KK (priv) zahlt Epilepsiehelm nicht

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Ange
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KK (priv) zahlt Epilepsiehelm nicht

Beitrag von Ange »

Hallo zusammen,
unsere Tochter hat zusätzlich zu ihrem Syndrom vor ca. 2,5 Jahren eine sehr schwere Epilepsie enwickelt.
Seit ein paar Monaten hat sie vermehrt Sturzanfälle, d.h. sie fällt aus dem Nichts nach vorne um.
Oder sie sackt nach hinten weg.
Den Epilepsiehelm, den wir ihr jetzt zum Schutz angeschafft haben (er hat eine HMV-Nr.), und der sie seitdem auch schon mehrfach vor Verletzungen geschützt hat, will unsere Private KK nicht übernehmen, da dieses Hilfsmittel/Produkt nicht im Versicherungsschutz enthalten sei.
Habt Ihr Tipps zum weiteren Vorgehen?
Danke schonmal und lG
Angela
Sophie (05/04), gb; Grouchy I-Syndrom (= Mikrodeletion 18p Minus" (18p 11.31)) - voller Lebensfreude; Bruder 1 (03/07); Bruder 2 (05/10)

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kati543
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Re: KK (priv) zahlt Epilepsiehelm nicht

Beitrag von kati543 »

Hallo,
falls sie erst kürzlich ihren SBA bekommen hat oder diesen noch nicht hat, wäre es vielleicht eine Option über den Wechsel in die GKV nachzudenken. Wenn die PKV jetzt schon zickt, wird das nicht unbedingt leichter.
Ansonsten einfach dranbleiben. Habt ihr es mal über den Ombudsmann versucht?
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Britta70
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Re: KK (priv) zahlt Epilepsiehelm nicht

Beitrag von Britta70 »

Hallo,
manchmal hilft ein Schreiben mit einer ausführlichen Begründung, am besten von eurem Neurologen. Ein Rezept hattet ihr ja sowieso bestimmt schon?
Das ist immer mein erster Versuch: Freundlich und deutlich zu beschreiben, warum etwas notwendig ist und welche Folgekosten (Sturz->Schädelverletzung) dadurch vermieden werden.
Wenn ihr eine Rechtschutzversicherung habt, könnt ihr dort anrufen und z. B. um eine Mediation durch einen Rechtsanwalt bitten.
Das hat bei uns im Falle des Pflegebetts zum Erfolg geführt.
Den Klageweg würde ich vermutlich nicht gehen, dauert und kostet Nerven... es sei denn, der Helm stellt eine echte finanzielle Herausforderung für euch dar.
Viele Grüße
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Baclofenpumpe (seit 2013), Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

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