Von der Förderschule bis zum Abitur

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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cera02
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Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon cera02 » 12.02.2020, 17:32

Hallo ihr lieben,

mich würde mal eure Meinung zu dem Thema Förderschule > Abitur interessieren. Als Einstieg erzähle ich euch einfach mal meine Geschichte:

Geboren wurde ich 1992 per Kaiserschnitt, da bei meiner Mama das HELLP-Syndrom festgestellt wurde. Ich hatte kurz nach der Geburt mehrere Gehirnblutungen und einen Leistenbruch.
Ich bekam schon sehr früh viele Therapien und auch Frühförderung, da meine (Fein-) Motorik sehr eingeschränkt war.

Danach bin ich 1998 in die Grundschule gekommen, an der ich erst einmal einen Schulkindergarten besucht habe. 1999 kam ich dann in die 1. Klasse der Grundschule.
Da im Verlauf meiner Grundschulzeit meine langsame Arbeitsweise und meine großen Schwierigkeiten in Mathe bemerkt wurden, bekam ich in der Grundschule sonderpädagogische Förderung.

Nach der 4. Klasse bin ich dann 2003 auf eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt "körperliche und motorische Entwicklung" gekommen. Meine Eltern habe sich für diese Förderschule entschieden, da dort das Klassenklima sehr angenehm war, was an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt "Lernen", in unserem Ort, leider nicht der Fall war. Eigentlich hat es mir dort einigermaßen gut gefallen. Ich kann mich aber erinnern, dass mich diese ganzen ich nenne sie mal "sozialen Übungen" sehr genervt haben also z.B. Besteck richtig halten, ordentlich sitzen beim Essen, Tisch abwischen, u.s.w. Zum Glück kam ich dann ( dank des Einsatzes meiner Eltern) ab der 7. Klasse in eine stärkere, in der ich mich wirklich sehr wohl gefühlt und auch Freunde gefunden habe ( in der 5. u. 6. Klasse war ich fast nur für mich alleine). Heute weiß ich das ich wahrscheinlich damals schon ganz tief in mir gespürt habe, dass wohl mehr in mir steckt als ich mir selbst bewusst war. Ich kann es kaum in Worte fassen; es war für mich immer so als ob ich meine anderen Mitschüler durch eine Glasscheibe beobachten würde...so richtig habe ich mich wohl nie dazugehörig gefühlt...ich wollte wahrscheinlich damals schon "mehr". Hinzu kommt, dass ich in der 5. und 6. Klasse sehr große Probleme mit meinem Mathelehrer hatte. Ich war, wie ich ja schon bereits geschrieben habe, in Mathe (und bin es bis heute) alles andere als gut. Leider hatte dieser Lehrer sehr wenig Geduld und wohl auch keine Erfahrung mit Förderschülern. Er ist immer sehr laut geworden und hat geschrien, besonders bei mir (zumindest habe ich es so wahrgenommen), da ich nun mal so meine Probleme mit dem Fach hatte. Es fielen Sätze wie: " Bist du eigentlich vollkommen bescheuert ?" oder " Wie kann man nur so blöd sein? Warum verstehst du das nicht?". Der Höhepunkt war dann, dass er mich einmal in seinem Zorn hinten im Nacken gepackt hat und mich geschüttelt hat. Ob es feste oder leicht war kann ich heute gar nicht mehr sagen. Für mich hat es sich feste angefühlt. Als ich dann Tränen in den Augen hatte, sagte er ich solle jetzt aufstehen und mehrere Runden durch den Klassenraum rennen damit ich mich "abreagiere und runterkomme" Dabei hat er in die Hände geklatscht und laut gesagt: " los, weiter. Hop! Hop! Hop! Hop! Hop!"

Als ich dann 2010 meinen "Abschluss im Förderschwerpunkt Lernen nach Klasse 10" bekam, bin ich für ein knappes Jahr in eine Berufsvorbereitungsmaßnahme gegangen, wo man verschiedene Berufe kennenlernen konnte.
Nach dem ich dieses auch beendet habe, begann ich 2011 meine Berufsausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Zwar habe während dieser Ausbildung auch Unterstützung in Form von Förderunterricht bekommen, jedoch war dieses eine normale Ausbildung mit offizieller IHK-Prüfung so wie man es kennt. Meine Ausbildung im Bereich der Lagerlogistik war für mich alles andere als schön, da dort ein schon sehr rauer Ton herrscht. Ich habe auch insgeheim das Gefühl gehabt, dass sich meine "Kollegen" über mich lustig gemacht haben weil ich von einer Förderschule kam. Zumindest haben sie komisch gegrinst und gekichert als ich es ihnen erzählt habe. Eigenartigerweise war es mit der Berufsschule ganz anders: Dort bin ich richtig gerne hingegangen, war teilweise schon eine Stunde früher da und habe mich mit den Lehrern gut verstanden. 2014 habe ich dann meine Abschlussprüfung bestanden und stand nun vor der Frage: "was nun?". Zurück ins Lager kam für mich nicht in Frage ich hatte wirklich die Nase voll vom "Regale einräumen".
Meine Mutter hat mir dann vorgeschlagen nochmal zur Schule zu gehen. Glücklicherweise lebte ich mittlerweile in Dortmund, wo ja die Chance etwas größer ist seinen Schulabschluss nachzuholen.

Somit bin ich dann 2015 zur VHS Dortmund gegangen und habe dort Anfang 2016 den Mittleren Schulabschluss (FOR) gemacht. Danach war ich irgendwie ein anderer Mensch. Ich habe gemerkt, dass man etwas schaffen kann wenn man nur will. Und nun war ich wie...ich nenne es mal "besessen" und wollte es wirklich wissen. Und so kam es, dass ich mich an einem Weiterbildungskolleg (das lustiger weise direkt gegenüber der VHS lag) angemeldet habe, die insgesamt 6 Semester dauernde Einführungs- und Qualifikationsphase nebst allen Klausuren durchgezogen habe, so dass ich im Herbst 2018 meine Abiturprüfung abgelegt habe und im Winter 2018 mein Abiturzeugnis in der Hand hielt.

Heute studiere ich an einer Uni einen Studiengang der sich u.a. auch mit dieser Thematik beschäftigt also Inklusion, Ungerechtigkeiten im deutschen Bildungssystem, Chancengleichheit, u.s.w.

Ich möchte euch allen mit auf den Weg geben egal ob ihr selbst "besonders" seid oder Eltern derjenigen: Glaubt an euch selbst, glaubt an eure Kinder, egal was euch Fachleute, Lehrer o.a. "prognostizieren"...jedes Kind, jeder Mensch möchte gesehen werden in seinen Stärken, Talenten und Begabungen. Jeder Mensch hat etwas besonderes was er mit auf die Welt bringt. Wenn ihr etwas tun wollt dann tut es, wenn eure Kinder Abi machen wollen, lasst sie Abi machen...Jeder ist der Pilot seines eigenen Lebens...jeder einzelne für sich...wenn jemand etwas will, kann er oder sie es schaffen egal was. Der Wille ist doch das woraus wir unsere Kraft, unser ganzes sein speisen...Das ist die Urkraft unserer selbst davon bin ich überzeugt. Und Kinder möchten sie selbst sein...mehr als jeder andere...und wenn der Weg zu ihrer selbst darin besteht das Abitur zu erwerben oder anderes zu tun, dann ist es genau der richtige Weg, denn DAS seid ihr...DAS sind eure Kinder...Kinder haben ein unglaubliches Potenzial in sich...und dieses zur Entfaltung zu bringen ist das Grundbedürfnis eines jeden Kindes und auch eines jeden Erwachsenen. Ich denke das ist das, was uns wirklich ausmacht als Menschen: Unser Wille-unsere Kraft alles zu erreichen was wir auch immer wollen...und das ist das einzige was überhaupt zählt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Meinungen, Anregungen und natürlich auch eure Kritik zum Thema "Förderschule > Abitur" hier hinterlasst...auf Berichte von Leuten die evtl. gleiches oder ähnliches selbst, oder mit ihren Kindern, erlebt haben bin ich ebenfalls sehr gespannt :-)

rena99
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Re: Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon rena99 » 12.02.2020, 18:02

Hallo Cera,

erst mal herzlichen Glückwunsch zu Abitur und Studienbeginn. Und für das Reststudium alles Gute!

Tja, ich glaube, unser Bildungssystem krankt daran, dass man in Schubladen denkt. Ist jemand erst einmal im Bildungsgang "Lernen", dann soll zwar jedes Jahr überprüft werden, ob man da richtig ist, aber wenn einem niemand etwas zutraut, dann kann man das auch nicht zeigen.

Du hast ja deinen Weg mit unglaublicher Zähigkeit verfolgt, das muss man natürlich erst einmal hinbekommen und darf sich selbst auch nicht kleinreden. Wenn man die Kraft aber nicht hat, dann wird das schwierig.

Was hättest du dir denn von deiner Förderschule gewünscht? Wo sind die falsch abgebogen und haben dein Potential nicht gesehen? Da müsste man mal ansetzen.

Meine Tochter hat ein wirklich inklusive Schule besucht und da gab es auch einige Wechsler, die aus der Förderschule motorische Entwicklung kamen und auf einmal aufblühten, einfach, weil endlich Anforderungen und Herausforderungen da waren, gleichzeitig aber die Schulbegleitung die körperlichen Einschränkungen auffangen konnte. Da scheint sich auch auf einmal der Geist zu entwickeln.

Wie sähe für dich eine gute Schule aus?

Gruß
Rena
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"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

HeikeLeo
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Re: Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon HeikeLeo » 12.02.2020, 18:06

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elke.theaterfisch
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Re: Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon elke.theaterfisch » 12.02.2020, 20:51

Danke, danke, danke, liebe Cera, für diesen Bericht. Es ist sehr interessant zu lesen, was in Dir als Schülerin vorging und wie Du Dir Deine Bildungskarriere Schritt für Schritt erobert hast. Dein Beitrag macht außerdem Mut, seinem eigenen Kind etwas zuzutrauen und vielleicht ein bisschen besser nachzuvollziehen, was in ihm vorgehen könnte.
Herzliche Grüße
elke.theaterfisch
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton bein- und fußbetont, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit 2006 ohne Orthesen, zeitweise Einlagen.

mel1220
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Re: Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon mel1220 » 12.02.2020, 21:50

Danke für deinen tollen Bericht!
Das System ist doch unser Problem. Es gibt kein links und rechts nur geradeaus. Unser Sohn hat Förderbedarf SE und kämpft sich gerade durch die 2. Klasse. Wir wissen, dass so viel mehr in ihm steckt, nur unter der Oberfläche verborgen. Wir wissen aber auch, dass er seinen Weg gehen wird. Das wichtigste ist für uns dass er dabei glücklich ist.

Viele Grüße
Mel

Paula2019
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Re: Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon Paula2019 » 12.02.2020, 22:31

Hey, danke Dir für den inspirierenden und Mut machenden Bericht :-)

Jörg75
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Re: Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon Jörg75 » 12.02.2020, 22:33

Hallo Cera,

vielen Dnak für deinen Bericht - dein "schulischer" Lebenslauf ist beeindruckend und ich dürcke dir die Daumen für dein Studium.

Auch wenn es bei mir " ziemlich gerade" gelaufen ist, so kenne ich doch auch mehrere - inzwischen - Erwachsene, bei denen das nicht der Fall war. Ein guter Bekannter von mir hatte als Schüler zunächst auch große Schwierigkeiten und besuchte die Hauptschule mit Abschluss und "arbeitete" sich dann im Anschluss hoch, inzwischen hat er ein abgeschlossenes Studium und ist beruflich erfolgreich.
Der erste Weg im Schulsystem muss nicht der letzte sein - leider sind allerdings die Schulsysteme anderer Länder wesentlich "aufstiegsfreundlicher" ... oder vielleicht auch von Anfang an chancengleicher und weniger diskriminierend.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Re: Von der Förderschule bis zum Abitur

Beitragvon cera02 » 13.02.2020, 20:33

@rena99 Ich hätte mir gewünscht, dass man in der Förderschule, auf der ich war, in sehr grundsätzlichen Sachen anders mit uns bzw. mit mir umgegangen wäre.

Als ich dort hingekommen bin, hatte man meinen Eltern noch erzählt, dass man den Hauptschulabschluss ( ob nach Kl. 9 oder 10, weiß ich nicht mehr) machen könnte. Im laufe der Schuljahre hieß es dann wir würden zu weit hinter her sein und ein HS-Abschluss wäre nicht mehr möglich und wenn wir in bekämen dann würden wir alle eine Notenstufe absacken. Ich frage mich zwar bis heute woran man diese ominöse "Notenstufe", die wir absacken sollten, fest gemacht hat, denn unsere bisherigen Zeugnisse waren ausschließlich in Textform. Eine Referenz hinsichtlich der Notenabstufung war somit nicht gegeben. Man hat uns sowieso immer gesagt wir sollen uns abgewöhnen nach unseren Noten zu fragen. Wir würden schließlich Zeugnisse in Textform bekommen und das allein wäre der Maßstab...finde ich übrigens unmöglich so ein Verhalten gegenüber Schülern als "Sonderpädagogen".

Aber der eigentliche Grund warum ich diese Schule oder besser gesagt die Lehrer dort verurteile, ist der, dass dort eine...wie soll ich es beschreiben...ich nenne sie mal unterschwellige Art des "kleinhaltens" betrieben wurde. Anders kann ich es nicht formulieren. Ich sehe noch heute meine Klassenlehrerin vor mir, wie sie uns sinngemäß sagte, dass wir froh sein könnten, wenn wir mit dem Abschluss Fö-Schwep. Lernen nach Kl. 10, überhaupt irgendeine Ausbildung kriegen würden...wenn überhaupt. An mehr wäre nicht zu denken und es wäre schon schwer genug uns irgendwie "durchzubringen". Dies hat sie gar nicht mal aggressiv gesagt sondern mit einem schmerzlichen Gesichtsausdruck, ganz so als ob wir ihr obendrein noch leid tun würden. Also kurzum wurde uns vermittelt bzw. suggeriert: Seid froh, dass ihr überhaupt was am Ende in der Tasche habt und wagt es bloß nicht darüberhinaus noch irgendwelche Ansprüche zu stellen. Als wir mal einen Wandertag hatten geht diese Lehrerin aber ohne Umschweife mit uns zu der Fachhochschule, wo ihr Mann als Prof. mit seinen Studenten an hoch interessanten Sachen forscht und schaut uns dabei begeistert an. Da frage ich mich doch: Was bitteschön wollte diese Frau von uns bzw. von mir ?

Damit ihr mich nicht falsch versteht: Die Lehrerin war wirklich sehr nett und ich kam eigentlich gut mit ihr klar. Nur hatte sie ein Problem damit, wenn ein Schüler sich mal gegen etwas aufgelehnt hat. Zu dieser Zeit war neben unserer Klassenlehrerin auch mein verhasster Mathelehrer mit in unserer Klasse ( in den Förderschulen gibt es ja meist zwei Lehrkräfte pro Klasse) das war von der 8. bis zur. 10 Klasse. Wir waren in Mathe und Deutsch zwei Lerngruppen. Ich hatte, nach den Vorfällen mit dem Mathelehrer ab der 8. Klasse Mathe bei unserer Klassenlehrerin, außer mir waren noch zwei Mädchen dabei. Als er einmal in der anderen Mathegruppe mal wieder ausgerastet ist, seine Lungen gefüllt hat und man durch zwei geschlossene Türen deutlichst vernehmen konnte, "wie bescheuert ihr alle seid!" ( also unsere Mitschüler die mit ihm Unterricht hatten, wir waren ja mit unserer 2. Lehrerin nebenan), meinte eine Schülerin aus unserer Gruppe, ob es noch lauter geht und der sich nicht mal abreagieren könne. Sofort fauchte unsere Klassenlehrerin: " sei ruhig!, Das geht dich nichts an! Halt dich gefälligst da raus und mach deine Aufgaben!" Zur Info: Sie hatte die ganze zeit gerechnet und wenn ich Lehrer wäre und meine Schüler sich schon über meinen Kollegen beschweren und das zurecht weil er sich wie ein, mit Verlaub "Assi" benimmt, dann wüsste ich bei wem die Prioritäten für ein ernstes Gespräch gesetzt wären und das wären nicht die Schüler, die sich zu recht beschweren, sondern mein Kollege, der sich offenbar nicht im Griff hat...wirklich ganz großartige "Pädagogen" waren da am Werk in dieser Schule. Selbstreflexion: ungenügend (6)!

Und vielleicht noch etwas zum schulischen. In der Förderschule hatte ich immer in Deutsch eine 2 bis 3. Wohlgemerkt orientiert an den Richtlinien der Schule für "Lernbehinderte". Und wer jetzt denkt ich hatte am Weiterbildungskolleg im Fach Deutsch schlechtere Noten...Pustekuchen! Auch da hatte ich immer zw. 7 u. 9 Pkt (Bereich 3). In "Literatur - kreatives Schreiben" 15 Pkt. !!!! Und da mussten wir auch die Texte abgeben und die Lehrer sahen meine Grammatik und meine Schrift, also durchaus mit Deutsch vergleichbar...nur...am WBK wurde auf dem annähernden Niveau der gymnasialen Oberstufe unterrichtet. Einiges wurde vielleicht anschaulicher erklärt, aber im Grunde wurde auf gymnasialen Abitur-Niveau der Stoff vermittelt...und da schreibe ich eine 1+ . In Soziologie und Pädagogik ( ja, diese Fächer gibt es tatsächlich am Weiterbildungskolleg) war ich auch fast immer im Bereich zw. 11 und 15 Pkt.

Es kann jeder vom Bildungssystem halten was er möchte. Aber eines ist doch wohl unbestritten: In den allermeisten Schulen (und besonders in den "Förderschulen") läuft einiges verdammt, VERDAMMT schief!


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