So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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_Marta
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So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von _Marta »

Liebe Eltern,

Es eskaliert in der Schule.
„So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren, das nächste Mal müssen Sie Ihre Sohn von der Schule abholen“ stand in der letzten Mail.

Die unbestreitbar schlechten Nachrichten: Mein Sohn hat letzte Woche an 2 Tagen in der Schule mit einem Stuhl geworfen. Einmal hat er einen Mitschüler getroffen.

Das kam bisher noch nicht vor. Ja, früher warf er auch schon mal mit Gegenständen (aber NUR in der Schule). Dann sagte er mir, er hätte am liebsten einen Stuhl genommen, aber er will ja niemanden verletzten. Nun ist also diese Hemmschwelle gefallen.
Evtl. hängt es damit zusammen, dass wir Medikinet aufmedikamentieren (heißt das so?), ich telefoniere heute abend mit dem KJP. Das alleine scheint mir aber nicht das Problem bzw. die Ursache zu sein.

Beide Vorfälle geschahen, nachdem mein Sohn mehrfach provoziert worden war, unter anderem körperlich: Einmal „Grätschen“, also von hinten anspringen und umwerfen, am anderen Tag war ein Mitschüler genervt, weil mein Sohn bei der Arbeit summte und drohte „Ich mach dich nach der Schule auf dem Nachhauseweg mit XY zusammen fertig“, und dann etwas nach ihm warf. (Der Lehrerin sagte er im Gespräch danach, dass sei ein Scherz gewesen - sie hat das wohl so hingenommen).

Im Hort läuft die Sache besser, die Erzieher dort sind (logisch) auch der Meinung, austicken geht nicht. Sie sagen aber auch ärgern geht nicht. Vorletzte Woche wären fast die Eltern von oben genannten Schülern vom Hort angerufen worden, weil diese sich zuerst partout nicht bei meinem Sohn entschuldigen wollten, nachdem sie ihn schlimm geärgert hatten. In der Schule/von den Lehrern wird eine anderere Politik gefahren, „wer austickt hat Unrecht und bekommt Konsequenzen“.

Im letzten Lernentwicklungsgespräch wollte mein Sohn über die schlechte Klassengemeinschaft reden. Die Lehrerinnen gaben dann zu, dass es dort eine sehr schwierige, aggressive 3er/4er-Jungs-Konstellation gibt. (Letztens bspw. hatte ein oben erwähnter Junge den im Team geschriebenen Aufsatz zerrissen, weil er wütend auf meinen Sohn war.)

Mein Sohn selber schämt sich nach diesen Ausbrüchen. Er meint, er sieht einfach rot und dann kann er sich nicht mehr kontrollieren. Er kommt danach super schnell runter und entschuldigt sich von selber bei den Betroffenen. Das bestätigen auch die Lehrerinnen. Wie bitte soll dann die Strafe „abholen“ etwas bewirken? Dadurch lernt er ja keine Impulskontrolle.

Außerhalb der Schule würde ich meinen Sohn inzwischen als gesellschaftsfähig beschreiben. (Wie man in früheren Threads lesen kann: Das war nicht immer so).
Ja, er ist ein Erbsenzähler und regt sich auf, wenn jemand etwas falsch sagt, sieht, macht etc., aber üblicherweise bricht er in Tränen aus, weil er sich nicht verstanden fühlt, und manchmal auch nicht ist. Ja, er ist exzentrisch und hibbelig und schnell und fahrig und sprunghaft und oft gedankenlos, manchmal zu schnell wütend, aber Aggression und Gewalt in dieser Form kennen wir nicht. Nicht im häuslichen Umfeld, aber auch nicht bei seinen Hobbies. Auch nicht in Ferienkursen außerhalb der Schule, an denen er für eine Woche mit 20 fremden Kindern teilnimmt. Dort kommt er plötzlich gut zurecht.

„So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren“ - das klingt nach „erziehen Sie Ihren Sohn erst mal richtig“. Mangelnde Impulskontrolle ist ja nun mal eines der Kernsymptome, wieso mein Sohn Inklusionskind ist - egal welche ICD-Diagnose jetzt die richtige ist. Im privaten Bereich haben wir sehr vieles gut hinbekommen, wieso schafft das die Schule nicht?

Ich hatte gestern echt einen Albtraum. Mit Stühlen werfen? Wo soll das hinführen?

Ich kann meinen Sohn auch nicht mitten am Tag abholen, das geht einfach nicht. Unsere Inklusiosschwimmlehrerin meinte, das ist Ausdruck der Hilflosigkeit der Schule. Das hilft uns aber auch nicht weiter….

Wie gehen denn andere Schulen damit um?

Gruß von Marta,
danke fürs Lesen dieses was-soll-ich-nur-tun-Beitrages
Sohn *09/10, Frühgeburt
Verschiedene Ärzte, verschiedene Diagnosen:
2018 - F90.0G, F84.1V, F82.1 (KJP)
2019 - F92.8, F82.1 (SPZ) - (hält die KJP für falsch)

kati543
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Re: So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von kati543 »

Hallo,
also da Stuhl (nach einer Person) werfen schon locker lebensgefährlich werden kann, ist es vollkommen egal, was da vorausgegangen ist. So etwas darf einfach nicht passieren.
Würdest du denn wollen, dass dein Kind von einem Stuhl getroffen wird, welchen ein anderes Kind nach ihm geworfen hat? Würdest du ruhig bleiben oder von der Schule Konsequenzen fordern? Die Strafe „abholen“ ist weniger eine erzieherische Maßnahme, als reiner Schutz der anderen Kinder und Lehrer. Dein Kind ist ja nicht das Einzigste in der Klasse.

Ich würde mir hier Hilfe holen. Hat dein Kind eine Schulbegleitung? Wenn ja, warum hat sie das nicht unterbunden? Wenn nein, warum nicht? Offensichtlich ist das dringend nötig.
Wenn du glaubst, das passiert durch das aufdosieren, warum macht ihr das dann nicht, wenn dein Kind zu Hause bleibt?

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

RikemitSohn
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Re: So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von RikemitSohn »

Hallo,

das Problem liegt hier defintiv nicht, wenn überhaupt, nur bei deinem Sohn. Diese Truppe hat sich ihn wohl ausgesucht, weil er so schön reagiert. Das kenne ich von meinem Sohn auch, besonders in dem Alter. Er wurde geärgert und ist wunderbar in die Luft gegangen. Wenn er dann überreagiert hat, war er dann der Böse.
Was ich auch erlebt habe, dass mein Sohn gern als das Problem gesehen wurde, weil er ja anders ist und andere Kinder damit nicht umgehen können. Mein Sohn sollte lernen mit den Hänseleien umzugehen und die anderen Kinder wurden nur am Rande wahrgenommen. Lasst euch nicht in diese Ecke drängen! Dem Kind mit der Diagnose die Verantwortung zuzuschieben, ist für Schulen sehr einfach und entbindet sie von ihrer Handlungspflicht. Es wurde mir gerne erklärt, dass mein Kind sich ändern muss. Das es dort Kinder gab, die sich auch ohne Diagnose nicht richtig verhielten, wurde nicht bedacht.
Wenn dein Sohn von einer Gruppe so provoziert wird, ist es fast unmöglich dabei ruhig zu bleiben. Mein Sohn hatte das in einer höheren Klasse ganz gut gelernt, aber die Folge waren ständige Migräne, Angststörungen, Schlaflosigkeit. Ich war natürlich froh, dass er es schaffte, weil er zu dem Zeitpunkt schon sehr groß war und den deutlich kleineren Mobber hätte verletzen können. Dass dein Sohn mit einem Stuhl wirft, sehe ich als absolute Hilflosigkeit und nicht als schlimmes Symptom, da er sonst deutlich besser zurecht kommt. Da muss gehandelt werden. Ich habe einen Klassenwechsel durchgesetzt und seitdem geht es meinem Sohn gut. Er ist anders und nicht immer einfach, aber er ist in der Schule ohne die Hänseleien ein normaler schräger Schüler.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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Regina Regenbogen
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Re: So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von Regina Regenbogen »

_Marta hat geschrieben:
10.02.2020, 09:14
Wie gehen denn andere Schulen damit um?

Unsere Grundschulke hat das damals genauso "geregelt" wie bei euch, es wurde den Mobbern die Tür weit auf gemacht. Ein paar Kids in der Klasse hatten ganz schnell raus, wie man meinen Jüngsten bis aufs Blut provozieren kann, sei es durch permanentes körperliches Bedrängen in Türen oder der Sporthalle oder immer wieder absichtliche (unnötige) Berührungen, leise Sticheleien, hämische Bemerkungen und ähnliche Dinge, die ein Kind mit Autismus in der Lernphase völlig aus der Bahn werfen können. Auf seine durchaus vernehmlich geäußerten "Stops" wurde nicht reagiert, obwohl ihm das schon früh in der Autismustherapie beigebracht wurde. Er wurde solange gepiesackt (trotz Schulbegleitung) bis er austickte, das dauerte mit jedem Mal weniger lang. Erst der letzte Schulbegleiter hat bemerkt, was da vor sich geht und meinen Sohn entsprechend geschützt. Das alles hatte erst mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule ein Ende. Erstens haben wir eine weiter entfernte Schule gewählt, auf die keiner dieser Mitschüler wechselte und zweitens stand die von uns gewählte Schule schon immer in dem Ruf, Mobbing sofort und anhaltend zu unterbinden. Dem war auch so.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

Manuela1304
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Re: So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von Manuela1304 »

Hallo

Ich würde der Schule echt Tacheles erzählen, wenn es nur dort so schlimm ist, dann läuft dort etwas gehörig falsch !
Wenn das nicht geändert wird mit diesen anderen auffälligen Kinder würde ich wahrscheinlich unseren Sohn auf eine andere Schule schicken.
Ich hasse es aus persönlichen Gründen das jemand gemobbt wird und habe da eine null toleranzgrenze.

Habt ihr denn eine Alternativschule zur Verfügung und was würde dein Sohn zu einem Wechsel sagen ?
Ich weiss das Wechsel gerade für Autisten extrem schwer ist aber so kann es auch nicht weiter gehen und ich befürchte das du von der Seite der Schule keine Unterstützung bekommen wirst.
Es gibt durchaus Schulen die Mobbing glücklicherweise härter angehen.

Ganz liebe Grüsse
Manu

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo,

es ist leider nicht wirklich schwer, ein autistisches Kind mit schlechter Impulsekontrolle durch Blicke, kleine Bemerkungen, scheinbar unabsichtlichen Körperkontakt usw gezielt zum Impulsdurchbruch zu treiben. Und hinterher „unschuldig“ zu tun („wir haben gar nix gemacht“).
Dringend intervenieren, je nach Lage mit dem gebotenen Mitteln - von selber hört es wohl kaum auf, im Gegenteil.
Ginge ein Klassenwechsel? Mit Unterstützung des KJP?

(Natürlich impft man dem Kind trotzdem ein, dass Gewalt niemals legitim ist, und versucht Deeskalation zu trainieren. Aber das machst Du ja sicher eh schon).

Wir hatten letztens auch so Ansätze; Gottseidank gelöst gekriegt.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

esram
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Re: So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von esram »

Liebe Marta,
mir ist aufgefallen, dass du es als Bestrafung für deinen Sohn und dich empfindest, wenn du ihn abholen musst. Er, weil er nix lernt dabei und du, weil du nicht arbeiten kannst. Ich glaube eher, dass die Schule die Mitschüler vor deinem Sohn beschützen müssen.

Er hat einen Mitschüler getroffen, sowas kann auch tödlich enden. Wäre ich die Mutter von diesem Mitschüler, wäre bei mir der Ofen aus. So massive Gewalt darf in einer Schule keine Toleranz finden.

Mir tut dein Sohn leid. Ihr habt schon viele Kiga-Wechsel hinter euch. Aber man kann leider nicht immer vom Umfeld verlangen oder durchsetzen, dass jeder auf die Eigenarten deines Sohnes Rücksicht nimmt. Auch wenn das Recht auf deiner Seite ist.

Ich würde die Klasse wechseln, einen Schulbegleiter nehmen. Einen Neustart.

In dieser Klasse/Schule habt ihr verloren. Da kann man wahrscheinlich nicht mehr viel an Kooperation seitens der Schule erwarten, wenn Stühle fliegen.

Ich hoffe, ihr kommt zur Ruhe und findet den richtigen Weg. Ich wünsche euch alles Gute!

Jeder sollte das Recht haben, einen friedlichen Schulalltag zu haben. Auch dein Sohn.

Lg esram
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo Esram,

es geht hier nicht um „Eigenarten“ eines Kindes, sondern um Akzeptanz behinderungsbedingter Schwierigkeiten. Ohne diese Akzeptanz haben Kinder mit Impulskontrollproblemen leider schlechte Karten. Das Kind, um das es hier geht, versucht es richtig zu machen und schämt sich für Fehlverhalten, das hast Du vielleicht überlesen. Natürlich darf es keine Gewalt anwenden, es wird auch sicherlich faire Konsequenzen annehmen. Dazu gehört aber auch, die Provokateure, die ihn gezielt dahintreiben, auszubremsen.

Du hast wahrscheinlich kein Kind mit Autismus?

Grüße
Engrid
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Manuela1304
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Re: So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von Manuela1304 »

Hallo

Natürlich müssen die anderen Kinder geschützt werden, darüber muss man wohl nicht diskutieren sondern um das sie.
Die Schule macht es sich zu einfach, der Schuldige ist für die gefunden und muss weg, es wird scheinbar überhaupt nicht gesehen das ein sonst nur Verhaltensorigineller Junge so ausrastet und was der Grund dafür ist.
Zumal diese Jugengruppe eh auffällig ist und aggressiv, warum tut da die Schule nix ?
Ne dann lieber auf die besonderen Kinder "prügeln" und sie bestrafen.
Strafe muss sein, ja und Stühle werfen geht gar nicht es muss nach einer guten Lösung geschaut werden und nicht Menschen dafür bestraft werden weil sie anders sind.
Für mich sind diese anderen dummen Jungen viel schlimmer, die sind der Grund für alles und es ist wie früher, Lehrer haben gern scheuklappen auf.
Wenn den Lehrern dein Sohn zu anstrengend ist, allem anderen Kinder auch dann sollte es offen und wertschätzend kommuniziert werden und geschaut werden welche Lösungen in Frage kommen und nicht alles gehen ihn verwendet werden.

Ganz liebe Grüsse
Manu

RikemitSohn
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Re: So ein Verhalten können wir hier nicht tolerieren

Beitrag von RikemitSohn »

Hallo,

dass Stühle werfen nicht geht, muss hier wohl nicht diskutiert werden und wird von Marta auch gar nicht entschuldigt oder schön geredet. Aber ich finde die Bewertung solcher Vorfälle muss individuell gesehen werden. Mein Sohn hat mal eine Mitschülerin gewürgt, weil er total überfordert war. Natürlich gab es Konsequenzen, aber auch für alle die Leere, dass besser aufgepasst werden und mein Sohn vor solchen Situationen geschützt werden muss. Er wollte nicht willentlich jemandem schaden. Hätte er das Mädchen aus einer normalen Situation mit dem Ziel sie zu ängstigen angegriffen, dann hätte ich ganz anders reagiert.
Martas Sohn wird von Kindern geärgert, die wissen, wo es weh tut. Das ist schon für Kinder ohne Einschränkungen ein fast unlösbares Problem und auch da habe ich schon einmal ein Kind ganz ohne Behinderungen komplett ausflippen sehen. Der Junge ist sonst ganz friedlich. Ja, wir müssen mit unseren Kindern arbeiten und sie müssen gewisse Regeln lernen. Es muss aber immer geschaut werden, ob etwas schaffbar ist und ob das Problem wirklich nur am behinderten Kind liegt. Da es in anderen Gruppen besser läuft, gehe ich davon aus, dass diese Ausraster von Martas Sohn den Kern in der Gruppe haben.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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