Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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AnnaFB1985
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Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon AnnaFB1985 » 02.12.2019, 08:24

Hallo!

Nachdem unser großer Zwilling (6) im Oktober im KiGa einen Krampfanfall hatte und das EEG wieder auffällig war (2018 hatten wir schon mal 2-3 solche Ereignisse, aber die Ärzte wollten keine Epilepsie trotz Auffälligkeiten im EEG, Schlafentzugs-EEG und MRT sehen), soll sie jetzt dann doch Levetiracetam bekommen.
Der Arzt hat das jetzt als Saft aufgeschrieben, aber er schmeckt der Tochter nicht sonderlich.
Jetzt frage ich mich, ob sie wohl schon Tabletten hinbekommt...

Ab welchem Alter haben eure Kinder etwa Tabletten nehmen können?
Sind die dragiert, sodass sie gut flutschen oder sind sie "rau" außen, sodass sie schwerer zu schlucken sind?

Würde mich über Rückmeldungen freuen!

Viele Grüße,
Anna
Anna mit 4 Töchtern
*2001 & *2012 normal entwickelt
Zwillinge *10/2013 Extremfrühchen 24+5, entwicklungsverzögert, sozial-emotionale Störung, V.a. AD(H)S, V.a. strukturelle Epilepsie

LovisAnnaLarsMama
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 02.12.2019, 08:30

Hallo Anna,
unser Vierjähriger bekommt seine Medikamente in Tablettenform. Wir stecken die Tabletten in einen Jogurt oder Fruchtmus. In Wurst gesteckt oder pur hat er auch schon getestet...
LG
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Katja_S
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon Katja_S » 02.12.2019, 08:36

Hallo Anna,
es gibt bei Levetiracetam auch noch eine 3. Alternative :D . Mein Sohn (inzischen 11) bekommt jetzt seit über 7 Jahren Levetiracetam und hat es nurdie 1. 3 Monate als Saft bekommen (der stinkt ja schon scheußlich und wird sicher nicht viel besser schmecken :oops: ). Danach sind wir auf Granulat (kleine weiße Kügelchen) umgestiegen. Die tun wir auf etwas Obstmus und er isst es dann. Funktioniert super und vor allem kann man das auch gut mitnehmen (ist in kleinen Beuteln). Inzwischen könnte er vermutlich auch Tabletten nehmen, aber da es bei uns so gut funktioniert, ändern wir da erst mal ncihts dran!
Frag doch mal nach, ob das für euch was wäre (wenn es mit den Tabletten nicht funktionieren sollte oder du da ein schlechtes Gefühl haast). Es kann ja sein, dass das Granulat nicht immer geeignet ist (unserer Ärztin war der Wechsel damals ganz wichtig, warum, weiß ich nicht).
Inzwischen wäre Saft bei uns schon mal alleine deshalb nicht mehr praktikabel, weil wir dann alle 4-5 Tage eine neue Flasche bräuchten....
Viel Erfolg! Ich drücke euch die Daumen, dass das Levetiracetam auch gut wirkt!
Viele Grüße
Katja
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Alexandra2014
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon Alexandra2014 » 02.12.2019, 08:39

Hallo!

Also Levetiracetam 250 mg Tabletten sind gut glatt (aber keine Kapseln), nicht zu groß und lassen sich auch teilen, so dass man zwei kleinere zum Schlucken hätte.
Allerdings ist die kleinste Größe eben 250 mg, geteilt dann 125 mg. Ist die Frage, in welcher Dosierung deine Tochter das Levetiracetam bekommt. Der Saft lässt sich variabler anpassen, auch beim höher dosieren, falls nötig.

Wir sind mit 6 Jahren auch mit dem Saft gestartet, dann aber relativ schnell auf Tabletten umgestiegen. Ging total unkompliziert.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

AnnaFB1985
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon AnnaFB1985 » 02.12.2019, 09:31

Ich danke euch für die Rückmeldungen!

Wir haben ja grade angefangen, Zieldosist ist aktuell angepeilt mit 2x tgl. 200mg.
Wobei der Arzt auch die Existenz des Granulats angesprochen hat und meinte, mit 250mg pro Dosis wäre man ggfs. auch noch im Rahmen.
Wobei ich jetzt gelesen habe, dass das eigentlich in Wasser aufgelöst werden soll?

Ich hab in einer Woche Termin bei unserem Kinderarzt, ich denke dann spreche ich das auch nochmal an. Bis dahin muss sie den Saft trinken. Das weiß sie und zum Glück macht sie es dann auch (auch wenn sie mir jedes Mal ausführlich erzählen wird, dass er nicht schmeckt ;)

Stimmt mich ja doch sehr zuversichtlich, dass es offenbar auch andere gute Möglichkeiten gibt und die Kinder das gut mitmachen!

LG
Anna
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon Katja_S » 02.12.2019, 09:42

Hallo Anna,
bei uns weiß der jetzige Arzt (und die vorherige Ärztin wusste das auch) , dass wir das Granulat auf Obstmus geben. Uns hat niemand gesagt, dass man das in Wasser auflösen sollte :shock: .
Viele Grüße
Katja
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon AnnaFB1985 » 02.12.2019, 10:59

Wenn deine Ärzte da im Bilde sind, kann es ja nicht schlimm sein eigentlich

Der Arzt, der es angerissen hatte, sagte auch man könne es so aus dem Beutel schlucken.
Nur beim Googeln hatte ich es gestern gelesen in einer Übersicht, welche Formen und Einheiten es gibt.
Da stand dann:
Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen im Beutel.
Vor der Anwendung in einem Glas Wasser auflösen.
Quelle: https://www.neuraxpharm.de/produkte/pro ... uraxpharm/?
Die Einnahmeform spielt dann vermutlich eine eher untergeordnete Rolle, nehme ich an?!

LG
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon Katja_S » 02.12.2019, 11:51

Hallo Anna,
da schreiben wir von Granulat von unterschiedlichen Herstellern bzw. unterschiedlichen Arten von Granulat! Unseres ist von Desitin und es ist kein "Granulat zur Herstellung einer Infusionslösung", sondern "befilmtes Granulat in Beuteln". Da steht sogar im Beipackzettel (habe gerade nochmal nachgelesen), dass man es unzerkaut direkt aus dem Beutel in den Mund schütten und mit Wasser herunterspülen kann, aber auch mit Nahrung einnehmen kann/darf (zusätzlich kann man es wohl auch als Suspension auflösen und über eine Magensonde geben, aber das spielt bei deiner Frage ja keine Rolle).
Und ja, vielleicht ist es egal, wie man es jetzt einnimmt, ich würde das aber trotzdem auf jeden Fall mit eurem Neuropädiatrer abklären, welche Darreichungsformen für EURE Tochter in Frage kommen (außer dem Saft). Der Saft ist ja auch deshalb ungeschickt, weil man den schlecht mitnehmen kann. Mir ist einmal was im Rucksack ausgelaufen :( , das hat gestunken (den Geruch werde ich nie vergessen).
Viele Grüße
Katja
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon AnnaFB1985 » 02.12.2019, 12:02

Ah, ok. Gut, dass wir drüber gesprochen haben :idea:
Das war irgendwie das einzige, was ich unter Granulat so ad hoc gefunden hatte.

Ja, ich werde es auf jeden Fall ausführlich besprechen, auch die Art der Einnahme :!:

Das Zeug riecht wirklich nicht gut, bäh. Die Tasche konnte man wahrschenlich wegwerfen anschließend...

LG
Anna
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Re: Levetiracetam - Saft oder Tabletten? Alter?

Beitragvon InesmitV » 02.12.2019, 22:35

Hallo,

Bei meinem Kleinen ist Levetiracetam zwar schon raus aber wir haben es immer im Fläschchen gegeben (am Anfang musste man das auch mit relativ viel Pre verdünnen damit er das Zeug trinkt, das schmeckt wohl grausam). Ich hab in der Apotheke und bei der Neuropädiaterin nachgefragt: man kann es auch mit Nahrung essen, Obstmus oder Saft ist auch kein Problem. Vll morgens und abends ein Gläschen Saft?
VG


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