Elvans - Kind wie aufgedreht

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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JohannaG
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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon JohannaG » 01.09.2019, 14:12

Hallo Joanna,

oh weh, ich wünsche Marcel schnelle und gute Besserung.
Was ich gesten dezent versucht habe anzudeuten, ist wohl bei euch eingetreten; Elvanse ist tatsächlich nicht so ohne.
Ich hoffe, es regelt sich alles schnell.
Wenn du willst, schick mir eine PN, dann kann ich dir auch bisschen mehr erzählen, ich mag nur nicht ganz so öffentlich werden mit unserer Geschichte. Jedenfalls habe ich hier tatsächlich schon jahrelang Erfahrung mit dem Thema.

Liebe Grüße,

Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon Regina Regenbogen » 02.09.2019, 07:36

Mir ist auch etwas unverständlich, warum der Arzt gleich mit Elvanse angefangen hat. Ich kenne eine schonende Ersteinstellung nur mit unretadiertem MPH.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Engrid
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Beitragvon Engrid » 02.09.2019, 09:11

Hallo Jo,
ich hoffe, Marcel geht es ganz bald wieder gut!

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon RikemitSohn » 02.09.2019, 11:47

Hallo,

ich möchte auch kurze Grüße hierlassen. Das ist ein schlimmer Verlauf. Mein Sohn hat auf eine Überdosierung Medikinet heftig depressiv reagiert. Das war nicht mehr mein Kind. Nur das es noch abklingen des Medikaments wieder besser wurde und ich noch vier Stunden mein Kind wiederhatte. Ich drück euch die Daumen.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon MarcelundMama » 02.09.2019, 20:27

Hallo!

Wir hatten ja bereits MPH, daher jetzt Elvanse, da unter MPH die Rebounds einfach zu heftig waren die positive Wirkung jedoch fast null.

Marcel geht es heute deutlich besser, er ist wieder "der alte" was mir auch deutlich lieber ist (auch wenn er doch sehr nervig ist...).

Am schlimmsten fand ich bei Marcel seine fast schwarzen Zehen als Nebenwirkung und natürlich die Wirkung auf den Kreislauf, aber auch die Tics waren nicht "ohne", denn sie waren sehr heftig und verteilten sich über den ganzen Körper.
Den Arzt im SPZ trifft keine Schuld, er hat es ja gut gemeint mit Elvanse und vermutlich auch noch bei keinem seiner Patienten so heftige Nebenwirkungen erlebt.
Schlimm fand ich auch, dass erst beim Abklingen der Wirkung heftige Kreislaufreaktionen entstehen, zumindest wenn man unwissentlich (also übliche Dosis, jedoch für diesen Menschen zu viel) "überdosiert" hat, denn Marcels Kreislauf ist erst da zusammengebrochen.

Jetzt ist aber alles wieder gut und ich hoffe, dass wir auch ohne Medis einen guten Weg zur besseren Konzentration finden.
Gegen Marcels Unruhe und Ausraster hat mir der Kinderarzt heute ein Präparat mit Johanneskraut und Baldrian empfohlen welches für Kinder ab 6 Jahren zugelassen ist und zwar rezeptfrei. Wir werden es ausprobieren, denn hier sind ja keine heftigen Reaktionen zu erwarten.

Gruss!

Jo
Joanna (49) & Marcel (11.2011) ASS Diagnose Juni 2014 und ADHS im Januar 2018 als "Sahnehäubchen" oben drauf... ;o)

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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon Sandra F » 03.09.2019, 07:06

Hallo,

Ich finde doch, dass der Arzt unverantwortlich gehandelt hat. So hoch anzufangen mit der Dosis.
Die Versuche mit diesen Medis die wir hatten, erfolgten immer mit niedriger Dosierung.

Lg Sandra
Christopher 09/2006 Asperger + ADHS

BauerM
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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon BauerM » 04.09.2019, 08:20

Sandra F hat geschrieben:Hallo,

Ich finde doch, dass der Arzt unverantwortlich gehandelt hat. So hoch anzufangen mit der Dosis.
Die Versuche mit diesen Medis die wir hatten, erfolgten immer mit niedriger Dosierung.

Lg Sandra


Ich finde auch, dass die Dosierung zu hoch war. Amphe sind ja so ziemlich die stärksten Medikamente die es gibt, da nicht die niederste Dosierung anzutesten ist mir auch unverständlich.

Baldrian ist halt sehr schwach und macht ganz was anderes. Gibt da bessere natürliche Alternativen, oder zumindest wirksamere. Baldrian wirkt ja üer den minimalsten Diazepamanteil, weitere Mechanismen wären mir da nicht bekannt. Hat aber im Vergleich zum Amphe keine NW, im Gegenteil ist es Nervenschützen. Das kann man ja nun bei ADHS Medikamente nicht behaupten. (Ganz im Gegenteil, zumindest Amphe steht da auf Dauer in der Kritik)

MFG
Selbst betroffen & beschäftige mich zwar seit 8, bald 30, intensivst mit Psychologie, Neurobiologie, seltenen Erkrankungen und Medizin allg., schreibe zwar viel mit Ärzten & führte Foren dazu, aber ich habe kein Studium! Meine Publikationen wurden privat publiziert! Meine Ideen bitte als Laie verstehen & mit Ärzten absprechen!

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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon SandraO » 05.09.2019, 13:47

Hallo Jo!
Erst einmal drücke ich euch ganz fest die Daumen, dass alles bald wieder im normalen Bereich läuft...
Bisher habe ich hier still mitgelesen, da wir zuhause mit unserem 8jährigen Sohn eine ähnliche Problematik haben. Er bekommt seit einem guten Jahr Medikinet, dass er abgesehen von der Anfangsphase gut verträgt. Aber: seine Konzentrationsfähigkeit ist trotzdem nicht gut, also trotz Medikinet plus I-Helfer in der Schule plus extrem gut engagiertes Lehrerpersonal. Daher soll er bald auf Elvanse umgestellt werden. Ich bin natürlich sehr gespannt auf die Wirkung dieses Medikamentes bei ihm. Er hat "nur" ADHS, keine anderen Auffälligkeiten.
Danke, dass du deine Eindrücke mit Elvanse so gut schilderst. Das wollte ich eigentlich nur mal loswerden. :-)
Und nochmals alles Gute für euch!!!!!
Sandra
Tochter, geb. 2007, globale Entwicklungsstörung mit Sprachentwicklungsstörung, kleinere Herzfehler, Geist. Behinderung,
Sohn, geb. 2011, Powermännchen, ADHS-Diagnose Ende 2015

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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon MarcelundMama » 05.09.2019, 19:06

[/quote]
Gibt da bessere natürliche Alternativen, oder zumindest wirksamere. [/quote]

Hallo!

Welche denn?

Übrigens wirkt das Baldrianprodukt bei Marcel gelich null... Es beruhigt ihn in keinester Weise.

Gruss!

Jo
Joanna (49) & Marcel (11.2011) ASS Diagnose Juni 2014 und ADHS im Januar 2018 als "Sahnehäubchen" oben drauf... ;o)

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Re: Elvans - Kind wie aufgedreht

Beitragvon MarcelundMama » 05.09.2019, 19:29

SandraO hat geschrieben:Hallo Jo!
Erst einmal drücke ich euch ganz fest die Daumen, dass alles bald wieder im normalen Bereich läuft...
Bisher habe ich hier still mitgelesen, da wir zuhause mit unserem 8jährigen Sohn eine ähnliche Problematik haben. Er bekommt seit einem guten Jahr Medikinet, dass er abgesehen von der Anfangsphase gut verträgt. Aber: seine Konzentrationsfähigkeit ist trotzdem nicht gut, also trotz Medikinet plus I-Helfer in der Schule plus extrem gut engagiertes Lehrerpersonal. Daher soll er bald auf Elvanse umgestellt werden. Ich bin natürlich sehr gespannt auf die Wirkung dieses Medikamentes bei ihm. Er hat "nur" ADHS, keine anderen Auffälligkeiten.
Danke, dass du deine Eindrücke mit Elvanse so gut schilderst. Das wollte ich eigentlich nur mal loswerden. :-)
Und nochmals alles Gute für euch!!!!!
Sandra


Hallo Sandra!

Danke!
Besteh` bei Deinem Sohn unbedingt auf die niedrigste Dosierung, also 20mg, für den Anfang. Egal was die / der Arzt sagt. :wink:
Auch wenn nicht jeder so heftig reagiert wie mein Sohn, man weiss ja nie was passieren wird und daher lieber steigern (und aus der Kapsel würde ich vielleicht am Ersten Tag auch nicht unbedingt gleich den ganzen Inhalt verwenden 8) ), denn die von mir beschriebenen Nebenwirkungen sind gar nicht so selten (siehe Beipackzettel...).

Ich fand die Wirkung (abgesehen von den Nebenwirkungen) auch deutlich zu stark, da fände ich sogar 20 mg viel zu viel. "Unsere" Nebenwirkungen lagen ja schlicht und ergreifend an der zu hohen Dosierung, hätten wir beispielsweise mit 5 oder gar 10 mg (gibt's ja bei Elvanse ja nicht) angefangen, wäre vermutlich nicht allzu viel passiert, bis auf eine evtl. positive Wirkung. Hat mir der Kinderarzt heute erzählt, da ich heute allein dort war.

LG und viel Glück!

Joanna
Joanna (49) & Marcel (11.2011) ASS Diagnose Juni 2014 und ADHS im Januar 2018 als "Sahnehäubchen" oben drauf... ;o)


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