Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Katrin2001
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Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von Katrin2001 »

Hallo.........wir fangen ja gerade erst damit an.
Deshalb wollte ich noch mal nachfragen,bevor ich mir sinnlos viel Arbeit mache.
Uns wurde gesagt (beide Eltern sind Betreuer)es müssen nur Aussgaben über 100 Euro nachgewiesen werden.Ist das richtig so?Und das man bei Beendigung der Betreuung die letzten 10 Jahre nachweisen muß.
Wie handhabt ihr das genau?Kind hat ein eigenes Konto.
Nur alle Kontoauszüge sammeln und Quittungen von Dingen welche über 100 Euro gekostet haben?
Muß gleich noch mal nachfragen:wann muß man einen Bericht schreiben und kann gleichzeitig die Aufwandsentschädigung beantragen?Vorm nächsten Geburtstag?Also 1 Jahr nach Genehmigung der Betreuung?
Vielen Dank für eure Antworten.LG Katrin
Katrin mit Sophie geb.Juli 01 entwicklungsverzögert, wahrnehmungsst. ,Hirnschädigung,motor.Probleme.,Autistische Züge,verhaltensauffällig. Genetische Auffälligkeiten ,Sprachprobleme ,aber ne total süße Maus

Chantal-Marie
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von Chantal-Marie »

Wir sind auch Betreuer unserer Tochter und müssen gar keine Ausgaben nachweisen. Ich reiche wenn ich den Antrag neu stelle die Kontoauszüge der letzten 6 Monate mit ein und das wars. Ich sammle auch keine Quittungen und keine Ahnung ob man was nachweisen muss. Sollte das der Fall sein dann frage ich mich warum das nicht gesagt wird. Aber warum sollte man das nachweisen wenn die Kontoauszüge vorliegen?

Ich bekomme jedes Jahr im August den Antrag vom Betreuungsgericht und da schreibe ich mit drauf dass man mir die Betreuerpauschale auf das bekannte Konto überweisen sollen. Ist ne Sache von ner halben Stunde. Ja1 1 die Betreuungspauschale bekommt man das erste mal 1 Jahr nach dem Antrag.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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Isolde
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von Isolde »

Hallo,
wir müssen nicht einmal die Kontoauszüge des letzten halben Jahres einreichen.
Unser Betreuungsgericht schickt jedes Jahr einen Bogen den es auszufüllen gibt.
Dort füge ich dann nur die Kontoendstände bei - also den aktuellen Kontostand zum Ende des Berichtsjahres.
Trotzdem habe ich eine nachvollziehbare Buchführung - bin auch vom Fach.
Aber müssen müssen wir es nicht.

Schönen Gruß
Isolde
schon seit 4 Jahren rechtliche Betreuerin meines Sohnes
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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mariannna
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von mariannna »

Hallo,

das würde mich auch interessieren, wie genau die Ausgaben festgehalten werden müssen.... Man bekommt man ja auch nicht für alles einen Kassenbon (Flohmarkt, Eis essen, Gyros, Imbissbude etc....). Wie genau muss das sein?
LG,Marianna

Sabine1970
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von Sabine1970 »

Hallo Kathrin,

wir müssen über die Ausgaben unseres Sohnes keinerlei Nachweise erbringen. Als Eltern sind wir ( wie alle Eltern) befreit hiervon.
Ich überweise die Grundsicherung, die mein Sohn auf sein eigenes Konto bekommt, am Anfang des Monats auf mein Konto.
Zum Betreuerbericht, den ich einmal im Jahr bei Gericht abgebe. lege ich eine Gesamtobligo über das Guthaben meines Sohnes auf der Bank.
Der Antrag auf Gewährung der Betreuerpauschale von 399 Euro liegt dem Ganzen bei und 4 Wochen später kommt der Bescheid und das Geld.
Im Übrigen kann für jeden Elternteil eine Pauschale beantragt werden, wenn die ELtern beide Betreuer sind.
Es sei denn, der Betreute hat mehr als 5000 Euro, dann ist dieser Betrag vom Betreuten zu übernehmen.

Mit Grüßen
Sabine

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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von IlonaN »

Bei uns läuft das wie bei Sabine, nur bei meinem ehemaligem PS muß ich alles Nachweisen, aber das trifft mich erst zur Abrechnung im Sommer. Da wird es umfänglicher laufen das es nicht mein leibl. Kind ist. Bei meiner Ado-Tochter brauchen wir das nicht
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Jakob05
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von Jakob05 »

Leibliche Eltern müssen Abrechnungen vorlegen. Mein Mann müsste es eigentlich, da nicht der leibliche Vater, daher wurde für ihn vom Gericht die Vermögenssorge ausgeklammert.
@Sabine: Ist diese 5000€-Grenze wirklich richtig ? Ich habe die Pauschale seit Jahren nicht mehr eingefordert, weil ich dachte, dass diese bei jedwedem Einkommen oder Vermögen des Betreuten von ihm selbst bezahlt werden muss. Gibts da ein Aktenzeichen zu ?
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†,* 05, 37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, HG-versorgt, Lordose, Rachenfehlbildung => Tracheostoma...)

monika61
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von monika61 »

Jakob05 hat geschrieben:
21.11.2019, 11:04

@Sabine: Ist diese 5000€-Grenze wirklich richtig ? Ich habe die Pauschale seit Jahren nicht mehr eingefordert, weil ich dachte, dass diese bei jedwedem Einkommen oder Vermögen des Betreuten von ihm selbst bezahlt werden muss. Gibts da ein Aktenzeichen zu ?
Hallo,

ja die 5000 Euro Schonvermögen (seit 1.4.2017) ist richtig.
Davor waren es 2600 Euro:
https://www.bundesanzeiger-verlag.de/be ... llosigkeit
https://www.bundesanzeiger-verlag.de/be ... spauschale

LG
Monika

monika61
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von monika61 »

Hallo,

vielleicht auch noch interessant:
https://www.anwaltonline.com/betreuungs ... reuer-sind

LG
Monika

Sabine1970
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Re: Nachweise Ausgaben von Erwachsenem Kind

Beitrag von Sabine1970 »

Hallo nochmals,
@Jakob05: Definitiv sind wir als leibliche Eltern von der Rechnungslegung befreit, unser erster Betreuerbericht ist bearbeitet und der die Pauschale wurde uns Eltern beiden überwiesen.

Bei allen, die sich hier unsicher sind : Fragt bei euren zuständigen Betreuungsgerichten an, wie die das handhaben wollen. Möglicherweise gibt es da regional Unterschiede. Antwort schriftlich anfordern und dem Bericht beilegen, dann kann nichts schiefgehen.

Mit Grüßen
Sabine

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