Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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maikeb
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon maikeb » 30.08.2019, 19:49

Auch wenn das jetzt Küchenpsychologie ist: Es gibt Menschen, die auch im Erwachsenenalter Grenzen austesten - aus welchen Gründen auch immer. An Deiner Stelle würde ich ihr nach dem nächsten Ausraster klipp und klar verkünden: „Noch so eine Nummer und ICH reiche die Scheidung ein. Wenn Du Dir unsere Ehe etwas bedeutet und Du fürchtest, dass Du Dein Verhalten nicht im Griff hast, hol Dir Hilfe, ansonsten bin ich weg."

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Anne-muc
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Anne-muc » 30.08.2019, 20:25

Meine 3 Cent: unser erster Kinderarzt hat damals gesagt, er verschreibt grundsätzlich nur im absoluten Ausnahmefall und mit Bauchweh Vojtatherapie. Seines Erachtens sind durch die Belastung der Familien durch die Therapie schon Ehen auseinandergegangen. Er weist jeden darauf hin, dass wichtiger als jede Therapie für ein Kind die Familie ist. Außerdem ist wissenschaftlich ein Vorteil dieser Therapie gegenüber Alternativen (zB Bobath) meines Wissens nicht nachgewiesen.

Ich weiß was Vojta mit MIR gemacht hat und habe das Experiment abgebrochen (und ich übte nur halbherzig 3x täglich im zweiten und dritten Monat für wenige Wochen und meine Tochter zeigte nicht mehr Fortschritte als ohne).

Was ich auch weiß ist, dass ich mir die Übergriffigkeit deiner Frau nicht bieten lassen würde. Ich halte das für nicht mit Hormonen entschuldbar. Ich verstehe, dass für dich viel auf dem Spiel steht, aber deswegen gewähren lassen? Ich würde stark in Konflikt gehen. Die anderen haben viele gute Anregungen dagelassen, ich wollte noch eine Meinung zur Therapie dalassen.

Alles Gute!
Anne mit Tochter (*09/2013, Vorzeitige Plazentalösung, dadurch Asphyxie, ICP, Epilepsie)

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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Felix09 » 30.08.2019, 22:31

Hallo Karsten,
Wir haben auch einen Sohn mit PVL und einen älteren Bruder und natürlich hat der ganze Stress, die Diagnose zu verarbeiten, Therapien, Termine usw unsere Beziehung belastet und wir waren erstmal mit "überleben", akzeptieren und anpassen beschäftigt, ich denke dass das völlig normal ist. Das Verhalten Deiner Frau ist allerdings grenzüberschreitend und Du lässt es momentan zu, dass Deine Grenze überschritten wird, aus verständlichen Gründen. Auch ich möchte Dich ermutigen, Dir Hilfe zu suchen, schau auch nach Dir in der ganzen Situation ind suche Dir eine für Dich passende Beratung/ Psychotherapie. Ich hab das auch gemacht im ersten Lebensjahr meines behinderten Kindes. Auch Themen wie Vojta etc. konnte ich dort besprechen, wie es mir damit geht, was ich aushalten kann etc. Das hat mir sehr viel gebracht und somit auch meinem Mann und meinem größeren Sohn. Mein Mann ist momentan in Therapie und auch mein älterer Sohn hat schon Begleitung in einer Beratungsstelle in Anspruch genommen, das hat ihn sehr gestärkt. In so einer speziellen Lebenssituation braucht man gute Unterstützung!
Alles Gute für Dich!
Mama*73 mit Max Schlaumeier*2009 und Felix Lachmaus*2012, Extremfrühchen 24.SSW billaterale spastische Parese, PVL, PEG
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Silvia & Iris » 31.08.2019, 09:18

Hallo Karsten,

ich komme bei deinem Post nicht ganz mit:
- Wie alt sind die Kinder? - Wie sieht die Situation bei euch aus? - Seid ihr beide berufstätig? - Wer übernimmt welche Aufgabe? - Gibt es eine Aufgabenteilung? - Wie ist die Versorgung der Kinder? Wer beteiligt sich sonst noch aller? Gibt es weitere zu pflegende Familienangehörige im Haus(halt)? - Ich finde, dass deine erster Beitrag ziemlich wenig aussagt...

Bei uns ist es so, dass ich zu Hause bin: - Ich kümmere mich um 2 Haushalte... die zu pflegenden Senioren haben wir bereits in Pflegeheime untergebracht, bzw. der eine ist zwischenzeitlich verstorben, der andere ist einmal "Probewohnen" - Meine Aufgaben sind: die Kinderbetreuung (also Koordination der Arzttermine, Wickeln, Füttern, Finanzierung der Heil- und Hilfsmittel, alle damit verbunden Amts- und Behördenwege, Einkäufe, die die Grundversorgung decken (auch für den letzten noch verbliebenen Senior, auch da fallen Arzttermine an, die aber meist von den eigenen Kindern erledigt werden), natürlich fallen da viele gefahrene km an, da unsere Tochter (Stand 10 Monate - Alter 16 Jahre) aber bereits ziemlich steif und groß ist, schaffe ich den Transport alleine nicht mehr und hole mir Hilfe von Transportunternehmen (gehört auch zu meinen Aufgaben...) - natürlich die Raumpflege, die Wäschepflege...

Mein Mann kümmert sich um das Aufstellen der Finanzen (Geld verdienen), um die Technik zu Hause (Reparaturen, auch KfZ, Pickerl beim Kfz, Gartenarbeiten, Heizung (Holz schneiden und vorbereiten, schlichten machen wir gemeinsam) - springt aber auch mal ein, wenn ich keine Zeit habe (z. B. Elternsprechtag, da passt er dann auf die Kinder auf...) - selbst bei der Entbindung dürfte ich dafür sorgen wie meine Tochter versorgt wird, während ich im KH bin und die 6 Wochen danach nichts heben durfte... - ich bin froh, dass mir hier noch meine Eltern helfen konnten, doch auch denen geht schon die Kraft aus...

Ich war froh, dass ich anfangs, als nur meine Tochter da war, eine Physiotherapeutin gefunden hatte, die mir half - wir durften damals nach Vojta arbeiten, sie meinte, dass wäre auch für mich die beste Therapie das Ganze zu verarbeiten... - und ich solle meinen Mann nicht damit belasten, er ist gerade selbst auch mit diesem Schicksalsschlag sehr beschäftigt...

Ja, es ist nicht leicht... - gibt es bei euch irgendwelche Ursachen? Oder ist es einfach ein Zufall, eine Laune der Natur? Gerade die ersten Jahre bekommt man ständig die Frage: "Haben sie geraucht, Alkohol getrunken, Medikamente? - Gibt es in der Familie Auffälligkeiten??"

Man wird manchmal schier in den Wahnsinn getrieben... - Begleitest du deine Frau bei solchen Terminen? - oder ist sie da alleine? (Ich war eigentlich immer alleine, nur, bei den Terminen, die mehr als 100 km entfernt waren, da forderte ich Begleitung... - meistens bekam ich sie auch..., allerdings NIE durch meinen Mann...)

... aber Karsten, auch mein Mann litt anfangs, als er täglich um 12 Uhr nach Hause kam um Mittag zu essen... - häufig war es nicht durch, oder angebrannt... - es hat einige Zeit gebraucht, bis ich das in den Griff bekommen habe und das Essen pünktlich um 12.05 ganz und gar (also Suppe, Hauptspeise, Nachspeise) da stand, sodass er gesättigt eine halbe Stunde später wieder in die Firma fahren konnte...
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
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Engrid
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Beitragvon Engrid » 31.08.2019, 09:27

Hallo Karsten,

übrigens: Aggressionen können auch Symptome einer Depression sein, vielleicht bei Deiner Frau auch mal in die Richtung denken.

Grüße
Engrid
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Silvia & Iris » 31.08.2019, 13:32

Hallo Karsten,

dass deine Frau gerne wieder arbeiten würde, daran kann es nicht liegen? - an Depression habe ich auch gedacht... - aber warum meldest du dich nicht?
Liebe Grüße

Silvia

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Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Karsten1981 » 02.09.2019, 06:43

Danke für all Eure Antworten und aufbauenden Worte. Es hilft mir sehr Eure Stories zu hören, weil ich langsam schon angefangen habe zu denken, dass vielleicht wirklich ich das Problem bin.

Über das Wochenende ist sie in die zweite Stage Ihrer Phasen eingetreten, die Ignorier Phase, wo selbst wenn ich Ihr eine Frage stelle ich keine Antwort bekomme. Ist zumindest besser als die Beschimpf Phase, da unsere Kinder dann den Krach auch nicht mitbekommen. Aber ich habe Ihr auch nochmal gesagt, sie soll nicht mehr so ausrasten vor den Kindern, weil als ich mit unserer Tochter gestern auf den Spielplatz gegangen ist, sie mich auch fragte warum wir streiten. Auch als ich sie dann ins Bett brachte bat sie mich, dass bitte keiner Schimpfen soll, das hat mir wirklich Tränen in die Augen gebracht. Falls meine Fau nochmal ausrastet, werde ich ganz ruhig bleiben, sagen dass ich mich an solchen Streiterein nicht mehr beteilige und falls sie möchte dass Ihre Tochter einen schlechten Eindruck von Ihr hat, das Ihre eigene Sache ist.

Mit der Scheidung zu drohen kann ich nicht, das will sie ja wirklich, sie hatte im Frühjahr bei Ihrem letzten Riesen Anfall sogar schon den Scheidungsantrag beim Amt abgeholt, habe natürlich gesagt dass ich den derzeit auf keinen Fall unterschreiben werde, da ich weis dass sie nicht klar denkt und das wieder vorüber geht. Ich würde auch am liebsten profesionellen Rat herbei holen, aber ich hatte sie im Frühjahr zu einem Eheberater gebracht und sie saß da nur, und hat auf alle Fragen nur geantwortet, dass sie nicht mit Fremden über private Dinge sprechen will, also mal kurzerhand 100 Euro aus dem Fenster geworfen. Als ich sagte ich würde gerne mit Ihr zu einem echten Arzt gehen, der daraufhin speziallisiert ist, ist sie noch mehr ausgerastet und meinte ich müsste zum Arzt da ich ein mentales Problem hätte, sie aber ganz gesund sei.
Danach war auch mein Verhältnis mit Ihren Eltern im Eimer, weil wie ich sagte sie sich Ihnen gegenüber ganz normal verhält und sie es dann Ihr natürlich glauben, wenn sie sagt wie schlecht ich sei. Und selbst als ich versucht habe, ihen zu erklären dass ich viele Leute mit ähnlichen Problemen im Internet gesehen habe, rasten die aus und sagen nur das Internet ist voller Quatsch. Was zu einem gewissen mass ja auch stimmt, aber es gibt ja auch legitime Sachen im Internet.

Ich weis nicht weiter, entweder ich warte und hoffe dass die Sache nach dem ende des Stillens besser wird oder ich stimme einer zeitlichen Trennung (ohne Scheidung) zu, wo sie dann bei Ihren Eltern wohnt, in der Hoffnung dass falls ich nicht als Ventil zur Verfügung stehe, sie es an Ihren Eltern auslässt, damit die auch mal vestehen, wie schlimm es um sie steht.

Nach all dem was ich im Internet gelesen habe, tippe ich auf Postpartum Depression, Berichte von bestroffenen klingen teilweise genau nachdem was ich derezeit durchmache, leider kann das unbehandelt über 2 Jahre andauern und in unserer Situation wahrscheinlich noch viel länger.

Denke ich warte jetzt noch etwas und wenn sie dann noch stärker auf eine Scheidung drängt, werde ich sagen, dass ich zustimme, falls sie zu einem Experten mitgeht und dieser auch meint mit Ihr wäre alles in Ordnung.

Anjali
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Anjali » 02.09.2019, 07:55

...statt selbst die Initiative zu ergreifen schiebst du weiterhin die Verantwortung auf deine Frau ab, die doch psychisch erkrankt zu sein scheint. Damit belässt du dich und deine Kinder in einer Co-Abhängigkeit, aus der euch nur ein Wunder oder eine Spontanheilung erlösen kann.


Wenn du deinen Kindern und deiner Frau und dir wirklich helfen möchtest, dann ergreifst du selbst die Initiative und lässt dich wenigstens
professionell beraten, z.B. bei Beratungsstellen für Angehörige psychisch Erkrankter und/oder bei einer Eheberatungsstelle, bei pro Familia etc.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (18 Jahre / Asperger-Autist)

monika61
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon monika61 » 02.09.2019, 08:47

Karsten1981 hat geschrieben:Ich weis nicht weiter, entweder ich warte und hoffe dass die Sache nach dem ende des Stillens besser wird .


Hallo Karsten,

nach Deinen Beschreibungen wäre abwarten für mich keine Option.

Schau mal hier unter:
Professionelle Beratung
https://www.schatten-und-licht.de/index ... massnahmen

LG
Monika

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Anne_mit_2
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Anne_mit_2 » 02.09.2019, 08:52

Hallo Anjali,

erlaube mir zu widersprechen. Die Mutter ist derzeit nicht nur depressiv, sondern auch in Opposition. Hier kann ein neuer Spezialist, der nicht VORHER eingelassen wurde, leider nichts mehr ausrichten.

@Karsten: Habt Ihr noch eine Hebamme oder ähnliches? Wenn ja, dann mache dort einen Gesprächstermin aus -- für DICH -- , in dem Du Dich erst mal aussprichst. Zusammen könnt Ihr dann überlegen, wie man am besten Hilfe FÜR DIE FAMILIE erhalten kann. Versuche aus Deinem Denken verbannen, dass Deine Frau endlich Hilfe annehmen soll, fokussiere Dich darauf, dass Eure Familie Hilfe braucht. Das klingt jetzt etwas skurril, aber damit steuerst Du die unterschwelligen Botschaften, auf die Deine Frau im Moment mit Opposition reagiert, in eine andere Richtung und nimmst praktisch den Seiteneingang (Die Fragen der Tochter sind ein guter Einstieg dafür). Ein Eheberater oder ein Psychiater können nur helfen, wenn man sie einläßt und den Willen und die Kraft hat, an sich zu arbeiten. Wenn sie aber im Muttermodus läuft, dann tut sie alles für die Kinder und verausgabt sich komplett! Wenn sie dagegen schon auf Notstromaggregat läuft (aktuer Vitamin-, Nährstoff- und Schlafmangel -- ist sie überhaupt in ärztlicher Kontrolle bzgl. Blutwerten?), dann wird sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sein, sondern schlimmstenfalls irgendwann ohne Vorwarnung zusammenbrechen.
Kannst Du nochmal Elternzeit nehmen, um Deine Frau bei Vojta zu unterstützen und für die Große da zu sein? Wenn Du Deine Frau zu ihren Eltern ziehen läßt, dann besteht die Gefahr, dass sie ihre Aggressionen eben nicht an ihren Eltern, sondern an der Tochter ausläßt, während es die Eltern trotzdem nicht merken!
Eine Elternzeitphase andererseits könnte, gepaart mit der Aussage, dass Du um den Zusammenhalt der Familie kämpfen willst und die kräftemäßige Not Deiner Frau siehst und sie besser unterstützen willst, bei ihren Eltern wieder einen anderen Blick auf die Situation eröffnen. Ganz wichtig: Laß dich zum Vojta Turnen von der Physio anlernen!

Übrigens die Ignorierphase kenne ich aus der Familie. Sie ist leichter zu ertragen für diejenigen im Umfeld, die wissen was läuft, aber für ein Kind extrem problematisch. Und ja ich befürchte, sie könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch anfangen, die große Schwester zu ignorieren, die das überhaupt nicht einordnen kann.

Ich wünsche Dir viel Kraft, einen engagierten, guten Ansprechpartner (ja, in so einer Situation darf ein Mann eine Hebamme ansprechen!) und viel Stehvermögen. Ihr könnt das packen, aber es wird viel Kraft auch von Dir kosten.

Viele Grüße,
Anne

P.S.: Der Hausarzt bei uns macht bei stillenden Frauen alle 3-4 Monate ein Blutbild und hat schon bei zwei Frauen im Dorf aus mütterlicher Indikation das Stillen im 7. bzw. im 10. Lebensmonat des Kindes abbrechen lassen (Umstellung auf Flasche für verbliebene Stillmahlzeiten). Andere Frauen hat er zur Ernährungsberatung geschickt, um spezifische Mangelerscheinungen rechtzeitig auszugleichen. Stillen kann toll sein, aber auch die Mutter völlig auszehren.


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