Arbeiten mit behindertem Kind?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Anika14
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Re: Arbeiten mit behindertem Kind?

Beitrag von Anika14 »

Ich bin auch AE und arbeite derzeit 25h mit Gleitzeitoption, was ich oft nutze, um eben Arzttermine so zu legen, dass nicht beide Kinder mitmüssen sondern nur das betroffene oder ich eben alleine gehen kann. Es steht und fällt aber auch bei mir damit, dass ich beide Kinder lang betreuen lassen kann (16:15 Uhr) und meine Firma sowie mein Team extrem flexibel sind. Diese Flexibilität gebe ich aber auch zurück, in dem ich auch außerhalb meiner Arbeitszeiten bestmöglich erreichbar bin.

Aber es stimmt schon: auch bei mir schauen immer alle ganz verwundert, dass ich auch noch arbeite... Aber erstens liebe ich meinen Job (und meine Kollegen ;-)), ohne Arbeit würde ich echt gesitig eingehen, und zweitens ist mir die finanzielle Unabhängigkeit sehr wichtig und das hat uns letztendlich nach der Trennung unser Zuhause gerettet. Im Moment schaue ich, wie ich die Rentenzeit noch besser absichern kann bzw. den Kindern die Ausbildung finanzieren kann, wenn sie studieren möchten, das ist noch so ein nicht ganz geschlossener Punkt für mich.
Anika mit
Maxi Bub (*04/11) fit & überschlau
Mini Bub (*11/14) 33+0 SSW, Katarakt, Fütterstörung, Kleinwuchs, Reflux, muskuläre Hypotonie, starker Hypotonie & Hypersensitivität im Mund- & Rachenbereich, massiv gestörte Körperwahrnehmung, Hypoglykämien, Kamikaze mit viel Verstand, großem Herz & stets gut gelaunt, PG 3 und 80% G,B,H

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Regina Regenbogen
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Re: Arbeiten mit behindertem Kind?

Beitrag von Regina Regenbogen »

AnnalenaO hat geschrieben:
28.12.2019, 15:06
Ich habe das Gefühl wie man es macht ist es verkehrt.
Das ist nichts neues, war schon vor 30 Jahren so (was habe ich mir da anhören müssen, weil ich nach der Geburt meiner Großen wieder arbeiten gegangen bin) und auch bei meiner Oma (Jahrgang 1925) gab es immer Leute, die ihr da reinreden wollten, obwohl meine Oma ursprünglich aus der Landwirtschaft kam, wo das Mitarbeiten für die Frauen selbstverständlich war (und noch ist) und sie gerne arbeiten ging, auch noch lange, nachdem sie es gar nicht mehr gemusst hätte. Ich habe schon früh gelernt, dass man seine Ohren bei so etwas besser auf Durchzug stellt. Jede so wie sie mag und nicht anders.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Ellert
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Re: Arbeiten mit behindertem Kind?

Beitrag von Ellert »

Hallo Annalena,

meine Jüngste musste in den Hort als ich wieder halbtags angefangen habe, sie hat es gehasst obwohl es da so tolle Angebote gab, auch in den Ferien. Phasenweise ist sie lieber mit mir ins Büro als dorthin, so ist auch jedes Kind anders, die einen lieben es, die anderen mögen es garnicht. Ellerts Schule hatte keinen Hort und wenn Ferien waren dann waren Ferien, in meiner Heimat gibt es in der Schule auch keinen Hort, Frauen arbeiten dann wenn Oma und Opa aufpassen kann. Traurig wenn Frau möchte oder muss und nicht kann wegen fehlender Betreuung aber an sich sollte es jeder Familie freistehen es zu machen wie sie es möchte, einer ganz, anderer garnicht oder teilzeit, beide Teilzeit oder auch Mann daheim und Frau vollzeit - wir sind so eine moderne Gesellschaft da sollte keienr für Entscheidungen verurteilt werden.
Und ich sag es ehrlich, gäbe mir morgen einer Gehalt und ich könnte zu Hause bleiben, ich reisse mich nicht um die 20 Stunden und brauche sie nicht mich zu verwirklichen, ich hatte daheim auch Beschäftigung ausser Putzen(ich hasse putzen) ich bliebe daheim !
DAGMAR mit
Ellert 24.SSW &
3 fitten Schwestern
www.mini-ellert.de

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