Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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mariannna
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Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von mariannna »

Hallo zusammen,

Ich weiß es geht hier hauptsächlich um Kinder, aber vll weiß es ja trotzdem jemand?

Gibt es Freizeitassistenz eigentlich auch für schwerbehinderte Senioren oder nur für Kinder/Jugendliche?
Wenn ja, ist es nur einkommens- oder auch vermögensabhängig?
Gilt das auch für Hilfsmittel, z.B. Reha-Fahrrad oder Dreirad? Also z.B. Wenn ein alter Mensch sich nicht mehr zutraut, ein normales Fahrrad zu fahren. Könnte er ein Erwachsenen-Dreirad bekommen? Kenne nämlich einige ältere Menschen, die gerne fahren, sich dass mit dem Gleichgewicht nicht mehr zutrauen.
Wo müsste man so etwas beantragen?

Manchmal habe ich das Gefühl, für junge Menschen wird viel mehr getan, als für die
Älteren .... Aber vll täusche ich mich da auch.

LG und schönen Abend!Marianna

Karin D.
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Re: Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von Karin D. »

Bei assistenz.de habe ich mich erkundigt, und dort hieß es, jeder, der einen Pflegegrad hat, kann Assistenz beantragen. Genau so ist es mit Hilfsmitteln usw. doch auch. Pflegegrad beantragen, Hilfsmittel vom Arzt verordnen lassen und bei der Kasse beantragen.
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
Frühgeborene (SSW 25), 1 Zwilling ohne Behinderung, 1 Zwilling mit Epilepsie, CP (Rollikind), Kyphose, Skoliose, Hydrocephalus

Karin D.
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Re: Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von Karin D. »

Ein solches Dreirad gibt es vielleicht auch ohne Pflegegrad auf Verordnung vom Arzt? Das weiß ich allerdings nicht.
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
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Britta70
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Re: Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von Britta70 »

Hallo Marianna,
soweit ich weiß gelten dieselben Regeln. Dein Eindruck täuscht dich vielleicht trotzdem nicht: Während Eltern versuchen, alle Hilfen für Ihre Kinder in Anspruch zu nehmen, damit die Kinder bestmöglich versorgt sind, scheuen sich ältere Menschen oft. Gerade wieder erlebt bei jemandem aus dem Umfeld: Nach der OP hat er einen Pflegegrad bekommen, kaum ging es ihm etwas besser, hat er sofort bei der Kasse angerufen, er sei nicht mehr pflegebedürftig! Dabei könnte er sich nicht allein versorgen, alles macht die Ehefrau.
VG
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Baclofenpumpe (seit 2013), Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo,

die Eingliederungshilfe ist Bundesrecht, und leitet sich aus den Grundrechten ab, sie sichert die Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Das Alter spielt keine Rolle. Die Art der Behinderung spielt keine Rolle (geistig, körperlich, seelisch) - ausnahmslos alle Bürger haben ein Recht auf Teilhabe.
https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/53.html

Das „Dreirad“ hilft sehr bei der Erhaltung bzw Verbesserung der Gesundheit („Aktivierung“), dürfte also die Kasse zuständig sein, also verordnungsfähig, wenn nicht, die Eingliederungshilfe. Muss halt jeweils passend begründet werden.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Rita2
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Re: Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von Rita2 »

Hallo,

bezüglich Fahrrad stimmt es aber, daß das bei Kindern deutlich einfacher ist, als bei Erwachsenen.
Für Kinder (die Altersgrenze war mal bei 12 wurde aber schon vor vielen Jahren auf 14 oder 16 angehoben) ist ein Fahrrad ein Grundbedürfnis, daß die KK ermöglichen muß. Erwachsene bekommen ein Fahrrad nur, wenn man nachweisen kann, daß dies medizinisch unbedingt (zur Verbesserung / Erhalt von irgendwas) notwendig ist. Oder man muß einen Grund finden warum es die Eingliederungshilfe bezahlen muß.
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

mariannna
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Re: Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von mariannna »

Hallo,

Danke für eure Antworten! Ich werde mal das Dreirad und die Freizeitassistenz beantragen!
LG,Marianna

Jürgen Frank
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Re: Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von Jürgen Frank »

Guten Morgen. Habe grade deine Anfrage gelesen. Meine Mutter lebt in einem Seniorenstift. Sie ist eigentlich gut versorgt. Pflege ist gewährleistet. Mit Freizeitassistenz ist das kein Problem. Habe im Internet gegooglet und eine solche gefunden mit erfahrenenen Begleitern. Abgerechnet wird über zusätzliche Betreuungsleistungen. Bei solchen Diensten erfährst Du auchggf weitere Möglichkeiten der Finanzierung
Wir suchen Eltern autistischer Kinder, Jugendliche oder Erwachsene zwecks Erfahrungsaustausch und Aufbau neuer Kontakte, da wir nahezu alle sozialen Kontakte verloren haben. Unser Sohn ist 21 J, gB, Autist

Senem
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Re: Freizeitassistenz bzw Eingliederungshilfe auch für behinderte Senioren?

Beitrag von Senem »

Hallo,

habe ich es richtig verstanden, das für Menschen die in einem Seniorenheim leben es möglich ist eine Freizeitassistenz zu bekommen??

Warum dann nicht auch für Menschen die in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung leben?
Gruß

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo Senem,

das Alter darf nach dem Grundgesetz keinen Unterschied machen, genausowenig wie zb das Geschlecht.
Wie das für Menschen in stationären Einrichtungen geregelt ist, weiß ich nicht. Aber auch da gibt’s rechtlich keinen Unterschied zwischen einem jungen erwachsenen Bewohner und einem alten.
Was Jürgen da schreibt, nennt er zwar Freiteitassistenz, ist ja aber eine Leistung der Pflegekasse (Zusätzliche Betreuungsleistungen), nicht der Eingliederungshilfe.
Engrid
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