PEG für Martina sinnvoll?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

Moderator: Moderatorengruppe

Peter D.
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 9
Registriert: 02.05.2006, 10:20
Wohnort: dortmund
Kontaktdaten:

Beitragvon Peter D. » 21.06.2006, 13:40

Hallo Basi, hallo Nellie

ich wollte hier keine Diskussion beginnen. Natürlich gibt es immer mehrere Möglichkeiten, was die Ernährung bei handicaped Kindern betrifft.

In einer industriellen, ausbilanzierten Ernährung ist wirklich alles drin, was ein Kind braucht.
Bei normaler Ernährung sicherlich zum großen Teil auch. Jedoch ist mir aufgefallen, das es hier zum Teil in der PEG zu Verstopfungen gekomen ist. Kann man aber z.B. mit Cola gut lösen.

LG

Peter
Pflegeorganisator eines amb. Kinderkrankenpflegedienstes, Intensivpflege

Werbung
 
ehemaliger User

Beitragvon ehemaliger User » 21.06.2006, 16:44

Hallo Geli,

wie Du weißt, hatten wir ja so ein ähnliches Problem wie Tini. Andreas hat zwar brav gegessen, aber es wurde mit dem Alter immer mühseliger, für uns alle.

Heut könnt ich mir noch selber eine reinhauen, weil ich die Peg net früher machen ließ :roll: . Naja im Nachhinein ist man immer gescheiter.

Andreas wird nie ein Bär punkto Gewicht sein, da trägt die spastische Tetraparese sicher dazu bei.

Ich kann nur positiv über die Peg reden.

Lg Heidi

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 21.06.2006, 16:48

Hallo Geli,
weißt Du, was ich dachte, als ich Deine mail las? Sie ist doch schon bereit für eine PEG und will das nur noch mal mit uns besprechen. Und ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen: Wir hätten Malte auch nicht so lange mit einer Nasensonde ärgern sollen.
PEG nimmt Druck aus dem Essensthema.
Alles Gute!
Vera

Benutzeravatar
Ulrike
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 149
Registriert: 15.04.2006, 19:34
Wohnort: Albstadt

Beitragvon Ulrike » 21.06.2006, 22:38

Hallo Geli,

auch mein Sohn hat durch seine PEG (inzwischen ersetzt durch einen Button) eigentlich nur profitieren können.
Zunächst wurde dadurch das Risiko der permanenten Feinaspirationen deutlich verringert und somit auch die Antibiosen und Krankenhausaufenthalte. Im weiteren hat er deutlich zugenommen und jetzt auch genügend an Ober-wie Unterfett.
Aber vor allem ist jetzt die Versorgung mit dünnflüssiger Nahrung/Getränke wie Tee endlich gesichert, und vor allem bei Fieber kann ich sein Flüssigkeitsniveau halten und brauche meine Sorge haben um Unterversorgung.
Außerdem kann über Sondennahrung hinaus nahezu jene feinpassierte Kost sondiert werden - darf halt nur nicht stückig sein oder die Tendenz zum Verklumpen haben - aber selbst wenn so eine PEG mal dicht ist, unsere haben wir bislang immer gut freibekommen.
Jacob hat auch, so lange ihm das noch möglich war, immer den ein oder anderen Löffel an Brei über den Mund zu sich genommen, und er wirkte dann viel entspannter weil der Druck halt weg war.
Also ich kann aus unserer Erfahrung heraus nur für das Anlegen einer PEG sprechen, und wenn dann später auf einen Button umgestiegen werden kann ist das Ding so winzig -
ich sag zu Jacob dann immer :
die Teddys haben einen Knopf im Ohr, und du hast halt einen im Bauch :wink:

liebe Grüße, Ulrike
Jacob : inzwischen 17 Jahre alt, lebt mit unbekanntem Fehlbildungssyndrom,vermutlich Autist, blind aufgrund Optikusatrophie, annähernd taub, PEG, Anus Praeter aufgrund Morbus Hirschsprung, Tracheostoma - aber vor allem mein wunderbares Kind.
Ulrike : 51 Jahre, seit 06/2010 als Asperger Autistin diagnostiziert

-Jürgen-
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 43
Registriert: 09.05.2006, 22:55
Wohnort: Raum Ludwigsburg

Beitragvon -Jürgen- » 23.06.2006, 23:23

Hallo Geli,
wie gut trinkt denn deine kleine?
Wenn dies gut gehen sollte, gibt es vielleicht eine Alternative, die Ernährungssituation voranzubringen.
Die Sondennahrung kann auch als Getränk (gibts mit Geschmack) gegeben werden.

Wenn eine OP geplant ist, kann das Krankenhaus für die kritische Zeit eine nasale Magensonde legen, wenn die Dauer nicht allzulange ist.

Also ich wärde das mit einer kochkalorischen Trinknahrung versuchen, kannste ja beobachten, wie es Martina dabei ergeht. Dabei musste nur achten, es gibt da Anbeiter wie Sand am Meer (Na ja, so viele auch wieder nicht, aber wie Tankstellen auf der Straße), grob gesagt: wenn eine Nahrung nicht gut vertragen wird, die nächste versuchen. Das wäre beim Sondieren evtl. auch so.

Das Forschungsinstitut für KinderErnährung Baden Württemberg hat ebenfalls ein für mich sehr suspekten Vorschlag in einer ihrer Infomaterialien: Gib zu jeder Ess/Trinkmahlzeit einen Löffel Olivenöl hinzu. So etwas von einem wissenschaftlichen Forschungsinstitut? Das hat auch ein Kochbuch herausgegeben, welches bei www.fke-bw.de bezogen werden kann. Ob dies was taugt, kann ich aber nicht sagen. Ich hab nur den allgemeinen Wegweiser bezogen und war überrascht, im Sinne von "Was machen die eigentlich den ganzen Tag?"

Gruß Jürgen

Benutzeravatar
sandraunik
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3406
Registriert: 30.04.2006, 21:25
Wohnort: Wadgassen
Kontaktdaten:

Beitragvon sandraunik » 01.05.2012, 14:49

Hallo,

ich muß mal diesen Thread wieder hochholen.

Niklas ißt zur Zeit püriert. Leider ist er diesen Winter sehr infektanfällig geworden und hat jetzt wieder akut mit Husten zu kämpfen.

Jetzt will er nix essen außer Nutrini Smoothie, der geht.

Jetzt mache ich mir Gedanken ob er über die normale pürierte Kost evtl doch zuwenig Nährstoffe bekommt, weil er auch sehr lang zum schlucken braucht. Es ist sehr zeitaufwendig alles geworden.

Bin mir im Moment sehr sehr unsicher ob wir nicht doch kurz vor einer PEG stehen, da es auch mit dem trinken sehr schwierig geworden ist ( gerade im Infekt).

Er wiegt 43 kg bei 145 cm Größe...

LG Sandra
Sandra (41) und Niklas (14)MPS II und CSWS Syndrom

meine Galerie

Benutzeravatar
DenisemitMaya
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1393
Registriert: 21.01.2011, 15:25

Beitragvon DenisemitMaya » 01.05.2012, 15:27

Hallo sandraunik,

Mein grosser ist 155cm und wiegt 40KG.

Also ist deiner nicht zu dünn oder unterernährt.
Wie ist es mit den Nutrini die Geschmack haben(Vanille,Banane,Schoki,Erdbeere)

Hattet ihr die Puddings(Hochkalorisch) schon probiert?

Was ist er zur Zeit am pürrierten?(wieviel Gramm)
Liebe Grüsse Denise


Maya ist nun ein Engel *21.03.2010 † 04.01.2014

Benutzeravatar
sandraunik
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3406
Registriert: 30.04.2006, 21:25
Wohnort: Wadgassen
Kontaktdaten:

Beitragvon sandraunik » 01.05.2012, 15:45

Hallo,

zur Zeit ißt er:

Morgens: 2 Sch. Brot mit Marmelade und Butter püeriert

Zwischenmahlzeit: Joghurt

Mittag: vom Tisch ca 1/2 Suppenteller voll

Zwischenmahlzeit: Obst oder Obstgläschen

Abends: 2 Sch Brot mit Leberwurst, Gurke oder ähnlichem püriert

Flüssigkeit: ca. 1 Liter

LG Sandra
Sandra (41) und Niklas (14)MPS II und CSWS Syndrom



meine Galerie

Benutzeravatar
DenisemitMaya
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1393
Registriert: 21.01.2011, 15:25

Beitragvon DenisemitMaya » 03.05.2012, 13:07

Hallo sandraunik,
Na das ist doch schon gut,meiner ist viel süsses,und wenig richtig :roll:

Versuch einfach am Ball zu bleiben wegen den Smoothies.

Das er mehr kalorien zwischen durch bekommt.
Drück dir die Daumen
Liebe Grüsse Denise





Maya ist nun ein Engel *21.03.2010 † 04.01.2014

Werbung
 
Anton09
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 375
Registriert: 22.05.2010, 20:17
Wohnort: Erfurt

PEG

Beitragvon Anton09 » 03.05.2012, 13:25

Hallo,

ist schon ziemlich heftig mit dem niedrigen Gewicht.
Nach langer Überlegung haben wir für Anton damals auch ne Sonde gelegt.
Ich kann es euch nur empfehlen.
Gerade bei "Problemessern" und anderen Baustellen (OP`s).
Haben die Ärzte schon mal mit euch darüber gesprochen?
Wir machen alles durch die Sonde, auch normales Essen wird dann eben passiert.
Es nimmt auch von den Eltern und den Kindern den Druck, die entspannte Situation merken die Kinder besonders.
Es gibt auch immer mal Phasen wo Anton normal übern Mund isst, nur Trinken klappt nicht.
Aber per Sonde ist er optimal ernährt.
Nach gr. OP`s (hatten wir auch schon einige) ist es wirklich angenehmer für beide Seiten.
Ich kann nur dazu raten.
So haben wir bei 1m/3Jahre/15kg geschafft, zwar mühsam, es lohnt sich.

Liebe Grüße

Frauke mit Anton


Zurück zu „Ernährung / Sondennahrung / Verdauungsprobleme“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast