neuer Verdacht... ADS...

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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SonjaNikHan
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neuer Verdacht... ADS...

Beitrag von SonjaNikHan »

Hallo!
Ich bin mal wieder am grübeln...
Nach Dyskalkulie, Intelligenzminderung gibt es nun einen "neuen Verdacht".

Angenommen es würde sich ADS bestätigen gibt es ja doch einige die Medikamente zur "Besserung" ...(ich lese mal wieder viel zu viel sorry...)
Welche "Symptome" verbessern diese Medikamente eigentlich?

Ich weiß es ist noch weit hergeholt da noch gar nichts Bestätigt ist aber man macht sich einfach Gedanken was als nächstes kommt...

Vielleicht kann mir wer über ADS was berichten vorallem was die Schulische Laufbahn betrifft.

DANKE!
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Lisaneu
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Re: neuer Verdacht... ADS...

Beitrag von Lisaneu »

Hallo Sonja!

Bei Medikation kommt es immer darauf an, wo die Schwierigkeiten liegen. Allein auf Grund einer AD(H)S braucht kein Kind Medis. Aber mit ADS gehen verschiedene mehr oder weniger schwerwiegende Schwierigkeiten einher. Das kann die Impulskontrolle sein, die Konzentration, motorische Ungeschicklichkeit,...

Wenn da was dabei ist, was beim Kind und/oder seinem Umfeld längerfrstig Leidensdruck macht kann man schauen, wie ma mnndem Kind da helfen kann. Meistens ist es eine multimodale Therapie, von der Medis nur ein Teil sind. Also z.B. Verhaltenstherapie fürs Kind in Kombi mit Medis und für die Eltern eine Slbsthilfegruppe, Vernetzung der Therapeuten mit der Schule,...

Bei Medis braucht man ohnehin professionelle Beratung und man muss oft auch mehrere durchprobieren ohne Sicherheit, was hilfreiches zu finden. Mein ADHS-Sohn hat auf die Medis, die er (verordnet vom KJP) ausprobiert hat, entweder gar nicht oder mit massiven Nebenwirkungen reagiert. Daher haben wir uns letztendlich gegen eine Medikation entschieden.

Mein jüngerer Sohn (Autist) hat eine andere Proplematik und der bekommt Medis, die eine wirklich deutliche Besserung bewirkt haben. Er hat viel weniger autistische Anfälle und ist insgesamt deutlich entspannter. Und obwohl sein Medikament oft schlimme Nebenwirkungen hat merke ich bei ihm gar nichts in der Richtung.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama ADHS (mit 49 diagnostiziert)
JennyK
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Re: neuer Verdacht... ADS...

Beitrag von JennyK »

Bei meinem Großen war das Medikament echt die Rettung. Nach Jahren ohne klare Diagnose und vielen vielen Mißerfolgserlebnissen im schulischen und vor allem zwischenmenschlichen Kontext hat es ihm geholfen, so zu sein, wie er wirklich ist und sein Können zu zeigen. Vorhergegangene Therapien (Ergo, Verhaltenstherapie) haben nur kleine Verbesserungen bewirkt, mit Gabe des Medikaments hat er einen Raketenstart hingelegt. Sein Selbstvertrauen konnte sich aufbauen, dadurch wurde es ihm überhaupt wieder möglich, mit Mitschülern in Kontakt zu kommen. Wir hatten das große Glück, dass direkt das erste Medikament super anschlug und die Hochdosierung sehr engmaschig begleitet und kontrolliert wurde. Sobald die Schulsituation für ihn aushaltbar war, wurden auch seine Leistungen besser. Sein Problem hat er vorher so beschrieben:“Allein, dass ich in der Klasse anwesend bin, ist für mich so anstrengend, dass ich mich nicht auf den Unterricht konzentrieren kann.“ Das, der enorme Leidensdruck und der eindeutige Konzentrationstest haben und dazu bewogen, das Medikament zu testen. Es ist uns nicht leicht gefallen, aber es ging unserem Großen echt richtig schlecht, da mussten wir handeln.
Sohn 1 (2006), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (2013), Asperger Autismus, ADHS; PG 3; SBA 70 mit B, G, H
JennyK
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Re: neuer Verdacht... ADS...

Beitrag von JennyK »

Ergänzung: unter anderem auch durch das Medikament (vor allem aber durch Klassen- und damit verbundenem Lehrerwechsel) wandelte sich unser Großer von einem „nicht mehr beschulbaren“ Kind zum Klassenbesten und Teil einer Klassengemeinschaft.
Sohn 1 (2006), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (2013), Asperger Autismus, ADHS; PG 3; SBA 70 mit B, G, H
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