Erziehung von besonderen Kindern

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Ludger
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Erziehung von besonderen Kindern

Beitragvon Ludger » 18.06.2006, 18:06

Hallo,

wir haben inzwischen 3 Kinder und unsere mittlere Hannah (3) hatte eine Art Schlaganfall im Mutterleib und kann nicht sitzen, krabbeln oder sprechen.

Sie ist in letzter Zeit richtig zickig, was ja für Mädchen dieses Alters nicht ungewöhnlich ist. Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, daß sie ihre Krankheit ausnutzt um Ihren Willen durchzusetzen.
Sie hustet, schreit und röchelt zum Stein erweichen ! Es ist nicht einfach zu unterscheiden, ob sie wirklich etwas hat oder ob Sie simuliert.
Kann jemand ein gutes Buch zum Thema Erziehung von besonderen Kindern empfehlen ?

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Brigitte 1953
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Beitragvon Brigitte 1953 » 18.06.2006, 18:25

Hallo Ludger,

erst mal grundsätzlich kann ich empfehlen, "Kinder fordern uns heraus".

Dann gibt es einige Fachbücher, die recht teuer sind und wenn Du bei Amazon oder Booklooker unter dem Thema" Sonderpädgogik und Erziehung" mal schaust, wirst Du auch 2nd Hand Bücher finden.

Ich schicke Deine Anfrage an meinen Sohn weiter, sofern ich ich erinnerem hatte er mehrere Regalbretter voll mit diesen Büchern und kann Dir eventuell helfen.

Lieben Gruss

Brigitte :D

fienchen
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Beitragvon fienchen » 18.06.2006, 20:03

Hallo Ludger,

gut, dass du dieses Thema ansprichst! Mir geht es ähnlich, da unsere Nele auch weder sitzen, laufen sprechen etc. kann. Außerdem hat sie ein schweres Anfallsleiden. Deshalb ist man ja geneigt, jedes Meckern, Schreien... wie auch immer, als etwas Schlimmes, ja Krankhaftes zu interpretieren. Bei uns dreht sich seit 4,5 Jahren alles nur um Nele, jeder springt sofort beim kleinsten Pieps. Ich denke, das weiß sie auch ganz genau. Nur ist es eben wahnsinnig schwer für mich, etwas Akutes oder "Show" auseinander zu halten.

@ Brigitte: Vielen Dank für die Buchtipps und wenn dein Sohn noch mehr weiß, wäre ich auch für jeden Tipp dankbar! :D

Liebe Grüße
Manuela
Manuela mit Nele (CDKL5)

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Beitragvon Annegret Kujat » 18.06.2006, 20:58

Hallo Ludger,

ich empfehle immer wieder gern "So helfe ich meinem behinderten Kind. Ein praktischer Ratgeber für Eltern, Pflegeeltern..." von Elizabeth Newson/Tony Hipgrave aus dem Beltz Verlag. Gibt es leider nur noch antiquarisch, aber vielleicht kommt auch mal wieder eine Neuauflage. Es ist ein verhaltenstherapeutisches Buch, dessen Ansätze eigentlich auch für die Erziehung nicht behinderter Kinder sinnvoll und interessant zu lesen sind. Mir hat es sehr geholfen!

Herzliche Grüße
Annegret
mit Friedrich *1993 (ICP, GB und blind nach FG in der 30. SSW, 820 g) und Pia *1996 und Kaspar *2005

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Kinder brauchen Grenzen, Jan-Uwe-Rogge

Beitragvon ABosch » 18.06.2006, 22:27

Hallo,

ich unterscheide in der Erziehung nicht zwischen behinderten und nicht-behinderten Kindern.
Neben Kinder fordern uns heraus, was wirklich ein super BUch ist, empfehle ich gerne obengenanntes Buch!
Ist nicht so ein dicker Schinken und leicht verständlich und anschaulich beschrieben.
Ohne den erhobenen Zeigefinger eines typischen Erziehungsratgebers, so ala was die bösen Eltern doch alles falsch machen...

Beide Bücher sind mit guten Beispielen bestückt... mitten aus dem Leben gegriffen, und ich bin mir sicher es wird jedem der es liest ähnlich gehen: Ständig denkt man... das konnte mein Kind sein, oder das Kind aus der Kindergartengruppe etc...immer wieder denkt man spontan an viele bereits erlebte Situationen.

Liebe Grüße
und viel Spaß beim Lesen

Andrea
L*02, Tetraspastik (Assistenzhund) und T *04, M *12
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Ricky Reitzig
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Beitragvon Ricky Reitzig » 19.06.2006, 05:18

Hallo,

ich bin der Sohn von Brigitte 1953.
Wenns um Bücher geht, kann ich wirklich empfehlen bei Booklooker.de oder Amazon, etc. zu stöbern - direkt ein Buch empfehlen kann ich eher nicht.

Ich bin jedoch gern bereit (soweit möglich) direkt zu "beraten". Durch meine Arbeit bin ich mit diesem Thema häufig konfrontiert und kann sicher den ein oder anderen Tip geben.

Bei Interesse bitte eine "pn" an mich senden.


LG

Ricky
Erzieher in einer Wohngruppe des BZ-Aschau.


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