie da genauer hinschauen und dann Tipps geben, wie es besser laufen kann. Wir haben ja erst angefangen, daher noch ganz behutsam, aber es ist wirklich hilfreich, auch um sich selbst zu reflektieren...
Sohn 1 (2006), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (2013), Asperger Autismus, ADHS; PG 3; SBA 70 mit B, G, H

Julia-82
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Re: Familienhilfe

Beitrag von Julia-82 »

Ich habe da ehrlich gesagt keine Erwartungen,sie wurde mir ja angeraten.Ich hätte das von mir aus nicht beantragt.Ich bin allein erziehend und wir haben viele Termine,der Vater bringt sich in der woche nicht ein und da ich alles alleine wuppen muss,waren sie der Meinung,das es helfen könnte.
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JennyK
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Re: Familienhilfe

Beitrag von JennyK »

Das könnte ja eine Aufgabe sein, zu schauen, ob der Vater evtl den einen oder anderen Termin übernehmen kann oder etwas abgesagt werden kann. Wir besprechen auch kritische AlltagsSituationen und schauen, ob wir da etwas verändert bekommen. Manchmal ist es schon hilfreich, wenn mal jemand von außen drauf guckt und Tipps gibt.
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Julia-82
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Re: Familienhilfe

Beitrag von Julia-82 »

Der Vater kann nichts übernehmen,das war schon zu Familienzeiten nicht anders,ich kenne es auch nur so (für einen Termin den ich selber aus gesundheitlichen Gründen wöchentlich wahrnehmen müsste habe ich ihn jetzt mal um Unterstützung gefragt,da geht es immerhin alle 2 wochen). Und absagen geht auch nicht,da kommen noch mehr Termine hinzu.Es ist wie bei den meisten Familien ein hin und her organisieren.
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Chaosmarie2
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Re: Familienhilfe

Beitrag von Chaosmarie2 »

Der Thread ist zwar schon älter, aber ich kann meinen Senf nicht für mich behalten: Eine Familienhilfe kann tatsächlich eine Entlastung sein, aber sie kann auch eine Katastrophe sein, an der eine Familie zerbrechen kann. Leider gibt es in dem Bereich nicht nur Leute, die ihren Job gewissenhaft erledigen, sondern auch Leute, die wirklich schlecht arbeiten, und es gibt auch Leute, die unehrlich sind. Niemand kontrolliert, was Familienhelfer tatsächlich in den Familien treiben, und hast Du welche von der destruktiven Sorte, oder auch nur einen Klotz am Bein erwischt, glaubt Dir das normalerweise niemand. Vieles hängt auch davon ab, wie gut die Ziele im Hilfeplan festgeschrieben sind. Wenn Du derzeit keine oder nur vage Vorstellungen davon hast, was die Familienhilfe leisten soll, dann sind das meines Erachtens nach schlechte Aussichten für eine echte Entlastung. Daher würde ich hier möglichst genau nachhaken, warum Du eine Familienhilfe bekommen sollst, und welche Aufgaben sie bei Euch übernehmen soll.

lg
Marie

Vicki
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Re: Familienhilfe

Beitrag von Vicki »

Hallo,
ich wäre sehr sehr vorsichtig, wir mussten dem quasi zustimmen, sonst wäre das Jugendamt wieder mit irgendwelchen Konsequenzen gekommen.

Im Endeffekt hat sie für das Jugendam den Spitzel gespielt. Das macht so ein Treffen dann immer sehr anstrengend. Unsere Tochter war danach so fertig, dass sie sich 2 Stunden ins Bett gelegt hat, weil die Frau nur auf sie eingeredet hat. Ich "durfte" nichts sagen, wurde sonst sofort als Hlikoptermutter abestempelt.
Im Endeffekt hat uns die Frau vors Familiengericht gebracht.Das haben wir zwar gewonnen, aber es war eine ganz ganz schlimme Zeit. Unsere Tochter sollte unbedingt stationär, die Diagnose wurde eh aberkannt, eine Wohngruppe im Gespräch etc. etc. Eine grauenvolle Zeit. Und warum das ganze? Weil die Schule nicht lief.......

Mag sein, dass einige das als hilfreich empfinden. Dennoch würde ich höllisch aufpassen.

Gruss Vicki

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