Emil mit Tochter und Sohn

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Emil12
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Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Emil12 » 09.10.2019, 11:32

Hallo,



ich möchte mich hier austauschen über unsere Situation.



Wenn ich das hier sonst so sehe, haben wir vielleicht Luxusprobleme, aber für uns sind es enorme Probleme und vielleicht könnt Ihr uns helfen.

Denn wir haben irgendwie die Meinung, dass keiner uns helfen kann oder will... -



Unsere Tochter (fast 12) kam mit Hörproblemen auf die Welt, sie hatte anfangs Gelbsucht, oft Bronchitis. Sie hatte schon mit 1 eine Röhrchen-OP. Es folgten 4. Und bei der ersten OP war es nicht so, dass wir mit in den OP-Saal durften. Sie hatte jahrelang danach Probleme mit dem Schlafen und erzählte noch Jahre später davon, wie ihr Leute was ins Gesicht drücken. Wir kamen erst spät drauf, dass sie wohl von der OP Eindrücke verarbeitet.



Sie hatte also viele Probleme. Aber das macht uns nicht zu schaffen.

Was uns zu schaffen macht:



Sie tut immer nur das was sie will. Selbst Konsequenzen bringen sie zu nichts. Sie ärgert täglich ihren älteren Bruder. Da wird gerne gekniffen etc. Aber wenn der Bruder sich dann mal wehrt, hat sie natürlich keine Schuld. Aktuell haben wir auch 2 kaputte Türen in der Wohnung, da sie aus Wut diese derbe behandelt hat. Hier sind wir schon bei der Ergotherapie, wo das ein Thema ist. Aber auch, weil sie praktisch keine Eigenmotivation hat. Sie hat eine Lernbehinderung und hier kommt ihre kurze aber ereignisreiche Schulgeschichte:



- 1. Klasse wiederholt wg. Mathe - wir tippen auf Dyskalkulie. Das wurde aber bis heute nicht bestätigt oder umfassend untersucht. Ggf. ist die aktuelle Schule dran. Hier haben wir demnächst ein Gespräch mit dem Mathelehrer. Die Lehrerin in der 1. und 2. Klasse war sehr bemüht, aber auch irgendwie ratlos.



- 2 Klasse mit einer ganz schlechten Klassenlehrerin- Stichwort: Die muss nur Tabletten einwerfen und gut ist. Zu diesem Zeitpunkt war unsere Tochter bei einer Verhaltstherapie, da sie unfassbare Angst vor Hunden hatte. Sie wechselte einfach die Straße, wenn sie den kleinsten Hund sah. Dabei hat sie nie schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht. Thema war auch sonst ihr Verhalten. Wir Eltern müssen ganz hart zu ihr sein und total konsequent wurde uns mitgegegen. Irgendwann hatte sie keine Angst mehr vor Hunden. Die Angst fängt gerade aber wieder an mehr zu werden... Die Therapeutin hat die Klassenlehrerin einmal kennengelernt. Sie ist eine der freundlichsten Personen, die ich je getroffen habe. Nach 2 Minuten mit der Klassenlehrerin hätte die Therapeutin diese gerne an die Wand geklatscht. Die war auf 180...



- Wir haben unsere Tochter dann auf eine Waldorfschule geschickt, wo sie in einer kleinen Klasse mit Behinderten mit ihrer Lernbehinderung indiviuell gefördert wird. Theoretisch eine gute Sache. ABER: In der 3. Klasse wurde sie zwar in der Klasse das ganze Jahr betreut. Aber mehr als das was sie eh schon konnte, hat sie praktisch nicht gelernt. Sie hat praktisch die 1. Klasse nochmal gemacht... Dann ist die Lehrerin plötzlich weg, auch die Leitung der Schule war weg. Es geisterte durch die Elternschaft, dass es Probleme mit Misshandlungen gab. Viele Schüler wohnen dort in der Schule in Wohngruppen. Uns wurde versichert, dass es keinerlei solcher Probleme gab... Dann kam die 4. Klasse. Da die Klasse keine Lehrerin hatte, wurde unsere Tochter mit ihrer einzigen Freundin aus der Schule in die 8. Klasse gesteckt. Dort war sie ein halbes Jahr und wurde gemobbt von den älteren Schülern. Die Schule ging damit gar nicht gut um. Sie wurde mal in die 10., dann aber wieder in die 8. Klasse gesteckt. Dann kam doch eine neue Klassenlehrerin und alles war wieder normal für wenige Wochen. Denn dann brach ein Mitschüler meiner Tochter aus der 4. Klasse der Lehrerin die Nase. Daraufhin fehlte diese wieder für Wochen. Wieder war sie aufgeteilt. Wir hatten zwischenzeitlich schon geguckt, ob wir unsere Tochter woanders einschulen können ohne Erfolg. Dann haben wir doch einen Platz für unsere Traumschule gefunden, wo wir unseren Sohn schon haben wollten. Die hat einen großartigen Ruf und wir sind immer noch zufrieden. Die fördern gut. Aber natürlich ist das für unserer Tochter in der 5. Klasse hart. Sie hat praktisch das Schulwissen von 2 Jahren und nicht von 4....



Sie hat auf jeden Fall mit ihrem Bruder eine unfassbare Geschwisterrivalität. Es gibt viel Streit, Gekneife etc. Ganz oft hat mein Sohn anfangs noch Spaß, aber dann eskaliert es erst. Man könnte grob sagen: Unser Sohn zerstört oft unsere Erziehung, da er immer wieder unseren Aufbau platt macht. Wie soll unsere Tochter was lernen, wenn er es mit Füßen tritt. Das kann ich gerade schwer erklären. Gehe ich vielleicht später nochmal drauf ein...



Wir waren vor ca. 1 Jahr beim KJP mit unserer Tochter. Geklärt wurde, ob sie überhaupt auf eine "normale" Schule gehen kann. Sie wurde getestet: Ja kann sie. Sie ist allerdings mit ihrem IQ kurz vor der geistigen Behinderung. Allerdings kann der Test auch etwas verfälscht sein, da sie sowas nach gewisser Zeit zu sehr anstrengt und sie dicht macht. ADHS hat sie nicht. Eher ADS, aber auch das wurde nicht wirklich bestätigt bisher... Unser Sohn hat das. Der bekommt demnächst nach Jahren diverser Tests wohl mal Tabletten, damit er sich besser in der Schule konzentrieren kann. Er alleine wäre schon ein Fall für sich. Aber plus unsere Tochter ist das Leben echt schwer.



Ich könnte hier noch so viel schreiben, denn die Kita-Historie war auch schon eine Sache für sich. Die beste Freundin unserer Tochter ist weggezogen, sie hat kaum richtigen Freunde. Sie klammert im wahrsten Sinne des Wortes auch sehr stark. Mein Problem als Vater ist auch noch, dass sie ein absolutes Mamakind ist. Ich sage etwas zu ihr: Sie macht es nicht. Sie will auch nicht, dass ich mit ihr spiele, was lese etc.



Da ich vermute ich folgenden Hintergrund: Wir sollen ja sehr streng und konsequent mit ihr sein und so kommt es, dass ich das auch mache. Ich meckere eigentlich jeden Tag mit ihr. Aber ja nicht einfach so. Wir loben sie auch viel, wenn was gut läuft. Sie kann z.B. super tanzen und malen. Aber z.B. will sie keinen Tanzkurs machen. Auch damit sie mal jemanden kennenlernt. Aber sie will es nicht.



Wir fragen uns, ob man wegen ihrer fast geistigen Behinderung irgendwelche Unterstützung bekommen kann. Eine Freundin, deren SOhn auf die Waldorfschule ging, ist sogar frühverrentet, weil man ihr außer der Betreuung ihres Sohnes - und der ist geistig voll fit und nicht behindert - keine Arbeit zumuten kann. Wir sind nämlich wegen dem ganzen hin und her mit den Nerven am Ende, haben nicht viel Kraft und wären für jegliche Unterstützung dankbar. Kann man irgendwelche finanzielllen Hilfen beantragen? Wir sind nämlich auch finanziell am Abgrund. Ich verdiene nicht so dolle und meine Frau arbeitet halbtags, da unsere Kinder betreut werden müssen und sie nicht ganztägig allein sein können.



Unsere Tochter hat inzwischen auch echt Probleme einzuschlafen. Es dauert ewig vom "ins Bett gehen" bis zum Schlafen. Das kann gerne schon mal 2-3 Stunden dauern. Wenn man z.B. konsequent ist, dann sind ihr Konsequenzen oft völlig egal. Zum Zähne putzen bekommt man sie teilweise nur mit Tragen. Sie macht es einfach nicht, wenn man sie nett darum bittet oder "Strafen" androht. Dieses Tragen gefällt mir gar nicht. Aber anders geht es irgendwie nicht. Natürlich ist das ein Eingriff in ihren Bereich. Aber was soll man Ianders machen? Da ich das mache und meine Frau nicht - Bei ihr macht sie das mit dem Zähne putzen hin und wieder - bin ich natürlich der Arsch. Ich werde auch oft - häufiger als meine Frau - mit Schimpfwörtern bedacht. Gerade wenn man konsequent und "erzieht" kommt das bei ihr gar nicht gut an. Sie will halt nur das, was sie will. Und alles andere ist ein massive Schwierigkeit für sie... Ich weiß aber auch, dass sie teilweise nicht anders kann aufgrund ihrer Probleme.



Ich habe vermutlich noch vieles nicht geschrieben, aber das hole ich gerne noch nach.

Vielen Dank fürs Lesen und ggf. für Euer Feedback.

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Jörg75
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Jörg75 » 09.10.2019, 12:35

Hallo Emil,



nur ganz kurz, weil ich zu vielem anderen nichts sagen: Herzlich Willkommen bei REHAkids, und ich glaube nicht, dass ihr "Luxusprobleme" habt, sondern dass Du hier schon ganz richtig bist.



Habt ihr mal in Erwägung gezogen, für Eure Kinder erstens einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen und zweitens einen Pflegegrad zu beantragen? Gerade ein Pflegegrad könnte ggfs. auch finanziell über das Pflegegeld entlasten und über Entlastungsbeträge und Verhinderungspflege auch Euch als Eltern etwas mehr Entlastung/ Zeit verschaffen.



Gruß

Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

Unsere Vorstellung

Emil12
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Emil12 » 09.10.2019, 12:56

Hallo Jörg,



nein bisher nicht. Meinst Du das geht, weil unsere Tochter - für unseren Sohn mit "nur ADS" passt es ja eigentlich auch nicht, da sie "nur" eine Lernbehinderung hat?



Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Gibt es da Erfahrungen? Wo beantragt man das?



Danke. Ich finde es toll, dass man im Internet auch was sinnvolles findet. Etwas, wo man miteinander ist, wo man hilft. So sollte es sein.

MamavonMaja
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon MamavonMaja » 09.10.2019, 13:34

Hallo Emil,

Herzlich willkommen auch von mir. :)

Das klingt alles nicht leicht für euch als Familie.



Ich war selber sowohl bei SBA als auch beim Pflegegrad überrascht, dass wir beides so ohne Probleme zugesprochen bekommen haben. Die Diagnose meiner Tochter klingt zwar schwerwiegend, aber vermutlich ist sie weniger eingeschränkt im Alltag als deine Tochter. Der MdK sah es anders als ich und unsere Kleine hat direkt einen PG 2 bekommen.

Schau dir mal diesem Pflegegrad Rechner an.

https://mein-pflegegrad-rechner.de/

Der medizinische Dienst der Krankenkasse (MdK) wird sich bei der Einschätzung danach richten. Diagnosen alleine sind da hintergründig.

Einen Antrag habe ich ganz unkompliziert telefonisch bei meiner Krankenkasse gestellt.

Aber falls ihr zu der Einschätzung kommt, dass ihr es versuchen wollt, geht vorher alle Punkte gründlich durch, holt euch Bescheinigungen von Ärzten und Therapeuten über regelmäßige Fördertermine, denn auch das kann u.U angerechnet werden.. Und man sollte sehr auf die Defizite fixiert sein, bei dem, was man erzählt oder abgibt.

Du findest zu dem Thema hier im Forum über die Suchfunktion Unmengen an Tipps.

SBA kann man z.B recht einfach online den Antrag finden, da kommt es dann mehr auf Arzt Briefe und Diagnosen an.

Habt ihr schon mal über eine Schulbegleitung nachgedacht? Da bin ich allerdings im Gegensatz zu vielen anderen hier kein Experte.

Liebe Grüße,

Katharina.
Katharina mit Löwenkind 01/17 (27. SSW, 950 gr., IVH lll° bds, Mediainfarkt, bds. Pneumothorax, ANS IV, BPD, NEK, operativer Verschluss des PDA, spastische armbetonte Hemiparese)

Ein zauberhaftes Stuntmädchen!

Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt (...) Hermann Hesse

Emil12
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Emil12 » 09.10.2019, 13:49

Danke liebe Katharina. Das hört sich gut an in gewisser Weise.



Schulbegleitung haben wir tatsächlich gewollt, aber erstmal sollten wir lt. Schule abwarten. Das gute ist, dass unsere Tochter was Schule und Organisation angeht topp ist. Erste Meinung der Lehrer: Schulbegleitung könnte in Sachen Selbstständigkeit kontrakproduktiv sein...

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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Regina Regenbogen » 09.10.2019, 14:39

Herzlich Willkommen hier bei REHAkids :wink:


[quote="Emil12"]
Wenn ich das hier sonst so sehe, haben wir vielleicht Luxusprobleme, aber für uns sind es enorme Probleme und vielleicht könnt Ihr uns helfen.

Denn wir haben irgendwie die Meinung, dass keiner uns helfen kann oder will... -
[/quote]


Ihr habt ganz sicher kein Luxusproblem.



Vielleicht wäre es gut, eure Tochter mal richtig auf ADS testen zu lassen, die genetische Disposition scheint ja vorhanden zu sein. Zudem ist ADS bei Mädchen gar nicht so selten und wirkt untherapiert auf Außenstehende durchaus wie eine schlechte Erziehung.



Mein älterer Sohn hatte mit 7 Jahren vom SPZ auch erst eine geistige Behinderung (IQ knapp unter 70) bescheinigt bekommen. Nachdem wir dann bei einem auf ADHS spezialisierten KJP waren und er mehrere Jahre Therapie (auch mit MPH) hatte, war sein IQ wundersamerweise bei 100 mit einem leicht schwachen Arbeitsgedächtnis. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, seinen Hauptschulabschluß zu machen und eine Ausbildung in seinem Traumberuf zu beginnnen. Erst ist jetzt im 3. Ausbildungsjahr und sehr stolz auf sich.



In seiner Bestzeit (vor den Therapien) war er unser Feuerteufel, Brüllaffe und Schläger - um es mal nett zu formulieren. So gar nicht das Kind, das ich 6 Jahre lang kannte, irgendwie völlig zu einem Ungeheuer mutiert. Jetzt ist er wieder der charmante Junge mit viel Humor und Lebensfreude.



Ach ja, wegen der Rivalität: Wie alt ist der Bruder? Wir hatten hier jahrelang (völlig unabhängig von ADS/ADHS/Autismus unserer Söhne) wundervolle Rivalitätskämpfe, weil die beiden nur 1,5 Jahre auseinander liegen. Ich habe mich mit meinem Bruder damals in dem Alter von ca. 12 Jahren auch viel gestritten, er war nur 2 Jahre jünger als ich.
Zuletzt geändert von Regina Regenbogen am 09.10.2019, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

Emil12
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Emil12 » 09.10.2019, 14:41

Das freut mich für Euch!



Wir waren ja schon in einem Institut, bei einer Verhaltenstherapeutin und beim KJP. Und irgendwie kann uns so richtig keiner weiterhelfen. Aber wir bleiben dran.

Silvia & Iris
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Silvia & Iris » 09.10.2019, 15:32

Herzlich Willkommen Emil!



Auch ich habe 2 Kinder - beide sind unterschiedlich, meine Ältere ist schwer mehrfachbehindert, und da mein Sohn immer mit war bei den Therapien und Untersuchungen, wurde bei ihm auch schnell festgestellt, dass da etwas nicht stimmt...



Für meine Tochter habe ich einen Behindertenausweis, für meinen Sohn nicht... - aber auch mit ihm habe ich einiges erlebt...

Sag, in Richtung Hörverarbeitungsproblem geht deine Tochter nicht? Auch mein Sohn durfte so Röhrchen erhalten, die Ohren sind ja auch ganz normal... - allerdings kann man hier die Diagnose - zumindest nach unserer Pädaudiologin - nur zwischen dem 5. und 8. Geburtstag stellen. - Heute wird mein Sohn mit einem LRS-Ausgleich unterrichtet... - eine FM-Anlage gibt es auch, die hat er seit seinem 6. Geburtstag. - Nachdem ihr aber bereits in dieser Richtung unterwegs ward, nehme ich nicht an, dass das eine mögliche Erklärung ist? Die Kinder hören zwar, aber sie verstehen nicht immer... Spricht sie laut? Eine erhöhte Familienbeihilfe erhalte ich für beide

Kinder.



Kinder mit Hörproblemen reagieren natürlich auch extrem auf Hunde, da sie das Bellen nicht gut verkraften.



Viele Grüße!
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Emil12
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Emil12 » 09.10.2019, 17:17

Hallo Silvia,



danke. Noch nicht daran gedacht. Sie hat zu Geburt wohl kaum gehört. Dann wurde es besser. Ja. Sie spricht laut. Bisher waren die letzten Hörtests negativ. Wir sind ja seit Jahren beim HNO. Sie blutet aktuell hin und wieder noch aus dem Ohr...

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Silvia & Iris
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Re: Emil mit Tochter und Sohn

Beitragvon Silvia & Iris » 09.10.2019, 20:31

Das ist ja gerade das faszinierende: die Ohren an sich sind ja nicht betroffen, wohl aber die Hörleitung! - das heißt, das Gehörte kommt nicht richtig an - und daher auch die LRS... Es ist auch gekoppelt mit einer Hochtonempfindlichkeit - bei jedem Elektroauto erschrickt mein Kind... - er hört das sehr laut und intensiv... natürlich auch Umspannanlagen und ähnliche stark hochfrequente Geräusche... durch dieses Defizit im Hören entwickeln sich auch Unsicherheiten... - natürlich, wenn man die Quelle nicht immer einwandfrei orten kann, dann ist man natürlich verunsichert was gleich und von welcher Seite kommt, das führt wiederum zu Frust und auch zu einer gesteigerten Reaktion... - man muss ja die Unzulänglichkeiten kompensieren, das kostet Kraft und Energie... Daher ist es sicher gut dem Kind wirklich sehr klare gut durchstrukturierte Tagesabläufe zu bieten. Nicht viel Abwechslung... und auch nichts, was viel Konzentration erfordert noch in der Freizeit dazu, oder mit Geräuschkulisse zusammenhängt... - Disco ist so ziemlich das unangenehmste, was da so passieren kann...
Liebe Grüße

Silvia

Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein

Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört


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