Förderbedarf (E) ohne Plan

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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nicole06
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Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon nicole06 » 06.11.2019, 22:29

Unser Sohn ist 13 und besucht die 8. Klasse einer Gesamtschule, die gemeinsames Lernen als Schwerpunkt hat. Da wir in Brandenburg leben, begann die weiterführende Schule erst nach der 6. Klasse und wir hatten Förderbedarf für soziale und emotionale Entwicklung beantragt und genehmigt bekommen, damit er während der Umstellung Unterstützung erhält. Außerdem hat er einen Schulbegleiter genehmigt bekommen.

Als Diagnose hat er ADHS, dazu emotionale Störung des Kindesalters aufgrund von Angstzuständen. Seit diesem Sommer hat er mehr und mehr Zwänge entwickelt. Er war in Behandlung bei einem Kinderpsychologen, konnte aber die letzten beiden Jahres keine Medikamente nehmen, da der Verdacht auf eine Herzerkrankung bestand. Seit Januar ist die Behandlung beendet und wir warten auf eine Verhaltenstherapie. Außerdem haben wir das Herz nochmal von Spezialisten checken lassen und Entwarnung erhalten, er darf jetzt doch medikamentös behandelt werden.

Derzeit sind die Probleme in der Schule gravierend. Er ist von überwiegend 3ern und 2er in den Hauptfächern auf 4er und 5er abgestürzt. Für den Moment haben wir nun Aussetzung der Benotung beantragt.
Seine Hefter seit Schuljahresbeginn sind so gut wie leer. Er behandelt die Schule wie einen Kindergarten: Hingehen, Zeit mit Freunden verbringen, die Arbeit verweigern, Konsequenzen ignorieren, Zeichnen, Spielen. Er arbeitete noch nie kontinuierlich, sondern vermeidet Anstrengung, wo es geht, was bisher funktioniert hat.

Unser Sohn macht häufig seine eigenen Regeln. Aber er ist keine Gefahr, er bedroht niemanden, er stört nicht mal unbedingt immer. Er verweigert und macht zu, was in der Schule als bodenlose Frechheit gesehen wird. Dann entstehen Diskussionen und DIE stören den Unterricht.

Im Prinzip wird unser Sohn die 8. Klasse so nicht schaffen und sofern sich nichts ändert, ist sogar der Schulabschluss in Gefahr. Vor den Sommerferien war er noch Anwärter für einen Realschulabschluss.

Wir wissen nicht, was der Förderbedarf derzeit bringt, außer theoretisch mehr Lehrerstunden. Wir sehen keine konsequenten Maßnahmen, um ihn z.B. bei der Selbstorganisation zu unterstützen. Wir haben mehrmals darauf hingewiesen, dass er vom Unterricht immer weniger mitbekommt. Anhaltender Misserfolg und Kritik sind natürlich nicht förderlich. Er ist, wie viele Kinder mit seinen Problemen, sehr empfindlich. Größtes Problem in meinen Augen ist die fehlende Konsistenz im Unterricht. Es gibt in den wenigsten Fächern Lehrbücher, die systematisch bearbeitet werden; der ganze Unterricht ist weitgehend zusammengestückelt aus Zetteln und Tafelbildern, die natürlich wunderbar verloren gehen. Eine Einladung zur Arbeitsvermeidung.

Ich vermute, dass ein Lernplan (Wochenplan, Monatsplan) und eben das zu Verfügung stellen der Unterlagen in digitaler Form hilfreich wäre. Das Abarbeiten des Plans müsste überwacht werden. Da würde ich natürlich unterstützen. Auch die Schulbegleiterin könnten wir sicher so einbinden. Aber die Schule weigert sich solche Pläne zu erstellen. Die Unterlagen soll ich mir täglich über den Klassenchat und die Fachlehrer zusammenstellen. Das würde Tage dauern auch nur einen Schultag zu rekonstruieren.

Ist so ein planvolles Vorgehen echt zuviel verlangt? Ich dachte immer, Lehrer haben doch eh ihre Unterlagen in digitaler Form. Und auch Pläne, wann welches Thema dran ist. Ist dem nicht so?
Hat jemand Rat? Wie würde man den Förderbedarf und den Schulbegleiter sinnvoll nutzen. Wie weit muss die Schule entgegenkommen?
Sohn (13): ADHS, Emotionale Störung des Kindesalter mit sozialer Ängstlichkeit, Zwangsstörung, zeitweise V.a. Long-QT-Syndrom

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Regina Regenbogen
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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon Regina Regenbogen » 07.11.2019, 06:23

Wir sehen keine konsequenten Maßnahmen, um ihn z.B. bei der Selbstorganisation zu unterstützen.
Das ist eine der Hauptaufgaben der Schulbegleitung.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon IlonaN » 07.11.2019, 06:47

Hallo,
Auch ich sehe hier die Hauptarbeit beim Schulbegleiter. Wie sind seine Ziele definiert? Es ist schwierig für ADHSler und hier noch mit angststörung, in der Schule zurecht zu kommen, das wurde ja erkannt und die Begleitung bewilligt.Wie läuft es denn in schriftlichen arbeiten? Das die Lehrer immer wieder versuchen ihn zur Mitarbeit zu motivieren, tja ich bin der Meinung das muß in gewissen Rahmen auch sein. Er ist kein 1. Klässler mehr und die berufliche Umwelt nimmt nun bald auch keine große Rücksicht.Mein großer ADHSler, hat eigentlich in der Schule auch nur seine Zeit abgesessen, hatte nur das Glück sich schnell alles zu merken und trotzdem sein Abi gemacht, im Alltag jetzt in der Ausbildung hat er aber auch Probleme weil er nie gelernt hat zu lernen- huch ich schweife ab. Dein Sohn muß leider erkennen, trotz seiner Probleme, das er irgendwie im Leben zurecht kommen muß und die Welt "da draußen" nicht immer Rücksicht nimmt. Ich hätte es bei meinem Sohn nie gedacht das er heute mit 21 mal 600 km in eigener Wohnung(wenn auch chaotisch) alleine lebt und seine Ausbildung durchzieht. Mach ihm Mut.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon Engrid » 07.11.2019, 08:22

Hallo,

ich habe mir beim Lesen gedacht: Was macht eigentlich die Schulbegleitung? Bin bei Illona und Regina, die Hilfe bei der Selbstorganisation gehört zu den Aufgaben der Schulbegleitung.
Wegen dem Wunsch nach digitalen Arbeitsblättern: Sowas in der Art gehört, würde ich meinen, zu den möglichen Nachteilsausgleichen. Habt Ihr denn solche schon festgelegt? Ohne das werden die Lehrer sich vermutlich nicht drauf einlassen, mit entsprechendem NTA dann eben schon. Möglich ist aber auch, zb einen verantwortungsbewussten Mitschüler (einen Freund?) in der Klasse bzw seine Eltern zu bitten, täglich die Aufgaben als Foto oder Scan zu schicken, evtl. gegen ein Taschengeld (als Sofortmaßnahme, bis der NTA durch ist). Oder die Schulbegleitung übernimmt da Verantwortung.
http://www.adhs-deutschland.de/desktopd ... read-7662/

Einen Buchtipp hätte ich noch, geschrieben für Autisten, hilft aber auch bei der Orga fürs ADHSler:
Praxis Teacch: Herausforderung Regelschule. (Konkrete Massnahmen von Strukturierungs- und Visualisierungshilfen)


Nachdem er gerade Zwänge entwickelt, würde ich vermuten, dass die Verweigerungshaltung nicht einem altersgemäßen „Null Bock“ entspringt, sondern der störungsbedingten Überforderung. Er steht vor einem Berg von Anfirderungen, und weiß nicht wie drüber und wo anfangen ... Ihn zu stützten, dass er es wieder hinkriegt, ist also wichtig. Mit Appellen a la „Du musst aber ...“ und „wie soll das später ...“ erhöht man nur den Druck, ist also kontraproduktiv.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon HeikeLeo » 07.11.2019, 13:10

Liebe Nicole,
Aber die Schule weigert sich solche Pläne zu erstellen.
Das kenne ich hier auch von einzelnen Schulen in Baden-Württemberg.

Schulbegleitung kann Unterricht nicht ersetzen. Für den Unterricht ist die Schule in der Pflicht.

Dein Sohn ist aber inzwischen in der totalen Blockade. Da wieder rauszukommen ist eine Mordsarbeit. Und dann noch mit einer kontraproduktiven Schule....

Du könntest probieren über den Elternbeirat zu gehen und die Schule in die Pflicht zu holen. Du könntest auch probieren die Schulbehörde - bei uns wäre das das Schulamt - zu Hilfe zu holen. Leider können sich das hier im Forum etliche nicht vorstellen, dass es solche wirklich Schulen gibt... Wenn es die Chance gibt, würde ich mein Kind auf eine andere Schule schicken.

Liebe Grüße
Heike

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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon Regina Regenbogen » 07.11.2019, 13:34

Schulbegleitung kann Unterricht nicht ersetzen.
Das hat auch niemand behauptet. Die Schulbegleitung ist kein Lehrkraftersatz, aber die Schulbegleitung sollte schon so arbeiten, dass dem Kind die Teilhabebeeinträchtigungen erleichtert werden.

Das hier
Seine Hefter seit Schuljahresbeginn sind so gut wie leer. Er behandelt die Schule wie einen Kindergarten: Hingehen, Zeit mit Freunden verbringen, die Arbeit verweigern, Konsequenzen ignorieren, Zeichnen, Spielen. Er arbeitete noch nie kontinuierlich, sondern vermeidet Anstrengung, wo es geht, was bisher funktioniert hat.
und auch die nicht vorhandene Selbstorganisation liest sich nicht so als hätte das Kind eine Schulbegleitung. DAS sind die Aufgaben einer Schulbegleitung.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon nicole06 » 07.11.2019, 14:26

Hallo zusammen,

erstmal Danke dafür, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meinen Text zu lesen und eure Meinung zu sagen.

Also, wir als Eltern waren bisher ziemliche Vollidioten, weil wir diese Unterstützung als Bonus betrachtet haben, der uns eigentlich nicht zusteht.

Deshalb haben wir die Möglichkeiten bisher meiner Meinung nach nicht wirklich sinnvoll genutzt.

Sohn hat seit Anfang des Schuljahres keinen Schulbegleiter mehr. Der Träger konnte niemanden finden. Ursprünglich hatte die Schule gesagt, der würde ja auch eigentlich nicht mehr benötigt.

Das passiert eben andauernd. Beschwichtigung, dann ist das Ende der Welt nahe, dann isses wieder sich nicht so schlimm. Man weiß nie, woran man ist. Gerade hat man ein positives Elterngespräch, wo seine (nicht vorhandene) Heftführung gelobt wird und wie gut er zurechtkommt, 3 Tage später drohen sie ihn wegen Untragbarkeit vom Unterricht auszuschließen. Hü und hott.

Am Samstag haben wir einen Termin mit der neuen Schulbegleiterin. Ich überlege schon, ihr ein Tablet zur Verfügung zu stellen, damit Sie in der Schule Termine pflegen kann und Unterlagen digitalisieren. Und eben genenerell Themen, Termine und Aufgaben festhalten. Oder einen Kalender aus Papier. Aber sie ist nur 15 Stunden genehmigt.

Aber wie soll er lernen sowas selber zu tun, wenn es nur jemand anderes macht?

Wir machen nochmal einen Termin zur Beratung bei der Förderbedarfstelle. Vielleicht verstehen wir dann, wie man diesen Förderbedarf nutzt.
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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon IlonaN » 07.11.2019, 14:46

Noch mal zum Verständnis, dein Sohn soll mit Unterstützung der SB dazu befähigt werden am Unterricht teilzunehmen und z.B. Aufgaben eintragen ect. Das soll nicht sie für ihn machen, sondern ihn daran erinnern das einzutragen, Arbeitsblätter mit nach Hause zu nehmen usw. Die SB meines 6. Klässlers (FASD)schreibt mir zwar auch ganz wichtige Sachen auf damit ich zu Hause darauf achte, aber mein Sohnemann darf niemals das Gefühl bekommen das er sich darum nicht mehr kümmern braucht. Die SB soll eine Stütze sein und nicht seine Aufgaben übernehmen. Vor allem kommt es darauf an für was genau sie bewilligt wurde, das muß richtig festgehalten werden damit es keine Missverständnisse gibt. Mein ADHSler mußte ohne SB durch die 13 Jahre, das war recht chaotisch aber er hätte niemnden an seiner Seite geduldet.
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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon nicole06 » 09.11.2019, 14:05

Noch mal zum Verständnis, dein Sohn soll mit Unterstützung der SB dazu befähigt werden am Unterricht teilzunehmen und z.B. Aufgaben eintragen ect.
Also, der Schulbegleiter war immer irgendwie als "Notlösung" bewilligt, weil er eine lange Zeit keine ADHS-Medikamente nehmen sollte. Das hätte aufwändiger Testung, Einstellung und Überwachung bedurft, die keiner für zwingend nötig hielt. Ich fand's ungewöhnlich, aber wenn das so durchging, ok. Priorität bei der ursprünglichen Beantragung war eben die Selbstorganisation. Für die Schule eher, dass man ihn unter Überwachung vor die Tür schicken kann.

Die Weiterbewilligung lief bisher immer relativ formlos, ein Zweizeiler reichte.

Jetzt hat sich das Problem schon gewandelt, da durch die Zwangsstörung ist das Vermeidungsverhalten extremer geworden. Und daher weiß ich im Moment nicht, ob es reicht ihn zu erinnern. Das mache ich täglich, mit schwankendem Erfolg

Ich hatte gehofft, dass ich eben einen Teil der Last übernehmen kann. Ich finde häufig noch einen Draht zu ihm und schaffe es, ihn zu motivieren. Wenigstens im Stoff zu stehen und ihm den Sinn von Übung und Wiederholung vorzuführen, aber eben auch gewisse Abläufe zu trainieren, war immer meine Idee. Und das ist doch auch das Konzept jeder ADHS-Therapie. Verhindern, dass der Betroffene sich durchmogelt, das Chaos lichten und Routinen antrainieren. Damit er die Abläufe dann nutzt, weil sie funktionieren.

Die Organisation zu vermeiden, verhindert ja auch das Nacharbeiten, die Vorbereitung und auch dass man schwarz auf weiß hat, wie die Noten aussehen.
Also bringt diese Strategie für meinen Sohn derzeit in mehrfacher Hinsicht was: a) Vermeidung von Zwängen, b) Vermeidung von Arbeit, c) Vermeidung von Konfrontation mit dem Stand der Dinge.
Und sie verhindert eben, dass ich mit ihm Abläufe trainieren kann. Denn wenn ich um 17 Uhr erstmal anfange zu ergründen, wo was fehlt, sind der Zeitaufwand und die Belastung zu hoch als dass das auf Dauer durchhaltbar wäre. Und wir reden ja von etwas, dass über viele Monate funktionieren müsste, bevor es wirken kann.

Ist der Gedanke so falsch? Wenn er stationäre aufgenommen wird, erhält er da ja auch Unterricht und für diesen Zweck muss die Schule einen Lernplan erstellen. Also so grob das, was ich auch gedacht hätte.
Ich bin da wohl zu naiv.

Ich danke jedenfalls für den Input.

Und falls noch jemand eine Idee hat, wie ich die Katastrophe verhindere?
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Re: Förderbedarf (E) ohne Plan

Beitragvon maikeb » 11.11.2019, 10:38

Arbeitverweigerung lässt sich ganz schlecht beeinflussen. Da haben die Lehrer sehr wenig Möglichkeiten. Solange Dein Kind es nicht selber einsieht, helfen Pläne und Ansprache wenig. Vielleicht beantragst Du mal eine Hospitation und schaust Deinem Kind im Unterricht zu? Dann könntest Du vielleicht beurteilen, was Deinem Kind wirklich helfen könnte (und was keinen Zweck hat).
Um den Druck aus der Unterrichtssituation zu nehmen, könntest Du ein ärztliches Attest über die Zwänge Deines Kindes vorlegen. Aber grundsätzlich muss Dein Kind dazu befähigt werden, im Unterricht zu arbeiten. Hier ist therapeutische Hilfe nötig.


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