Integrationshelfer wechseln - wie geht das?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Burkihard
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Integrationshelfer wechseln - wie geht das?

Beitragvon Burkihard » 13.01.2020, 18:27

Hallo liebe Freunde,

Wir wohnen bei Würzburg und unser Sohn ist 3,5 Jahre alt. Er hat Infantile Zerebralparese Level 3-4.

Er kann nicht laufen und nicht sitzen, aber er robbt und geht auch in den Unterarmstütz. Wenn wir sagen „Popo hoch“ dann macht er den Popo hoch. Er macht das jetzt teilweise auch selbständig, wenn er Mama und Papa glücklich machen will.

Sprachlich ist er ganz fit. Er spricht Sätze mit 5 Wörter , kann Buchstaben lesen und ist auch sonst ein richtiger Sonnenschein, der uns glücklich macht.

Im KiGa hat er einen Integrationshelfer und einen Einzelintegration. Der Helfer kommt Montag bis Donnerstag jeweils vier Stunden und die Einzelintegration kommt am Freitag vier Stunden.

In der Kindergruppe war die Helferin eine FSJlerin, ein junges sehr engagiertes und liebevolles Mädchen, die unseren Anbo angestrahlt und auf den Arm genommen hat. Das ganze Kindergrippen-Team war sehr liebevoll.

Jetzt ist die Helferin eine Sozialpädagogin, aber sie ist nicht sehr engagiert, nimmt Anbo selten in den Arm und schaut immer so passiv und teilnahmslos.

Meine Frau hat gesagt, dass unser Sohn immer regelmäßig mit raus auf den Spielplatz gehen soll, sie soll ihn auf die Wippe setzen oder die Schaukel. Meine Frau hat gesagt, dass unser Sohn am besten am Tisch sitzen soll, um die Beinchen nicht so zu strecken,

Aber immer wenn meine Frau vorbei kommt um unseren Sohn abzuholen, dann sieht sie ihn alleine auf dem Boden. Einmal war die Begleitung sogar alleine in der Küche gesessen. Als meine Frau kam und sie so gesehen hat ist die Begleitung gleich zu unserem Sohn hingelaufen.

Wir denken nicht, dass die Begleitung wirklich schlecht ist. Aber wir haben den Eindruck sie ist passiv und sieht das alles nur als einen langweiligen Job. Sie lächelt kaum und ist irgendwie apathisch.

Ein Bild wie Tag und Nacht, wenn man die beiden Frauen vergleicht.

Was sollen wir denn jetzt machen? Kann man diese Begleitung irgendwie wechseln?

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Re: Integrationshelfer wechseln - wie geht das?

Beitragvon Regina Regenbogen » 14.01.2020, 06:41

Kann man diese Begleitung irgendwie wechseln?
Kommt darauf an, wer sie stellt und bezahlt. Habt ihr schon mal mit der Kindergartenleitung gesprochen über das Problem?
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Re: Integrationshelfer wechseln - wie geht das?

Beitragvon Burkihard » 14.01.2020, 18:14

Die Integrationshilfe wird über den Bezirk Unterfranken bezahlt und von den Maltesern gestellt. Meine Frau wird morgen hospitieren und danach werden wir in einem Gespräch ganz vorsichtig machbare Verbesserungsmöglichkeiten ansprechend.

Die Frage ist, wie man Kritik äußert ohne dass es falsch rüberkommt und ohne die Situation zu verschlechtern, wenn Leute beleidigt reagieren.

Es ist einfach so, dass die vorige Integrationshelferin sehr, sehr aktiv, verbindlich, engagiert und fröhlich war, und die jetzige eher passiv, unengagiert und, naja, sie sieht das alles nur als langweiligen Job, habe ich den Eindruck...

Kann man schlecht in Worte fassen.

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 14.01.2020, 19:02

Hallo,
Die Frage ist, wie man Kritik äußert ohne dass es falsch rüberkommt und ohne die Situation zu verschlechtern, wenn Leute beleidigt reagieren.
Ich hatte diese Angst früher auch, hab sie inzwischen völlig abgelegt. Wenn man sachlich, konstruktiv und freundlich bleibt, kann man alles ansprechen und braucht keine Angst zu haben, dass das aufs Kind zurückfällt. Im Gegenteil, wenn die Eltern mehr Respekt bekommen, färbt das auch positiv aufs Kind ab.

Rein organisatorisch wäre es so, wenn Ihr die I-Kraft wechseln wollt: Ihr geht zum Trägerverein, also zu den Maltesern und sagt Ihr wollt jemand anders. Wenn bei den Maltesern nix geht, es gibt meist auch mehrere Trägervereine vor Ort, kommt bisschen auf die Region und die Behinderungsart an (manche sind spezialisiert).

Aber immer wenn meine Frau vorbei kommt um unseren Sohn abzuholen, dann sieht sie ihn alleine auf dem Boden. Einmal war die Begleitung sogar alleine in der Küche gesessen. Als meine Frau kam und sie so gesehen hat ist die Begleitung gleich zu unserem Sohn hingelaufen.
Wenn das immer zur gleichen Zeit ist, kann es natürlich am Tagesablauf liegen. Wenn die Dame aber ihre Pflichten vernachlässigt, dann ist das schon ein ernster Beschwerdegrund, und da wird auch der Trägerverein auf Eurer Seite sein.
Fröhlichkeit kann man jetzt nicht zwingend verlangen. Engagement und „saubere“ Arbeit schon.
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)


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